{"id":2480,"date":"2021-02-18T11:17:08","date_gmt":"2021-02-18T11:17:08","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/faqs-die-haeufigsten-fragen-zur-corona-impfung\/"},"modified":"2023-02-16T22:40:31","modified_gmt":"2023-02-16T21:40:31","slug":"faqs-die-haeufigsten-fragen-zur-corona-impfung","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/faqs-die-haeufigsten-fragen-zur-corona-impfung\/","title":{"rendered":"FAQs &#8211; Die h\u00e4ufigsten Fragen zur Corona-Impfung"},"content":{"rendered":"<h2>Welche Impfstoffe sind zugelassen?<\/h2>\n<p>Der erste Impfstoff (Comirnaty von BioNTech\/Pfizer) wurde am 21. Dezember 2020 von der Europ\u00e4ischen Kommission zugelassen. Die Zulassung eines zweiten Impfstoffes (Moderna) erfolgte am 6. Januar 2020. Beide Impfstoffe zeigen einen Wirkungsgrad um die 94%. Der letztgenannte Impfstoff hat den Vorteil, dass er sich l\u00e4nger bei K\u00fchlschranktemperaturen lagern l\u00e4sst, was die Verteilung erleichtert. Am 29. J\u00e4nner erfolgte die Zulassung eines dritten Impfstoffes (Astra Zeneca). Bei diesem handelt es sich um eine herk\u00f6mmlichen Vektorimpfstoff, dessen Wirksamkeit mit etwa 70% angegeben wird. Im M\u00e4rz erfolgte die Zulassung des Impfstoffes von Johnson und Johnson. Der Einmalimpfstoff weist eine geringere Wirksamkeit als die vorhergehenden Impfstoffe auf.<\/p>\n<p>Mit Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax am 20.Dezember 2021 erfolgt die Zulassung des f\u00fcnften Coronavirus-Impfstoffes in der EU.<\/p>\n<p>Sollte es trotz Immunisierung zu einer Covid-19-Erkrankung kommen, kann davon ausgegangen werden,&nbsp;&nbsp;dass die Impfstoffe, die jetzt verabreicht werden, zumindest den Schweregrad der Erkrankung bei jedem einzelnen Geimpften abmildern k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Welche Wirksamkeit haben die Impfstoffe?<\/h2>\n<p style=\"color: #0a0a0a;\">Die Effektivit\u00e4t der Impfstoffe gegen\u00fcber einer COVID-19 Erkrankung wurde in gro\u00df angelegten klinischen Studien belegt.<br \/>\nComirnaty (BioNTech\/Pfizer): 43.448 Probanden, mRNA-1273 (Moderna): 30.351 Probanden, ChAdOx1-S (Astra Zeneca): 23.753 Probanden \u2013 jeweils 1:1 aufgeteilt in Impf- und Placebo-Gruppe. Dabei zeigten sich ca. sieben Tage nach der zweiten Impfung in der Impfgruppe eine Reduktion der symptomatischen COVID-19 Erkrankungen im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Aus dieser Reduktion wurde die Effektivit\u00e4t der Impfstoffe berechnet: Comirnaty (BioNTech\/ Pfizer): 95,0% (8 F\u00e4lle in der Impf- und 162 F\u00e4lle in der Placebo-Gruppe), mRNA-1273 (Moderna): 94,1% (11 F\u00e4lle in der Impf- und 185 F\u00e4lle in der Placebo-Gruppe), ChAdOx1-S (Astra Zeneca): 70,4% (30 F\u00e4lle in der Impf- und 101 F\u00e4lle in der Placebo-Gruppe). Diese Effektivit\u00e4ten waren zwischen den verschiedenen Altersgruppen vergleichbar und wurden auch bei einer Studie mit fast 600.000 Geimpften in Israel best\u00e4tigt.<\/p>\n<h2 style=\"color: #0a0a0a;\">Wie wirksam ist der Impfstoff von Astra-Zeneca bei \u00fcber 65j\u00e4hrigen?<\/h2>\n<p style=\"color: #0a0a0a;\">In den bisher publizierten Daten \u00fcber die Studien zum Astra Zeneca Impfstoff ist die Gruppe der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen noch unterrepr\u00e4sentiert, so dass Aussagen zur wahren Vakzine-Effektivit\u00e4t des ChAdOx1-Impfstoffs bei Senioren derzeit noch nicht verl\u00e4sslich getroffen werden k\u00f6nnen. J\u00fcngste Analysen aus Gro\u00dfbritannien lassen allerdings erkennen, dass der Impfstoff bereits nach der ersten Dosis die Hospitalisierung von alten Menschen wegen COVID-19 sehr wirksam verhindert. Auch die Immunreaktion der &gt;65-J\u00e4hrigen l\u00e4sst einen guten Impfschutz erwarten. Daher kann man eine gute Effektivit\u00e4t bei den &gt;65-J\u00e4hrigen vermuten, was aber aktuell weiterhin gepr\u00fcft wird.<br \/>\nNeue Daten aus den klinischen Studien lassen bei einem l\u00e4ngeren Impf-Abstand (9-12 Wochen) eine Steigerung der Effektivit\u00e4t auf bis zu ca. 80% erwarten.