{"id":2308,"date":"2025-11-11T13:28:36","date_gmt":"2025-11-11T12:28:36","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/ekzem\/"},"modified":"2026-02-09T10:28:34","modified_gmt":"2026-02-09T09:28:34","slug":"ekzem","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/ekzem\/","title":{"rendered":"Ekzem \u2013 Ursachen, Symptome und Behandlung"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist ein Ekzem?<\/h2>\n<p>Ein <strong>Ekzem<\/strong> ist eine <strong>Entz\u00fcndung der oberen Hautschicht<\/strong>. Die Hauterkrankung ist <strong>nicht ansteckend<\/strong> und<strong> juckt oft<\/strong>. Typische Anzeichen sind R\u00f6tungen, Schuppung, Bl\u00e4schen, N\u00e4ssen oder Krusten. \u201eEkzem\u201c ist ein Sammelbegriff. Er umfasst verschiedene Formen entz\u00fcndlicher Hauterkrankungen mit \u00e4hnlichem Erscheinungsbild.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig entsteht ein Ekzem durch direkten <strong>Kontakt<\/strong> mit <strong>hautreizenden<\/strong> oder <strong>allergieausl\u00f6senden Stoffen<\/strong>. Dazu z\u00e4hlen etwa Seifen oder Desinfektionsmittel. M\u00f6glich ist auch eine allergische Reaktion auf Kontaktallergene wie Nickel, Duft- und Konservierungsstoffe, Gummi oder bestimmte Pflanzen. Fast jeder Mensch erkrankt zumindest einmal im Leben an einem Ekzem. Der <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hautausschlag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausschlag<\/a> kann akut oder chronisch auftreten.<\/p>\n<h2>Was sind die Ursachen f\u00fcr ein Ekzem?<\/h2>\n<p>Die <strong>Ursachen<\/strong> f\u00fcr ein Ekzem sind von der <strong>Art des Ekzems abh\u00e4ngig<\/strong>. W\u00e4hrend ein Kontaktekzem durch hautreizende Stoffe ausgel\u00f6st wird, spielt beim atopischen Ekzem (<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/neurodermitis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neurodermitis<\/a>) h\u00e4ufig auch die genetische Veranlagung eine Rolle.<\/p>\n<p><strong>Man unterscheidet exogene und endogene Ekzeme.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Exogene Ekzeme:<\/strong> Exogene Ekzeme werden auch <strong>Kontaktekzeme<\/strong> genannt. Sie k\u00f6nnen entweder durch eine <strong>allergische Reaktion<\/strong> auf ein Kontaktallergen entstehen oder nach einer Irritation durch eine toxische oder reizende Substanz.\n<ul>\n<li><strong>Allergische Kontaktekzeme:<\/strong><br \/>\nDiese treten auf, wenn der K\u00f6rper nach einer <strong>Sensibilisierung<\/strong> auf bestimmte Stoffe \u00fcberreagiert. Dazu z\u00e4hlen sowohl <strong>Naturstoffe<\/strong> wie Pflanzeninhaltsstoffe als auch synthetische Verbindungen wie z. B. Nickelsulfat, Duftstoffmischungen, Hautpflegemittel oder Formaldehyd. Meist erfolgt der Kontakt <strong>direkt \u00fcber die Haut<\/strong>, in seltenen F\u00e4llen auch \u00fcber die Nahrungsaufnahme. Meist bleibt eine einmal entstandene Kontaktallergie <strong>lebenslang<\/strong> bestehen.<\/li>\n<li><strong>Nicht allergische (irritative) Kontaktekzeme:<\/strong> Diese entstehen durch den Kontakt mit Chemikalien wie etwa Putzmittel.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Endogene Ekzeme:<\/strong> Endogene Ekzeme beruhen auf einer <strong>erblichen Veranlagung<\/strong>. Sie betreffen rund zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung. Das h\u00e4ufigste endogene Ekzem ist die atopische Dermatitis, besser bekannt als Neurodermitis.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Weitere Ausl\u00f6ser f\u00fcr Ekzeme sind unter anderem:<\/h3>\n<ul>\n<li>emotionaler <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/stress-definition-ursache-stressbewaltigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stress<\/a><\/li>\n<li>Temperaturschwankungen oder Ver\u00e4nderungen der Luftfeuchtigkeit (Austrocknungsekzem)<\/li>\n<li>Bakterien vom Typ Staphylococcus aureus auf der Haut<\/li>\n<li>bestimmte durch die Luft \u00fcbertragene Partikel, z. B. Hausstaubmilben, Schimmel und Tierhaare oder -schuppen<\/li>\n<li>einige Hautpflegeprodukte, z. B. Kosmetika, Parf\u00fcms, aggressive Seifen<\/li>\n<li>Wechselwirkung von Medikamenten und UV-Strahlung (phototoxisches oder photoallergisches Ekzem)<\/li>\n<li>Schwitzen<\/li>\n<li>Kontakt mit reizenden Stoffen, z. B. Wolle<\/li>\n<li>Bei manchen S\u00e4uglingen k\u00f6nnen Lebensmittelallergien ein Ekzem ausl\u00f6sen<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie entsteht ein Kontaktekzem?