{"id":842,"date":"2021-08-24T10:29:42","date_gmt":"2021-08-24T10:29:42","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/pneumokokken-wie-schuetze-ich-mich-vor-der-gefaehrlichen-infektion\/"},"modified":"2024-04-02T09:49:38","modified_gmt":"2024-04-02T07:49:38","slug":"pneumokokken-wie-schuetze-ich-mich-vor-der-gefaehrlichen-infektion","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/pneumokokken-wie-schuetze-ich-mich-vor-der-gefaehrlichen-infektion\/","title":{"rendered":"Pneumokokken &#8211; Wie sch\u00fctze ich mich vor der gef\u00e4hrlichen Infektion?"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Was sind Pneumokokken?<\/strong><\/h2>\n<p>Pneumokokken sind Bakterien der Gattung Streptococcus pneumoniae. Sie geh\u00f6rten in die Gruppe der Diplokokken, d.h. runder und paarweise gelagerter Bakterien. Heute sind mehr als 90 unterschiedliche Typen von Pneumokokken bekannt, viele von ihnen k\u00f6nnen bei einer Infektion unterschiedliche und teils sehr gef\u00e4hrliche Krankheiten verursachen.<\/p>\n<p>Pneumokokken werden durch eine Tr\u00f6pfcheninfektion von einer Person auf die andere \u00fcbertragen. Eine Tr\u00f6pfcheninfektion bezeichnet das Verspr\u00fchen kleinster, mit einem Erreger infizierter Tr\u00f6pfchen, wie etwa beim Niesen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/husten-21\">Husten<\/a> oder Sprechen. Dabei gelangen die pneumokokkenhaltigen Tr\u00f6pfchen beim Atmen in die Luft und werden zusammen mit dieser von einer anderen Person aufgenommen, wo sie sich anschlie\u00dfend in den Schleimh\u00e4uten von Nase und Rachen festsetzen und vermehren. Erkrankte Personen sollten daher aufgrund der sehr hohen Ansteckungsgefahr von \u00f6ffentlichen Einrichtungen wie dem Kindergarten, der Schule und dem Arbeitsplatz fernbleiben und die Erkrankung entsprechend behandeln lassen.<\/p>\n<p>Die Inkubationszeit von Pneumokokken, &nbsp;d.h. die Zeit zwischen der Infektion mit den Erregern und dem Auftreten der ersten krankheitstypischen Symptome, betr\u00e4gt zwischen einem und mehreren Tagen. Da jedoch viele Menschen die Erreger in sich tragen und dabei keine Symptome aufweisen, trifft diese Inkubationszeit nicht in jedem Fall zu.<\/p>\n<h2><strong>Wer ist gef\u00e4hrdet?<\/strong><\/h2>\n<p>Bei gesunden Menschen mit einem normal starken Immunsystem rufen Pneumokokken keine Entz\u00fcndungen hervor, da das k\u00f6rpereigene Abwehrsystem in diesen F\u00e4llen in der Lage ist einen Krankheitsausbruch zu verhindern. Bei S\u00e4uglingen, Kleinkindern, \u00e4lteren Menschen sowie bei Personen mit einem bereits geschw\u00e4chten Immunsystem (z.B. bei Patienten mit Mukoviszidose, COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit), einem Lungenemphysem, Diabetes mellitus, einer HIV-Infektion, Krebs oder diversen Allergien) k\u00f6nnen die Bakterien jedoch wesentlich leichter Entz\u00fcndungen verursachen und im Fall einer Infektion die k\u00f6rpereigene Abwehr schw\u00e4chen und dadurch auch das Risiko f\u00fcr eine andere Infektion, beispielsweise durch Viren, erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>\u00c4ltere Patienten sind auch durch Spitalsaufenthalte gef\u00e4hrdet. Eine Pneumokokken-Infektion z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten der sogenannten ambulant erworbenen Infektionen. Aufgrund der zunehmenden Resistenzen bei antibiotischen&nbsp;Therapien&nbsp;kann die Behandlung dieser Infektionen eine besondere Herausforderung darstellen.