{"id":3155,"date":"2021-07-20T09:15:33","date_gmt":"2021-07-20T09:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/tic-stoerungen\/"},"modified":"2023-02-27T15:01:43","modified_gmt":"2023-02-27T14:01:43","slug":"tic-stoerungen","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/tic-stoerungen\/","title":{"rendered":"TIC-St\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Was sind Tic-St\u00f6rungen?<\/strong><\/h2>\n<p>Unter Tic-St\u00f6rungen versteht man Verhaltensst\u00f6rungen, die durch nicht-rhythmische Bewegungen oder Laut\u00e4u\u00dferungen gekennzeichnet sind. Diese Tics treten pl\u00f6tzlich und unwillk\u00fcrlich auf, wiederholen sich oft schnell hintereinander und haben keinen bestimmten Zweck. Sie werden entsprechend ihrer Auspr\u00e4gung in motorische und vokale sowie einfache und komplexe Tics unterteilt.<br \/>\nMotorische Tics k\u00f6nnen sich zum Beispiel in Augenblinzeln, Kopfrucken oder Schulterrucken \u00e4u\u00dfern, bei schweren Auspr\u00e4gungen bzw. komplexen motorischen Tics etwa auch in H\u00fcpfen, Drehen oder Aufstampfen. Vokale Tics betreffen beispielsweise R\u00e4uspern, Schniefen, Grunzen, Quieken, selten auch lautes Schreien. Tics lassen sich manchmal durch \u00e4u\u00dfere Stimuli ausl\u00f6sen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Echoph\u00e4nomenen, bei denen der Patient zum Beispiel Bewegungen anderer, gesunder Personen imitiert, manchmal auch Tics von anderen Patienten \u00fcbernimmt. All das kann die Umwelt Betroffener oft sehr verst\u00f6ren; Viele reagieren mit Unverst\u00e4ndnis, \u00c4rger oder auch Zur\u00fcckweisung, und manche f\u00fchlen sich durch die Tics provoziert. Betroffene haben daher auch auf sozialer Ebene mit Problemen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Meist beginnt eine Tic-St\u00f6rung im Volksschulalter, und man geht davon aus, dass einfache motorische Tics bei bis zu zehn bis 15 Prozent aller Grundsch\u00fcler auftreten, wobei Jungen viermal h\u00e4ufiger betroffen sind als M\u00e4dchen. Oft handelt es sich dabei um ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen, denn bei rund 90 Prozent der Betroffenen kommt es sp\u00e4ter zu einer spontanen Besserung, mitunter k\u00f6nnen Tic-St\u00f6rungen auch bis ins Erwachsenenalter andauern.<\/p>\n<p>Im Verlauf der St\u00f6rung k\u00f6nnen sich Tics in Bezug auf ihre Art, Schwere, H\u00e4ufigkeit und Komplexit\u00e4t ver\u00e4ndern. Die meisten Betroffenen berichten \u00fcber eine Zunahme von Tics bei emotionaler Anspannung und eine Verminderung bei Entspannung oder Konzentration.<\/p>\n<p>Typischerweise geht dem Tic ein so genanntes Vorgef\u00fchl voraus, das den Betroffenen erkennen l\u00e4sst, dass das Ausf\u00fchren eines bestimmten Tics bevorsteht. Dieses als unangenehm empfundene Gef\u00fchl klingt danach wieder ab. Manchmal lassen sich Tics auch willentlich unterdr\u00fccken. Sowohl das Vorgef\u00fchl als auch die willentliche Unterdr\u00fcckung des Tics sind bei Kindern geringer ausgepr\u00e4gt als bei Erwachsenen.<\/p>\n<p>Ungekl\u00e4rt ist, ob und wie oft chronische Tic-St\u00f6rungen vollst\u00e4ndig ausheilen.<\/p>\n<h2><strong>Was ist das Tourette-Syndrom?<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn komplexe vokale und vielf\u00e4ltige motorische Tics kombiniert auftreten, spricht man vom Tourette-Syndrom. Darunter fallen auch St\u00f6rungen, die mehrmals t\u00e4glich, ohne R\u00fcckbildung \u00fcber die Dauer eines Jahres auftreten und deren Beginn vor das 18. Lebensjahr f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Die vokalen Tics sind beim Tourette-Syndrom oft vielf\u00e4ltig und gehen mit explosiven, sich wiederholenden Laut\u00e4u\u00dferungen wie R\u00e4uspern oder Grunzen einher. Manchmal werden auch Bewegungen anderer nachgeahmt, wobei das nicht willk\u00fcrlich und nicht zweckgebunden geschieht. Was den begleitenden Gebrauch von obsz\u00f6nen Ausdr\u00fccken, Bewegungen und Gesten betrifft, so ist dieses Ph\u00e4nomen, das vor allem durch Filme