<\/h2>\n<p>Wird die oberste Hautschicht durch einen giftigen oder allergieausl\u00f6senden Stoff gesch\u00e4digt, reagiert der K\u00f6rper mit einer Entz\u00fcndung der betroffenen Hautpartie. Das Wort \u201eEkzem\u201c stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie \u201eanschwellen\u201c oder \u201eaufkochen\u201c.<br \/>\nEin Kontakt-Ekzem entwickelt sich meist in mehreren Stadien, die aufeinander folgen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>\u00a0Stadium 1: <\/strong>Nach dem Kontakt mit dem reizenden Stoff kommt es zu einer<strong> \u00fcberw\u00e4rmten, stark juckenden R\u00f6tung<\/strong>. Diese ist scharf begrenzt.<\/li>\n<li><strong>Stadium 2: <\/strong>Bei einer milden Reaktion heilt die Haut mit einer <strong>Abschuppung<\/strong> der obersten Hautschicht.<br \/>\nBei st\u00e4rkeren Ekzemen kommt es zum <strong>Bl\u00e4schenstadium<\/strong>. Die etwa <strong>stecknadelkopfgro\u00dfen Bl\u00e4schen<\/strong> sind mit klarer Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllt. Die betroffenen Stellen jucken und brennen. Viele Betroffene kratzen diese Bl\u00e4schen auf, dadurch <strong>beginnt die Haut zu n\u00e4ssen.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Stadium 3: <\/strong>Nach dem <strong>Aufplatzen der Bl\u00e4schen<\/strong> verkrustet die Hautstelle. Der Juckreiz klingt nach wenigen Tagen ab, und es kommt zu einer <strong>Abheilung mit Abschuppung<\/strong> der obersten Hautschicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn die Haut wiederholt mit den reizenden Stoffen in Kontakt kommt, kann sich ein<strong> chronisches Ekzem<\/strong> entwickeln. Die Haut ist an diesen Stellen trocken und juckt dauerhaft.<\/p>\n<figure id=\"attachment_17816\" aria-describedby=\"caption-attachment-17816\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-17816\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Kontaktdermatitis.jpg\" alt=\"Kontaktdermatitis: allergische Reaktion Reaktion auf ein Uhrenband. Handgelenk mit einer R\u00f6tung und Ekzem\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Kontaktdermatitis.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Kontaktdermatitis-300x200.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Kontaktdermatitis-768x512.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Kontaktdermatitis-120x80.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-17816\" class=\"wp-caption-text\">Foto: HenadziPechan\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Welche Symptome k\u00f6nnen auftreten?<\/h2>\n<p>Wie ein Ekzem aussieht, an welcher K\u00f6rperstelle es auftritt und ob es mit weiteren Beschwerden verbunden ist, h\u00e4ngt von der Art des Ekzems ab.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberblick der typischen Symptome<\/strong><\/p>\n<h3>Seborrhoisches Ekzem<\/h3>\n<p>Symptome k\u00f6nnen fettige, scharf begrenzte, schuppende Hautflecken sein, die in der Regel nicht jucken. Sie erscheinen meist an Hautstellen mit vielen fettbildenden Dr\u00fcsen. Diese befinden sich etwa an der Kopf- und Gesichtshaut.<\/p>\n<h3>Neurodermitis<\/h3>\n<p>Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung und verl\u00e4uft schubweise.<br \/>\n<strong>Folgende Symptome k\u00f6nnen auftreten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>trockene, ger\u00f6tete, oft unscharf begrenzte Hautver\u00e4nderungen<\/li>\n<li>starker <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/juckreiz-pruritus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juckreiz<\/a><\/li>\n<li>S\u00e4uglinge: Ausschlag an Wangen sowie an den Streckseiten von Armen und Beinen<\/li>\n<li>Kinder\/Jugendliche\/Erwachsene: Beugeekzeme (vor allem in Kniekehlen und Ellenbeugen), h\u00e4ufig auch an H\u00e4nden, Hals und Nacken<\/li>\n<li>verkrustete Hautstellen durch Kratzen oder N\u00e4ssen<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_17567\" aria-describedby=\"caption-attachment-17567\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-17567\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Neurodermitis-bei-Babys.jpg\" alt=\"Baby mit Neurodermitis-Ausschlag auf den Wangen\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Neurodermitis-bei-Babys.