{"id":833,"date":"2021-06-08T12:15:04","date_gmt":"2021-06-08T12:15:04","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/sonnenbrand-wie-schuetze-ich-meine-haut\/"},"modified":"2023-02-17T09:21:42","modified_gmt":"2023-02-17T08:21:42","slug":"sonnenbrand-wie-schuetze-ich-meine-haut","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/sonnenbrand-wie-schuetze-ich-meine-haut\/","title":{"rendered":"Sonnenbrand: Wie sch\u00fctze ich meine Haut?"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Aufbau der Haut<\/strong><\/h2>\n<p>Die Haut ist unser gr\u00f6\u00dftes Organ und grenzt den K\u00f6rper sowohl von innen als auch von au\u00dfen ab. Ihre Aufgaben reichen von der Abgrenzung und Sinneswahrnehmung \u00fcber Stoffaustausch und Temperaturregelung bis hin zum Schutz vor Umwelteinfl\u00fcssen, Verletzungen, Austrocknung und vielem mehr. Sie besteht insgesamt aus drei Schichten &#8211; Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut &#8211; wobei jede Schicht in weitere Einzelschichten unterteilt wird.<\/p>\n<p><strong>Oberhaut: <\/strong>Die Oberhaut, auch Epidermis genannt, ist die oberste Hautschicht. Sie ist ca. 0,5 Millimeter dick, an den Fu\u00dfsohlen oder an anderen stark belasteten K\u00f6rperstellen kann sie jedoch mehrere Millimeter dick werden, weswegen sie auch als Hornhaut bezeichnet wird.<\/p>\n<p><strong>Lederhaut: <\/strong>Die Lederhaut, auch Dermis genannt, befindet sich zwischen der oberen und der unteren Hautschicht. Zahlreiche Hautanhangsgebilde wie Talg- und Schwei\u00dfdr\u00fcsen haben ihren Ursprung in der Lederhaut.<\/p>\n<p><strong>Unterhaut: <\/strong>Die Unterhaut, oder Subcutis, ist die unterste der drei Hautschichten. In ihr finden sich subkutanes Fett, Blutgef\u00e4\u00dfe, Nerven, Sinneszellen und weitere Bestandteile der Haut. Die Hautfarbe eines Menschen ist stark von der jeweiligen Pigmentierung abh\u00e4ngig. Vor allem der genetisch vererbte Anteil des Pigments Melanin entscheidet dar\u00fcber, wie hell oder dunkel die Haut ist. Zudem k\u00f6nnen die Verengung oder Erweiterung der Blutgef\u00e4\u00dfe zu einer kurzzeitigen Ver\u00e4nderung der Hautfarbe (Err\u00f6ten, Erblassen) f\u00fchren. Die Menge des produzierten Melanins ist f\u00fcr die Zuordnung zu einem bestimmten Hauttyp ausschlaggebend. Die Einteilung der einzelnen Hauttypen anhand ihrer jeweiligen Merkmale erfolgt nach einem System, das 1975 von einem amerikanischen Dermatologen entwickelt wurde.<\/p>\n<h2><strong>Hauttypen und Eigenschutzzeit<\/strong><\/h2>\n<p>Insgesamt gibt es sechs unterschiedliche Hauttypen, die sich vor allem durch die jeweilige Hautfarbe vor einer etwaigen Sonnenbestrahlung voneinander unterscheiden. Zudem sind auch die jeweilige Haar- und Augenfarbe sowie andere Merkmale wie Sommersprossen wichtige Kennzeichen des jeweiligen Hauttyps. Die Eigenschutzzeit der Haut ist jene Zeit, welche die ungebr\u00e4unte Haut der Sonne ausgesetzt sein kann bevor sie Sch\u00e4den von der Sonneneinstrahlung davon tr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Hauttyp 1:<\/strong> Menschen mit Hauttyp 1 haben eine sehr helle Haut und werden in der Sonne nie braun, sondern eher rot. Das Hautkrebsrisiko ist bei diesem Hauttyp sehr hoch, die Eigenschutzzeit der Haut betr\u00e4gt maximal zehn Minuten, meistens weniger. Weitere charakteristische Merkmale sind hellblonde oder rote Haare, blaue oder gr\u00fcne Augen sowie eine hohe Tendenz