<\/p>\n<h2><strong>Pneumokokkenbedingte Krankheiten<\/strong><\/h2>\n<p>Rund ein Viertel der bekannten Pneumokkokentypen ist f\u00fcr 90 Prozent aller Pneumokokken-bedingten Erkrankungen verantwortlich. Zu den h\u00e4ufigsten Pneumokokken-bedingten Krankheiten z\u00e4hlen <a href=\"\/ratgeber\/behandlung-einer-lungenentzuendung-1060\">Lungenentz\u00fcndung<\/a>, <a title=\"Mittelohrentz\u00fcndung \u2013 Definition, Behandlung, Hausmittel\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/mittelohrentzuendung-4813\">Mittelohrentz\u00fcndung<\/a>, <a title=\"Sinusitis \u2013 Nebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/sinusitis-nebenhoehlenentzuendung-71\">Nebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung<\/a>, <a title=\"Meningitis (Hirnhautentz\u00fcndung) \u2013 Ursache, Formen und Behandlung\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/meningitis-hirnhautentzuendung-ursache-formen-und-behandlung-4327\">Gehirnhautentz\u00fcndung<\/a> und <a title=\"Blutvergiftung (Sepsis)\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/blutvergiftung-sepsis-5156\">Blutvergiftung<\/a>. Zudem kann sich die Infektion auf die Hornhaut sowie in viele andere K\u00f6rperbereiche ausbreiten.<\/p>\n<p><strong>Lungenentz\u00fcndung<\/strong> (Pneumonie): Etwa die H\u00e4lfte aller Lungenentz\u00fcndungen wird durch Pneumokokken verursacht. \u00c4hnlich wie bei anderen Pneumokokken-bedingten Entz\u00fcndungen haben auch bei der Pneumonie besonders kleine Kinder und \u00e4ltere Menschen aufgrund des schw\u00e4cheren Immunsystems ein h\u00f6heres Erkrankungsrisiko.<\/p>\n<p>Typische Symptome einer Lungenentz\u00fcndung sind Husten, Schmerzen im Bereich der Brust, hohes <a title=\"Fieber senken \u2013 Wann und Wie?\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/fieber-senken-wann-und-wie-80\">Fieber<\/a>, Probleme beim Atmen bzw. Atemnot, Sch\u00fcttelfrost, allgemeine M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gliederschmerzen, wobei nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten m\u00fcssen. In den meisten F\u00e4llen setzen die Symptome pl\u00f6tzlich ein. Bei gesunden Menschen heilt eine behandelte Lungenentz\u00fcndung nach zwei bis drei Wochen wieder ab, das Fieber geht nach etwa einer Woche zur\u00fcck. Dennoch kommt es im Zuge des Krankheitsverlaufs h\u00e4ufig zu Komplikationen. Vor allem bei \u00e4lteren Menschen kann eine Lungenentz\u00fcndung nach wie vor zum Tod f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Akute Mittelohrentz\u00fcndung <\/strong>(Otitis media acuta): Die akute Mittelohrentz\u00fcndung bezeichnet eine Entz\u00fcndung der Schleimhaut im Mittelohr, bei welcher die Pneumokokken \u00fcber die Eustachische R\u00f6hre (Ohrtrompete) aus dem Nasen- und Rachenraum ins Mittelohr gelangen. Die Ohrtrompete ist u.a. f\u00fcr den Druckausgleich im Mittelohr verantwortlich. Da sie bei Kindern noch k\u00fcrzer ist als bei Erwachsenen, sind vor allem Kinder sehr h\u00e4ufig von einer Mittelohrentz\u00fcndung betroffen. Typische Symptome einer Mittelohrentz\u00fcndung sind ein permanentes Druckgef\u00fchl und stechende Schmerzen im Ohr, ein vermindertes H\u00f6rverm\u00f6gen, Fieber, allgemeine Abgeschlagenheit sowie ein zumeist leicht blutiger Ausfluss aus dem Ohr. Die Prognose ist f\u00fcr gew\u00f6hnlich sehr gut, allerdings kann die akute Mittelohrentz\u00fcndung&nbsp; in eine chronische Entz\u00fcndung \u00fcbergehen. Zudem sind Komplikationen wie eine Entz\u00fcndung und Sch\u00e4digung des Innenohres und eine Verschlechterung des H\u00f6rverm\u00f6gens m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung <\/strong>(Sinusitis): Neben Streptokokken und Staphylokokken z\u00e4hlen Pneumokokken zu den Erregern der Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung, bei welcher die Schleimh\u00e4ute der Nasennebenh\u00f6hlen entz\u00fcndet sind. Die Entz\u00fcndung kann dabei alle Nebenh\u00f6hlen der Nase, d.h. Stirn-, Keilbein- und