{"id":648,"date":"2020-11-16T23:36:07","date_gmt":"2020-11-16T23:36:07","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/fieber-senken-wann-und-wie\/"},"modified":"2023-02-16T22:11:14","modified_gmt":"2023-02-16T21:11:14","slug":"fieber-senken-wann-und-wie","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/fieber-senken-wann-und-wie\/","title":{"rendered":"Fieber senken &#8211; Wann und Wie?"},"content":{"rendered":"<p>Unser K\u00f6rper entwickelt Fieber, um die Immunabwehr anzukurbeln. Generell wird daher empfohlen, Fieber nicht sofort zu senken, sondern sich vor allem zu schonen, um den Kreislauf nicht noch weiter zu belasten. Ausreichendes Trinken ist wichtig, um die durch das Schwitzen verlorengegangene Fl\u00fcssigkeit zu ersetzen. Zudem sollten Sie sich so kleiden und zudecken, dass Sie weder frieren noch \u00fcberhitzt sind.<\/p>\n<p>Eine bestimmte Temperatur, ab der das Fieber gesenkt werden sollte, gibt es nicht, da dies von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Generell ist wichtig zu wissen, dass man von Fieber erst ab einer Temperatur von 38 \u00b0C spricht, von hohem Fieber bei Kindern ab 40 \u00b0C, bei Erwachsenen ab 39 \u00b0C (Messung im After). Wenn man sich aber sehr unwohl f\u00fchlt, schlecht schl\u00e4ft oder Kreislaufprobleme hat, sollte das Fieber unabh\u00e4ngig von der H\u00f6he gesenkt werden. Bei Kindern erkennt man eine Belastung durch das Fieber etwa daran, dass sie apathisch, sehr unruhig oder desorientiert werden. Fieberkr\u00e4mpfe, die&nbsp; vor allem im S\u00e4uglings- und Kleinkindesalter auftreten, wenn das Fieber schnell und stark ansteigt, k\u00f6nnen durch Medikamente zur Fiebersenkung allerdings nicht bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p>Achtung: Leiden Kinder unter Fieberkr\u00e4mpfen, sollten sie vom Kinderarzt untersucht werden. Krampft das Kind zehn Minuten oder l\u00e4nger, rufen Sie sofort den Notarzt. Auch wenn hohes Fieber (bei Kindern ab 40 \u00b0C ) l\u00e4nger als drei Tage anh\u00e4lt, sollten Sie mit dem Kind zum Arzt gehen.<\/p>\n<h2>Wie kann Fieber gesenkt werden?<\/h2>\n<h3>Medikamente<\/h3>\n<p>Fiebersenkende Medikamente beinhalten die Wirkstoffe Acetylsalicyls\u00e4ure, Ibuprofen oder Paracetamol. Sie hemmen die Bildung von k\u00f6rpereigenen Botenstoffen, die Fieber ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Nehmen bzw. verabreichen Sie das Medikament gem\u00e4\u00df der angegebenen Dosis f\u00fcr Alter und K\u00f6rpergewicht und in den korrekten Zeitintervallen laut Packungsbeilage. Bedenken Sie, dass das Medikament die Krankheit nicht heilt, sondern nur die Symptome mildert und zum Wohlbefinden beitr\u00e4gt. Genauere Informationen (auch \u00fcber eventuelle Nebenwirkungen) finden Sie ebenfalls in der Packungsbeilage. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie beim Arzt oder in der Apotheke nach.<\/p>\n<p>Kindern im Alter von mehr als drei Monaten darf man nur eines der g\u00e4ngigen fiebersenkenden Pr\u00e4parate mit Ibuprofen oder Paracetamol verabreichen. Sie sind in Form von Z\u00e4pfchen, Brausegranulat, Saft und Tabletten (f\u00fcr \u00e4ltere Kinder) erh\u00e4ltlich. Aspirin oder andere salicylh\u00e4ltige Pr\u00e4parate d\u00fcrfen bei Kindern und Jugendlichen ausschlie\u00dflich auf Anweisung des Arztes gegeben werden, da unter ihrer Einnahme eine seltene, aber gef\u00e4hrliche Nebenwirkung (\u201eReye-Syndrom\u201c) auftreten kann.<\/p>\n<p>Wenn Sie Ihrem Kind Paracetamol oder Ibuprofen geben, das Fieber aber nach drei Tagen immer noch nicht gesunken ist, ist es grunds\u00e4tzlich ratsam, \u00e4rztlichen Rat einzuholen.<\/p>\n<p>Um das Fieber zu senken, werden auch hom\u00f6opathische Medikamente angeboten. Man wei\u00df aber nicht, ob diese Mittel helfen, da es keine aussagekr\u00e4ftigen Studien zu ihrer Wirksamkeit gibt.