{"id":2293,"date":"2019-08-26T06:30:39","date_gmt":"2019-08-26T06:30:39","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/wechseljahre\/"},"modified":"2023-02-16T21:18:18","modified_gmt":"2023-02-16T20:18:18","slug":"wechseljahre","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wechseljahre\/","title":{"rendered":"Wechseljahre &#8211; Nat\u00fcrlicher Abschnitt im Leben einer Frau"},"content":{"rendered":"<h2>Was sind die Wechseljahre?<\/h2>\n<p>Die Wechseljahre der Frau (Klimakterium) bezeichnen eine Zeit der hormonellen Umstellung. Es handelt sich um eine \u00dcbergangsphase von der Zeit der Geschlechtsreife und fruchtbaren Phase bis hin zur Einstellung der ovariellen Hormonproduktion. Die Wechseljahre sind ein ganz normaler physiologischer Umstellungsprozess im Leben einer jeden Frau, der sich \u00fcber mehrere Jahre erstreckt. Wie lange die Phase der hormonellen Umstellung dauert kann von Frau zu Frau sehr verschieden sein.<\/p>\n<h2>Hormonelle Ver\u00e4nderungen und Phasen der Wechseljahre<\/h2>\n<p>Den Wechseljahren liegen hormonelle Ursachen und verschiedene hormonelle Ver\u00e4nderungen zugrunde. Die Eierst\u00f6cke sind das Schl\u00fcsselorgan der weiblichen Hormonproduktion. In den Wechseljahren beginnen die Eierst\u00f6cke ihre Arbeit \u2013 die Bereitstellung von befruchtungsf\u00e4higen Eizellen und die Bildung von Sexualhormonen wie \u00d6strogen (weibliches Sexualhormon) \u2013 einzustellen. Die Funktion der Eierst\u00f6cke l\u00e4sst allm\u00e4hlich nach und es werden weniger Sexualhormone gebildet. Dies ist ganz nat\u00fcrlich; \u00fcber die Jahre und mit der zunehmenden Anzahl von Menstruationszyklen kommt es zum Abbau von funktionsf\u00e4higen Eizellen. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr sind in den Eierst\u00f6cken zunehmend weniger Follikel vorhanden, irgendwann sind keine funktionst\u00fcchtigen Follikel\/Follikel, die zu einem eisprungf\u00e4higen Follikel wachsen k\u00f6nnen mehr da.<\/p>\n<p>Bei Follikeln handelt es sich um eine Einheit aus Eizelle, Granulosazellen (umgeben die Eizelle) und Bindegewebe; u. a. unter Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH) reifen Eizellen in den Follikeln, welche \u00d6strogen produzieren, heran. Aus einem eisprungf\u00e4higen Follikel wird rund um den 14. Zyklustag eine Eizelle zur Befruchtung freigegeben.<\/p>\n<p>Durch das allm\u00e4hliche Nachlassen der Funktion der Eierst\u00f6cke in den Wechseljahren werden weniger Sexualhormone gebildet, was sich wiederum auf verschiedene Gewebe, Organe und K\u00f6rperprozesse, deren Funktion mitunter von den Sexualhormonen abh\u00e4ngt, auswirkt. Wichtigste hormonelle \u00c4nderung ist der R\u00fcckgang des \u00d6strogens. In Folge der verringerten \u00d6strogenproduktion werden vermehrt Hormone aus der Gruppe der Gonadotropine ausgesch\u00fcttet (FSH) um die Hormonproduktion anzuregen und den Mangel an Hormonen auszugleichen. Zusammengefasst kommt es also zu verschiedenen hormonellen Ver\u00e4nderungen und einem verschobenen Hormongleichgewicht, was in den Wechseljahren zu verschiedenen Beschwerden f\u00fchren kann. Im Zuge der hormonellen Umstellung kommt es irgendwann, meistens so um das 51. Lebensjahr* herum, zur letzten Regelblutung (Menopause). Ab wann die Umstellung im weiblichen K\u00f6rper beginnt ist individuell verschieden, die Funktion der Eierst\u00f6cke beginnt mit etwa 40 Jahren* nachzulassen. Irgendwann also zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr wird der Zyklus unregelm\u00e4\u00dfig und die Wechseljahre beginnen. Medizinisch lassen sich die Wechseljahre, die sich \u00fcber mehrere Jahre erstrecken, in verschiedene Phasen unterteilen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Pr\u00e4menopause<\/strong>: Die Pr\u00e4menopause ist der Zeitraum zwischen dem etwa 40. und 50. Lebensjahr, in welchem die Eierst\u00f6cke ihre Arbeit verlangsamen und weniger Hormone gebildet werden. Der Menstruationszyklus wird unregelm\u00e4\u00dfiger, es kann zu k\u00fcrzeren Intervallen zwischen zwei Regelblutungen, unregelm\u00e4\u00dfigen und\/oder langen und\/oder sehr starken Blutungen kommen. Dass die Eierst\u00f6cke ihre Arbeit verlangsamen, bedeutet nicht, dass eine Schwangerschaft nicht mehr m\u00f6glich ist \u2013 mit dem Einsetzen der Wechseljahre sinkt die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine Schwangerschaft, es bedeutet jedoch nicht zwangsl\u00e4ufig das Ende der Fruchtbarkeit. Dies ist erst mit der Menopause (letzte Regelblutung) der Fall. Die Verh\u00fctung sollte also noch nicht au\u00dfer Acht gelassen werden.