{"id":2520,"date":"2021-04-06T11:52:15","date_gmt":"2021-04-06T11:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/morbus-hodgkin-das-hodgkin-lymphom\/"},"modified":"2023-02-27T13:19:43","modified_gmt":"2023-02-27T12:19:43","slug":"morbus-hodgkin-das-hodgkin-lymphom","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/morbus-hodgkin-das-hodgkin-lymphom\/","title":{"rendered":"Morbus Hodgkin &#8211; das Hodgkin-Lymphom"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist Morbus Hodgkin?<\/h2>\n<p>Morbus Hodgkin, auch Hodgkin-Lymphom genannt, ist eine Krebsart, die das Lymphsystem betrifft. Es handelt sich um eine Krebserkrankung, die entsteht, wenn bestimmte Zellen des lymphatischen Gewebes, insbesondere die B-Lymphozyten, entarten und die zu den sogenannten Lymphomen z\u00e4hlt. Als Lymphome werden in der Regel b\u00f6sartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet; umgangssprachlich ist auch von Lymphdr\u00fcsenkrebs die Rede. Bei Morbus Hodgkin leitet sich die Bezeichnung der Erkrankung vom englischen Pathologen Thomas Hodgkin ab, welcher sie im Jahr 1832 das erste Mal beschrieben hat.<\/p>\n<p>Morbus Hodgkin ist eine eher seltenere Erkrankung. Sie betrifft vor allem Menschen um das 30. und 60. Lebensjahr, M\u00e4nner sind etwas \u00f6fter von Morbus Hodgkin betroffen als Frauen. Unbehandelt verl\u00e4uft die Erkrankung zumeist t\u00f6dlich. Mittels einer geeigneten Therapie ist Heilung, besonders bei einer fr\u00fchen Diagnose, in vielen F\u00e4llen m\u00f6glich.<\/p>\n<h2>Lymphome besser verstehen<\/h2>\n<p>Das lymphatische System (Lymphsystem) ist kein einzelnes Organ, sondern ein komplexes \u00fcber den ganzen K\u00f6rper verteiltes \u201dNetzwerk\u201d, welches aus den Lymphbahnen und den lymphatischen Organen besteht und in welchem die Lymphfl\u00fcssigkeit (Lymphe) gebildet und transportiert wird. Das lymphatische System ist Teil des Immunsystems und spielt bei Abwehrmechanismen des K\u00f6rpers eine wichtige Rolle. Zu den lymphatischen Organen z\u00e4hlen die prim\u00e4ren lymphatischen Organe Thymus und Knochenmark, wo die Lymphozyten (Zellen des lymphatischen Systems) reifen, und sekund\u00e4re lymphatische Organe wie Lymphknoten, Milz und lymphatisches Gewebe im Magen-Darm-Trakt und in anderen K\u00f6rperbereichen.<\/p>\n<p>Lymphknoten sind ovale bis bohnenf\u00f6rmige Strukturen mit einer Gr\u00f6\u00dfe von wenigen Millimetern bis \u00fcber einen Zentimeter. Sie kommen einzeln oder in Gruppen vor, sind meistens in lockeres Fett- und Bindegewebe eingelagert und spielen als eine Art Filterstation f\u00fcr Antigene eine wichtige Rolle im Immunsystem. Ein Lymphknoten wird von zuf\u00fchrenden Lymphbahnen mit Lymphe versorgt, welche im Knoten \u201dgefiltert\u201d wird und ihn durch abf\u00fchrende Lymphgef\u00e4\u00dfe wieder verl\u00e4sst. Die Gesamtzahl von Lymphknoten im K\u00f6rper wird zwischen 500 und 700 angegeben*. Wichtige Lymphknotenregionen bzw. Bereiche, in welchen sich viele Ansammlungen von Lymphknoten finden sind u. a. der Kopfbereich, der Hals, die Achselh\u00f6hlen, der Brustraum und die Leistengegend. Bei Morbus Hodgkin, aber auch bei vielen anderen Erkrankungen, schwellen die Lymphknoten an.<\/p>\n<p>Lymphozyten sind eine Untergruppe der Leukozyten (wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen), die im menschlichen Immunsystem verschiedene Aufgaben erf\u00fcllen. Eine wichtige Aufgabe der Leukozyten besteht in der gezielten Abwehr von Fremdstoffen, darunter insbesondere von Infektionserregern. Es werden verschiedene Arten von Lymphozyten unterschieden, darunter u. a. B-Lymphozyten, welche spezifische Antik\u00f6rper gegen fremde Antigene\/Stoffe (z. B. Bakterien, Viren) bilden, und T-Lymphozyten.