{"id":688,"date":"2020-12-17T10:29:45","date_gmt":"2020-12-17T10:29:45","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/beikost-soll-mein-baby-im-ersten-lebensjahr-essen\/"},"modified":"2023-08-31T14:33:40","modified_gmt":"2023-08-31T12:33:40","slug":"beikost-soll-mein-baby-im-ersten-lebensjahr-essen","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/beikost-soll-mein-baby-im-ersten-lebensjahr-essen\/","title":{"rendered":"Beikost: Was soll mein Baby im ersten Lebensjahr essen?"},"content":{"rendered":"<p>In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch die ideale Ern\u00e4hrung f\u00fcr Babys. Sie passt sich von der Zusammensetzung den Bed\u00fcrfnissen des wachsenden S\u00e4uglings optimal an. Etwa ab dem 6. Lebensmonat reicht <a title=\"Warum Stillen das Beste f\u00fcr Ihr Baby ist\" href=\"\/ratgeber\/stillen-106\">Stillen<\/a> jedoch nicht mehr aus, um den steigenden Kalorienbedarf des Babys, das nun zunehmend mobil wird, zu decken. Es wird Zeit, das Baby langsam an anderes Essen zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Sie stillen oder Ihr Baby mit Milchpulver (Formula) aus der Flasche ern\u00e4hren, werden alle anderen Nahrungsmittel \u201eBeikost\u201c genannt.<\/p>\n<h2><strong>Wann ist der ideale Zeitpunkt, um mit Beikost zu beginnen?<\/strong><\/h2>\n<p>Den idealen Zeitpunkt f\u00fcr den Start mit Beikost bestimmt idealer Weise Ihr Baby selbst. Beobachten Sie Ihr Baby ab dem 5. Lebensmonat genau, w\u00e4hrend Sie essen: Schaut Ihr Baby jedem Bissen nach? Beginnt es, nach St\u00fccken Geb\u00e4ck oder Ihrem Mund zu greifen? Rei\u00dft es den Mund auf? Vermehrt sich seine Speichelproduktion? All dies sind Anzeichen daf\u00fcr, dass Ihr Baby bereit ist, etwas anderes als Milch zu probieren.<\/p>\n<p>Laut den aktuellen Empfehlungen f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von S\u00e4uglingen sollten Eltern fr\u00fchestens am Beginn des 5. Lebensmonats und sp\u00e4testens am Ende des 6. Lebensmonats damit beginnen, Beikost anzubieten. Dennoch sind Sie prinzipiell gut beraten, sich in erster Linie an die Signale Ihres Babys zu halten. Wenn Ihr Baby mit knapp 7 Monaten noch immer den Mund zusperrt, jeden L\u00f6ffel ausspuckt oder selbst kleine Mengen Brei einen W\u00fcrgereiz ausl\u00f6sen, ist es vielleicht angebracht, noch ein paar Wochen zu warten. Umgekehrt d\u00fcrfen Sie Ihrem knapp 4 Monate alten Baby ruhig ein wenig Brei anbieten, wenn es speicheltriefend jedem Ihrer Bissen hinterhersieht. Wichtig in jedem Fall ist: Gehen Sie die Einf\u00fchrung von Beikost langsam an und erzwingen Sie nichts.<\/p>\n<h2><strong>Welche Nahrungsmittel eignen sich f\u00fcr den Beikost-Start?<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr die ersten Brei-Mahlzeiten eignet sich fein p\u00fcriertes, leicht s\u00fc\u00dflich schmeckendes Gem\u00fcse wie Karotte oder Pastinake besonders gut. Sie schmecken interessant und festigen den Stuhl. Beginnen Sie mit ein paar L\u00f6ffeln und steigern Sie die Menge langsam von Tag zu Tag. Wenn sich Ihr Baby mit dem neuen Geschmack nicht so ganz anfreunden will und bereits aus dem Fl\u00e4schchen trinkt, k\u00f6nnen Sie z.B. ein bis zwei L\u00f6ffel Karottenbrei in ein Fl\u00e4schchen r\u00fchren. Umgekehrt k\u00f6nnen Sie dem Gem\u00fcsebrei etwas Milch hinzuf\u00fcgen. Mischen Sie Zutaten am Beginn nicht; jedes neue Lebensmittel sollte schrittweise eingef\u00fchrt werden. So k\u00f6nnen Sie eventuelle Unvertr\u00e4glichkeiten auf ein Nahrungsmittel leichter erkennen.