{"id":837,"date":"2021-07-22T13:30:00","date_gmt":"2021-07-22T13:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/verstopfung-ursachen-erkennen-und-loswerden\/"},"modified":"2023-02-17T09:12:41","modified_gmt":"2023-02-17T08:12:41","slug":"verstopfung-ursachen-erkennen-und-loswerden","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/verstopfung-ursachen-erkennen-und-loswerden\/","title":{"rendered":"Verstopfung \u2013 Ursachen erkennen und loswerden"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Was ist Verstopfung?<\/strong><\/h2>\n<p>Verstopfung (chronisch funktionelle Obstipation, Obstipation) ist die Bezeichnung f\u00fcr ein Syndrom, welches durch weniger als drei Stuhlg\u00e4nge pro Woche charakterisiert ist. Die Muskulatur des Darms h\u00f6rt dabei zeitweise auf sich zusammenzuziehen und bef\u00f6rdert den Inhalt des Darms nicht mehr entsprechend nach vorne. Zus\u00e4tzlich weisen Betroffene ein oder mehrere der folgenden Kriterien auf (&#8220;ROM-III-Kriterien&#8221;):<\/p>\n<ul>\n<li>Notwenigkeit der manuellen Hilfe bei der Stuhlentleerung<\/li>\n<li>Notwendigkeit des starken Pressens bei der Stuhlentleerung<\/li>\n<li>sehr harter Stuhl<\/li>\n<li>permanentes Gef\u00fchl, dass der Darm beim Stuhlgang nicht vollst\u00e4ndig entleert wird<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sch\u00e4tzungen zufolge leiden zwischen 10&nbsp;und 20 Prozent der \u00d6sterreicher (und der restlichen europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung) an Verstopfung. Die Darmprobleme sind in Industrienationen h\u00e4ufiger verbreitet als in weniger entwickelten L\u00e4ndern, was mitunter auf unsere ballaststoffarme Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Zudem sind Frauen h\u00e4ufiger von Verstopfung betroffen als M\u00e4nner, da Hormone w\u00e4hrend der Menstruation, der <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/schwangerschaft-2602\">Schwangerschaft<\/a> und w\u00e4hrend den <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/wechseljahre-4904\">Wechseljahren<\/a> die Verdauung beeinflussen und Verstopfung f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Auch \u00e4ltere Menschen sind h\u00e4ufig von Obstipation betroffen, da die Darmmuskulatur, wie jede andere Muskulatur des K\u00f6rpers, mit den Jahren langsam an Kraft verliert und die aufgenommene Nahrung langsamer durch den Darm bef\u00f6rdert. Eine Bettl\u00e4gerigkeit f\u00fchrt ebenfalls zu Verstopfung.<\/p>\n<p>Prinzipiell wird zwischen zwei Arten von Verstopfung unterschieden, der akuten und der chronischen Verstopfung. W\u00e4hrend sich die akute Verstopfung manchmal binnen weniger Stunden entwickelt, pl\u00f6tzlich auftritt und nach kurzer Zeit meistens auch wieder zur\u00fcckgeht, zieht sich chronische Verstopfung \u00fcber mindestens drei Monate hinweg. Die h\u00e4ufigste Form der Verstopfung ist die sogenannte chronisch funktionelle Obstipation, bei welcher nur die Funktion des Darms gest\u00f6rt ist.<\/p>\n<h2><strong>Ursachen f\u00fcr Verstopfung<\/strong><\/h2>\n<p>Es gibt viele m\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr Verstopfung. Zu den h\u00e4ufigsten Ursachen z\u00e4hlen n\u00e4hrstoffarme Ern\u00e4hrung, schnelles und hastiges Essen, unzureichendes Kauen sowie eine zu geringe Fl\u00fcssigkeitsaufnahme. Auch Bewegungsmangel, ein stressiger Lebensstil, Ern\u00e4hrungsumstellungen und Di\u00e4ten, Reisen, eine Schwangerschaft sowie ein Unterdr\u00fccken des nat\u00fcrlichen Stuhldrangs k\u00f6nnen Verstopfung verursachen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>N\u00e4hrstoffarme Ern\u00e4hrung, Ern\u00e4hrungsumstellungen, Di\u00e4ten: <\/strong>Vor allem Ballaststoffe sorgen f\u00fcr einen weichen Stuhl und unterst\u00fctzen die