<br \/>\nMorbus Hodgkin geht fast immer von B-Lymphozyten aus. Die Erkrankung entsteht zusammengefasst, wenn die B-Lymphozyten entarten (\u201dHodgkin-Zellen\u201d).<\/p>\n<p>Zu den malignen Lymphomen z\u00e4hlen, neben dem Hodgkin-Lymphom, weiters auch die sogenannten Non-Hodgkin-Lymphome. Hierbei handelt es sich um alle anderen Lymphomarten, die nicht als Hodgkin-Lymphom gelten. Non-Hodgkin-Lymphome gehen von entarteten Lymphozyten aus und k\u00f6nnen, da sich im gesamten K\u00f6rper lymphatisches Gewebe befindet, \u00fcberall im K\u00f6rper entstehen. Die Erkrankung kann in den Lymphknoten beginnen, aber auch in anderen lymphatischen Organen und Geweben in ihren Ausgang nehmen. Der Verlauf eines Non-Hodgkin-Lymphoms h\u00e4ngt mitunter davon ab, welche Form der Erkrankung vorliegt.<\/p>\n<h2>Ursachen \u2013 wie und wieso entsteht Morbus Hodgkin?<\/h2>\n<p>Zusammengefasst entwickelt sich Morbus Hodgkin, wenn bestimmte Zellen, insbesondere die B-Lymphozyten, entarten. Wieso es dazu kommt, ist nicht g\u00e4nzlich gekl\u00e4rt, die genauen Ursachen von Morbus Hodgkin konnten bislang also nicht vollst\u00e4ndig identifiziert werden.<\/p>\n<p>Angenommen wird ein Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus, da sich dieses bei einem gro\u00dfen Teil aller Patienten mit Morbus Hodgkin nachweisen l\u00e4sst. Das Epstein-Barr-Virus ist ein Virus aus der Familie der Herpesviren und Erreger des <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/pfeiffersches-druesenfieber-definition-ursache-behandlung-3855\">Pfeifferschen Dr\u00fcsenfiebers<\/a>, einer Erkrankung, die u. a. mit Symptomen wie Fieber, Rachen- und Mandelentz\u00fcndung, geschwollenen Lymphknoten, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit einhergehen kann. Die \u00dcbertragung der Erreger erfolgt typischerweise, jedoch nicht ausschlie\u00dflich, durch Speichel beim K\u00fcssen, weswegen die Erkrankung auch als \u201dkissing disease\u201d oder \u201dKusskrankheit\u201c bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Weiters diskutiert werden eine genetische Pr\u00e4disposition sowie ein Zusammenhang zwischen Morbus Hodgkin und einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Bei Patienten mit HIV ist die H\u00e4ufigkeit von Morbus Hodgkin deutlich erh\u00f6ht; angenommen wird, dass die Viren die Anf\u00e4lligkeit der Zellen f\u00fcr Ver\u00e4nderungen erh\u00f6hen, sodass es leichter zu einer Entartung von Zellen und folglich zu einer Entwicklung von Morbus Hodgkin kommen kann. Als weitere m\u00f6gliche Risikofaktoren gelten vorangegangene Strahlen- und Chemotherapien und Rauchen, daneben werden noch weitere m\u00f6gliche Ursachen und Risikofaktoren untersucht und diskutiert.<\/p>\n<h2>Morbus Hodgkin \u2013 Formen<\/h2>\n<p>Aufgrund des histologischen Bildes (Erscheinungsbild des Gewebes unter dem Mikroskop) und anderer Merkmale werden verschiedene Typen von Morbus Hodgkin unterschieden. Wie gut die Prognose bei Morbus Hodgkin ist, h\u00e4ngt u. a. vom Typ der Erkrankung ab. Zu den Typen z\u00e4hlen u. a.:<\/p>\n<p>\u2022 Morbus Hodgkin vom nodul\u00e4r-sklerosierenden Typ (ca. 50 bis 60 Prozent der F\u00e4lle*)<br \/>\n\u2022 Morbus Hodgkin vom lymphozytenreichen Typ (ca. f\u00fcnf bis zehn Prozent der F\u00e4lle*)<br \/>\n\u2022 Morbus Hodgkin vom lymphozytenarmen Typ (unter f\u00fcnf Prozent der F\u00e4lle*)<br \/>\n\u2022 Morbus Hodgkin vom Mischtyp (ca. 30 Prozent aller F\u00e4lle)<\/p>\n<p>Bei allen Typen lassen sich in befallenen Lymphknoten und Organen unter dem Mikroskop sogenannte <strong>Reed-Sternberg-Zellen<\/strong> nachweisen, die bei anderen Lymphomen (Non-Hodgkin-Lymphomen) nicht vorkommen. Bei diesen f\u00fcr Morbus Hodgkin typischen Zellen handelt sich um besonders gro\u00dfe Zellen mit mehreren Zellenkernen, die durch den Zusammenschluss von mehreren Hodgkin-Zellen (entarteten B-Lymphozyten) entstehen.