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Neurodermitis-bei-Babys-300x200.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Neurodermitis-bei-Babys-768x512.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Neurodermitis-bei-Babys-120x80.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-17567\" class=\"wp-caption-text\">Foto: New Africa\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Nicht allergisches (irritatives) Kontaktekzem<\/h3>\n<p><strong>Kontaktekzeme<\/strong> k\u00f6nnen sehr <strong>unterschiedlich aussehen<\/strong>. Die Symptome und das Erscheinungsbild sind stark davon abh\u00e4ngig, welcher Stoff das Ekzem verursacht hat. Meist treten die Symptome nur an Hautstellen auf, die mit dem ausl\u00f6senden Reiz in Ber\u00fchrung gekommen sind.<\/p>\n<h3>Chronisch irritatives Kontaktekzem<\/h3>\n<p>Bei <strong>wiederholtem oder dauerhaftem Kontakt<\/strong> mit dem Ausl\u00f6ser heilt das Ekzem nicht ab und wird <strong>chronisch<\/strong>. Es ist durch trockene, schuppende Haut, gesteigerte Verhornung und Juckreiz gekennzeichnet. Die Haut verdickt sich, wird rissig und rau. Verschiedene Ekzem-Stadien k\u00f6nnen gleichzeitig bestehen.<\/p>\n<h3>Allergisches Kontaktekzem<\/h3>\n<p>Dieses breitet sich von der Kontaktstelle ausgehend aus und juckt (Streureaktion).<\/p>\n<h2>Wie wird ein Ekzem diagnostiziert?<\/h2>\n<p>Die <strong>Diagnose eines Ekzems<\/strong> erfordert eine genaue <strong>Untersuchung der Haut<\/strong> und eine Befragung zur Krankengeschichte. Dabei wird auch auf eine m\u00f6gliche famili\u00e4re Veranlagung eingegangen.<\/p>\n<p>Die Diagnose erfolgt bei <a href=\"\/suche\/hautarzt\">Haut\u00e4rzt:innen<\/a> oder <a href=\"\/suche\/praktischer-arzt\">Allgemeinmediziner:innen<\/a> \u00fcber eine Analyse des Hautbildes bzw. der entz\u00fcndeten Hautpartie. R\u00f6tungen mit m\u00f6glicherweise n\u00e4ssender Bl\u00e4schenbildung sind in der Regel ein eindeutiges Erscheinungsbild f\u00fcr ein Ekzem.<br \/>\nF\u00fcr eine gesicherte Diagnose ist es auch wichtig zu wissen, wodurch die Hautreaktion ausgel\u00f6st wurde. Darum sollten Betroffene m\u00f6glichst genau beschreiben, mit welchen Stoffen sie zuvor in Ber\u00fchrung gekommen sind und ob es sich um einen immer wiederkehrenden Ausschlag handelt. Besteht der Verdacht auf Neurodermitis oder eine allergische Reaktion, so wird ein <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/allergietests\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Allergietest<\/a> und eine Blutuntersuchung veranlasst.<\/p>\n<h3>Epikutantest<\/h3>\n<p>Bei Verdacht auf eine<strong> allergische Reaktion<\/strong> wird ein sogenannter <strong>Epikutantest<\/strong> durchgef\u00fchrt. Dabei handelt es sich um einen <strong>Pflastertest<\/strong>. Die zu untersuchenden Substanzen werden auf dem erscheinungsfreien R\u00fccken aufgetragen und mit einer Folie abgeklebt:<\/p>\n<ul>\n<li>Nach 48 Stunden wird die Folie entfernt und der Test zum ersten Mal abgelesen.<\/li>\n<li>Nach 72 Stunden wird die Haut ein zweites Mal untersucht und das Ergebnis wird besprochen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Test zeigt an, ob ein Patient oder eine Patientin auf eine oder mehrere Substanzen sensibilisiert ist. Wenn eine Kontaktsensibilisierung vorliegt, entwickelt sich eine Ekzemreaktion an der Kontaktstelle.<\/p>\n<figure id=\"attachment_17818\" aria-describedby=\"caption-attachment-17818\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-17818\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Epikutant-Test.jpg\" alt=\"Epikutant-Test\/Patch-Test: Frau mit vielen Pflaster auf dem R\u00fccken\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Epikutant-Test.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Epikutant-Test-300x200.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Epikutant-Test-768x512.