Kieferh\u00f6hlen, betreffen. Auch k\u00f6nnen alle Nasennebenh\u00f6hlen gleichzeitig entz\u00fcndet sein. Die Symptome h\u00e4ngen mitunter von den betroffenen Nebenh\u00f6hlen ab und reichen von Schnupfen, Husten, starken Kopf- und Zahnschmerzen \u00fcber Fieber, Sehst\u00f6rungen und einem verminderten Geruchsempfinden bis hin zu M\u00fcdigkeit, allgemeiner Abgeschlagenheit und starkem <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/mundgeruch-erfolgreich-loswerden-1724\">Mundgeruch<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Hornhautentz\u00fcndung<\/strong> (Keratitis): Die Hornhaut ist der vordere Teil der \u00e4u\u00dferen Augenhaut und f\u00fcr die Lichtbrechung verantwortlich. Wenn die Bakterien ins Auge eindringen, kommt es zu einer Entz\u00fcndung der Hornhaut, was mitunter zu einer Sehverschlechterung f\u00fchren kann. Bei gesunden Menschen mit einer intakten Hornhaut k\u00f6nnen die Erreger prinzipiell nicht eindringen. Bestimmte Risikofaktoren wie eine Immunschw\u00e4che oder mangelnde Hygienema\u00dfnahmen, etwa beim Sauberhalten von Kontaktlinsen, beg\u00fcnstigen die Infektion sowie ein Vordringen der Bakterien in tiefere Hornhautschichten. Zu den Symptomen einer Hornhautentz\u00fcndung z\u00e4hlen ger\u00f6tete Augen, Schmerzen und ein Fremdk\u00f6rpergef\u00fchl im Auge sowie eine erh\u00f6hte Lichtempfindlichkeit.<\/p>\n<p><strong>Gehirnhautentz\u00fcndung<\/strong> (Meningitis): Die Hirn- und R\u00fcckenmarksh\u00e4ute sch\u00fctzen das Gehirn und das R\u00fcckenmark. Sind sie entz\u00fcndet, etwa durch eine Pneumokokken-Infektion, ist von einer Meningitis die Rede. Die Gehirnhautentz\u00fcndung ist lebensbedrohlich und f\u00fchrt ohne entsprechende Behandlung zum Tod. Zu sp\u00e4t behandelt z\u00e4hlen Taubheit, Nervenerkrankungen und kognitive Einschr\u00e4nkungen zu den m\u00f6glichen Folgesch\u00e4den. Zu den wichtigsten Symptomen der Meningitis z\u00e4hlen Bewegungseinschr\u00e4nkungen der Halswirbels\u00e4ule, Kopfschmerzen, Fieber, \u00dcbelkeit und Erbrechen. Zudem leiden Patienten h\u00e4ufig unter allgemeiner Abgeschlagenheit, Benommenheit, Licht- und L\u00e4rmempfindlichkeit.<\/p>\n<p><strong>Blutvergiftung<\/strong> (Sepsis): Bei einer Sepsis handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, die den gesamten Kreislauf und alle Organe in Mitleidenschaft zieht. Ursache f\u00fcr die Blutvergiftung sind unterschiedliche Krankheitserreger, darunter Pneumokokken, die sich \u00fcber das Blut im gesamten K\u00f6rper ausbreiten und so eine schwere Abwehrreaktion ausl\u00f6sen. In vielen F\u00e4llen ist die Blutvergiftung Folge einer anderen Krankheit, beispielsweise einer Lungen- oder Gehirnhautentz\u00fcndung. Die Bakterien gelangen vom jeweiligen Entz\u00fcndungsherd in den Blutkreislauf, wodurch sich die Entz\u00fcndung in weiterer Folge im gesamten Organismus ausbreiten kann. Symptome zu Beginn einer Sepsis sind Fieber, \u00dcbelkeit, Erbrechen, Sch\u00fcttelfrost sowie ein erh\u00f6hter Herzschlag. Der weitere Krankheitsverlauf ist durch Probleme mit unterschiedlichen Organen wie den Nieren, der Leber, dem Darm und dem Herz gekennzeichnet, die mitunter aufgrund von auftretendem Sauerstoffmangel Schaden nehmen.<\/p>\n<h2><strong>Wie weist man Pneumokokken nach?