<\/p>\n<h2 style=\"color: #0a0a0a;\">Wie gro\u00df ist der Effekt auf die Verhinderung schwerer Verl\u00e4ufe?<\/h2>\n<p style=\"color: #0a0a0a;\">Gerade die schweren Verl\u00e4ufe von COVID-19 werden von allen drei Impfstoffen sehr gut verhindert. Die Anzahl dieser schweren Verl\u00e4ufe war in den klinischen Studien zwar gering, sie traten aber nahezu alle nur in den Placebo-Gruppen auf: Comirnaty (BioNTech\/ Pfizer): 1 Fall in Impf- und 9 F\u00e4lle in Placebo-Gruppe, mRNA-1273 (Moderna): 0 F\u00e4lle in Impf- und 30 F\u00e4lle in Placebo-Gruppe, ChAdOx1-S (Astra Zeneca): 0 F\u00e4lle in Impf- und 10 F\u00e4lle in Placebo-Gruppe. Somit sind alle drei Impfstoffe in Bezug auf den Schutz gegen\u00fcber einer schweren COVID-19 Erkrankung als gleichwertig anzusehen. Aus der Kohorten-Studie EAVE II liegen Krankenkassendaten von 5,4 Mio. Personen aus Schottland vor. 28-34 Tage nach der ersten Impfung war die Anzahl von krankenhauspflichtigen SARS-CoV-2 Infektionen bei Comirnaty Geimpften um 85% und bei Astra Zeneca Geimpften um 94% reduziert.<\/p>\n<h3 style=\"color: #0a0a0a;\">Was bringt die Kombination von Impfstoffen?<\/h3>\n<p style=\"color: #0a0a0a;\">In England findet gerade eine Studie mit den Impfstoffen von BioNTech\/Pfizer und Astra Zeneca statt, in der mit je 100 Probanden in 8 Studienarmen verglichen wird, ob Kombinationen aus zwei identischen Impfdosen oder zuerst Comirnaty gefolgt von ChAdOx1-S oder umgekehrt gleichwertig in der Ausl\u00f6sung der Antik\u00f6rper- und T-Zell-Antworten sind. Auch die Frage des Abstandes zwischen 1. und 2. Impfdosis von 4 oder 12 Wochen wird in entsprechenden Studienarmen untersucht. Sobald diese und m\u00f6gliche weitere Studienergebnisse vorliegen, kann mit der Diskussion begonnen werden, wie vor der n\u00e4chsten Wintersaison eine m\u00f6gliche neue Impfkampagne konzipiert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>K\u00f6nnen Impfungen die Weitergabe des Virus vermindern?<\/h2>\n<p><span style=\"color: #0a0a0a;\">Die Antik\u00f6rper und Ged\u00e4chtnis-T-Zellen, die durch die Impfung generiert werden, verhindern die Vermehrung des Virus nach einer Infektion, weil sie Viren neutralisieren sowie infizierte Zellen direkt erkennen und eliminieren k\u00f6nnen. Wenn durch hohe Antik\u00f6rperspiegel in den oberen Atemwegen eine Infektion komplett verhindert werden kann, spricht man von steriler Immunit\u00e4t, was eine Verhinderung der Weitergabe des Virus durch Geimpfte bedeuten w\u00fcrde. Eine solche sterile Immunit\u00e4t wurde zwar im Tiermodell gezeigt, ist aber nicht f\u00fcr alle Geimpften anzunehmen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0a0a0a;\">Auch wenn die Infektion durch die Impfung nicht komplett verhindert werden kann, wird die Replikation des Virus durch die Immunreaktion in Geimpften deutlich vermindert. Das ist die Grundlage f\u00fcr die Wirkung der Impfungen in Bezug auf den Schutz vor einer COVID-19 Erkrankung. Da die Virusvermehrung unterdr\u00fcckt wird, wird auch die Weitergabe des Virus vermindert. Wie stark diese Verminderung ist, l\u00e4sst sich aktuell nicht durch Studiendaten belegen. Eine Studie zum Impfstoff von AstraZeneca konnte aber zeigen, dass 14 Tage nach der zweiten Impfung die Gesamtzahl der Infektionen (asymptomatische und symptomatische) stark reduziert war. \u00c4hnliche Daten gibt es aktuell aus Gro\u00dfbritannien.<\/span>&nbsp;Zus\u00e4tzlich zeigt sich in Israel, dass selbst wenn bei Geimpften eine Infektion auftritt, die Viruslast der Infizierten um 50% bis 95% reduziert ist. Einige dieser Daten m\u00fcssen noch wissenschaftlich begutachtet publiziert werden. Jedoch kann man jetzt schon davon ausgehen, dass durch die Impfung auch die Weitergabe des Virus deutlich eingeschr\u00e4nkt wird.<\/p>\n<h2>Mit welchen Impfreaktionen muss ich rechnen?