f\u00fcr Sommersprossen. Empfohlener Lichtschutzfaktor: 50+<\/p>\n<p><strong>Hauttyp 2: <\/strong>Menschen mit Hauttyp 2 haben helle Haut und werden nur langsam braun. Es bestehen hohes Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko, die Eigenschutzzeit der Haut bel\u00e4uft sich auf maximal 20 Minuten. Weitere charakteristische Merkmale sind hellbraune oder blonde Haare, blaue, gr\u00fcne oder graue Augen sowie eine hohe Tendenz f\u00fcr Sommersprossen. Empfohlener Lichtschutzfaktor: 30-50<\/p>\n<p><strong>Hauttyp 3: <\/strong>Menschen mit Hauttyp 3 haben eine &#8220;mittlere&#8221; Hautfarbe, d.h. weder besonders hell noch braun. Die Haut wird bei Sonneneinstrahlung m\u00e4\u00dfig braun, die Gefahr eines Sonnenbrandes ist dennoch vorhanden, ebenso das Hautkrebsrisiko. Die Eigenschutzzeit der Haut betr\u00e4gt zwischen 20 und 30 Minuten. Weitere charakteristische Merkmale f\u00fcr diesen Hauttyp sind dunkelblonde, hellbraune oder dunkelbraune Haare sowie blaue, gr\u00fcne, graue oder braune Augen. Empfohlener Lichtschutzfaktor: 20-25<\/p>\n<p><strong>Hauttyp 4: <\/strong>Menschen mit Hauttyp 4 haben einen br\u00e4unlichen Hautton und werden in der Sonne schnell braun. Das Risiko f\u00fcr R\u00f6tungen, Sonnenbrand und Hautkrebs ist gering, die Eigenschutzzeit der Haut betr\u00e4gt mehr als ein halbe Stunde. Weitere charakteristische Merkmale sind braune oder schwarze Haare sowie braune Augen. Empfohlener Lichtschutzfaktor: 15-20<\/p>\n<p><strong>Hauttyp 5:<\/strong> Menschen mit Hauttyp 5 haben einen hellbrauen Hautton und werden in der Sonne schnell braun. Das Risiko f\u00fcr R\u00f6tungen, Sonnenbrand und Hautkrebs ist kaum vorhanden, die Eigenschutzzeit der Haut betr\u00e4gt mehr als 90 Minuten. Weitere charakteristische Merkmale sind schwarze Haare sowie braune Augen.<\/p>\n<p><strong>Hauttyp 6:<\/strong> Menschen mit Hauttyp 6 haben einen dunkelbrauen Hautton und bekommen praktisch niemals einen Sonnenbrand. Auch das Risiko f\u00fcr Hautkrebs ist auf das Minimum reduziert. Die Eigenschutzzeit der Haut betr\u00e4gt mehr als 90 Minuten. Weitere charakteristische Merkmale sind schwarze Haare und braune Augen.<\/p>\n<table style=\"font-size: 85%; text-align: center;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"22%\"><strong>Merkmale\/Hauttyp<\/strong><\/td>\n<td width=\"13%\"><strong>1<\/strong><\/td>\n<td width=\"13%\"><strong>2<\/strong><\/td>\n<td width=\"13%\"><strong>3<\/strong><\/td>\n<td width=\"13%\"><strong>4<\/strong><\/td>\n<td width=\"13%\"><strong>5<\/strong><\/td>\n<td width=\"13%\"><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Hautfarbe<\/td>\n<td>sehr hell<\/td>\n<td>hell<\/td>\n<td>mittel<\/td>\n<td>br\u00e4unlich<\/td>\n<td>hellbraun<\/td>\n<td>dunkelbraun<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Br\u00e4unung<\/td>\n<td>nie<\/td>\n<td>langsam<\/td>\n<td>m\u00e4\u00dfig<\/td>\n<td>schnell<\/td>\n<td>schnell<\/td>\n<td>&#8212;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>R\u00f6tung\/Sonnenbrand<\/td>\n<td>sehr leicht<\/td>\n<td>sehr leicht<\/td>\n<td>manchmal<\/td>\n<td>selten<\/td>\n<td>sehr