<\/p>\n<p>Babys, die gestillt werden, sind von der Muttermilch bereits unterschiedliche Geschm\u00e4cker gewohnt, weshalb ihnen die Einf\u00fchrung von Beikost oft leichter f\u00e4llt als Babys, die ausschlie\u00dflich mit der Flasche ern\u00e4hrt werden. Haben Sie in jedem Fall Geduld mit Ihrem Kind und probieren Sie etwas anderes aus, wenn Sie mit dem ersten Brei nicht gleich ins Schwarze treffen. Kinder essen das, was sie kennen und lehnen Ihnen unbekannte Lebensmittel h\u00e4ufig ab. In der Regel m\u00fcssen Sie Ihrem Kind 10 bis 16 Mal die Gelegenheit geben, ein neues Nahrungsmittel zu probieren, bis es akzeptiert wird.<\/p>\n<h2><strong>Brei kaufen oder selber zubereiten?<\/strong><\/h2>\n<p>Ob Sie fertigen Brei in Gl\u00e4schen kaufen oder selbst Nahrung d\u00fcnsten und p\u00fcrieren, ist Ihnen \u00fcberlassen. Beides hat Vor- und Nachteile: .<\/p>\n<h3><strong>Babynahrung selbst kochen<\/strong><\/h3>\n<p>Selbst f\u00fcr Ihr Baby zu kochen, ist heutzutage leichter als jemals zuvor: Zur Herstellung von Brei gibt es bereits Kombinationsger\u00e4te, die sowohl d\u00fcnsten als auch p\u00fcrieren k\u00f6nnen und noch dazu so klein sind, dass sie in eine Handtasche passen. Ein Brei mit Karotten und Kartoffeln ist so in etwas mehr als 20 Minuten fertig. Achten Sie bei den Zutaten auf Frische und biologischen Anbau, um den Vitamingehalt so hoch wie m\u00f6glich und die Schadstoffbelastung so gering wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n<p>Wichtig bei selbst hergestellter Babynahrung ist die Beimengung von hochwertigem \u00d6l. \u00d6le wie Raps\u00f6l, Leinsamen\u00f6l, Weizenkeim\u00f6l, Walnuss\u00f6l und Oliven\u00f6l enthalten zum einen wichtige Omega-3-Fetts\u00e4uren, die Ihr Kind zur Entwicklung von Gehirn, Sehsinn und Motorik braucht; zum anderen sind sie essenziell f\u00fcr die Aufnahme von Vitaminen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Vorteil, wenn Sie selbst f\u00fcr Ihr Baby kochen: Sie k\u00f6nnen ab dem 9. Monat beginnen, das Familienessen ungew\u00fcrzt zu p\u00fcrieren und haben so weniger Aufwand beim Zubereiten der Mahlzeiten f\u00fcr Ihr Baby. Im Allgemeinen wird es billiger sein, Babynahrung selbst zuzubereiten als fertigen Brei in Gl\u00e4schen zu kaufen.<\/p>\n<p>Wenn Sie auf der Suche nach Rezepten f\u00fcr Babynahrung sind, fragen Sie bei Ihrer Gebietskrankenkasse nach, wann und wo in Ihrer Umgebung ein Workshop f\u00fcr Beikost stattfindet. Auf diesen Workshops k\u00f6nnen Sie sich auch mit anderen Familien austauschen und Experten f\u00fcr Ern\u00e4hrungsberatung um Rat fragen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.richtigessenvonanfangan.at\/eltern\/workshops\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>https:\/\/www.richtigessenvonanfangan.at\/eltern\/workshops\/<\/strong><\/a><\/p>\n<h3><strong>Babynahrung