<\/h2>\n<p>Kurzfristige Impfreaktionen sind v\u00f6llig normal und k\u00f6nnen nach jeder Impfung auftreten. Sie weisen bis zu einem bestimmten Grad auch auf die Wirksamkeit des Impfstoffs hin. Zu den h\u00e4ufigsten Impfreaktionen des BioNTech-Impfstoffes geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Schmerzen an der Einstichstelle (84,1%)<\/li>\n<li>M\u00fcdigkeit (62,9%)<\/li>\n<li>Kopfschmerzen (55,1%)<\/li>\n<li>Muskelschmerzen (38,3%)<\/li>\n<li>Sch\u00fcttelfrost (31,9%)<\/li>\n<li>Gelenksschmerzen (23,6%)<\/li>\n<li>Fieber (14,2%)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen des Impfstoffes wurden bisher kaum registriert. In einigen F\u00e4llen wurde eine Schwellung der Lymphknoten beobachtet und in England kam es in Folge der Impfung bei zwei Patienten zu einer allergischen Reaktion. Beide litten zuvor bereits an schweren Allergien und konnten aufgrund ihrer Vorgeschichte rasch behandelt werden.<br \/>\nOb mit seltenen Langzeitfolgen zu rechnen ist, wei\u00df man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Es l\u00e4sst sich aber bereits jetzt absch\u00e4tzen, dass die Vorteile der Impfung im Vergleich zu den m\u00f6glichen Sch\u00e4den einer Covid-19-Erkrankung \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p>Die typischen Impfreaktionen zeigen sich auch beim zweitzugelassenen Impfstoff von Moderna. Bei beiden Impfungen sind die Impfreaktionen bei der Zweitverabreichung deutlicher ausgepr\u00e4gt. Sie treten damit insgesamt etwas h\u00e4ufiger auf als bei Grippeschutzimpfungen.<\/p>\n<p>Zu vor\u00fcbergehenden und h\u00e4ufigen Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, und Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen kommt es auch beim Impfstoff der Firma Astra Zeneca.<\/p>\n<h2>Was kostet die Impfung?<\/h2>\n<p>Die Covid-19-Impfung steht allen Menschen in \u00d6sterreich, die sich impfen lassen wollen, kostenlos zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nGer\u00fcchteweise (tweet einer belgischen Staatssekret\u00e4rin) betr\u00e4gt der Preis f\u00fcr den Moderna-Impfstoff um die 18 US$, der Impfstoff von BioNTech um die 12 US$. Erwartet wird die Zulassung eines weiteren Impfstoffes (AstraZeneca), dessen Kosten bei rund einem US-Dollar liegen sollen.<\/p>\n<h2>Wie viele Impfstoffe erh\u00e4lt \u00d6sterreich?<\/h2>\n<p>Am 17. Juni 2020 hat die Europ\u00e4ische Kommission die europ\u00e4ische Impfstoffstrategie verabschiedet, um die Versorgung mit qualitativ hochwertigen, sicheren, wirksamen und erschwinglichen Impfstoffen zu sichern. Dabei vereinbart die Europ\u00e4ischen Kommission im Auftrag der Mitgliedsstaaten Vorkaufvertr\u00e4ge (\u201eAdvanced Purchase Agreements\u201c) mit Impfstoffherstellern, welche den Mitgliedsstaaten das Recht einr\u00e4umen, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen zu einem bestimmten Preis zu erwerben, sobald diese zur Verf\u00fcgung stehen. Innerhalb der EU werden die reservierten Liefermengen jeweils nach Bev\u00f6lkerungsanteil aufgeteilt, so dass \u00d6sterreich ca. 2 Prozent der zur Verf\u00fcgung stehenden Impfstoffdosen, zustehen. Mit der bedingten Zulassung des ersten COVID-19-Impfstoffes von Pfizer\/BioNTech konnte \u00d6sterreich rund 10.000 Impfdosen einer ersten europaweiten Auslieferung in Anspruch nehmen. In den kommenden Wochen werden pro Woche jeweils 63 000 Impfdosen ausgeliefert.<\/p>\n<p>Es stehen gen\u00fcgend Impfstoffe zu Verf\u00fcgung, um damit alle Menschen, die sich freiwillig impfen lassen wollen, auch impfen zu k\u00f6nnen. Hier muss jedoch auch das Anwendungsgebiet vorhandener Impfstoffe ber\u00fccksichtigt werden, vermutlich wird man nicht alle Impfstoffe in allen Personengruppen verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Wer darf die Impfung durchf\u00fchren?<\/h2>\n<p>Zur Durchf\u00fchrung einer COVID-19-Impfung sind alle \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, unabh\u00e4ngig ihres Sonderfaches oder ihrer Ausbildung zur \u00c4rztin\/zum Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, berechtigt. Das gilt daher auch f\u00fcr Arbeitsmedizinerinnen\/Arbeitsmediziner und Schul\u00e4rztinnen\/Schul\u00e4rzte. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfen Turnus\u00e4rztinnen\/Turnus\u00e4rzte, pensionierte \u00c4rztinnen\/\u00c4rzte und ausl\u00e4ndische \u00c4rztinnen\/\u00c4rzte in Zusammenarbeit mit zur selbst\u00e4ndigen Berufsaus\u00fcbung berechtigten \u00c4rztinnen\/\u00c4rzten COVID-19-Impfungen verabreichen. Medizinstudierenden ist dies in einem strukturierten Setting (z.B. eine Impfstra\u00dfe im Auftrag der Landessanit\u00e4tsdirektion) unter \u00e4rztlicher Anleitung und Aufsicht ebenfalls erlaubt. Zudem d\u00fcrfen diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger\/innen nach schriftlicher \u00e4rztlicher Anordnung COVID-19-Impfungen verabreichen.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang sind noch Rettungs- bzw. Notfallsanit\u00e4terinnen und -sanit\u00e4ter zu erw\u00e4hnen, f\u00fcr die eigens eine gesetzliche Grundlage geschaffen wurde. Mit dieser Gesetzes\u00e4nderung ist diese Berufsgruppe nach entsprechender Schulung berechtigt, auf \u00e4rztliche Anordnung und unter \u00e4rztlicher Aufsicht COVID-19-Impfungen zu verabreichen. Alle Impfberechtigten d\u00fcrfen zudem die Impfung unter den jeweils geltenden Voraussetzungen vorbereiten, wobei eine Vorbereitung dar\u00fcber hinaus durch entsprechendes pharmazeutisches Personal erfolgen kann.<\/p>\n<h2>Sind geimpfte Personen weniger infekti\u00f6s?<\/h2>\n<p>Man kann annehmen, dass geimpfte Personen auf Grund einer geringeren Viruslast weniger infekti\u00f6s sind. Abgeleitet von pr\u00e4klinischen Daten nimmt man an, dass es auch durch COVID-19-Impfungen zu einer geringeren Virustransmission kommt, obwohl dies derzeit noch nicht klinisch belegt ist, aber weiterhin untersucht wird.<br \/>\n<span style=\"color: #3e3e3e;\">Bis Daten zum Schutz der Impfung vor \u00dcbertragungen vorluegenen, m\u00fcssen deshalb auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzma\u00dfnahmen weiterhin eingehalten werden. Das sind die bekannten AHA-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske.<\/span><\/p>\n<h2>Warum gibt es f\u00fcr die Impfstoffe nur eine \u201ebedingte\u201c Zulassung?<\/h2>\n<p>Die bedingte Zulassung, die von der europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde EMA vergeben wird, beschr\u00e4nkt sich auf ein Jahr. In dieser Zeit m\u00fcssen Pharmafirmen weiterhin Daten zu den Probanden liefern und Aspekte untersuchen, die in den ersten Studien noch nicht ber\u00fccksichtigt werden konnten. Dazu z\u00e4hlen etwa die Wirksamkeitsdaten \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum oder bei bestimmten Risikogruppen sowie die \u00dcberpr\u00fcfung eventuell neu aufgetretener Nebenwirkungen. Nach einem Jahr kann die bedingte Zulassung verl\u00e4ngert oder der Impfstoff normal zugelassen werden.<\/p>\n<h2>Sollen sich Allergiker impfen lassen?<\/h2>\n<p>Personen mit bekannten und h\u00e4ufigen Allergien, wie beispielsweise Allergien gegen Pollen oder Hausstaub, k\u00f6nnen und sollen geimpft werden. Bei anderen Allergien sollte man dies mit der behandelten \u00c4rztin bzw. dem behandelnden Arzt vorbesprechen. Zu einer Impfung sollte jedenfalls der Allergie-Ausweis mitgebracht werden. Nicht jede Allergie stellt hierbei ein Problem f\u00fcr eine COVID-19-Impfung dar. Die Information zu m\u00f6glichen Allergenen enth\u00e4lt die Fachinformation (Zusammensetzung) des entsprechenden Impfstoffes. Bei Impfung von Allergikerinnen und Allergikern soll die Nachbeobachtungszeit jedenfalls bis zu 30 Minuten verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p>Die aufgef\u00fchrten Inhaltsstoffe im Impfstoff Comirnaty (BNT162b2) von BioNtech\/Pfizer umfassen folgende Substanzen:<\/p>\n<ul>\n<li>mRNA<\/li>\n<li>Vier Fetts\u00e4uren (Lipide)<\/li>\n<li>Vier Salze<\/li>\n<li>ein Zucker-Polymer (Sucrose)<\/li>\n<li>PEG (Polyethylenglykol)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die aufgef\u00fchrten Inhaltsstoffe des Moderna-Impfstoffes umfassen folgende Substanzen:<\/p>\n<ul>\n<li>mRNA<\/li>\n<li>Vier Lipide<\/li>\n<li>Thromethamin als Puffersubstanz<\/li>\n<li>Essigs\u00e4ure<\/li>\n<li>Natriumacetat<\/li>\n<li>PEG (Polyethylenglykol)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Sollen sich Schwangere impfen lassen?