und Dokumentationen bekannt geworden ist, laut wissenschaftlicher Literatur nur bei zehn bis 20 Prozent der Patienten mit Tourette-Syndrom ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Charakteristisch beim Tourette-Syndrom ist h\u00e4ufig auch eine Komorbidit\u00e4t mit weiteren St\u00f6rungen. Das hei\u00dft, dass Betroffene unter zus\u00e4tzlichen psychiatrischen Problemen oder Erkrankungen wie etwa <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/adhs-3843\">ADHS<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/zwangsstoerung-5398\">Zwangsst\u00f6rungen<\/a>, affektiven St\u00f6rungen (<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/depression-symptome-ursachen-selbsthilfe-1209\">Depression<\/a>, Manie, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/bipolare-stoerung-4022\">bipolare St\u00f6rung<\/a>) oder <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/angststoerungen-was-ist-das-welche-formen-gibt-es-5272\">Angstst\u00f6rungen<\/a> leiden. Nur rund zehn bis 20 Prozent der Kinder mit Tourette-Syndrom haben keine weitere St\u00f6rung. Berichtet wird auch, dass Kinder mit Tourette-Syndrom zu aggressivem Verhalten mit pl\u00f6tzlichen Wutausbr\u00fcchen neigen, und dass \u00e4ltere Jugendliche sich \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig selbst verletzen.<\/p>\n<p>Wegen der auff\u00e4lligen, nicht oder nur bedingt kontrollierbaren Symptome ist der psychische Leidensdruck der Betroffenen gerade beim Tourette-Syndrom oft hoch. Die Kinder und Jugendlichen haben mit Ablehnung, Spott und Ausgrenzung seitens Gleichaltriger zu k\u00e4mpfen und werden auch oft von Erwachsenen, die das St\u00f6rungsbild nicht kennen, als St\u00f6renfriede zur\u00fcckgewiesen. Viele Nicht-Betroffene k\u00f6nnen sich einfach nicht vorstellen, dass die Tics tats\u00e4chlich unwillk\u00fcrlich und krankheitsbedingt sind. Auch Eltern sind in dieser Situation oft \u00fcberfordert. Nicht zuletzt deshalb entwickeln Kinder und Jugendliche mit Tourette-Syndrom mitunter ein geringes Selbstwertgef\u00fchl und neigen zu Depressionen und Angstsymptomen.<\/p>\n<p>Was die H\u00e4ufigkeit des Tourette-Syndroms betrifft, so nimmt man an, dass etwa ein Prozent der Bev\u00f6lkerung weltweit betroffen ist.<\/p>\n<h2><strong>Ursachen von Tic-St\u00f6rungen und Tourette-Syndrom<\/strong><\/h2>\n<p>Die genauen Ursachen von Tic-St\u00f6rungen und Tourette-Syndrom sind bis heute nur ansatzweise erforscht. Bekannt ist, dass es eine genetische Komponente gibt. Man geht davon aus, dass Angeh\u00f6rige ersten Grades ein Risiko von f\u00fcnf bis 15 Prozent haben, selbst an einem Tourette-Syndrom zu erkranken. Was Tics allgemein betrifft, so wird das Risiko auf zehn bis 20 Prozent gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die Entstehung des Tourette-Syndroms wird auf eine St\u00f6rung im Botenstoffwechsel des Gehirns zur\u00fcckgef\u00fchrt, wobei insbesondere der Neurotransmitter Dopamin, der f\u00fcr das Weiterleiten von Informationen wichtig ist, eine Rolle spielen d\u00fcrfte. In entsprechenden Untersuchungen hat sich gezeigt, dass die Zahl der Dopamin Rezeptoren im Gehirn der Patienten mit Tourette-Syndrom erh\u00f6ht ist. Aber auch ein gest\u00f6rter Serotonin-, Noradrenalin-, Glutamin- und Opioid Haushalt sowie Wechselwirkungen zwischen diesen Stoffen wird als urs\u00e4chlich vermutet. Die St\u00f6rungen manifestieren sich vor allem in den so genannten Basalganglien. Diese Hirnareale erf\u00fcllen eine Art Filterfunktion und regulieren, welche Impulse ein Mensch in Handlungen umsetzt und welche nicht.<\/p>\n<p>Weiters d\u00fcrfte es auch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse geben, die bei entsprechender genetischer Veranlagung zur Entwicklung der St\u00f6rungen beitragen. Dazu z\u00e4hlen unter anderem Nikotinkonsum und psychosozialer Stress der Mutter w\u00e4hrend der Schwangerschaft, Fr\u00fchgeburtlichkeit und Sauerstoffmangel bei der Geburt sowie Infektionen wie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/scharlach-ursache-symptome-behandlung-3319\">Scharlach<\/a>,<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/mittelohrentzuendung-4813\"> Mittelohr<\/a>&#8211; oder<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/angina-tonsillaris-mandelentzuendung-75\"> Mandelentz\u00fcndung<\/a>.