kaufen<\/strong><\/h3>\n<p>Der Vorteil von industriell hergestellter Babynahrung ist, dass f\u00fcr gew\u00f6hnlich sehr frische Zutaten mit hohem Vitamingehalt verwendet werden und die Zusammensetzung, etwa das Verh\u00e4ltnis von Gem\u00fcse\/Obst zu Getreide, optimal an das jeweilige Alter angepasst ist. Ab welchem Monat Babynahrung geeignet ist, steht in der Regel deutlich gekennzeichnet auf den jeweiligen Produkten. Schauen Sie auf das Etikett, ob \u00d6l als Zutat bereits enthalten ist. Wenn ja, brauchen Sie dem Brei kein zus\u00e4tzliches \u00d6l hinzuf\u00fcgen.<br \/>\nEin weiterer Vorteil von fertigem Obst- und Gem\u00fcsebrei ist seine zumeist sehr feine Konsistenz \u2013 ideal f\u00fcr jene Babys, die in den ersten Beikostmonaten jedes noch so kleine St\u00fcckchen in ihrer Nahrung verweigern.<\/p>\n<h2><strong>Wie sieht die ideale Ern\u00e4hrung &nbsp;im 1. Lebensjahr aus?<\/strong><\/h2>\n<p>Wie Sie die Gesundheit Ihres Kindes durch eine optimale Ern\u00e4hrung im 1. Lebensjahr f\u00f6rdern k\u00f6nnen, finden Sie auch in der folgenden Brosch\u00fcre von: Richtig essen von Anfang an. <a href=\"https:\/\/www.richtigessenvonanfangan.at\/download\/0\/0\/e2c7d75c747aeea124690daa1e97bcb84dff28e5\/fileadmin\/Redakteure_REVAN\/user_upload\/2020.05.11_REVAN_Babys_erstes_L%C3%B6ffelchen_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.richtigessenvonanfangan.at\/download\/0\/0\/e2c7d75c747aeea124690daa1e97bcb84dff28e5\/fileadmin\/Redakteure_REVAN\/user_upload\/2020.05.11_REVAN_Babys_erstes_L%C3%B6ffelchen_web.pdf<\/a><\/p>\n<p>Nach Einf\u00fchrung der Beikost erweitern Sie das fein p\u00fcrierte Gem\u00fcse sukzessive um weitere Gem\u00fcsesorten, Obst, Reis, Nudeln, Fisch und Fleisch. Sie werden zweifelsohnemerken, was Ihrem Baby besonders gut schmeckt und bei welchem Brei der Mund verschlossen bleibt; dass Ihr Baby gewisse Vorlieben und Abneigungen hat, die sich mit der Zeit auch ver\u00e4ndern, ist v\u00f6llig normal.<\/p>\n<p>Im Alter von <strong>6\u20139 Monaten<\/strong> k\u00f6nnen Sie H\u00fclsenfr\u00fcchte wie Linsen und Erbsen sowie Nahrungsmittel zum Aufl\u00f6sen bzw. Anr\u00fchren in Wasser hinzugeben. Gut geeignet sind z. B. Haferflocken oder Hirseflocken, die Sie mit \u00d6l und evtl. etwas Obst mischen.<\/p>\n<p>In diesem Alter brechen zumeist die ersten Z\u00e4hnchen durch, was das Stillen f\u00fcr viele M\u00fctter schwieriger macht. Babys sind nun immer mehr dazu bereit, auch grob p\u00fcrierten Brei sowie feste Nahrung in geriebener Form (z.B. Apfel) zu essen. Auch \u201eFingerfood\u201c wie Bananen, Zwieback, Brotrinde, Hirse- oder Polentastangen kommt bei vielen Babys gut an. Auch hier sollten Sie Ihr Kind beobachten, mit welchem Nahrungsmittel es schon umgehen kann und evtl. einiges nach hinten verschieben, wenn Ihr Baby einen \u00fcberforderten Eindruck macht oder Sie ein schlechtes Gef\u00fchl dabei haben.