<\/h2>\n<p>In Studien zur Wirksamkeit der Impfstoffe fanden sich keine Hinweise f\u00fcr direkte oder indirekte sch\u00e4dliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale Entwicklung, Geburt oder die Entwicklung des Kindes nach der Geburt.<\/p>\n<p>siehe auch: Covid-19: <a href=\"https:\/\/staging.docfinder.farm\/wissensmagazin\/covid-19-sollten-sich-schwangere-impfen-lassen\/\">Sollen sich Schwangere impfen lassen?&nbsp;<\/a><\/p>\n<h2>Sollen Personen mit Autoimmunerkrankung geimpft werden?<\/h2>\n<p>Die bisher verf\u00fcgbaren Impfstoffe gegen COVID-19 sind nur teilweise bei Personen mit einer Autoimmunerkrankung untersucht. Jedenfalls liegen Daten und Erfahrungen zu folgenden Erkrankungen vor:<\/p>\n<ul>\n<li>HIV (unter Therapie und mit CD4&gt;500)<\/li>\n<li>stabilen Autoimmunerkrankungen<\/li>\n<li>Krebserkrankungen (ohne laufende oder k\u00fcrzlich Chemotherapie)<\/li>\n<li>Diabetes mellitus<\/li>\n<li>kardiovaskul\u00e4ren und chronischen pulmonalen Erkrankungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>In all diesen F\u00e4llen wurden keine Auff\u00e4lligkeiten bez\u00fcglich Wirksamkeit und Vertr\u00e4glichkeit verzeichnet.<br \/>\nZu allen \u00fcbrigen Krankheitsbildern gibt es noch keine Daten, weshalb jedenfalls eine Konsultation durch die behandelnde \u00c4rztin bzw. den behandelnden Arzt durchgef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<h2>Soll man sich impfen lassen, wenn man gerade an einer Infektion leidet?<\/h2>\n<p>An einer Infektion akut Erkrankte sollen bis zur Genesung von der Impfung zur\u00fcckgestellt werden und erst nach R\u00fccksprache mit dem Arzt erwogen werden. Die Impfung belastet das Immunsystem ansonsten nur unn\u00f6tig.<\/p>\n<h2>Wie sicher sind Covid-19-Impfstoffe?<\/h2>\n<p>Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender \u00dcberpr\u00fcfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 sch\u00fctzen soll, intensiv gepr\u00fcft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt daf\u00fcr klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen k\u00f6nnen. Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erh\u00e4lt der Impfstoff eine Marktzulassung. Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine st\u00e4ndige Kontrolle zum Erfassen von m\u00f6glichen Nebenwirkungen und zur \u00dcberpr\u00fcfung der Wirkung eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verh\u00e4ltnisses. Im Fall von Impfstoffen und auch f\u00fcr COVID-19-Impfstoffe erfolgt zun\u00e4chst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben.<\/p>\n<h2>Wie wird die Sicherheit eines Impfstoffs festgestellt?<\/h2>\n<p>Zu Beginn erfolgt die Testung am Tier und dann in Studien am Menschen. Man hat sich in Europa (und in den USA) darauf geeinigt, dass in gro\u00df angelegten Studien die Wirksamkeit und die Sicherheit \u00fcberzeugend belegt werden m\u00fcssen. Hierf\u00fcr sind zumeist sehr gro\u00dfe Studienpopulationen von \u00fcber 30.000 Probanden vorgesehen. Wie bei anderen Arzneimitteln auch, k\u00f6nnen selbst bei gro\u00dfen Studien nur sehr h\u00e4ufig, h\u00e4ufig oder gelegentlich auftretende Nebenwirkungen beobachtet werden. Seltene oder sehr seltene Nebenwirkungen k\u00f6nnen erst nach Zulassung erfasst werden, da hierf\u00fcr wesentlich gr\u00f6\u00dfere Populationen notwendig sind, um dies verl\u00e4sslich zeigen zu k\u00f6nnen. Sicherheitsinstrumente der Arzneimittel\u00fcberwachung stellen jedoch auch nach Zulassung sicher, dass seltener auftretende Nebenwirkungen erkannt werden k\u00f6nnen. Gegebenenfalls erfolgen dann umgehend beh\u00f6rdliche Ma\u00dfnahmen, um etwaige Risiken zu vermeiden, beziehungsweise zu minimieren. Wenn sich im Extremfall das Nutzen-Risiko-Verh\u00e4ltnis nach Zulassung nachteilig \u00e4ndert, kann es auch zur Aufhebung der Zulassung kommen.<\/p>\n<h2>Wie wird der Impfstoff in \u00d6sterreich verteilt?