{"id":987,"date":"2022-04-26T08:00:55","date_gmt":"2022-04-26T06:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/warzen-loswerden-und-vorbeugen\/"},"modified":"2024-03-13T09:34:20","modified_gmt":"2024-03-13T08:34:20","slug":"warzen-loswerden-und-vorbeugen","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/warzen-loswerden-und-vorbeugen\/","title":{"rendered":"Warzen loswerden und vorbeugen"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Was sind Warzen?<\/strong><\/h2>\n<p>Bei Warzen (<em>Verrucae<\/em>) handelt es sich um kleine, gutartige, verh\u00e4rtete und scharf begrenzte Wucherungen der oberen Hautschicht (Epidermis), die eine flache oder eine kn\u00f6tchenartige Struktur aufweisen.<\/p>\n<p>Die Epidermis ist die \u00e4u\u00dferste Schicht der Haut. Sie besteht &#8211; von au\u00dfen nach innen betrachtet &#8211; aus f\u00fcnf Schichten, der Hornschicht, der Glanzschicht, der K\u00f6rnerschicht, der Stachelzellschicht und der Basalschicht.<\/p>\n<p>Normalerweise ist die Haut gut gegen Eindringlinge von au\u00dfen gesch\u00fctzt &#8211; ist die Hautbarriere jedoch geschw\u00e4cht, beispielsweise aufgrund einer Immunschw\u00e4che, Stoffwechselerkrankungen oder aufgrund diverser Umwelteinfl\u00fcsse, k\u00f6nnen Viren leichter \u00fcber die Haut in den K\u00f6rper eindringen. Zahlreiche Hautkrankheiten werden auf diese Weise durch Viren verursacht.<br \/>\nTreten die Warzen am ganzen K\u00f6rper auf, spricht man von einer Verrucosis. H\u00e4ufiger treten diese jedoch einzeln oder in&nbsp; Gruppen vor allem an den H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen auf.<\/p>\n<p>Auch Warzen sind auf eine Virusinfektion zur\u00fcckzuf\u00fchren. Verantwortlich f\u00fcr die Infektion sind meistens humane Papillomviren (<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hpv-diagnose\/\">HPV<\/a>). Die Infektion mit den Viren erfolgt \u00fcber direkten Hautkontakt (Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion) &#8211; dabei dringen die Viren \u00fcber kleinste Verletzungen der Haut oder der Schleimh\u00e4ute in die oberste Schicht der Hautzellen ein und beginnen sich in den Zellkernen zu vermehren.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr den weiteren Verlauf ist der Zustand des Immunsystems. Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome) kann bei Warzen zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten betragen. Bei einigen Menschen bilden sich nach direktem Kontakt mit dem Erreger auch gar keine Warzen aus. Dies kann einerseits auf ein intaktes Immunsystem und eine zu geringe Erregerdosis zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, anderseits kann durch vorherigen Kontakt mit der spezifischen Virusvariante bereits eine Immunit\u00e4t bestehen &#8211; das bedeutet, dass das Immunsystem aufgrund einer vorangegangenen Infektion mit dem Virus bereits Abwehrstoffe gegen dieses gebildet hat, mit diesem noch &#8220;vertraut&#8221; ist und das Warzen-Virus folglich auch alleine erfolgreich bek\u00e4mpfen kann.<\/p>\n<h2><strong>Kann man sich mit Warzen anstecken?