<\/p>\n<h2>Symptome \u2013 wie macht sich Morbus Hodgkin bemerkbar?<\/h2>\n<p>M\u00f6gliche Anzeichen eines Morbus Hodgkin sind u. a. schmerzlose Lymphknotenschwellungen, Fieber, Nachtwei\u00df, nicht erkl\u00e4rbarer Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit und Juckreiz.<\/p>\n<p>Typisches Anzeichen f\u00fcr Lymphome allgemein sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen. So auch bei Morbus Hodgkin, bei welchem es zu schmerzlosen geschwollenen Lymphknoten im Hals- und Rachenbereich kommen kann. Auch andere Lymphknoten k\u00f6nnen betroffen sein, beispielsweise im Bereich der Achseln oder der Leiste oder in nicht zu ertastenden Bereichen wie dem Brustkorb. Zu beachten ist jedoch, dass geschwollene Lymphknoten auch viele andere (weitaus harmlosere) Ursachen wie beispielsweise Infektionen mit bestimmten Bakterien und Viren haben k\u00f6nnen. Geschwollene Lymphknoten sind also keinesfalls mit Morbus Hodgkin gleichzusetzen. Bleiben Lymphknoten jedoch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum geschwollen, sollte eine \u00e4rztliche Abkl\u00e4rung erfolgen.<\/p>\n<p>Daneben k\u00f6nnen weitere Symptome auftreten, die oftmals allgemein und unspezifisch sind und auch bei anderen Krebserkrankungen und anderen Krankheiten vorkommen k\u00f6nnen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang auch von sogenannten B-Symptomen.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche weitere Krankheitsanzeichen bei Morbus Hodgkin sind Fieber \u00fcber 38 Grad Celsius ohne andere erkennbare Ursache, starker Nachtschwei\u00df, der dazu f\u00fchrt, dass Betroffene nass aufwachen und Bettbezug und W\u00e4sche wechseln m\u00fcssen, ungewollter bzw. nicht erkl\u00e4rbarer st\u00e4rkerer Gewichtsverlust, M\u00fcdigkeit, Abgeschlagenheit und reduzierte Leistungsf\u00e4higkeit trotz ausreichend Schlaf, Gelenkschmerzen, Husten, Atembeschwerden, Bauchschmerzen, Verdauungsst\u00f6rungen und Juckreiz. Das Auftreten einiger Beschwerden h\u00e4ngt u. a. davon ab, in welchem Gewebe oder Organ sich die Lymphomzellen befinden.<\/p>\n<p>Bei manchen Betroffenen kommt es zum sogenannten Pel-Ebstein-Fieber, einem \u201dwellenf\u00f6rmig verlaufenden\u201d Fieber, bei welchem sich in der Regel fieberhafte Phasen von einigen Tagen mit fieberfreien Intervallen in etwa vergleichbarer L\u00e4nge abwechseln. In fortgeschrittenen Stadien k\u00f6nnen auch andere Organe und Strukturen wie z. B. die Milz, das Knochenmark und die Nervenzellen befallen sein, was zu weiteren Symptomen und Komplikationen f\u00fchren kann (z. B. Beeintr\u00e4chtigung der Bildung von Blutzellen, Blutarmut und einem Mangel an Blutpl\u00e4ttchen und wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen bei Befall des Knochenmarks). Das genaue Beschwerdebild, der Krankheitsverlauf und m\u00f6gliche Komplikationen k\u00f6nnen individuell sehr unterschiedlich sein.<\/p>\n<p>Die Auflistung der hier angef\u00fchrten Symptome dient dem \u00dcberblick und kann unvollst\u00e4ndig sein, zudem kann ein Symptom ein Anzeichen f\u00fcr andere Erkrankungen sein. Auch muss nicht jedes hier angef\u00fchrte Symptom bei Morbus Hodgkin auftreten. Im Zweifelsfall sollte stets das \u00e4rztliche Gespr\u00e4ch gesucht werden.