<\/p>\n<h2><strong>Symptome <\/strong><\/h2>\n<p>Tics werden entsprechend ihrer Auspr\u00e4gung in motorische und vokale sowie einfache und komplexe Tics unterteilt. Sie k\u00f6nnen einzeln oder in Serien auftreten, vor\u00fcbergehend sein oder chronisch verlaufen. Tics sind individuell und daher von Mensch zu Mensch verschieden.<\/p>\n<p><strong>Einfache motorische Tics<\/strong> (Beispiele):<\/p>\n<p>&#8211; Augenzwinkern, -blinzeln, -rollen, -aufrei\u00dfen<br \/>\n&#8211; Augenbrauen hochziehen<br \/>\n&#8211; Nase r\u00fcmpfen<br \/>\n&#8211; Backen aufblasen<br \/>\n&#8211; Mund verziehen<br \/>\n&#8211; Zunge herausstrecken<br \/>\n&#8211; Stirnrunzeln<br \/>\n&#8211; Grimassieren<br \/>\n&#8211; Z\u00e4hneklappern<br \/>\n&#8211; Kopf sch\u00fctteln, verdrehen, zucken, nicken<br \/>\n&#8211; Schulterzucken<br \/>\n&#8211; Arm-, Bein-, Bauch-, Rumpfbewegungen<\/p>\n<p><strong>Komplexe motorische Tics<\/strong> (Beispiele):<\/p>\n<p>&#8211; an Kleidung ziehen<br \/>\n&#8211; H\u00fcpfen, Springen<br \/>\n&#8211; Klatschen, Klopfen<br \/>\n&#8211; im Kreis drehen<br \/>\n&#8211; Aufstampfen<br \/>\n&#8211; Imitieren von beobachteten Gesten anderer (Echopraxie)<br \/>\n&#8211; Zeigen obsz\u00f6ner Gesten (Kopropraxie)<\/p>\n<p><strong>Einfache vokale Tics<\/strong> (Besipiele):<\/p>\n<p>&#8211; R\u00e4uspern<br \/>\n&#8211; Schniefen, Schneuzen<br \/>\n&#8211; Husten, H\u00fcsteln<br \/>\n&#8211; Prusten, Quieken, Quietschen, Grunzen<br \/>\n&#8211; Pfeifen, Summen<br \/>\n&#8211; Schreien<br \/>\n&#8211; Spucken<\/p>\n<p><strong>Komplexe vokale Tics<\/strong> (Beispiele):<\/p>\n<p>&#8211; nicht der Kommunikation dienendes Wiederholen von Geh\u00f6rtem (Echolalie)<br \/>\n&#8211; Ausrufen obsz\u00f6ner Worte (Koprolalie)<br \/>\n&#8211; Ausrufen anderer sozial unangemessener W\u00f6rter<br \/>\n&#8211; Sprechblockaden (auch Stottern)<\/p>\n<h2><strong>Diagnose<\/strong><\/h2>\n<p>Die korrekte Diagnose von Tic-St\u00f6rungen bedeutet f\u00fcr Betroffene und deren Angeh\u00f6rige oft eine gro\u00dfe Entlastung, aber Experten beobachten, dass bis dahin oft viel Zeit vergeht, weil viele Tics wie zum Beispiel H\u00fcsteln oder R\u00e4uspern zun\u00e4chst als Verlegenheitsverhalten oder individuelle Angewohnheit fehlinterpretiert werden. Dabei gilt auch hier: Je fr\u00fcher die Diagnose gestellt wird, desto besser k\u00f6nnen Betroffene unterst\u00fctzt werden. Vor allem bei kleinen Kindern ist auch die Einbeziehung der Eltern in das diagnostische Gespr\u00e4ch wichtig, denn j\u00fcngere Kinder bemerken selbst oft nur sehr starke Tics.<\/p>\n<p>Die Diagnose einer Tic-St\u00f6rung ber\u00fccksichtigt Art, H\u00e4ufigkeit, Intensit\u00e4t und Verteilung der Tics. Au\u00dferdem werden auch \u00e4u\u00dfere Einflussfaktoren, das Vorgef\u00fchl und die Unterdr\u00fcckbarkeit der Tics sowie Risikofaktoren wie etwa das Vorkommen von Tic-St\u00f6rungen in der Familie erhoben, und es geht weiters darum, die Tics von anderen St\u00f6rungen wie etwa Zw\u00e4ngen abzugrenzen.<\/p>\n<p>Die Feststellung des Schweregrads der Tic-St\u00f6rung l\u00e4sst sich mittels Fragebogen, die \u00fcber mehrere Wochen zu Hause ausgef\u00fcllt werden, unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wichtig ist zudem die Erfassung weiterer St\u00f6rungen, die insbesondere beim Tourette Syndrom h\u00e4ufig zus\u00e4tzlich auftreten.<\/p>\n<p><strong>Die Diagnosekriterien im einzelnen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Tourette Syndrom: es m\u00fcssen mindestens zwei motorische und mindestens ein vokaler Tic vorliegen. Der Beginn der Erkrankung liegt im Kindes- oder Jugendalter. Die St\u00f6rung liegt seit mindestens einem Jahr vor, wobei es dabei auch Unterbrechungen geben kann, und die Tics fluktuieren. Die Diagnose eines Tourette Syndroms setzt keinen besonderen Schweregrad der Tics voraus.