<\/h2>\n<p>Die verschiedenen COVID-19-Impfstoffe werden zentral eingekauft und innerhalb von \u00d6sterreich verteilt. Die Verteilung erfolgt entsprechend der jeweils verf\u00fcgbaren Liefermengen. Die erste Lieferung an Impfstoffen enthielt nur eine geringe Menge, wobei nach und nach mehr Impfstoff nach \u00d6sterreich geliefert werden wird. Im Allgemeinen soll die Impfung dorthin kommen, wo Menschen arbeiten, leben oder sich aufhalten. Damit wird ein niederschwelliger Zugang geschaffen. Sofern dies die Impfstoffeigenschaften zulassen, wird in einem ersten Schritt dort geimpft, wo das gr\u00f6\u00dfte pers\u00f6nliche und systemische Risiko besteht, also bei Personen, die ein pers\u00f6nliches Risiko haben, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden oder an einer COVID-19 Infektion zu sterben.<\/p>\n<p>Es muss auch sichergestellt werden, dass entsprechende Impfstoffe ordnungsgem\u00e4\u00df gelagert, transportiert, abgegeben und verabreicht werden k\u00f6nnen. Zudem ist es n\u00f6tig, M\u00f6glichkeiten zur systematischen und zeitnahen Dokumentation der Impfungen zu etablieren. Um hohe Durchimpfungsraten zu erreichen, m\u00fcssen Impfungen niederschwellig angeboten werden. Einen Schwerpunkt werden daher Impfungen in speziellen \u201eSettings\u201c, beispielsweise am Arbeitsplatz, darstellen.<\/p>\n<h2>Wie funktionieren mRNA-Impfstoffe?<\/h2>\n<p>Im Falle von mRNA-Impfstoffen (dazu z\u00e4hlen die Impfstoffe von Moderna und BioNTech\/Pfizer) wird den menschlichen K\u00f6rperzellen der Bauplan (in Form der so genannten \u201emessenger RNA\u201c) f\u00fcr Virusproteine zur Verf\u00fcgung gestellt. Diese Information wird in den Zellen ausgelesen und das codierte Protein produziert. Das ist ein Prozess, der in K\u00f6rperzellen ununterbrochen abl\u00e4uft, um die f\u00fcr die Zelle n\u00f6tigen Proteine herzustellen. So kann beispielsweise das Spike-Protein des Covonairus, SARS-CoV-2, von den menschlichen Zellen selbst produziert werden. Da es ein f\u00fcr die Zelle unbrauchbares, fremdes Protein darstellt, wird es an die Zelloberfl\u00e4che transportiert und dort mithilfe bestimmter Immunkomplexproteine pr\u00e4sentiert. Das wird von speziellen Immunzellen erkannt und regt in der Folge das Immunsystem dazu an, Antik\u00f6rper gegen SARS-CoV-2 zu produzieren und spezifische, gegen Teile dieses fremden Proteins gerichtete T-Zellen zu generieren.<\/p>\n<p>Wie alle anderen Impfungen auch bringt also eine mRNA-Impfung einen Erreger bzw. einen Teil davon in den menschlichen K\u00f6rper, so dass das Immunsystem zur Bildung von Antik\u00f6rpern angeregt wird. Unterschiedlich ist dabei, wie Erreger(-bestandteile) in den K\u00f6rper transportiert werden: w\u00e4hrend diese bei anderen Impfstofftechnologien direkt verabreicht werden, wird mit mRNA-Impfungen nur der Bauplan verabreicht, so dass die menschlichen Zellen die Erreger(-bestandteile) selbst produzieren.<br \/>\nDie mRNA, die \u00fcber den Impfstoff verabreicht wurde, wird nach kurzer Zeit von den Zellen abgebaut. Sie wird nicht in DNA (den Tr\u00e4ger der Erbinformation) eingebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche Erbinformation, weder in K\u00f6rperzellen noch in Fortpflanzungszellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Virusproteins statt.<br \/>\nZu den Vorteilen des Impfstoffes geh\u00f6rt, dass er sich schnell produzieren l\u00e4sst und wenig andere Inhaltsstoffe n\u00f6tig sind.<\/p>\n<h2>Wie funktionieren vektorbasierte Impfstoffe?<\/h2>\n<p>Vektorimpfstoffe wie der Corona-Impfstoff der Firma Astra Zeneca beruhen auf dem Prinzip, ein f\u00fcr den Menschen zwar infektionsf\u00e4higes aber v\u00f6llig harmloses Virus so umzubauen, dass es zwar seine harmlosen Eigenschaften nicht verliert, aber f\u00fcr unser Immunsystem so aussieht, als w\u00e4re es ein v\u00f6llig anderer Erreger, in unserem Fall eben ein SARS-CoV-2 Virus. Vereinfacht gesagt: Es sieht f\u00fcr unser Immunsystem aus wie ein \u201eSchaf im Wolfspelz\u201c: Unser Immunsystem reagiert auf dieses Vektorvirus als w\u00e4re es ein SARS-CoV-2 Virus, aber mit dem Unterschied, dass Krankheitsfolgen ausbleiben. Das Spike-Protein des SARS-CoV-2 Virus wird von der Zelle selbst produziert und anschlie\u00dfend auf der Zelloberfl\u00e4che dem Immunsystem