<\/p>\n<h3>Hausmittel<\/h3>\n<h4><em>Kalte Wickel<\/em><\/h4>\n<p>Anwendungen wie kalte Wickel k\u00fchlen den K\u00f6rper von au\u00dfen, ohne die Fieberursache zu behandeln. Sie k\u00f6nnen so lediglich Begleitsymptome wie Desorientierung oder Unruhe lindern. Allgemeine Voraussetzung eines kalten Wickels ist immer ein gut durchw\u00e4rmter K\u00f6rper; man darf weder fr\u00f6steln noch kalte F\u00fc\u00dfe und H\u00e4nde haben. Halten Sie zudem vorher R\u00fccksprache mit dem Arzt, ob diese Art der Fieberbehandlung in Ihrem Fall ausreichend bzw. angemessen ist. Suchen Sie auch einen Arzt auf, wenn es trotz korrekter Anwendung der Wadenwickel\/ Essigpatschen zu keiner Fiebersenkung kommen sollte.<\/p>\n<h4><em>Essigwickel und Essigpatschen<\/em><\/h4>\n<p>Verd\u00fcnnen Sie Essig (z.B. Apfelessig) mit lauwarmem Wasser, tauchen Sie die Stofft\u00fccher anschlie\u00dfend ins Essigwasser und wickeln Sie die T\u00fccher straff um beide Waden, vom Kn\u00f6chel bis zur Kniekehle. Wickeln Sie nun eine zweite Schicht trockene Frottiert\u00fccher um die Waden. Lassen Sie die Wickel aufliegen, bis sie k\u00f6rperwarm geworden sind (nach etwa 15 bis 20 Minuten). Wenn die Waden wieder warm geworden sind, k\u00f6nnen Sie die Prozedur wiederholen. Es gen\u00fcgen meist drei Wickelvorg\u00e4nge, um das Fieber zu senken. Messen Sie, w\u00e4hrend die Wickel angelegt sind, regelm\u00e4\u00dfig die K\u00f6rpertemperatur. Diese sollte pro Anwendung nicht um mehr als 1 \u00b0C sinken, da der Kreislauf sonst zu stark belastet wird.<\/p>\n<p>Bei Essigpatschen werden statt den Stofft\u00fcchern Baumwollsocken in Essigwasser getr\u00e4nkt und diese dann angezogen. Als zweite Schicht dienen dicke Wollsocken.<\/p>\n<h4><em>Topfenwickel<\/em><\/h4>\n<p>Topfenwickel eignen sich nicht nur zur Behandlung von Entz\u00fcndungen und Schwellungen, sondern auch zur Fiebersenkung. Sie sind gut hautvertr\u00e4glich und k\u00f6nnen daher auch bei empfindlicher Haut angelegt werden. W\u00e4hlen Sie am besten streichf\u00e4higen Magertopfen, denn er ist fester und n\u00e4sst weniger als der Topfen mit h\u00f6herem Fettgehalt.<\/p>\n<p>Der auf Raumtemperatur erw\u00e4rmte Topfen wird fingerdick in der Mitte eines Stofftuchs aufgestrichen, die vier Seiten werden eingeschlagen. Mithilfe eines zweiten Stofftuchs wird der Wickel nun um die Waden gewickelt. Der Wickel kann etwa 30 Minuten liegen bleiben und ist zu entfernen, sobald er nicht mehr kalt ist.<\/p>\n<h4><em>Tees gegen Fieber<\/em><\/h4>\n<p>Auch spezielle Tees k\u00f6nnen das Fieber senken, da sie u.a. schwei\u00dftreibend wirken. Heilpflanzen wie Birkenblatt und Weidenrinde sowie Holunder- und Lindenbl\u00fcten kommen hier zum Einsatz. Sie sind in der Apotheke als Teebeutel oder Kr\u00e4utermischung erh\u00e4ltlich. Lassen Sie sich dort beraten, wie die Tees richtig zubereitet werden und sprechen Sie sich auch hier mit Ihrem Arzt ab, ob die Tees die geeignete Wahl zum Fiebersenken sind. Bei Kleinkindern bis zum f\u00fcnften Lebensjahr sollten keine Fiebertees zum Trinken verabreicht werden, da bei ihnen die Gefahr eines Kreislaufkollaps\u00b4 besteht.<\/p>\n<h4><em>K\u00fchlende Lebensmittel bei Fieber<\/em><\/h4>\n<p>In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden bestimmte Nahrungsmittel, wie schwarze Johannisbeeren, Holunderbeeren, Zitronen, Chinakohl, Gurken, Zucchini, Melonen und Stangensellerie als k\u00fchlend bei Fieber empfohlen. Fleisch sollte hingegen gemieden werden, da Eiwei\u00df zur W\u00e4rmeproduktion anregt.<\/p>\n","protected":false},"author":44,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,5,66,2457],"tags":[108,2485,109,153,161,110],"class_list":["post-648","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-familie","category-gesundheitsnews","category-krankheit","tag-allgemeinmedizin","tag-fieber","tag-grippe","tag-hausmittel","tag-hno","tag-hno-krankheiten"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/44"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9611,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/648\/revisions\/9611"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}