<\/li>\n<li>Chronische motorische Tic-St\u00f6rung: Es gelten dieselben Diagnosekriterien wie beim Tourette Syndrom, aber vokale Tics fehlen. Meist sind die Tics weniger stark ausgepr\u00e4gt, und es liegen seltener bzw. weniger schwer verlaufende weitere St\u00f6rungen vor.<\/li>\n<li>chronische vokale Tic-St\u00f6rung: Es kommt ausschlie\u00dflich zum anhaltenden Auftreten vokaler Tics. Das Auftreten weiterer St\u00f6rungen ist genauso h\u00e4ufig wie beim Tourette Syndrom.<\/li>\n<li>Transiente Tic-St\u00f6rung: Kennzeichnend ist eine Dauer von weniger als einem Jahr. Meist bestehen nur schwach ausgepr\u00e4gte einfache motorische Tics, die von den Kindern gar nicht bemerkt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Behandlung von TIC-St\u00f6rungen<\/strong><\/h2>\n<p>Da viele Tic-St\u00f6rungen nur in leichter Form auftreten, wird eine Behandlung der Symptome nur bei stark ausgepr\u00e4gten Formen und wenn der Leidensdruck hoch ist, empfohlen. Vor allem beim Tourette Syndrom, das h\u00e4ufig mit ADHS oder Zwangsst\u00f6rungen kombiniert auftritt, sollten prim\u00e4r diese St\u00f6rungen behandelt werden, wenn sie dominant sind und den oder die Betroffene am meisten beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Medikamente haben keine Auswirkung auf die Ausl\u00f6ser oder den Verlauf der St\u00f6rung, sie k\u00f6nnen aber Symptome lindern. Es kommen vor allem Neuroleptika der so genannten zweiten Generation zum Einsatz. Sie beeinflussen den Stoffwechsel des Botenstoffs Dopamin. Greift diese Behandlung nicht, k\u00f6nnen Antidepressiva (SSRI) oder muskelentspannende Medikamente eingesetzt werden. In sehr seltenen und schwerst ausgepr\u00e4gten F\u00e4llen, bei denen andere Therapieformen versagen, kann auch das Verfahren der tiefen Hirnstimulation (eine spezielle Hirnoperation) in Erw\u00e4gung gezogen werden.<\/p>\n<p>Vielfach erfolgreich sind Spezialformen der Psychotherapie, etwa das Habit-Reversal-Training (HRT) bzw. die Comprehensive Bahavioral Intervention, (CBIT) die nicht nur ein Symptom bek\u00e4mpfen, sondern sich oft auch g\u00fcnstig auf den weiteren Verlauf der St\u00f6rung auswirken. Das HRT setzt sich aus Entspannungs- und Wahrnehmungstraining, dem Erlernen eines alternativen Verhaltens und der \u00dcbertragung dieses Verhaltens in Alltagssituationen zusammen und nutzt dabei das Vorgef\u00fchl, das bei vielen Betroffenen dem Tic unmittelbar vorausgeht. Beim CBIT wird das HRT noch um Funktionsanalyse, Psychoedukation und Achtsamkeitstraining erweitert.<\/p>\n<p>Wichtig ist zudem, die Eltern in die Therapie miteinzubeziehen. Sie k\u00f6nnen ihr Kind entlasten, indem sie helfen, Belastungssituationen zu entdecken und zu entsch\u00e4rfen und ihm einen selbstbewussten Umgang mit der St\u00f6rung vermitteln.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Betroffene, insbesondere Tourette-Patienten ist auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe eine wichtige Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<h2><strong>Welcher Arzt behandelt Tic-St\u00f6rungen?<\/strong><\/h2>\n<p>Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Behandlung von Tic-St\u00f6rungen sind spezialisierte Psychiater und Neurologen.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2457,2408,2444],"tags":[831,188,189,833,834,835],"class_list":["post-3155","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-krankheit","category-neurologie","category-psychiatrie","tag-neuroleptika","tag-neurologie","tag-psychiatrie","tag-tics","tag-tourette-syndrom","tag-verhaltensstorung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/3155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/3155\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9930,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/3155\/revisions\/9930"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}