<\/strong><\/h2>\n<p>Ja. Da Warzen Folge einer Virusinfektion sind, kann sich jeder mit Warzen anstecken. Allerdings ist das Infektionsrisiko nicht bei jedem Menschen gleich hoch. Da das Immunsystem von Kindern und \u00e4lteren Menschen im Vergleich zu gesunden Erwachsenen schw\u00e4cher ist, sind Kinder und \u00e4ltere Menschen auch wesentlich \u00f6fter von Warzen betroffen. Vor allem bei Kindern kommen Warzen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig oft vor, da ihr Immunsystem noch keine Immunit\u00e4t gegen die jeweiligen Viren ausbilden konnte. Auch bei Menschen mit einem geschw\u00e4chten Immunsystem (unter einer Krebsbehandlung) oder chronischen Erkrankung (<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-mellitus\/\">Diabetes<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/neurodermitis\/\">Neurodermitis<\/a> etc.) besteht ein erh\u00f6htes Infektionsrisiko.<\/p>\n<p>Erh\u00f6hte Ansteckungsgefahr besteht zudem u.a. in Schwimmb\u00e4dern, der Sauna, Fitnesscentern, Hotels und Gemeinschaftsduschen.<\/p>\n<h2><strong>H\u00e4ufige Warzentypen<\/strong><\/h2>\n<p>Warzen k\u00f6nnen am ganzen K\u00f6rper auftreten. H\u00e4ufig vorkommende Warzentypen sind:<\/p>\n<p><strong>Stachelwarzen, gew\u00f6hnliche Warzen (Verruca vulgares)<\/strong><br \/>\nDiese sind stecknadelkopf- bis erbsengro\u00df, verhornen leicht und werden dadurch rau und schuppig. Diese Warzen treten oft am Handr\u00fccken, an den Fingern, Nagelr\u00e4ndern und F\u00fc\u00dfen auf. Sie treten zu den am h\u00e4ufigsten auftretenden Warzen \u00fcberhaupt. Zu den Erregern z\u00e4hlen die HP-Viren 1, 2, 4 und 7.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfsohlenwarzen (<em>Verrucae plantares<\/em>)<br \/>\n<\/strong>Fu\u00dfsohlenwarzen, auch bekannt als Plantarwarzen oder Sohlenwarzen, werden von den HP-Viren 1, 2, 4, 57, 60, 63 und 65 ausgel\u00f6st und in <strong>Dornwarzen<\/strong> und <strong>Mosaikwarzen<\/strong> unterteilt. Dornwarzen sind durch ein Wachstum nach innen charakterisiert. Sie sind alleinstehend und bilden sich vor allem an den Unterseiten der Zehen und im Fersenbereich. Mosaikwarzen breiten sich hingegen beetartig aus und sind an einer wei\u00dfen F\u00e4rbung erkennbar. W\u00e4hrend Mosaikwarzen im Regelfall keine Schmerzen verursachen, kann es bei Dornwarzen zu teils heftigen Schmerzen unter Belastung (z.B. beim Gehen und Laufen auf der Fu\u00dfsohle) kommen.<\/p>\n<p><strong>Flachwarzen (<em>Verrucae planae<\/em>)<br \/>\n<\/strong>Flachwarzen sind im Vergleich zu anderen Warzentypen weicher, haben zumeist eine flach runde oder mehreckige Form und k\u00f6nnen eine graugelbe oder br\u00e4unliche Farbe annehmen, wobei die Oberfl\u00e4che der Warzen meistens gepunktet ist. Sie treten h\u00e4ufig im Gesicht, an den Handgelenken sowie an den Fingern und Unterarmen auf und werden von den HP-Viren 3 und 10 \u00fcbertragen.<\/p>\n<p><strong>Feigwarzen (<em>Condylomata acuminata<\/em>)<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/feigwarzen\/\">Feigwarzen<\/a> sind auch als Genital- oder Feuchtwarzen bekannt. Dieser Warzentyp tritt an den Geschlechtsorganen sowie im Analbereich auf. Feigwarzen haben eine kn\u00f6tchenartige Struktur und sind wei\u00df oder hautfarben. Sie werden durch die HP-Viren 6 und 11 w\u00e4hrend des Geschlechtsverkehrs \u00fcbertragen.