<\/strong><\/h2>\n<div class=\"accordion-card textTeaser\">\n<div id=\"accordion1-panel1\" class=\"accordion-panel collapse-content\">\n<p>Weil Pneumokokkeninfektionen auch einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen k\u00f6nnen, kommt der Diagnostik dieser Erkrankungen ein hoher Stellenwert zu, um&nbsp; so schnell wie m\u00f6glich eine entsprechende Diagnose stellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund wurden Schnelltests zum Nachweis von Pneumokokken im Harn entwickelt. Bei einer Pneumokokkenpneumonie kommt es meistens zu einer Ausschwemmung dieser Bakterien ins Blut kommt (Bakteri\u00e4mie). \u00dcber das Blut und die Nieren gelangen die Pneumokokken auch in den Harn, werden dort angereichert und k\u00f6nnen schlie\u00dflich mit einem entsprechenden Labortest nachgewiesen werden. Der Vorteil dieser Schnelltests ist, dass das Untersuchungsergebnis innerhalb weniger Stunden vorliegt, so dass&nbsp;sofort mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden kann.<\/p>\n<p>Neben Harn als Untersuchungsmaterial kann bei manchen Pneumokokken-Schnelltest-Systemen auch sogenannter Liquor (Gehirn- und R\u00fcckenmarksfl\u00fcssigkeit) eingesetzt werden. Auf diese Weise kann der Schelltest auch Informationen \u00fcber eine eventuell vorliegende Gehirnhautentz\u00fcndung liefern.<\/p>\n<h2><strong>Behandlung einer Pneumokokken-Infektion<\/strong><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Pneumokokken-Infektionen werden \u00fcblicherweise mit Antibiotika therapiert, wobei vor allem Penicillin G und Cephalosporine wie&nbsp;<span style=\"color: #202124;\">&nbsp;Cefuroxim, Cefaclor, Cefpodoxim, Cefotaxim und Ceftriaxon<\/span>&nbsp;eingesetzt werden. Wirksam sind auch Makrolide (<span style=\"color: #202124;\">Clarithromycin, Roxithromycin oder Azithromycin) oder&nbsp;<span style=\"color: #202124;\">das Ketolid Telithromycin. Hornhautentz\u00fcndungen<\/span><\/span>&nbsp;werden mit antibiotischen Augentropfen therapiert.<\/p>\n<p>Da pneumokokkenbedingte Erkrankungen vor allem bei \u00e4lteren Menschen, Kleinkindern sowie bei Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus, Krebs oder einer HIV-Infektion einen schwerwiegenden Verlauf nehmen k\u00f6nnen, ist bei diesen Risikogruppen oftmals eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Die Behandlung einer Meningitis und einer Sepsis erfolgt immer im Spital, um eine m\u00f6glichst genaue \u00dcberwachung des Allgemeinzustands des Patienten sicherstellen zu k\u00f6nnen. Im Fall einer Sepsis werden die Patienten auf der Intensivstation betreut, die Medikamentengabe erfolgt mittels Infusion.<\/p>\n<p>Bei der Behandlung der Mittelohr- und Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung kommen zudem schleimhautabschwellende Nasensprays und Nasentropfen zum Einsatz. Bei allen Erkrankungen muss auf eine ausreichende Fl\u00fcssigkeitszufuhr geachtet werden. Da Pneumokokken-Infektionen den ganzen K\u00f6rper schw\u00e4chen, sollten sich Betroffene ausreichend schonen und auch einige Zeit nach Abklingen der Infektion k\u00f6rperbelastende T\u00e4tigkeiten meiden.<\/p>\n<p>Damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt, sollten sich vor allem Kleinkinder, \u00e4ltere Menschen und Personen mit einem erh\u00f6hten Infektionsrisiko gegen Pneumokokken impfen lassen.<\/p>\n<h2><strong>Der Impfstoff<\/strong><\/h2>\n<p>Es gibt mehr als 90 verschiedene Pneumokokken-St\u00e4mme (Serotypen). Die meisten Erkrankungen werden jedoch nur durch einige wenige St\u00e4mme verursacht und gegen diese sch\u00fctzt auch die Impfung. Diese kann das Risiko einer Pneumokokken-Erkrankung bzw. deren Komplikationen um bis zu 90 Prozent verringern.<\/p>\n<p>Bei der Pneumokokken-Impfung handelt es sich um einen Totimpfstoff, d.h.&nbsp;um die Injektion von nicht-vermehrungsf\u00e4higen Bakterien. Der erste Pneumokokken-Impfstoff wurde bereits 1945 entwickelt.<\/p>\n<h2><strong>Pneumokokken-Impfung<\/strong><\/h2>\n<p>Bei einer Pneumokokken-bedingten Erkrankung bildet der K\u00f6rper Antik\u00f6rper gegen den jeweiligen Krankheitserreger. Da es jedoch mehr als 90 verschiedene Pneumokokken-Typen gibt, stellt lediglich die Pneumokokken-Impfung einen ausreichenden Schutz gegen Pneumokokken-bedingte Infektionen dar.