pr\u00e4sentiert, sodass gegen dieses Protein Antik\u00f6rper und T-Zellen gebildet werden, die in weitere Folge vor der Erkrankung sch\u00fctzen sollen. Die COVID-19-Vektorimpfstoffkandidaten enthalten ungef\u00e4hrliche, gut untersuchte Tr\u00e4gerviren, die durch das menschliche Immunsystem kontrolliert und eliminiert werden. Bei den nicht-replizierenden vektorbasierten Impfstoffen werden die als Vektor verwendeten Viren gentechnologisch so ver\u00e4ndert, dass sie sich nicht weiter in der Wirtszelle vermehren k\u00f6nnen, sondern lediglich als Transportmittel f\u00fcr den genetischen Bauplan der Oberfl\u00e4chenproteine des zu bek\u00e4mpfenden Virus dienen.<br \/>\nVektorimpfstoffe sind schon gegen das Ebolavirus und andere Viren im Einsatz.<\/p>\n<h2>Kann man sich den Impfstoff aussuchen?<\/h2>\n<p>Auf Grund der Eigenschaften der Impfstoffe werden die Impfstoffe voraussichtlich in unterschiedlichen Settings angeboten werden. Es wird beispielsweise voraussichtlich logistisch schwierig sein, einen Impfstoff, der bei ca. -70\u00b0C gelagert werden muss, im niedergelassenen Bereich fl\u00e4chendeckend anzubieten. Das ist bei Impfstoffen, die bei K\u00fchlschranktemperaturen gelagert werden, eine andere Situation. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4ngt es davon ab, in welchen Mengen die einzelnen Impfstoffe verf\u00fcgbar sind. Zudem werden die verschiedenen Impfstoffe zu unterschiedlichen Zeiten auf den Markt kommen, sodass eine freie Wahl auch auf Grund der jeweiligen Verf\u00fcgbarkeit nicht m\u00f6glich sein wird, \u00e4hnlich, wie man das von den saisonalen Grippeimpfstoffen kennt. Auch wird nicht jeder Impfstoff f\u00fcr jede Person gleich gut geeignet sein, sodass es je nach Impfstoff unterschiedliche Indikationen bzw. Zielgruppen geben wird. Nach derzeitigem Wissensstand gibt es hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit keinen Anlass, einen Qualit\u00e4tsunterschied zwischen den Impfstoffen anzunehmen.<\/p>\n<h2>Sollen Personen, die bereits an SARSCoV-2 erkrankt waren, geimpft werden?<\/h2>\n<p>Da die Impfung nach bisherigen Erkenntnissen gleich gut vertragen wird, unabh\u00e4ngig davon, ob jemand bereits eine SARS-CoV2-Infektion hatte oder nicht, kann die Impfung auch nach bereits durchgemachter Erkrankung oder positiver Testung erfolgen. Empfohlen wird eine Impfung sechs Monate nach einer Infektion.<\/p>\n<h2>Welche Nebenwirkungen k\u00f6nnen auftreten?<\/h2>\n<p>Zu unterscheiden sind hier Impfreaktionen und echte Nebenwirkungen. Reaktionen sind Erscheinungen, welche die eigentliche Wirkung der Impfung begleiten k\u00f6nnen und Ausdruck der (erw\u00fcnschten) immunologischen Abwehrreaktion sind. Sie sind nicht gef\u00e4hrlich, k\u00f6nnen aber unangenehm sein und entstehen zumeist an der Impfstelle im Sinne einer R\u00f6tung, eventuell einer Schwellung und auch Schmerzhaftigkeit unterschiedlicher Auspr\u00e4gung. Auch systemische Impfreaktionen sind m\u00f6glich und umfassen eine breite Palette an Sensationen wie z.B. M\u00fcdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, allgemeines \u201egrippiges\u201c Gef\u00fchl und andere. RNA-Impfstoffe sind daf\u00fcr bekannt, dass sie das Immunsystem sehr gut aktivieren k\u00f6nnen, man nennt sie daher auch \u201ereaktogener\u201c als andere Impfstoffe. Im Rahmen einer starken Immunantwort produziert der K\u00f6rper viele Botenstoffe, einige dieser Botenstoffe k\u00f6nnen dabei auch zu den erw\u00e4hnten Begleiterscheinungen f\u00fchren. Diese m\u00f6glichen Beschwerden sind keine unerwarteten und potenziell gef\u00e4hrlichen Nebenwirkungen, sondern ein Zeichen der normalen Auseinandersetzung des K\u00f6rpers mit dem Impfstoff, die zu einer Schutzwirkung f\u00fchrt. Diese Impfreaktionen klingen \u00fcblicherweise in wenigen Tagen folgenlos ab und sind deutlich harmloser als die m\u00f6glichen Symptome und Folgesch\u00e4den der Infektion, die durch die Impfung verhindert werden kann: nur wenn der Nutzen eines Impfstoffs ein eventuelles Impfrisiko deutlich \u00fcberwiegt, werden Impfstoffe zugelassen.