normale Darmt\u00e4tigkeit. Da viele Di\u00e4ten einen sehr einseitigen und oftmals ballaststoffarmen Ern\u00e4hrungsplan vorsehen, kommt es h\u00e4ufig als Folge von Di\u00e4ten oder Ern\u00e4hrungsumstellungen zu Verstopfung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Hastiges Essen, unzureichendes Kauen: <\/strong>Alltagsstress veranlasst viele Menschen zu hastigem Essen. Die Nahrung wird f\u00f6rmlich heruntergeschlungen und unzureichend gekaut, wodurch vermehrt Luft in den Magen gelangt. Zudem ist die aufgenommene Nahrung durch hastiges Essen mit weniger Speichel versetzt und folglich weniger gut verdaulich.<strong>&nbsp;<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Zu wenig Fl\u00fcssigkeit: <\/strong>Durch die unzureichende Aufnahme von Fl\u00fcssigkeit wird der Stuhl zu hart &#8211; Nur wer genug trinkt unterst\u00fctzt seinen Darm bei der Produktion von normal weichem Stuhl.<strong>&nbsp;<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Bewegungsmangel: <\/strong>Bewegungsmangel f\u00fchrt dazu, dass auch der Darm &#8220;faul&#8221; wird und zeitweise erlahmt. Durch die reduzierten Kontraktionsbewegungen des Darms wird der Darminhalt langsamer vorw\u00e4rts bef\u00f6rdert.<strong>&nbsp;<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Stress: <\/strong>Das Gehirn und der Darm sind durch unterschiedliche K\u00f6rpersysteme (z.B. Nervenbahnen) eng miteinander verbunden. Wenn der K\u00f6rper vermehrt Stresshormone aussch\u00fcttet, reagiert der Darm empfindlich und reduziert seine Kontraktionst\u00e4tigkeit. Dadurch wird der Darminhalt langsamer verdaut. Umgekehrt reagiert der Darm mit einer gesteigerten Darmt\u00e4tigkeit, sobald die Stresshormone wieder abgebaut werden.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Schwangerschaft: <\/strong>Hormonelle Ver\u00e4nderungen w\u00e4hrend der Schwangerschaft k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass die Darmentleerung seltener oder langsamer stattfindet als \u00fcblich.<strong>&nbsp;<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Unterdr\u00fccken des nat\u00fcrlichen Stuhldrangs: <\/strong>Oftmals fehlt die Zeit, um dem nat\u00fcrlichen Stuhldrang nachzugeben. Das Unterdr\u00fccken des nat\u00fcrlichen Stuhldrangs bedingt allerdings, dass der Stuhl zu lange im Darm verbleibt und h\u00e4rter wird, da ihm vom K\u00f6rper Wasser entzogen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Verstopfung infolge anderer Erkrankungen<\/strong><\/h2>\n<p>Verstopfung ist an und f\u00fcr sich harmlos, sollte jedoch nicht unbeachtet und im Fall von schweren und wiederkehrenden Beschwerden von einem Arzt untersucht und behandelt werden, da sie ansonsten zu weiteren Problemen wie schmerzenden <a title=\"H\u00e4morrhoiden \u2013 Erkennen, behandeln, vorbeugen\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/haemorrhoiden-erkennen-behandeln-vorbeugen-752\">H\u00e4morrhoiden<\/a> f\u00fchren kann. Auch kann sie&nbsp;ein Anzeichen f\u00fcr andere Krankheiten sein bzw. als Folge anderer Erkrankungen auftreten.<\/p>\n<p>So leiden bis zu 60 Prozent aller Patienten mit <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/diabetes-1191\">Diabetes mellitus<\/a> an Verstopfung, da der erh\u00f6hte Blutzuckerspiegel die Nerven der Darmmuskulatur st\u00f6rt. Die Nerven nehmen den gef\u00fcllten Darm nicht als solchen wahr und senden in weiterer Folge keine Impulse an die Darmwand, damit sich diese zusammenzieht und den Darminhalt weiterbef\u00f6rdert. \u00c4hnlich ergeht es Patienten mit<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/parkinson-3836\"> Morbus Parkinson<\/a>, deren Darmt\u00e4tigkeit aufgrund des Bewegungsmangels zus\u00e4tzlich herabgesetzt ist. Auch