selten<\/td>\n<td>nie<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sommersprossen<\/td>\n<td>ja<\/td>\n<td>ja<\/td>\n<td>kaum<\/td>\n<td>nein<\/td>\n<td>nein<\/td>\n<td>nein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Haarfarbe<\/td>\n<td>rot, hellblond<\/td>\n<td>blond, hellbraun<\/td>\n<td>dunkelblond, hellbraun, dunkelbraun<\/td>\n<td>braun, schwarz<\/td>\n<td>schwarz<\/td>\n<td>schwarz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Augenfarbe<\/td>\n<td>blau, gr\u00fcn<\/td>\n<td>blau, gr\u00fcn, grau<\/td>\n<td>blau, gr\u00fcn, grau, braun<\/td>\n<td>braun<\/td>\n<td>braun<\/td>\n<td>braun<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Hautkrebsrisiko<\/td>\n<td>sehr hoch<\/td>\n<td>hoch<\/td>\n<td>gegeben<\/td>\n<td>gering<\/td>\n<td>sehr gering<\/td>\n<td>kaum<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Eigenschutzzeit<\/strong><\/td>\n<td><strong>&lt;10 Min.<\/strong><\/td>\n<td><strong>10-20 Min.<\/strong><\/td>\n<td><strong>20-30 Min.<\/strong><\/td>\n<td><strong>&gt;30 Min.<\/strong><\/td>\n<td><strong>&gt;90 Min.<\/strong><\/td>\n<td><strong>&gt;90 Min.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Empfohlener Lichtschutzfaktor<\/strong><\/td>\n<td><strong>50+<\/strong><\/td>\n<td><strong>30-50<\/strong><\/td>\n<td><strong>20-25<\/strong><\/td>\n<td><strong>15-20<\/strong><\/td>\n<td><strong>&#8212;<\/strong><\/td>\n<td><strong>&#8212;<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Aufgrund der teils sehr charakteristischen Merkmale kann jeder Mensch seinen Hauttyp grob zuordnen. Auch Selbsttests k\u00f6nnen Aufschluss dar\u00fcber geben, zu welchem Hauttyp Sie geh\u00f6ren. Zudem kann der Hautarzt mittels einer Messung des Melanins den jeweiligen Hauttyp exakt bestimmen.<\/p>\n<h2><strong>Sonnenbrand<\/strong><\/h2>\n<p>Bei einem Sonnenbrand (Dermatitis solaris akuta) handelt es sich um eine entz\u00fcndliche Hautreaktion, die mit leichten Verbrennungen gleichzusetzen ist und durch Ultraviolette-Strahlung (UV-Strahlung) sowie andere Strahlungsquellen (z.B. Solarium) verursacht wird.<\/p>\n<p>Die energiereiche UV-Strahlung f\u00fchrt zu Sch\u00e4den im Erbgut und zu einer Denaturierung von&nbsp; Proteinen der Oberhaut. Letztendlich resultiert daraus eine St\u00f6rung der Haut-Barriere.&nbsp;Die UV-bedingten Erbgutsch\u00e4den k\u00f6nnen langfristig zu einer Entartung der entsprechenden Zellen bis hin zur Tumorentstehung f\u00fchren.<\/p>\n<p>UV-Strahlung ist ein Teil des Sonnenlichts und wird je nach Wellenl\u00e4nge in UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung unterteilt. F\u00fcr einen Sonnenbrand ist meistens die kurzwellige und sehr energiereiche UV-B-Strahlung verantwortlich. UV-A-Strahlen k\u00f6nnen die Wirkung von UV-B-Strahlen zudem verst\u00e4rken und somit ebenfalls zu Entz\u00fcndungsreaktionen der Haut f\u00fchren. Wenn die Haut einer zu hohen Dosis an UV-A- und UV-B-Strahlen ausgesetzt ist, erweitern sich die Blutgef\u00e4\u00dfe und sogenannte Neurotransmitter (Botenstoffe) setzen sich frei und bewirken, dass die Haut an den betroffenen Stellen rot wird und zu brennen beginnt. Der Sonnenbrand stellt sich ein paar Stunden nach der Sonneneinstrahlung ein und klingt je nach Schweregrad nach zwei bis f\u00fcnf Tagen wieder ab. Je nach dem wie lange und intensiv die Haut der UV-Strahlung ausgesetzt war, wird der Sonnenbrand in drei Grade unterteilt.<\/p>\n<p><strong>Sonnenbrand ersten Grades: <\/strong>Das betroffene Hautareal ist stark ger\u00f6tet, brennt und juckt.<\/p>\n<p><strong>Sonnenbrand zweiten Grades: <\/strong>Zus\u00e4tzlich zu den R\u00f6tungen treten Blasen auf den betroffenen Hautstellen auf.