<\/li>\n<li><strong>Perimenopause<\/strong>: W\u00e4hrend der Perimenopause (etwa rund um das 50. Lebensjahr) k\u00f6nnen sich die Zyklusunregelm\u00e4\u00dfigkeiten immer st\u00e4rker bemerkbar machen. Irgendwann, im Durchschnitt im Alter von 51*, kommt es zum v\u00f6lligen Ausbleiben der Menstruation. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Eizellen \u201caufgebraucht\u201c.<\/li>\n<li><strong>Postmenopause<\/strong>: W\u00e4hrend der Postmenopause, welche ein Jahr nach der letzten Periode beginnt, lassen etwaige mit dem Klimakterium einhergehenden Beschwerden nach; der K\u00f6rper stellt sich auf eine neue hormonelle Situation und ein neues hormonelles Gleichgewicht ein.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wechseljahre: Beschwerden<\/h2>\n<p>Die weiblichen Sexualhormone agieren in einem fein abgestimmten Wechselspiel und spielen in Hinblick auf verschiedene K\u00f6rperfunktionen eine wichtige Rolle. Ver\u00e4nderungen in diesem Wechselspiel und Verschiebungen des Hormongleichgewichts k\u00f6nnen sich k\u00f6rperlich und psychisch auf verschiedene Weise bemerkbar machen und zu verschiedenen Beschwerden f\u00fchren.<\/p>\n<h3>K\u00f6rperliche Symptome<\/h3>\n<p>H\u00e4ufigste k\u00f6rperliche Symptome sind mitunter Zyklusunregelm\u00e4\u00dfigkeiten und Zyklusst\u00f6rungen (verk\u00fcrzte Monatszyklen, unregelm\u00e4\u00dfige Blutungen, sehr starke Blutungen, besonders lange Blutungen), Hitzewallungen und Schwei\u00dfausbr\u00fcche. Ein gro\u00dfer Teil aller Frauen leidet unter Hitzewallungen und Schwei\u00dfausbr\u00fcchen, wobei deren H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t individuell sehr verschieden sein k\u00f6nnen \u2013 w\u00e4hrend eine Frau die Hitzewallungen einfach wahrnimmt, diese jedoch kaum als st\u00f6rend empfindet, k\u00f6nnen die Hitzewallungen bei einer anderen Frau so stark sein, dass sie zu Beeintr\u00e4chtigungen im Alltag f\u00fchren. Die Hitzewallungen und Schwei\u00dfausbr\u00fcche k\u00f6nnen auch in der Nacht auftreten und so Schlafst\u00f6rungen und in weiterer Folge M\u00fcdigkeit beg\u00fcnstigen bzw. diese verst\u00e4rken. Weiters leiden viele Frauen unter trockener Haut und trockenen Schleimh\u00e4uten. Neben der Scheide k\u00f6nnen hiervon u. a. auch die Schleimh\u00e4ute im Mund, im Magen-Darm-Trakt und im Bereich der Augen betroffen sein. In Folge von Scheidentrockenheit kann es zu Juckreiz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Entz\u00fcndungen kommen. Neben<\/p>\n<ul>\n<li>Zyklusunregelm\u00e4\u00dfigkeiten\/Zyklusst\u00f6rungen,<\/li>\n<li>Hitzewallungen,<\/li>\n<li>Schwei\u00dfausbr\u00fcchen,<\/li>\n<li>Schlafst\u00f6rungen,<\/li>\n<li>M\u00fcdigkeit,<\/li>\n<li>trockener Haut und<\/li>\n<li>trockenen Schleimh\u00e4uten<\/li>\n<\/ul>\n<p>kann es in den Wechseljahren u. a. zu folgenden Symptomen und Ver\u00e4nderungen kommen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ersch\u00f6pfung<\/li>\n<li>Schwindel<\/li>\n<li>Kopfschmerzen<\/li>\n<li>Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Konzentrationsschwierigkeiten<\/li>\n<li>Blutdruckschwankungen<\/li>\n<li>Herzrasen, Herzbeschwerden<\/li>\n<li>Harninkontinenz<\/li>\n<li>Gelenkschmerzen<\/li>\n<li>Verdauungsst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Gewichtszunahme und Ver\u00e4nderungen der K\u00f6rperzusammensetzung<\/li>\n<li>Haarausfall am Kopf<\/li>\n<li>Verst\u00e4rkter Haarwuchs im Gesicht<\/li>\n<li>Libidoverlust<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit der Zeit lassen die Beschwerden und deren Intensit\u00e4t bei einem gro\u00dfen Teil aller Frauen nach. Allerdings k\u00f6nnen die hormonellen Ver\u00e4nderungen in Kombination mit dem zunehmenden Alter auch langfristige Folgen haben, darunter ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und andere Erkrankungen.