<\/p>\n<p><strong>Pinselwarzen (<em>Verrucae filiformes<\/em>)<br \/>\n<\/strong>Pinselwarzen kommen \u00fcberwiegend im Gesicht vor und besiedeln dabei vorzugsweise den oberen Halsbereich, das Kinn, die Lippen und die Augenlider. Sie sind wei\u00df, rosa oder br\u00e4unlich und haben im Gegensatz zu anderen Warzentypen eine fadenf\u00f6rmige Struktur.<\/p>\n<p><strong>Alterswarzen (<em>Verrucae seborrhoicae<\/em>)<br \/>\n<\/strong>Alterswarzen kommen vor allem bei Erwachsenen ab dem 50. Lebensjahr vor. Sie treten meistens in gr\u00f6\u00dferer Zahl auf, haben eine rundliche Form und sind hellbraun oder braunschwarz. Alterswarzen k\u00f6nnen mit einem gelegentlich auftretenden Juckreiz einhergehen, sind ansonsten jedoch harmlos.<\/p>\n<p><strong>Dellwarzen (<em>Molluscum contagiosum<\/em>)<br \/>\n<\/strong>Dellwarzen sehen zwar aus wie Warzen, sind im eigentlichen Sinn jedoch keine Warzen. Dellwarzen werden nicht durch ein HP-Virus, sondern durch das <em>Molluscum-contagiosum-Virus <\/em>(MCV) verursacht. Sie sind etwa stecknadelkopfgro\u00df und haben eine glatte Oberfl\u00e4che mit einer Delle in der Mitte. Besonders h\u00e4ufig treten Dellwarzen an den oberen Extremit\u00e4ten sowie am Oberk\u00f6rper auf. Bei Druckaus\u00fcbung auf die Warze kann eine wei\u00dfliche Fl\u00fcssigkeit aus der Delle der Warze austreten, die Virusk\u00f6rper enth\u00e4lt.<\/p>\n<h2><strong>Symptome<\/strong><\/h2>\n<p>Die meisten Warzen sind schmerzlos, aber l\u00e4stig und kosmetisch st\u00f6rend. Befinden sich Warzen auf den Fu\u00dfsohlen, k\u00f6nnen diese beim Gehen oder Stehen Schmerzen bereiten. Manche Warzen k\u00f6nnen auch einen <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/juckreiz-pruritus\/\">Juckreiz<\/a> ausl\u00f6sen.<\/p>\n<h2><strong>Diagnose von Warzen beim Arzt<\/strong><\/h2>\n<p>Ein erfahrener<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/\"> Arzt<\/a> erkennt Warzen bereits durch eine einfache Blickdiagnose. Patienten, die bereits Erfahrung mit Warzen haben, erkennen Warzen meistens auch sofort auf den ersten Blick. Nichtsdestotrotz sollte bei neuen Hautver\u00e4nderungen ein Arzt aufgesucht werden, da einige Warzen leicht mit anderen Hauterkrankungen und Hautver\u00e4nderungen verwechselt werden k\u00f6nnen. Im Zweifelfall entnimmt der Hautarzt eine Gewebeprobe, um b\u00f6sartige Ver\u00e4nderungen mit Sicherheit ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Nach einem Anamnesegespr\u00e4ch und einer k\u00f6rperlichen Untersuchung, bei welcher der Arzt den ganzen K\u00f6rper auf Warzen untersucht, werden die einzelnen Behandlungsm\u00f6glichkeiten besprochen.<\/p>\n<h2><strong>Behandlung von Warzen<\/strong><\/h2>\n<p>In vielen F\u00e4llen bilden sich Warzen auch ohne Behandlung von alleine zur\u00fcck &#8211; sobald der K\u00f6rper bzw. das Immunsystem in der Lage ist mit eigenen Abwehrkr\u00e4ften gegen das Virus vorzugehen, verschwinden die Warzen von selbst. In solchen F\u00e4llen trocknen die Warzen langsam aus. Jedoch ist nicht vorherzusehen, ob und wann das passiert, dies h\u00e4ngt u.a. vom jeweiligen Verbreitungspotenzial ab; manche Warzen bleiben mehrere Wochen, andere Monate und wieder andere bleiben \u00fcber Jahre bestehen.<\/p>\n<p>Zwar sind Warzen harmlos, dennoch leiden einige der Betroffenen unter Schmerzen (z.B. im Fall einer Warze auf der Fu\u00dfsohle bei Gehen) oder am Juckreiz, der durch die Warzen verursacht wird; viele sehen in Warzen zudem eine \u00e4sthetische Beeintr\u00e4chtigung und lassen sich die Warzen aus diesem Grund beim Arzt entfernen.