bei<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/multiple-sklerose-2683\"> Multipler Sklerose<\/a> kommt es h\u00e4ufig zu Verstopfung, da die Erkrankung des zentralen Nervensystems die Muskulatur des Darms ebenfalls beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<p>Zudem kann Verstopfung bei Erkrankungen der<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/schilddruesenunterfunktion-anzeichen-und-behandlung-1113\"> Schilddr\u00fcse<\/a>, Nierenkoliken, Leistenbr\u00fcchen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/depression-symptome-ursachen-selbsthilfe-1209\">Depressionen<\/a>, Essst\u00f6rungen (Anorexia nervosa) sowie bei anderen Darmerkrankungen wie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/polypen-5118\">Darmpolypen<\/a> und Darmkrebs auftreten. Auch bestimmte Medikamentengruppen haben Obstipation als Nebenwirkung zur Folge, darunter Medikamente zur Behandlung von Parkinson, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/asthma-5258\">Asthma<\/a>, Blasenst\u00f6rungen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/bluthochdruck-2806\">Bluthochdruck<\/a> sowie Antidepressiva.<\/p>\n<h2><strong>Diagnose beim Arzt&nbsp;<\/strong><\/h2>\n<p>Verstopfung ist den Betroffenen oft unangenehm und wird, \u00e4hnlich wie andere Darmleiden (z.B. H\u00e4morrhoiden, <a href=\"\/ratgeber\/hilfe-bei-durchfall-992\">Durchfall<\/a> oder Bl\u00e4hungen), nur ungern thematisiert. Damit der Arzt die Beschwerden gezielt und effektiv behandelt kann ist es jedoch wichtig, dass Sie offen \u00fcber m\u00f6gliche Anzeichen sprechen und wichtige Details rundum die H\u00e4ufigkeit der Stuhlentleerung oder die Farbe und die Konsistenz des Stuhls keinesfalls &#8220;versch\u00f6nern&#8221; oder auslassen.<br \/>\nNeben einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch umfasst der Arztbesuch ein gr\u00fcndliches Abtasten und Abh\u00f6ren der Bauchgegend. Zudem kann der Arzt eine Rektaluntersuchung durchf\u00fchren sowie die Untersuchung einer Stuhlprobe und ein Blutbild anfordern, um m\u00f6gliche ernste Darmerkrankungen mit Sicherheit ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><strong>Behandlung einer Verstopfung<\/strong><\/h2>\n<p>Die Behandlung von Verstopfung basiert meistens auf einer Kombination aus Bewegung und der \u00c4nderung schlechter Ern\u00e4hrungsgewohnheiten. Bleiben diese Ma\u00dfnahmen ohne Erfolg, kann auf <strong>Abf\u00fchrmittel (Laxantien)<\/strong> zur\u00fcckgegriffen werden. Mittlerweile sind viele verschiedene Abf\u00fchrmittel verf\u00fcgbar, die je nach Schweregrad und Ursache der Verstopfung zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Diese gibt es in verschiedenen Zubereitungen, etwa als Tabletten, Dragees, Tropfen, l\u00f6sliches Pulver oder Z\u00e4pfchen.<\/p>\n<p><strong>Quellmittel<\/strong> oder <strong>Ballaststoffe<\/strong> wie beispielsweise Leinsamen, Weizenkleie oder Flohsamen erh\u00f6hen das Stuhlvolumen durch das Binden von Fl\u00fcssigkeit. Das erh\u00f6hte Stuhlvolumen bewirkt eine intensivere Dehnung der Darmwand und damit auch ein leichteres Abgehen des Stuhls. Faserreiche Kost erfordert eine gesteigerte Fl\u00fcssigkeitsaufnahme, daher sollten zus\u00e4tzlich etwa eineinhalb Liter Wasser pro Tag getrunken werden. Um den Darm an die neue Kost zu gew\u00f6hnen, empfiehlt es sich, die Ballaststoffzufuhr nur langsam zu steigern<\/p>\n<p>Ein weiteres Abf\u00fchrmittel sind sogenannte <strong>Stimulantien<\/strong>. Diese Mittel stimulieren den Darm zu einer erh\u00f6hten Kontraktion und unterbinden die Wasseraufnahme aus dem Darm, wodurch der Stuhl weicher wird und leichter zu bef\u00f6rdern ist. Beispiele f\u00fcr Stimulantien sind Faulbaumrinde, Rizinus\u00f6l und Sennesbl\u00e4tter.