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Epikutant-Test-120x80.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-17818\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Michele Ursi\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Wie wird ein Ekzem behandelt?<\/h2>\n<p>Die wichtigste Ma\u00dfnahme besteht darin, den <strong>Kontakt<\/strong> mit der <strong>ausl\u00f6senden Substanz zu vermeiden<\/strong>. Wenn sich das Allergen oder der Reizstoff nicht ganz aus dem pers\u00f6nlichen Umfeld entfernen l\u00e4sst, sollten Ma\u00dfnahmen getroffen werden, um einen erneuten Kontakt zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schutzkleidung (z. B. Schutzhandschuhe beim Umgang mit hautreizenden Substanzen)<\/li>\n<li>angemessene Hautpflege<\/li>\n<li>arbeitshygienische Vorkehrungen, etwa durch die \u00c4nderung von Arbeitsabl\u00e4ufen oder das Vermeiden von Feuchtarbeit<\/li>\n<li>Bei Kontaktallergien durch Nahrungsmittel kann eine Ern\u00e4hrungsumstellung hilfreich sein, zum Beispiel eine nickelarme Di\u00e4t bei Nickelallergie<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Lokale Therapie<\/h3>\n<p>In den meisten F\u00e4llen ist eine <strong>lokale Therapie<\/strong> zur <strong>Behandlung<\/strong> der Beschwerden <strong>ausreichend<\/strong>. Dabei werden <strong>Salben<\/strong> mit <strong>Kortikosteroiden<\/strong> und <strong>Calcineurinantagonisten<\/strong> eingesetzt, um Entz\u00fcndungen und Juckreiz zu lindern.<\/p>\n<p>Bei <strong>chronischen Ekzemen<\/strong>, insbesondere an den H\u00e4nden, k\u00f6nnen auch <strong>UV-Bestrahlungen<\/strong> oder eine <strong>PUVA-Therapie<\/strong> wirksam sein, bei der pflanzliche Naturstoffe (Psoralene) mit UV-A-Licht kombiniert werden. In manchen F\u00e4llen wird <strong>Psoralen<\/strong> auch lokal auf die Haut aufgetragen.<\/p>\n<h3><strong>Systemische Therapie<\/strong><\/h3>\n<p>Bei schweren <strong>akuten Kontaktekzemen<\/strong> kann eine kurzzeitige Kortikosteroid-Einnahme notwendig sein. In bestimmten F\u00e4llen werden auch <strong>Ciclosporin A<\/strong> oder <strong>Alitretinoin<\/strong> eingesetzt.<\/p>\n<p>Eine Hyposensibilisierungstherapie, wie sie bei Pollen- oder Insektengiftallergien angewendet wird, steht zur Behandlung von allergischen Kontaktekzemen nicht zur Verf\u00fcgung. Das Immunsystem kann also nicht schrittweise an ein Allergen gew\u00f6hnt werden.<\/p>\n<h3>Hautpflege und Hautschutz<\/h3>\n<p>Wichtig ist eine Nachbehandlung mit <strong>feuchtigkeitsspendenden Pflegepr\u00e4paraten<\/strong>. Dadurch wird die <strong>Regeneration der Hautbarriere<\/strong> beschleunigt und sch\u00fctzt vor dem erneuten Auftreten von Ekzemen. Auch die Anwendung von Hautschutzpr\u00e4paraten ist sinnvoll. Diese sollten individuell an die Bed\u00fcrfnisse der Betroffenen angepasst sein.<\/p>\n<p>Um den Juckreiz bei einem Kontaktekzem zu lindern und die Heilung zu beschleunigen, kann zus\u00e4tzlich eine leicht entz\u00fcndungshemmende Kortisonsalbe helfen. Akute Neurodermitis-Sch\u00fcbe werden mit kortisonhaltigen und anderen entz\u00fcndungshemmenden Salben behandelt.<\/p>\n<h2>Wer behandelt Ekzeme?<\/h2>\n<p>Ekzeme werden von <a href=\"\/suche\/hautarzt\">Haut\u00e4rzt:innen<\/a> untersucht und behandelt. Aber auch <a href=\"\/suche\/praktischer-arzt\">Allgemeinmediziner:innen<\/a> sind mit den Formen von Ekzemen meist vertraut und k\u00f6nnen eine erste Diagnose stellen. F\u00fcr die Behandlung selbst und die Definition der Ursache sind in der Regel Dermatolog:innen zust\u00e4ndig.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,66,2405,23,2457],"tags":[107,2613,254,2614,3224,442],"class_list":["post-2308","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-gesundheitsnews","category-haut-und-geschlechtskrankheiten","category-kinder-und-jugendheilkunde","category-krankheit","tag-allergie","tag-atopische-dermatitis","tag-dermatologie","tag-ekzem","tag-haut-u-geschlechtskrankheiten","tag-hautausschlag"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17825,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2308\/revisions\/17825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}