<\/p>\n<p>Prinzipiell stehen drei M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, um eine Warze zu entfernen:<\/p>\n<ul>\n<li>Medikament\u00f6se Behandlung<\/li>\n<li>Vereisungstherapie<\/li>\n<li>Chirurgische Verfahren<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Wahl der passenden Therapie\/Entfernung orientiert sich u.a. am Alter des Patienten, am jeweiligen Warzentyp, an der K\u00f6rperstelle, an welcher die Warzen auftreten sowie an der Anzahl der Warzen.<\/p>\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Warzen sollten niemals selbst aufgekratzt werden. Durch das Kratzen kann eine Blutung hervorgerufen werden, wodurch die Viren weiter im K\u00f6rper und folglich auch auf der Haut verbreitet werden.<\/p>\n<p><strong>Medikament\u00f6se Behandlung<\/strong><\/p>\n<p>Warzen werden in der Regel erst behandelt, wenn Sie Beschwerden verursachen, nicht von selbst verschwinden oder ein \u00e4sthetisches Problem darstellen.<\/p>\n<p>Bevor chirurgische Ma\u00dfnahmen zur Warzenentfernung angewendet werden, wird im Regelfall zun\u00e4chst versucht das l\u00e4stige Leiden mit Medikamenten, sogenannten Keratolytika, <strong>Zytostatika<\/strong> (Fluorouracil, Podophyllin) oder<strong> Virustatika<\/strong>&nbsp; (Cidovofir) zu beseitigen. Die Medikamente sind in Form von Cremen, Salben, Gels, Pflaster und L\u00f6sungen verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p><strong>Keratolytika<\/strong> (dazu z\u00e4hlt auch die Ameisens\u00e4ure) wirken, indem S\u00e4ure in die Warze eindringt und diese langsam von innen heraus austocknet (Ver\u00e4tzung). Eine weitere therapeutische M\u00f6glichkeit stellen Pr\u00e4parate mit Milchs\u00e4ure oder Acetylsalicyls\u00e4ure dar, welche nach lokalem Auftragen die obere Hautschicht aufweichen, sodass die Warze darunter leichter vom Arzt entfernt werden kann.<br \/>\nBei jeder medikament\u00f6sen Therapie ist die Mitarbeit des Patienten besonders wichtig, da bei nicht-konsequenter und unregelm\u00e4\u00dfiger Anwendung die Gefahr einer weiteren Virenausbreitung besteht.<\/p>\n<p>Eingesetzt werden auch andere Substanzen wie die <strong>Immunmodulatoren<\/strong> Imiquimod oder Dithranol (Cignolin), die das Immunsystem an der betroffenen Stelle st\u00e4rken sollen.<\/p>\n<p><strong>Warzenpflaster<\/strong>&nbsp;sind rezeptfrei erh\u00e4ltlich und enthalten entweder Salicyls\u00e4ure oder Milchs\u00e4ure. Wird das Pflaster auf die betroffene Stelle geklebt, greift die S\u00e4ure die obersten Hautschichten der Warzen an. In weiterer Folge weichen die Warzen an der Oberfl\u00e4che auf und die verhornten Stelle l\u00f6sen sich von alleine auf. Das Warzenpflaster muss etwa drei Tage wasser- und luftdicht auf der Warze aufgeklebt bleiben, um seine volle Wirkung entfalten zu k\u00f6nnen. Danach k\u00f6nnen die verhornten Stellen vorsichtig mit einer Feile, einem Hobel oder einem Bimsstein entfernt werden. Wichtig ist, dass so lange gefeilt wird, bis die oberen aufgeweichten Hautschichten nicht mehr zu sehen sind. Bei Bedarf kann der Prozess wiederholt werden.