<\/p>\n<h2>Diagnose<\/h2>\n<p>Ansprechpartner bei l\u00e4nger geschwollenen bzw. auff\u00e4lligen Lymphknoten und den oben genannten Beschwerden sind der Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin (Hausarzt), welcher den Patienten bei Bedarf an einen Facharzt zuweist, und der Facharzt f\u00fcr Innere Medizin. Im Rahmen einer weiterf\u00fchrenden Abkl\u00e4rung kann unter Umst\u00e4nden der Einbezug von weiteren Fach\u00e4rzten notwendig werden.<\/p>\n<h2>Anamnese<\/h2>\n<p>Zu Beginn der Abkl\u00e4rung erfolgt die Anamnese. Im Rahmen des Gespr\u00e4chs erhebt der Arzt die Krankengeschichte des Patienten und erkundigt sich nach eingenommenen Medikamenten, aktuellen Beschwerden und weiteren Punkten, die f\u00fcr die Abkl\u00e4rung wichtig sind. Antworten auf Fragen dar\u00fcber, seit wann die Lymphknoten geschwollen sind, ob die Lymphknoten schmerzen, ob es zuletzt N\u00e4chte gab, in welchen besonders stark geschwitzt wurde, ob sich das K\u00f6rpergewicht ohne erkl\u00e4rbare Ursache ver\u00e4ndert hat, ob es zuletzt Phasen mit Fieber gegeben hat und weitere Informationen zum Gesundheitszustand helfen dem Arzt, sich noch vor der k\u00f6rperlichen Untersuchung ein erstes Bild \u00fcber die Situation des Patienten zu verschaffen.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6rperliche Untersuchung<\/strong><br \/>\nIm Anschluss erfolgt die k\u00f6rperliche Untersuchung, bei welcher der Arzt den K\u00f6rper genau auf geschwollene Lymphknoten untersucht, den Bauchbereich abtastet, Mundh\u00f6hle und Rachen begutachtet und weitere Untersuchungen durchf\u00fchrt, die f\u00fcr den Patienten in der Regel schmerzlos sind.<\/p>\n<p><strong>Weitere Untersuchungen<\/strong><br \/>\nEin weiterer wichtiger Teil der Abkl\u00e4rung ist die Blutuntersuchung. Bei ungekl\u00e4rter \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum bestehender Lymphknotenschwellung bzw. Verdacht auf ein Lymphom wird weiters eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) \u2013 hierbei wird ein verd\u00e4chtiger Lymphknoten entfernt, um diesen sp\u00e4ter im Labor unter dem Mikroskop untersuchen zu k\u00f6nnen. Die im Fall von Morbus Hodgkin entarteten B-Lymphozyten bilden bei Verschmelzung sogenannte Sternberg-Reed-Zellen, die u. a. durch eine gewisse Gr\u00f6\u00dfe und mehrere Zellkerne charakterisiert sind. Das Auftauchen solcher Zellen unter dem Mikroskop spricht f\u00fcr das Vorliegen von Morbus Hodgkin. Unter Umst\u00e4nden k\u00f6nnen auch andere Gewebeproben erforderlich sein. Weiters werden im Rahmen der Abkl\u00e4rung R\u00f6ntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Positronenemissionstomographie (PET) und\/oder andere bildgebende Verfahren eingesetzt, um die Diagnose zu sichern, das Stadium der Erkrankung zu bestimmen und m\u00f6gliche Metastasen, welche sich unter Umst\u00e4nden zum Zeitpunkt der Abkl\u00e4rung bereits in anderen Organen angesiedelt haben, aufzusp\u00fcren.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen noch weitere Untersuchungen sinnvoll bzw. erforderlich sein. Welche Untersuchungen zu welchem Zeitpunkt durchgef\u00fchrt werden und wie sich die Abkl\u00e4rung genau gestaltet richtet sich nach der individuellen Situation des Patienten.