Rektusdiastase

Rektusdiastase   - Univ.-Prof.Dr.  René H. Fortelny, FEBS-AWS - Allgemeinchirurg Wien 1190
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Die Rektusdiastase bezeichnet ein Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln (Musculi recti abdominis) entlang der Körpermitte. Dabei wird das dazwischenliegende Bindegewebe (Linea alba) gedehnt und ausgedünnt.
Wichtig: Eine Rektusdiastase ist keine Hernie, da kein Bruch der Bauchwand vorliegt und keine Organe austreten.

Typisch ist eine sichtbare Vorwölbung entlang der Bauchmitte, insbesondere beim Anspannen der Bauchmuskulatur oder beim Aufrichten. Häufig tritt eine Rektusdiastase nach Schwangerschaften, bei starker Gewichtszunahme, Bindegewebsschwäche oder nach wiederholten Bauchbelastungen auf.

Mögliche Beschwerden sind:
 

  • Instabilitätsgefühl im Bauchbereich
  • Rückenschmerzen
  • eingeschränkte Rumpfkraft
  • ästhetische Beeinträchtigung

 
Behandlungsverfahren
Konservative Behandlung
 

  • Bei leichten Formen ohne größere Beschwerden steht zunächst eine gezielte Physiotherapie im Vordergrund. Durch spezielle Übungen kann die Rumpfstabilität verbessert und Beschwerden gelindert werden. Eine vollständige Rückbildung ist jedoch nicht immer möglich.

Operative Behandlung
Eine Operation wird erwogen, wenn:
 

  • deutliche funktionelle Beschwerden bestehen
  • eine ausgeprägte Instabilität vorliegt
  • gleichzeitig eine Hernie besteht
  • konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen
  • Operative Verfahren:


Minimalinvasive Nahtrekonstruktion der Bauchwand und
Verstärkung mit Netzmaterial, insbesondere bei größerer Ausprägung.
Laparoskopische oder robotisch assistierte Verfahren, die eine präzise Wiederherstellung der Bauchwand ermöglichen

Ziele der Operation:
 

  • Wiederherstellung der Stabilität und Funktionalität der Bauchwand
  • Verbesserung der Körperfunktion
  • dauerhafte Lösung der Beschwerden.
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