<\/p>\n<p><strong>Kauterisation<\/strong><\/p>\n<p>Bei diesem Verfahren erfolgt die Warzenbehandlung durch Hitzeeinwirkung mittels elektrischem Strom, wodurch es zu einer Zerst\u00f6rung des Gewebes kommt.<\/p>\n<p><strong>Vereisungstherapie (Kryotherapie)<\/strong><\/p>\n<p>Bei einer Vereisungstherapie, auch Kryotherapie genannt, werden gezielt Vereisungen zweiten Grades an den betroffenen Stellen verursacht, sodass bestimmte Zellen absterben und die Warzen anschlie\u00dfend leichter vom Arzt entfernt werden k\u00f6nnen. Die Vereisungstherapie erfolgt durch Aufspr\u00fchen von fl\u00fcssigem Stickstoff oder mittels eines Applikators, der zuvor mit einem K\u00fchlmittel (fl\u00fcssiger Stickstoff oder ein Dimethylether-Propan-Gemisch) aufgef\u00fcllt wird. Das K\u00fchlmittel senkt die Temperatur des Applikators auf etwa -50 Grad Celsius. Durch die gezielt herbeigef\u00fchrte Erfrierung entsteht eine Vereisungsblase, die nach einiger Zeit abf\u00e4llt. Die Vereisungstherapie ist vor allem bei oberfl\u00e4chlich sitzenden Warzen (z.B. Warzen am Handr\u00fccken) gut geeignet. Weniger gut sprechen Fu\u00dfwarzen auf die Kryotherapie an, da Fu\u00dfwarzen meistens nach innen wachsen. Die Behandlung kann mehrfach wiederholt werden.<\/p>\n<p><strong>Chirurgische Verfahren<\/strong><\/p>\n<p>Bei sehr tief in das Gewebe reichenden Warzen sind medikament\u00f6se Therapien und die Vereisungstherapie h\u00e4ufig weniger effektiv. In solchen F\u00e4llen wird ihr Arzt versuchen, die Warzen chirurgisch zu entfernen.<\/p>\n<p>Bei einer Entfernung mit Laser (<strong>CO<sub>2<\/sub>-Laserskalpell<\/strong>) wird das infizierte Warzengewebe gezielt verbrannt. Eine andere M\u00f6glichkeit zur Entfernung ist das Ausschaben der Warzen mithilfe eines speziellen scharfen L\u00f6ffels. Beide Behandlungen werden unter Lokalan\u00e4sthesie durchgef\u00fchrt und k\u00f6nnen Schmerzen und Narben verursachen.<\/p>\n<p>Bei einer Entfernung durch <strong>Elektrokoagulation<\/strong> wird die betroffene Hautstelle bis zur Basalschicht der Epidermis verbrannt, wodurch die infizierten Zellen gezielt abget\u00f6tet werden. \u00c4hnlich wie die Entfernung mit Laser und scharfem L\u00f6ffel erfolgt auch diese Behandlung unter lokaler Bet\u00e4ubung und kann unter Umst\u00e4nden starke Schmerzen und Narben verursachen.<\/p>\n<h2><strong>Hausmittel bei Warzen<\/strong><\/h2>\n<p>Neben Medikamenten gibt es einige Hausmittel, die sich bei Warzen als wirksam erwiesen haben. Es ist medizinisch jedoch nicht belegt, dass folgende Hausmittel bei Warzen tats\u00e4chlich helfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Teebaum\u00f6l: Teebaum\u00f6l gilt aufgrund seiner Verbindungen (darunter Terpine und Cineol) als Allesk\u00f6nner unter Hausmitteln und wird dank seiner entz\u00fcndungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften u.a. zur Behandlung von Hautproblemen wie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/akne\/\">Akne<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/nagelpilz-so-werden-sie-das-laestige-leiden-los-1798\">Nagelpilz<\/a> und Warzen empfohlen.<\/li>\n<li>Rizinus-\u00d6l: das toxische \u00d6l wird aus dem Samen des Wunderbaums gewonnen und kommt bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden zum Einsatz. Bei Warzen gen\u00fcgt es wenige Tropfen des \u00d6ls direkt auf die betroffene Stelle aufzutragen.