<\/p>\n<p>Wie auch schon in der <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/schwangerschaft-2602\">Schwangerschaft<\/a> ist f\u00fcr Babys im Beikostalter &nbsp;eine ausreichende Zufuhr mit Eisen und Zink wichtig. Eisenreiche Lebensmittel sind z.B. Fleisch (Rind, Kalb, Schwein), Getreide und H\u00fclsenfr\u00fcchte. Wenn Sie Babynahrung selbst kochen, sollten Sie auf eine Kombination mit Vitamin-C-haltigem Obst oder Gem\u00fcse achten, damit das Eisen gut aufgenommen werden kann. Zu den Lebensmitteln, die reich an Zink sind, z\u00e4hlen neben Fleisch und Getreide auch Eier. Beginnen Sie jedoch mit kleinen Mengen an Ei.<\/p>\n<p>Mit <strong>10\u201312 Monaten<\/strong> ist es zumeist nicht mehr notwendig, Essen zu p\u00fcrieren. Sie k\u00f6nnen Ihrem Kind nun gehackte oder ganz klein geschnittene Nahrung anbieten und es schrittweise an Ihr Essen \u2013 die Familienkost \u2013 heranf\u00fchren. Auch mit Gew\u00fcrzen kann man nun ein wenig freiz\u00fcgiger sein.<\/p>\n<h2><strong>Welche Zutaten sollten Sie vermeiden?<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr S\u00e4uglinge nicht geeignet sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Salz<\/li>\n<li>scharfe Gew\u00fcrze wie Pfeffer, Curry und Chili<\/li>\n<li>Zucker<\/li>\n<li>Honig (kann bestimmte Sporen enthalten, die vom kindlichen Darm nicht bek\u00e4mpft werden und sogar lebensgef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen!)<\/li>\n<li>Speisen, die rohe Eier enthalten<\/li>\n<li>S\u00fc\u00dfungsmittel (Limonaden, Kekse, etc.)<\/li>\n<li>koffeinhaltige Speisen und Getr\u00e4nke<\/li>\n<li>Rohe oder halbrohe Speisen von Ei, Fisch und Fleisch<\/li>\n<li>Zur\u00fcckhaltung ist auch bei verarbeiteten Fleischwaren wie Speck oder Wurstwaren geboten<\/li>\n<\/ul>\n<p>S\u00e4uglingen und Kleinkindern sollten auch keine ganzen oder grob gehackten N\u00fcsse und Erdn\u00fcsse angeboten werden: Diese k\u00f6nnen eingeatmet werden und in die Lunge geraten. Fein gerieben und vermischt mit Breien stellen sie kein Problem dar. Verzichten Sie, wie dies auch f\u00fcr die Schwangerschaft empfohlen wird, auf fettreiche Raubfische wie Tunfisch, Schwertfisch, Heilbutt und Hecht \u2013 sie k\u00f6nnen am ehesten mit Schwermetallen belastet sein. Gut eignen sich Saibling, Lachs und Forelle. Achtung bei Gr\u00e4ten!<\/p>\n<h2><strong>Muss ich mein Kind allergiearm ern\u00e4hren?<\/strong><\/h2>\n<p>Bestimmte Lebensmittel wie Fisch, Kuhmilch, N\u00fcsse und Eier galten hinsichtlich des Risikos, Allergien zu entwickeln, lange als kritisch. Neue Studien haben aber gezeigt, dass durch den Kontakt mit m\u00f6glichst vielen verschiedenen Nahrungsmitteln in kleinen Mengen Allergien sogar vorgebeugt werden kann. Der K\u00f6rper Ihres Kindes lernt nach und nach, sich auf Lebensmittel mit Allergiepotenzial einzustellen. Dies gilt auch f\u00fcr glutenhaltiges Getreide wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und Kamut. Mittlerweile wird sogar empfohlen, Babys mit 5-6 Monaten mit glutenhaltiger Nahrung in Kontakt zu bringen.<\/p>\n<p>In den ersten zwei Lebensjahren pr\u00e4gen \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse den kindlichen Organismus. In dieser Zeit kann eine allergievorbeugende Ern\u00e4hrung das sp\u00e4tere Allergierisiko besonders g\u00fcnstig beeinflussen. Das gilt speziell f\u00fcr Neurodermitits,&nbsp;aber auch f\u00fcr die Entwicklung des Immunsystems allgemein. Die Empfehlungen f\u00fcr die Beikost gelten uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr alle Kinder. Auch ein allergiegef\u00e4hrdetes Baby muss auf Lebensmittel, die h\u00e4ufig Allergien ausl\u00f6sen (wie z.B. H\u00fchnerei oder Erdnuss), nicht verzichten.