<\/p>\n<p><strong>Sonnenbrand dritten Grades: <\/strong>Neben R\u00f6tungen und Blasenbildung kommt es zu einer Abl\u00f6sung der obersten Hautschicht, die Oberhaut des betreffenden Hautareals ist weitgehend zerst\u00f6rt. Da UV-Strahlung reflektiert, k\u00f6nnen Sonnenbr\u00e4nde auch im Schatten sowie beim Schwimmen im Wasser entstehen. Zudem kann die langwellige UV-A-Strahlung Glas durchdringen, sodass z.B. auch beim Autofahren Vorsicht vor der Sonneneinstrahlung geboten ist.<\/p>\n<h2><strong>Behandlung eines Sonnenbrandes<\/strong><\/h2>\n<p>Die Behandlung eines Sonnenbrandes ist vom jeweiligen Schweregrad abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><strong>Sonnenbrand ersten Grades: <\/strong>Bei einem Sonnenbrand ersten Grades steht prinzipiell die K\u00fchlung der Haut im Vordergrund. Hierf\u00fcr eignen sich feuchte T\u00fccher, kalte Kompressen sowie feuchtigkeitsspendende (wasserhaltige) Cremen, Lotions und k\u00fchlende Gels. Spezielle After-Sun-Produkte aus der Apotheke geh\u00f6ren daher auch in jede Reiseapotheke. Auch &#8220;Hausmittel&#8221; wie Topfen oder Zitronensaft k\u00f6nnen eine K\u00fchlung bewirken &#8211; Topfen soll der betroffenen Hautstelle \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme entziehen, w\u00e4hrend das Vitamin C der Zitrone der Entz\u00fcndungsreaktion entgegenwirkt. Da es bei einem Sonnenbrand zur Produktion von sch\u00e4dlichen Stoffwechselprodukten kommt, sollten Sie zudem viel Wasser trinken, um diese so schnell wie m\u00f6glich aus dem K\u00f6rper zu sp\u00fclen. Achten Sie darauf, dass Sie die Sonne an den folgenden Tagen meiden, um Ihrer Haut die M\u00f6glichkeit zur Regeneration zu geben, ohne, dass sie durch weitere Sonneneinstrahlung zus\u00e4tzlich irritiert wird. S\u00e4uglinge und Kinder sollten auch bei einem leichten Sonnenbrand von einem Arzt untersucht werden, da ihre Haut noch empfindlicher ist als die eines Erwachsenen.<\/p>\n<p><strong>Sonnenbrand zweiten Grades:<\/strong> Bei einem Sonnenbrand zweiten Grades sollten Sie Ihren Hausarzt oder Dermatologen aufsuchen. Kratzen oder stechen Sie Hautbl\u00e4schen keinesfalls alleine mit den Fingern auf, sondern lassen Sie diese vom Arzt entsprechend behandeln. Decken Sie aufgeplatzte Blasen mit einer Mullbinde ab, um Infektionen zu vermeiden.<\/p>\n<p><strong>Sonnenbrand dritten Grades:<\/strong> Ein Sonnenbrand dritten Grades muss im Krankenhaus versorgt werden. Die Behandlung umfasst die weitgehende K\u00fchlung der Haut, Infusionen und Antibiotika. Was Sie bei einem Sonnenbrand sonst noch machen sollten:<\/p>\n<ul>\n<li>Gehen Sie sofort aus der Sonne, wenn Sie Verbrennungen bemerken.<\/li>\n<li>Ein Sonnenbrand hat eine Auswirkung auf den gesamten K\u00f6rper und nicht nur auf die betroffenen Hautstellen &#8211; Schonen Sie Ihren K\u00f6rper daher entsprechend und meiden Sie belastende und anstrengende Aktivit\u00e4ten.<\/li>\n<li>Trinken Sie viel Wasser.<\/li>\n<li>Vermeiden Sie Alkohol.<\/li>\n<li>Tragen Sie lockere Kleidung. Eng anliegende Kleidung reibt auf der Haut und kann diese bei einem Sonnenbrand zus\u00e4tzlich irritieren.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Vermeidung eines Sonnenbrandes<\/strong><\/h2>\n<p>Die Haut &#8220;merkt&#8221; sich jeden Sonnenbrand und jeder Sonnenbrand erh\u00f6ht das Hautkrebsrisiko. Daher sollten sich vor allem helle Hauttypen (Hauttyp 1, 2 und 3) und Menschen, die schon oft einen Sonnenbrand hatten richtig vor der Sonneneinstrahlung sch\u00fctzen und diese auf gar keinen Fall untersch\u00e4tzen. Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. An erster Stelle steht der Sonnenschutz, der vor jedem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden sollte. Sonnenschutzmittel sind als Cremen oder Sprays erh\u00e4ltlich, wobei zwischen chemischen und physikalischen Sonnenschutzmitteln unterschieden wird.<\/p>\n<p>Chemische Mittel nehmen die von der Haut aufgenommene UV-Strahlung auf und wandeln sie in W\u00e4rmestrahlung um. Sie wirken in der Haut. Im Gegensatz dazu wirken mineralische Mittel bereits auf der Haut, das bedeutet, dass sie beim Auftragen nicht in die Hautschicht eindringen, sondern die Sonneneinstrahlung bereits auf der Haut reflektieren. Kaufen Sie ausschlie\u00dflich hochwertige Produkte und achten Sie beim Kauf des Sonnenschutzmittels darauf, dass es wasser- und schwei\u00dffest, hitze-, luft- und lichtstabil sowie gut vertr\u00e4glich ist. Zudem sollte Ihr Sonnenschutzmittel einen hohen Licht- und Breitbandschutz (UV-A, UV-B) aufweisen.<\/p>\n<p>Der Lichtschutzfaktor (LSF) eines Sonnenschutzmittels gibt an, wie lange Sie zus\u00e4tzlich zur Eigenschutzzeit Ihrer Haut vor der Sonneneinstrahlung gesch\u00fctzt sind. Hierf\u00fcr muss der angegebene Lichtschutzfaktor mit der Eigenschutzzeit der Haut multipliziert werden. Jemand mit einer Eigenschutzzeit von 20 Minuten kann bei Verwendung eines Sonnenschutzmittels mit dem Lichtschutzfaktor 10 theoretisch 200 Minuten, d.h. etwas l\u00e4nger als drei Stunden, in der Sonne sein. Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie diesen Zeitrahmen nicht vollst\u00e4ndig ausnutzen und bereits etwas fr\u00fcher aus der Sonne gehen. Kaufen Sie im Zweifelsfall auch immer Sonnenschutz mit einem h\u00f6heren Lichtschutzfaktor ein.<\/p>\n<p>Beim Eincremen sollten Sie darauf achten, dass sie stets ausreichend viel Sonnencreme verwenden und beim Einschmieren auf Ohren, Hals und F\u00fc\u00dfe nicht vergessen. Besonders exponierte K\u00f6rperstellen wie die Nase, die Schultern oder kahle Stellen auf dem Kopf geh\u00f6ren besonders gr\u00fcndlich eingeschmiert. Vergessen Sie zudem das regelm\u00e4\u00dfige Nachschmieren nicht, vor allem nach dem Schwimmen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Ma\u00dfnahmen zur Vermeidung eines Sonnenbrands:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>G\u00f6nnen Sie Ihrer Haut Sonnenpausen und liegen Sie nicht ununterbrochen in der Sonne.<\/li>\n<li>Meiden Sie die Mittagssonne. Rund die H\u00e4lfte der t\u00e4glichen UV-Strahlung wird zwischen 11.00 und 14.00 gemessen.<\/li>\n<li>Bedecken Sie sich. Vor allem sehr helle Hauttypen (Hauttyp 1 und 2) sollten auch beim Schwimmen eine Kopfbedeckung oder\/und ein T-Shirt tragen.<\/li>\n<li>Bereiten Sie Ihre Haut auf die Sonne vor. Der Verzehr von sogenannten Beta-Carotinen kann den Eigenschutz Ihrer Haut unterst\u00fctzen (nicht verl\u00e4ngern) und die nat\u00fcrliche Hautbr\u00e4une intensivieren. Beta-Carotin kommt in vielen Obst- und Gem\u00fcsesorten wie Karotten, Mangos und Spinat vor. Auch in der Apotheke k\u00f6nnen Sie Kapseln und Tabletten mit dem Inhaltsstoff kaufen. Allerdings wirken Beta-Carotin-Kapseln nicht von heute auf morgen, sodass Sie mit der Anwendung entsprechend fr\u00fch beginnen sollten.