<\/li>\n<li>Ringelblumensalbe: Ringelblumensalbe hat eine abschwellende, antibakterielle und entz\u00fcndungshemmende Wirkung.<\/li>\n<li>Knoblauch\u00f6l: wirkt entz\u00fcndungshemmend und antiviral.<\/li>\n<li>Suggestion: Das &#8220;Besprechen&#8221; von Warzen z\u00e4hlt seit dem Mittelalter als probates Mittel zur Warzenbek\u00e4mpfung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da diese Hausmittel im Regelfall keinen zus\u00e4tzlichen Schaden bewirken, kann es sich lohnen sie &#8211; vorzugsweise nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker &#8211; unterst\u00fctzend zu einer anderen Therapie anzuwenden.<\/p>\n<h2><strong>Prognose<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr Menschen mit einem gesunden Immunsystem sind Warzen meist harmlos und verschwinden oft von selbst. In Studien mit Schulkindern und Jugendlichen waren die Warzen bei ungef\u00e4hr 50 Prozent der Studienteilnhemer nach einem Jahr verschwunden. Nach zwei Jahren waren etwa 70 Prozent warzenfrei.<\/p>\n<p>Bei Menschen mit einem geschw\u00e4chten Immunsystem k\u00f6nnen Warzen jedoch deutlich hartn\u00e4ckiger sein und sollten in jedem Fall untersucht werden, um andere Hauterkrankungen ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><strong>Erg\u00e4nzende und vorbeugende Ma\u00dfnahmen<\/strong><\/h2>\n<p>Hygiene ist eine Grundvoraussetzung, um Warzen vorzubeugen bzw. den Erfolg einer Behandlung zu f\u00f6rdern. Warzen-Viren bevorzugen eine feuchte und warme Umgebung. Verschwitzte Schuhe sind ein wahres Paradies f\u00fcr die Erreger und bieten ideale Voraussetzungen f\u00fcr eine schnelle Ausbreitung auf den F\u00fc\u00dfen bzw. der Fu\u00dfsohle. Betroffene sollten ihre Socken und Str\u00fcmpfe sowie Handt\u00fccher und Bettw\u00e4sche stets bei mindestens 60 Grad waschen. Ebenso wichtig ist gr\u00fcndliches H\u00e4ndewaschen. Da Warzen ansteckend sind, sollten Betroffene Kosmetikartikel, Handt\u00fccher, Nagelscheren und \u00e4hnliche&nbsp; Utensilien nicht mit anderen Menschen teilen. Erh\u00f6hte Vorsicht ist zudem in \u00f6ffentlichen Duschen, Umkleiden, Schwimmb\u00e4dern und in der Sauna geboten, hier sollte vor allem Barfu\u00dfgehen vermieden werden.<\/p>\n<p>Eine Impfung gegen <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hpv-impfung\/\">HPV<\/a> (sch\u00fctzt auch vor<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/vorsorge-gebaermutterhalskrebs\/\"> Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/a>) kann vor einer Infektion mit bestimmten Papillomaviren-Typen sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"author":41,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2405,23],"tags":[108,254,252,623,191,2759,2698],"class_list":["post-987","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-haut-und-geschlechtskrankheiten","category-kinder-und-jugendheilkunde","tag-allgemeinmedizin","tag-dermatologie","tag-geschlechtskrankheiten","tag-haut","tag-hautkrankheiten","tag-verruca","tag-warzen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/987\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13899,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/987\/revisions\/13899"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7436"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}