<\/p>\n<p>Auch nach Einfu\u0308hrung der Beikost sollten alle S\u00e4uglinge noch weiter gestillt werden: \u00dcber die Muttermilch erh\u00e4lt der S\u00e4ugling wichtige Stoffe f\u00fcr sein noch nicht vollst\u00e4ndig entwickeltes Abwehrsystem. Man wei\u00df, dass es die Vertr\u00e4glichkeit neuer Lebensmittel verbessert, wenn das Kind w\u00e4hrend der Beikosteinf\u00fchrung weiter gestillt wird. L\u00e4nger gestillte Kinder bekommen zudem weniger Atemwegsinfekte und erkranken seltener am \u00dcbergewicht und Typ-2-Diabetes.&nbsp;Eine H\u00f6chstdauer f\u00fcr das Stillen gibt es nicht. Die Stilldauer bestimmen Mutter und Kind.<\/p>\n<p>Nahrungsmittellunvertr\u00e4glichkeiten wie Glutenunvertr\u00e4glichkeit (Z\u00f6liakie) und Fruktoseintoleranz sowie Allergien wie die Milcheiwei\u00dfallergie sind bei S\u00e4uglingen zum Gl\u00fcck selten. Achten Sie bei der Einf\u00fchrung der Beikost aber auf &nbsp;m\u00f6gliche Hinweise wie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/hilfe-bei-durchfall-992\">Durchfall<\/a>, Ausschl\u00e4ge, starke <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/was-tun-bei-blaehungen-1679\">Bl\u00e4hungen<\/a> und vermehrtes Schreien. Beobachten Sie, bei welchen Lebensmitteln diese Symptome auftreten und fragen Sie Ihren Kinderarzt um Rat.<\/p>\n<h2><strong>Ist Fingerfood&nbsp;<\/strong>erlaubt?<\/h2>\n<p>Manche Kinder akzeptieren keinen feinen Brei, sondern haben es lieber z.B. an ged\u00fcnstetem Brokkoli zu knabbern bzw. einen roh geschabten Apfel zu probieren.&nbsp; Umgekehrt ist es f\u00fcr viele Kinder eine Herausforderung, einen p\u00fcrierten Brei mit kleinen groben St\u00fccken zu essen.&nbsp; Hier empfiehlt es sich auf die individuellen Vorlieben des Kindes einzugehen. Bieten Sie beides, Brei und Finger Food an, das Kind soll selbst entscheiden, was es bevorzugt. Beobachten Sie einfach, wie es auf die unterschiedlichen Konsistenzen reagiert und variieren Sie ihr Angebot entsprechend.<\/p>\n<h2><strong>Was&nbsp;<\/strong><strong>d\u00fcrfen Babys im Beikostalter trinken?<\/strong><\/h2>\n<p>Abh\u00e4ngig davon, ob und wie viel Sie Ihr Baby stillen, braucht es ab dem 6.-10. Lebensmonat zus\u00e4tzliche Fl\u00fcssigkeit. Was Ihnen vieles rund um die Ern\u00e4hrung ihres Babys erleichtern wird: ab dem Beikostalter muss Wasser f\u00fcr Babys nicht mehr abgekocht werden. Sie k\u00f6nnen Ihrem Baby also gew\u00f6hnliches Leitungswasser oder stilles Mineralwasser anbieten. Fruchts\u00e4fte sollten Sie \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur stark verd\u00fcnnt und ohne Zucker anbieten.<\/p>\n<h2><strong>Kuhmilch oder Kuhmilch-Alternativen?&nbsp;<\/strong><\/h2>\n<p>Was Kuhmilch betrifft, legen neueste Studien nahe, dass man sie ab dem 6.