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Quellmittel binden auch<br \/>\nwie Glauber- und Bittersalze zus\u00e4tzliches Wasser und verbessern dadurch die Konsistenz des Stuhls. Prucaloprid ist ein besonders starkes Abf\u00fchrmittel, welches meistens erst verordnet wird, wenn andere Medikamente sowie eine \u00c4nderung der Ern\u00e4hrungsgewohnheiten erfolglos bleiben.<\/p>\n<p>Obwohl viele der Medikamente rezeptfrei in der Apotheke erh\u00e4ltlich sind, sollten Sie nicht ohne \u00e4rztliche Aufsicht auf Abf\u00fchrmittel zur\u00fcckgreifen. Die meisten Abf\u00fchrmittel gehen mit teils sehr starken Nebenwirkungen einher und k\u00f6nnen bei Missbrauch oder falscher Anwendung zu Herzrhythmusst\u00f6rungen f\u00fchren, da sie in den Kaliumhaushalt des K\u00f6rpers eingreifen. Nebenwirkungen von Abf\u00fchrmitteln sind u.a. Bl\u00e4hungen, \u00dcbelkeit, Bauchkr\u00e4mpfe, unangenehmes V\u00f6llegef\u00fchl und Kopfschmerzen.<\/p>\n<p>Zudem &#8220;gew\u00f6hnen&#8221; sich K\u00f6rper und Darm an den st\u00e4ndigen bzw. dauerhaften Gebrauch von Abf\u00fchrmitteln. Als Folge funktioniert die Darmentleerung bei l\u00e4ngerer Einnahme nur noch nach der Einnahme der Medikamente.<\/p>\n<p>Da Reisen und Ortswechsel oftmals mit Stress und einer vor\u00fcbergehenden Ern\u00e4hrungsumstellung verbunden sind, leiden viele Menschen im Urlaub unter Verstopfung. Aufgrund von Medikamentenf\u00e4lschungen im Ausland empfiehlt es sich ein leichtes Abf\u00fchrmittel in der <a title=\"Reiseapotheke \u2013 Was Sie mit in den Urlaub nehmen sollten\" href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/reiseapotheke-was-sie-mit-in-den-urlaub-nehmen-sollten-1004\">Reiseapotheke<\/a> dabeizuhaben und dieses nicht erst im Urlaubsland zu kaufen. Besprechen Sie eine m\u00f6gliche Einnahme jedoch bereits vorab mit Ihrem Arzt.<\/p>\n<h2><strong>Hausmittel bei Verstopfung<\/strong><\/h2>\n<p>Auch so manches Hausmittel kann die Darmentleerung bei Verstopfung f\u00f6rdern. Im Fall von st\u00e4rkeren und wiederkehrenden Beschwerden sollten Betroffene dennoch einen Arzt aufsuchen und sich nicht auf Hausmittel oder rezeptfreie Abf\u00fchrmittel verlassen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Warmes Wasser:<\/strong> Ein bis zwei Gl\u00e4ser warmes Wasser auf leeren Magen k\u00f6nnen im Darm einen sogenannten Entleerungsreiz ausl\u00f6sen, sodass vor allem leichte Verstopfungen abklingen.<\/li>\n<li><strong>Mineralwasser: <\/strong>W\u00e4hrend vor allem stilles Wasser f\u00fcr die Verdauung wichtig ist, kann diese bei Verstopfung durch das Trinken von prickelndem Mineralwasser aktiviert werden, da die Kohlens\u00e4ure des Mineralwassers die Bewegungen des Darms beschleunigt.<\/li>\n<li><strong>Obst: <\/strong>\u00c4pfel, Birnen, Himbeeren, Pflaumen &#8211; Diesen sowie anderen Obstsorten wie dem Pfirsich und Weintrauben werden darmregulierende Eigenschaften nachgesagt.<\/li>\n<li><strong>Knoblauch: <\/strong>Vor allem frischer Knoblauch eliminiert sch\u00e4dliche Darmbakterien und f\u00f6rdert zudem die Produktion von Verdauungss\u00e4ften, sodass Nahrung effektiver verdaut werden kann.<\/li>\n<li><strong>Ingwer: <\/strong>Frischer Ingwer eignet sich aufgrund seiner stoffwechselanregenden Wirkung gut, um Verstopfung, V\u00f6llegef\u00fchl und Bl\u00e4hungen zu kurieren.<\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcner Tee<\/strong>: Im Gegensatz zu schwarzem Tee hat gr\u00fcner Tee eine verdauungsstimulierende Wirkung.