<\/p>\n<p>Zu erwartende echte Nebenwirkungen werden im Rahmen der Zulassungsstudien erfasst, dabei wird der Impfstoff an mindestens 10.000 Personen getestet. Dabei ist es m\u00f6glich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten hei\u00dft seltener als 1 Fall auf 10.000 Geimpfte) erst nach der Zulassung der Impfungen erfasst werden. Auch nach der Marktzulassung erfolgt daher eine st\u00e4ndige Kontrolle zum Erfassen von m\u00f6glichen Nebenwirkungen und eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verh\u00e4ltnisses. Diese Nebenwirkungen sind in der Fachinformation und der Gebrauchsinformation des Impfstoffes detailliert aufgelistet.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit Nebenwirkungen ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht jedes Krankheitszeichen, das im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftritt, auch auf die Impfung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Gerade wenn Impfstoffe an sehr viele Personen verabreicht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Impfung Beschwerden auftreten, die jedoch nicht durch die Impfung, sondern durch andere, auch in der ungeimpften Bev\u00f6lkerung regelm\u00e4\u00dfig vorkommende Ursachen, beispielsweise durch eine zeitgleich oder kurz danach aufgetretene andere Erkrankung, verursacht wurden (\u201eHintergrundinzidenz\u201c). F\u00fcr eine m\u00f6glichst pr\u00e4zise Evaluierung aller nach den Impfungen aufgetretenen Reaktionen und Nebenwirkungen sind sowohl geimpfte Personen als auch impfendes Gesundheitspersonal dringend angehalten, alle derartigen Symptome einzumelden.<br \/>\nDetails unter: www.basg.gv.at\/pharmakovigilanz\/meldung-von-nebenwirkungen\/.<\/p>\n<h2>Was ist ein Impfschaden?<\/h2>\n<p>Ein Impfschaden ist ein gesundheitlich relevantes Ereignis, das in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung steht. Tritt dieses auf, kann ein Antrag auf Zuerkennung eines Impfschadens gestellt werden. \u00dcber diesen Antrag erfolgt ein Verwaltungsverfahren beim Sozialministeriumservice.<br \/>\nIm Rahmen des Verfahrens werden Sachverst\u00e4ndigengutachten eingeholt und es gibt ein Parteiengeh\u00f6r. Die rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen nach dem Impfschadengesetz sehen dabei im Vergleich zu zivilgerichtlichen Verfahren eine Beweiserleichterung vor, es muss kein Beweis der Kausalit\u00e4t zwischen Impfung und Gesundheitssch\u00e4digung vorliegen. Zudem ist ein kostenloses Verfahren mit Rechtszug vom Sozialministeriumservice zum Bundesverwaltungsgericht sowie dem Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof m\u00f6glich.<br \/>\nAnerkannt wird ein Impfschaden dann, wenn das Verfahren ergeben hat, dass ein wahrscheinlicher Zusammenhang mit der Impfung gegeben ist. Um zu beurteilen, ob die verabreichte Impfung wesentliche Bedingungen f\u00fcr den nunmehrigen Gesundheitszustand bildet, wird das Vorliegen eines klaren zeitlichen Zusammenhangs, das Fehlen einer anderen (wahrscheinlicheren) Erkl\u00e4rungsm\u00f6glichkeit der aufgetretenen Symptomatik und die \u00c4hnlichkeit des angef\u00fchrten Schadens der Impfung mit Komplikationen der Infektion mit dem Erreger, vor dem die Impfung sch\u00fctzen soll, gepr\u00fcft. Aus einer Anerkennung ergeben sich Sozialleistungen in Form von Einmalzahlungen oder Rentenzahlungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":41,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,66,2422,2430,2448,7],"tags":[108,313,508,509,14,510,1076,292,512,513],"class_list":["post-2480","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-gesundheitsnews","category-immunologie","category-infektiologie","category-innere-medizin","category-leben","tag-allgemeinmedizin","tag-corona","tag-corona-schutzimpfung","tag-coronaimpfung","tag-covid-19","tag-faqs","tag-impfstoff","tag-interne-medizin","tag-mrna-impfstoffe","tag-sarscov2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9641,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2480\/revisions\/9641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}