{"id":7521,"date":"2022-05-04T07:52:00","date_gmt":"2022-05-04T05:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/?post_type=article&#038;p=7521"},"modified":"2024-02-13T13:10:45","modified_gmt":"2024-02-13T12:10:45","slug":"diabetes-und-nieren","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-und-nieren\/","title":{"rendered":"Diabetes und Nieren"},"content":{"rendered":"<p>Mit Diabetes geht oft auch eine Nierenschw\u00e4che einher, die m\u00f6glichst fr\u00fch gefunden werden muss. \u201eSchon in der fr\u00fchen Phase (Mikroalbuminurie) wird durch eine diabetische Nephropathie die Sterblichkeit massiv erh\u00f6ht, n\u00e4mlich um das Doppelte, sobald vermehr Eiwei\u00df im Harn messbar ist. In sp\u00e4teren Stadien (Makroalbuminurie) steigt die Sterblichkeit gar um das 14-Fache an!\u201c, betont Dr. Slobodan Peric, Klinik Hietzing, Wien.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Diagnose wird die Albumin\/Kreatinin-Ratio im Harn gemessen, die bei Gesunden unter 30 mg\/g liegt. Au\u00dferdem wird das Kreatinin und die gesch\u00e4tzte glomerul\u00e4re Filtrationsrate (eGFR) im Blut ermittelt, die die Funktionsf\u00e4higkeit der Nieren angeben. Der Normwert f\u00fcr Kreatinin liegt bei etwa &lt;1,2 mg\/dl (vom Labor abh\u00e4ngig), der f\u00fcr eGFR bei &gt;60 ml\/min\/1,72m2.<\/p>\n<p>Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes werden diese Werte gleich bei der Diagnosestellung erhoben, da die Erkrankung oft schon jahrelang unentdeckt vorliegt und so bereits Sch\u00e4den angerichtet hat. \u201eZehn Jahre nach der Diabetesdiagnose hat bereits jede\/r Vierte eine Mikroalbuminurie, jede\/r Zwanzigste eine Makroalbuminurie\u201c, warnt Peric.<\/p>\n<p>Ein Problem f\u00fcr die Diagnose sei, dass eine Albuminurie im Fr\u00fchstadium symptomlos bleibt. Sp\u00e4ter f\u00fchrt sie zu M\u00fcdigkeit, allgemeiner Schw\u00e4che, Blutarmut (An\u00e4mie), \u00dcbelkeit, Erbrechen, Knochenbr\u00fcchen und Wassereinlagerungen (\u00d6deme). Au\u00dferdem besteht ein stark gesteigertes Risiko f\u00fcr Gef\u00e4\u00dferkrankungen!<\/p>\n<p>Eine Nephropathie ist nicht heilbar, der Verlauf kann allerdings stark verlangsamt werden. Auch eine Reduktion der Eiwei\u00dfausscheidung ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die medikament\u00f6se Blutzuckereinstellung mit SGLT2-Hemmern reduziert das Fortschreiten der Nierenerkrankungen deutlich. Im Endstadium einer Nierenschw\u00e4che wird meist eine Nierenersatztherapie (Dialyse) ben\u00f6tigt. Mit Lebensstil und Medikamenten l\u00e4sst sich die Entgiftungsfunktion, die die Nieren haben, dann nur noch schwer beeinflussen. Langfristig muss eventuell sogar eine Organtransplantation vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Perics Fazit: \u201eEine diabetische Nierenerkrankung ist h\u00e4ufig, entwickelt sich aber meist nur langsam. Sie f\u00fchrt nur selten zu einer Dialysepflicht, aber schon leichte Formen f\u00fchren zu einer erh\u00f6hten Sterblichkeit. Um eine fr\u00fche Diagnose sicherzustellen, sollte bei Menschen mit Diabetes j\u00e4hrlich eine Messung der Nierenfunktion und der Eiwei\u00dfausscheidung im Harn vorgenommen werden\u201c, so Peric abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p><em>Referenz:<\/em><\/p>\n<p><em>Diabetes und Niere, Vortrag am Wiener Diabetestag 2022, Dr. Slobodan Peric<\/em><\/p>\n<p><strong>#niere #diabetes #nephropathie #niereninsuffizienz #dialyse #albuminurie #diabetestag #medizin #medimpressions<\/strong><\/p>\n","protected":false},"author":42,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2953,2490,2457,2429],"tags":[897,2247,2957,2958],"class_list":["post-7521","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-themenspecialdiabetes","category-endokrinologie-und-diabetologie","category-krankheit","category-nephrologie","tag-diabetes-mellitus","tag-dialyse","tag-nephropathie","tag-niereninsuffizienz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/7521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/42"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/7521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13329,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/7521\/revisions\/13329"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7522"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}