<\/li>\n<li>Eine&nbsp;<strong>Bauchmassage<\/strong> kann die Darmperistaltik ebenfalls anregen. Dabei wird mit der flachen Hand kreisf\u00f6rmig ein leichter Druck vom rechten bis zum linken Unterbauch ausge\u00fcbt. Die Massage kann mehrmals wiederholt werden, sollte jedoch nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit durchgef\u00fchrt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Verstopfung vorbeugen<\/strong><\/h2>\n<p>Jeder gesunde Mensch kann einer Verstopfung gezielt vorbeugen. Folgendes k\u00f6nnen Sie tun, um dem Auftreten der unangenehmen Beschwerden dauerhaft entgegenzuwirken:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Essen Sie gesund. <\/strong>N\u00e4hrstoffreiche Ern\u00e4hrung hat eine positive Wirkung auf den gesamten K\u00f6rper, erh\u00e4lt die k\u00f6rperliche und geistige Gesundheit und hilft zahlreichen Krankheiten vorzubeugen. F\u00fcr eine normale Darmfunktion sind vor allem Ballaststoffe von gro\u00dfer Bedeutung. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind unterschiedliche Vollkornprodukte (Vollkornpasta, Vollkornbrot, Naturreis, usw.), Vollkornprodukte mit zugesetzter Kleine (z.B. Haferkleie), H\u00fclsenfr\u00fcchte wie Bohnen und Linsen, Getreideflocken wie Hafer- und Dinkelflocken, N\u00fcsse (Mandeln, Waln\u00fcsse, Haseln\u00fcsse, usw.) sowie Obst und Gem\u00fcse. Ballaststoffe unterst\u00fctzen den Darm nicht nur bei der Ausscheidung von Giftstoffen, sondern halten zudem lange satt und kurbeln den Stoffwechsel an.<\/li>\n<li><strong>Vermeiden Sie &#8220;stopfende&#8221; Nahrungsmittel. <\/strong>Stopfende Nahrungsmittel sind u.a. Wei\u00dfbrot, S\u00fc\u00dfigkeiten und Kakao.<\/li>\n<li><strong>Essen Sie in Ruhe. <\/strong>Durch langsames Kauen wird jeder Bissen mit gen\u00fcgend Speichel angereichert, wodurch der weitere Verdauungsvorgang erleichtert wird. Zudem gelangt durch langsames Essen und Kauen weniger Luft in den Magen.<\/li>\n<li><strong>Trinken Sie gen\u00fcgend Wasser. <\/strong>Wasser ist f\u00fcr den Verdauungsvorgang sehr wichtig. Es ist mitunter f\u00fcr die &#8220;normale&#8221; Stuhlkonsistenz verantwortlich und bewirkt, dass der Stuhl weich wird. Ein Glas Wasser am Morgen auf leeren Magen regt den Verdauungsvorgang an.<\/li>\n<li><strong>Bewegen Sie sich. <\/strong>Auch wenn Sie nicht regelm\u00e4\u00dfig Sport treiben, sollten Sie darauf achten, dass Sie gen\u00fcgend Bewegung in den Alltag einbauen, beispielsweise durch das Auslassen der Rolltreppe oder einen Spaziergang. Durch die Bewegung wird auch die Darmt\u00e4tigkeit angeregt und Sie vermeiden, dass Ihr Darm tr\u00e4ge wird. Nicht umsonst sprechen viele Menschen von der wohltuenden Wirkung eines Verdauungsspaziergangs nach dem Essen.<\/li>\n<li><strong>Vermeiden Sie Stress.&nbsp;<\/strong>Stress stellt eine allgemeine Belastung f\u00fcr den K\u00f6rper dar und wirkt auch einer gesunden und normalen Darmt\u00e4tigkeit entgegen. Durch die Reduktion Ihres t\u00e4glichen Stresspegels erreichen Sie, dass weniger Stresshormone ausgesch\u00fcttet werden und auch Ihr Darm seine Kontraktionst\u00e4tigkeit wieder erh\u00f6ht.<\/li>\n<li><strong>H\u00f6ren Sie auf Ihren Darm.&nbsp;<\/strong>Gehen Sie bei Stuhldrang auf die Toilette und schieben Sie die Darmentleerung nicht unn\u00f6tig auf. Durch das lange Aufschieben des Stuhlgangs wird der Stuhl hart, die Ausscheidung wird erschwert.<\/li>\n<li><strong>Vermeiden Sie die Einnahme von Abf\u00fchrmitteln ohne Absprache mit Ihrem Arzt<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[78,2457],"tags":[108,220,185,221,213,2475,222],"class_list":["post-837","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-gastroenterologie","category-krankheit","tag-allgemeinmedizin","tag-darmtragheit","tag-innere-medizin","tag-obstipation","tag-urlaub","tag-verdauung","tag-verstopfung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/837\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9688,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/837\/revisions\/9688"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}