<\/p>\n<p>Durch die Injektion des Impfstoffs wird der K\u00f6rper aktiv immunisiert und bildet Antik\u00f6rper gegen die injizierten nicht-vermehrungsf\u00e4higen Bakterien. Somit sind im Fall einer Pneumokokken-Infektion bereits vorab ausreichend viele Abwehrstoffe im K\u00f6rper vorhanden, um gegen die Infektion bzw. den Ausbruch etwaiger Erkrankungen gesch\u00fctzt zu sein.<\/p>\n<p>Die Impfung wird Kleinkindern im 3., 5. und 12. \u201314.&nbsp;Lebensmonat empfohlen, Erwachsenen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr (diese&nbsp;ben\u00f6tigen nur&nbsp; zwei Teilimpfungen). Au\u00dferdem sollten Personen, die einer Risikogruppe angeh\u00f6ren, auf einen umfassenden Impfschutz achten, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit<\/p>\n<ul>\n<li>Herz-Kreislauf-Erkrankungen,<\/li>\n<li>Stoffwechselerkrankungen,<\/li>\n<li><a title=\"Asthma\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/asthma-5258\">Asthma<\/a> und<a title=\"COPD \u2013 Definition, Symptome, Diagnose, Behandlung\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/copd-3833\"> COPD<\/a> (chronisch obstruktive Lungenkrankheit),<\/li>\n<li>Niereninsuffizienz,<\/li>\n<li>Krebs,<\/li>\n<li>einer <a title=\"HIV \/ Aids \u2013 Definition, \u00dcbertragung, Verlauf, Therapie\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/hiv-aids-3828\">HIV-Infektion,<\/a><\/li>\n<li>vor oder nach einer Organtransplantation,<\/li>\n<li>Nervenerkrankungen wie <a title=\"Epilepsie \u2013 Ursachen, Symptome, Behandlung, erste Hilfe\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/epilepsie-4910\">Epilepsie,<\/a><\/li>\n<li>Sichelzellan\u00e4mie,<\/li>\n<li>Immundefekten und<\/li>\n<li>anderen chronischen Erkrankungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 2500 Gramm und Fr\u00fchgeburten haben ein erh\u00f6htes Infektionsrisiko.<\/p>\n<p>Zu den Nebenwirkungen der Pneumokokken-Schutzimpfung z\u00e4hlen Schwellungen, R\u00f6tungen und Hautirritationen rundum die Einstichstelle, die in den meisten F\u00e4llen von alleine wieder abklingen. Weitere Nebenwirkungen sind Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, \u00dcbelkeit, Erbrechen und allgemeine Abgeschlagenheit. Diese Nebenwirkungen sind eine Reaktion auf den durch die Impfung ausgel\u00f6sten Immunisierungsprozess des K\u00f6rpers, der nach erfolgter Impfung mit der Bildung von Antik\u00f6rpern gegen die (nicht-vermehrungsf\u00e4higen) Erreger beginnt.<\/p>\n<p>F\u00fcr schwangere Frauen sowie f\u00fcr Personen mit einer entz\u00fcndlichen Krankheit, hohem Fieber und einer Allergie gegen bestimmte Bestandteile des Impfstoffes ist die Pneumokokken-Schutzimpfung ungeeignet und sollte im jeweiligen Fall nur nach individueller Absprache mit einem Arzt erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,66,2448,2409,23,7],"tags":[2053,223,186,224,225,226,227,2598],"class_list":["post-842","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-gesundheitsnews","category-innere-medizin","category-kardiologie","category-kinder-und-jugendheilkunde","category-leben","tag-hirnhautentzundung","tag-lungenentzundung","tag-lungenkrankheiten","tag-pneumokokken","tag-pneumokokkenimpfung","tag-pneumologie","tag-pneumonie","tag-sepsis"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/842","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/842\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9714,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/842\/revisions\/9714"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/843"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=842"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}