<\/p>\n<h2>Behandlung des Hodgkin-Lymphoms<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Behandlung eines Lymphoms bzw. von Morbus Hodgkin stehen verschiedene therapeutische Ma\u00dfnahmen und Vorgehensweisen zur Verf\u00fcgung. Die im Einzelfall in Frage kommenden Behandlungsm\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen dann festgelegt werden, wenn eine genaue Diagnose vorliegt.<\/p>\n<p>Zu den Therapiem\u00f6glichkeiten bei Lymphomen z\u00e4hlen Chemotherapie, Strahlentherapie, Antik\u00f6rpertherapie und zielgerichtete Therapie. Bei Morbus Hodgkin kommen vor allem Chemo- und Strahlentherapie bzw. eine Kombination dieser Therapieformen zum Einsatz. Bei vielen Krebsformen stellt eine Operation eine wichtige bzw. effektive Behandlungsm\u00f6glichkeit dar. Bei einem Lymphom ist eine alleinige Operation jedoch in der Regel keine geeignete Behandlungsm\u00f6glichkeit, da Lymphome zumeist den ganzen K\u00f6rper betreffen.<\/p>\n<p>Bei einer Chemotherapie handelt es sich um eine Therapie mit bestimmten Medikamenten (Zytostatika), welche Tumorzellen unter gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Schonung von gesunden K\u00f6rperzellen sch\u00e4digen bzw. deren Teilung und Vermehrung hemmen und so das Tumorwachstum bremsen sollen. Eine Chemotherapie kann u. a. kurativ oder adjuvant sein. Kurative Chemotherapie bedeutet, dass die Krebserkrankung durch die ausschlie\u00dfliche Gabe von Chemotherapeutika behandelt und geheilt werden soll. Bei einer adjuvanten Chemotherapie kommen die Medikamente erg\u00e4nzend bzw. unterst\u00fctzend zu einer anderen Behandlung zum Einsatz. Bei Morbus Hodgkin basiert die Therapie h\u00e4ufig auf Chemo- und Strahlentherapie. F\u00fcr die Chemotherapie stehen verschiedene Medikamente zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Strahlentherapie, bei welcher zusammengefasst energiereiche Strahlen zum Einsatz kommen, um eine Tumorerkrankung zu behandeln, hat seit vielen Jahren ebenfalls einen hohen Stellenwert in der Krebstherapie. Mittels moderner Strahlentherapie, alleine oder in Kombination mit anderen Therapieformen, lassen sich viele Krebserkrankungen gezielt behandeln. F\u00fcr die Therapie stehen verschiedene Bestrahlungsmodalit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Neben Chemo- und Strahlentherapie k\u00f6nnen bei Morbus Hodgkin noch weitere Therapien zum Einsatz kommen. Entscheidend in Hinblick auf die in Frage kommenden Therapiema\u00dfnahmen und die Therapiestrategie sind die Art des Lymphoms, die Ausbreitung im K\u00f6rper, das Alter des Patienten, der Gesundheitszustand und andere Faktoren. Die Therapie wird individuell geplant und dabei genau an die Situation und Bed\u00fcrfnisse des Patienten angepasst.<\/p>\n<p>Die Prognose ist vom Einzelfall abh\u00e4ngig. Allgemein bestehen bei Morbus Hodgkin besonders bei fr\u00fcher Diagnosestellung und fr\u00fchem Beginn einer ad\u00e4quaten Therapie in vielen F\u00e4llen gute Heilungschancen.<\/p>\n<p>*Angaben variieren in der Literatur.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2417,2448,2457],"tags":[710,614,292,615,616,618,619,620,75],"class_list":["post-2520","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-haematologie","category-innere-medizin","category-krankheit","tag-haematologie","tag-hodgkin-lymphom","tag-interne-medizin","tag-lymphatisches-system","tag-lymphdrusenkrebs","tag-lymphknoten","tag-lymphknotenschwelllung","tag-morbus-hodgkin","tag-onkologie"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2520\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9833,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2520\/revisions\/9833"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2521"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}