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Sonnenallergie<\/strong><\/h2>\n<p>Die Sonnenallergie, auch Lichtallergie oder polymorphe Lichtdermatose genannt, bezeichnet eine untypische Reaktion der Haut auf Sonneneinstrahlung. Im Gegensatz zum Sonnenbrand, bei welchem die Haut der Sonne zu lang und zu intensiv ausgesetzt ist, reagiert die Haut bei einer Lichtdermatose bereits auf leichtere Sonneneinstrahlung mit Juckreiz, Pusteln, roten Flecken, Schwellungen und fl\u00fcssigkeitsgef\u00fcllten Bl\u00e4schen. Hellere Hauttypen (Hauttyp 1 und 2) sind prinzipiell h\u00e4ufiger von einer Sonnenallergie betroffen, ebenso tritt die Lichtdermatose \u00f6fter bei Frauen auf als bei M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>Die Ursachen f\u00fcr Sonnenallergie sind nicht wirklich bekannt, fest steht nur, dass die direkte Sonneneinstrahlung f\u00fcr das Auftreten der Symptome verantwortlich ist. Meistens sind Bauch, R\u00fccken, Arme sowie die Brust von den allergischen Reaktionen betroffen, nur selten treten die Symptome der Lichtdermatose im Gesicht auf. W\u00e4hrend sich ein Sonnenbrand bereits einige Stunden nach der Sonneneinstrahlung bemerkbar macht, kann die sonnenallergische Reaktion auch erst einige Tage nach dem Sonnenbad auftreten. \u00c4hnlich wie beim Sonnenbrand verschwinden die Anzeichen im Regelfall nach etwa f\u00fcnf Tagen von alleine. Bereits ein ausf\u00fchrliches Gespr\u00e4ch beim Hautarzt kann das Bestehen einer Sonnenallergie best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Da die Einnahme zahlreicher Medikamente mit einer erh\u00f6hten Lichtempfindlichkeit einhergeht, sollten Sie Ihren Arzt unbedingt \u00fcber alle eingenommenen Medikamente informieren. Die Behandlung einer Lichtdermatose verl\u00e4uft \u00e4hnlich wie die Behandlung eines leichteren Sonnenbrandes. Betroffene sollten die Sonne allgemein, vor allem aber in der Mittagszeit meiden. Au\u00dferdem sollten Sie sich der Sonneneinstrahlung niemals ohne Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor aussetzen. K\u00fchlende Cremen, Gels und Umschl\u00e4ge beruhigen gereizte Haut. Ob Sonnenbrand oder Sonnenallergie &#8211; Eine wichtige Ma\u00dfnahme zum Schutz der Haut ist der regelm\u00e4\u00dfige Besuch beim Hautarzt. Die j\u00e4hrliche Untersuchung kann Aufschluss \u00fcber m\u00f6gliche Hauterkrankungen geben und stellt eine wichtige Ma\u00dfnahme zur Vorbeugung und Fr\u00fcherkennung von Hautkrebs dar.<\/p>\n<p>N\u00e4here Informationen zum Thema Lichtsch\u00e4den der Haut:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/melanom-3715\">schwarzer Hautkrebs<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/basaliom-3351\">wei\u00dfer Hautkrebs<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/aktinische-keratose-6716\">aktinische Keratose<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,5,2405,23,7],"tags":[108,153,623,215,22,330,21,218,219],"class_list":["post-833","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-familie","category-haut-und-geschlechtskrankheiten","category-kinder-und-jugendheilkunde","category-leben","tag-allgemeinmedizin","tag-hausmittel","tag-haut","tag-hautkrebs","tag-sommer","tag-sonne","tag-sonnenbrand","tag-sonnenschaden","tag-sonnenschutz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/833\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9703,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/833\/revisions\/9703"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/834"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}