-7. Monat in Mengen von 100-200ml anbieten kann \u2013 optimaler Weise&nbsp; zum Anr\u00fchren von Brei und nicht als Getr\u00e4nk. Als Durstl\u00f6scher ist Kuhmilch im ersten Lebensjahr nicht geeignet. Von anderer Tiermilch (Ziege, Schaf, etc.) wird abgeraten. Das betrifft auch S\u00e4uglingsnahrung die auf pflanzlichen Kuhmilch-Alternativen basieren. Sie sind in der Regel n\u00e4hrstoff\u00e4rmer als Kuhmilch und bestimmte Inhaltsstoffe dieser Milchalternativen stehen im Verdacht, den Stoffwechsel des Kindes nachteilig zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Soja wird deshalb nur dann empfohlen, wenn medizinische Gr\u00fcnde vorliegen, zum Beispiel bei einem seltenen angeborenem Mangel an dem Enzym Laktase oder bei der ebenfalls seltenen Stoffwechselst\u00f6rung Galaktos\u00e4mie (einer Abbaust\u00f6rung des Zuckers Galaktose) und dann auch nur unter \u00e4rztlicher Begleitung. Eine Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit (Laktoseintoleranz) oder Kuhmilchallergie ist in der Regel kein Grund f\u00fcr Soja-Nahrung.<\/p>\n<h2><strong>So macht Essen Freude: Tipps rund um das Essverhalten Ihres Babys<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>Wenn Ihr Kind ein Nahrungsmittel ablehnt, versuchen Sie es einfach mit einigem Zeitabstand noch einmal.<\/li>\n<li>Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Konsistenzen: Mag Ihr Kind lieber ganz fein oder grob P\u00fcriertes? H\u00e4lt es Essen am liebsten selbst in der Hand?<\/li>\n<li>Sprechen Sie w\u00e4hrend des F\u00fctterns mit Ihrem Kind, ermutigen Sie es zum Essen und geben Sie positives Feedback, wenn Ihr Kind etwas gut gemacht hat.<\/li>\n<li>Gew\u00f6hnen Sie Ihr Kind langsam an Ihren eigenen Essrhythmus mit Fr\u00fchst\u00fcck, Mittagessen und Abendessen.<\/li>\n<li>Lassen Sie Ihr Kind beim Essen nicht alleine. Evtl. ist es mit dem angebotenen Nahrungsmittel \u00fcberfordert (z.B. mit Brotkr\u00fcmeln) und braucht Ihre Hilfe. Kinder essen zudem lieber und auch gr\u00f6\u00dfere Mengen, wenn die Familie gemeinsam isst.<\/li>\n<li>Beenden Sie die Mahlzeit, wenn Ihr Kind Ihnen typische S\u00e4ttigungssignale gibt: den Mund verschlie\u00dft, den Kopf wegdreht oder L\u00f6ffel bzw. Sch\u00fcssel wegschiebt. Das Motto \u201eWas auf den Tisch kommt, wird gegessen\u201c darf f\u00fcr Babys nat\u00fcrlich nicht gelten.<\/li>\n<li>Bedenken Sie, dass die Eltern auch beim Essen das Vorbild Ihres Kindes sind und es sowohl Ihre guten als auch Ihre schlechten Essgewohnheiten imitieren wird!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Letzter update: Dez 2020, Dr. Rosalia Rutter<\/p>\n","protected":false},"author":46,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2831,5,66,23,7],"tags":[108,99,2520,182,183,129,97,177],"class_list":["post-688","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-ernaehrung","category-familie","category-gesundheitsnews","category-kinder-und-jugendheilkunde","category-leben","tag-allgemeinmedizin","tag-baby","tag-beikost","tag-ernahrung","tag-essen","tag-frauenheilkunde","tag-kinder","tag-kinderheilkunde"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/46"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12501,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/688\/revisions\/12501"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}