<\/p>\n<h3>Psychische Beschwerden<\/h3>\n<p>Der Abfall des \u00d6strogenspiegels und andere hormonelle Ver\u00e4nderungen wirken sich nicht nur in Form k\u00f6rperlicher Beschwerden aus, sondern k\u00f6nnen auch das psychische Wohlbefinden beeinflussen und unterschiedliche psychische Beschwerden zur Folge haben. Hierzu z\u00e4hlen u. a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Stimmungsschwankungen<\/li>\n<li>Reizbarkeit<\/li>\n<li>Innere Unruhe und Nervosit\u00e4t<\/li>\n<li>Verminderungen des Selbstwertgef\u00fchls<\/li>\n<li>Antriebsmangel<\/li>\n<li>Depressionen<\/li>\n<li>Angstst\u00f6rungen<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Die Auflistung der hier angef\u00fchrten Symptome dient dem \u00dcberblick und kann unvollst\u00e4ndig sein, zudem kann ein Symptom bei Auftreten harmlos oder Anzeichen f\u00fcr eine Erkrankung sein. Auch muss nicht jedes hier angef\u00fchrte Symptom in den Wechseljahren auftreten. Im Zweifelsfall sollte stets das \u00e4rztliche Gespr\u00e4ch gesucht werden.<\/em><\/p>\n<h3>Individuelles Beschwerdebild<\/h3>\n<p>Wechseljahre sind nicht gleich Wechseljahre. Jede Frau erlebt die Phase der hormonellen Umstellungen anders. Die Symptome, deren H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t k\u00f6nnen von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein und werden von Frauen teils sehr unterschiedlich empfunden. Prinzipiell k\u00f6nnen die Symptome in allen Phasen der Wechseljahre auftreten. Bei manchen Frauen zeigen sich kaum oder nur sehr leichte Beschwerden, bei etwa einem Drittel der Frauen kommt es zu ausgepr\u00e4gten Beschwerden, welche die Lebensqualit\u00e4t teils stark in Mitleidenschaft ziehen k\u00f6nnen. Die Wechseljahre sind keine Krankheit, manche Symptome k\u00f6nnen allerdings einen Krankheitswert besitzen. Mit einer individuell zugeschnittenen Therapie ist es in vielen F\u00e4llen m\u00f6glich, die Beschwerden zu lindern.<\/p>\n<h2>Wie werden die Wechseljahre festgestellt?<\/h2>\n<p>Die Schilderung der Beschwerden ist, in Kombination mit dem Alter, zumeist ausreichend, um den Beginn der Wechseljahre feststellen zu k\u00f6nnen. Neben der gr\u00fcndlichen Analyse des individuellen Beschwerdebildes und einer k\u00f6rperlichen Untersuchung wird der Arzt in der Regel einen Hormonstatus durchf\u00fchren und die individuelle hormonelle Situation analysieren (Blutuntersuchung), au\u00dferdem k\u00f6nnen eine gyn\u00e4kologische Untersuchung zus\u00e4tzlich zur j\u00e4hrlichen gyn\u00e4kologischen Vorsorgeuntersuchung und andere Untersuchungen sinnvoll sein. Der genaue Ablauf der Abkl\u00e4rung richtet sich nach der individuellen Situation der Frau.<\/p>\n<h2>Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren<\/h2>\n<p>Die Wechseljahre m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig mit (vielen) Beschwerden einhergehen, bei einigen Frauen geht die Zeit der hormonellen Umstellung behutsam vonstatten. Es gibt jedoch auch viele Frauen, die deutliche k\u00f6rperliche und psychische Beschwerden sp\u00fcren. In solchen F\u00e4llen kann eine Therapie ratsam sein. Durch eine individuell angepasste Therapie kann es m\u00f6glich sein, die Symptome zu lindern und die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern.<\/p>\n<h3>Gesunder und aktiver Lebensstil<\/h3>\n<p>Die mit den Wechseljahren einhergehenden hormonellen Ver\u00e4nderungen sind sozusagen eine Tatsache, die nicht aufzuhalten ist, was jedoch nicht bedeutet, dass Frau machtlos gegen die Folgewirkungen der hormonellen Ver\u00e4nderungen ist. Durch einen gesunden und aktiven Lebensstil (gesunde Ern\u00e4hrung, regelm\u00e4\u00dfige Essenszeiten, ausreichend Bewegung und Entspannung, ausreichend erholsamer Schlaf, soziale \u201cFixpunkte\u201c u. a.) k\u00f6nnen Frauen selbst vieles dazu beitragen, um das k\u00f6rperliche und psychische Wohlbefinden zu verbessern und fit durch die hormonelle Umstellung zu kommen. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Ern\u00e4hrung mit viel frischem Gem\u00fcse und Obst. Die richtige Kombination von verschiedenen N\u00e4hrstoffen ist in vielerlei Hinsicht entscheidend, u. a. in Hinblick auf den Erhalt der Knochengesundheit und die Reduktion des Risikos f\u00fcr Osteoporose und die Pr\u00e4vention von anderen Erkrankungen. Scharfe Gew\u00fcrze und der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Konsum von Genussmitteln wie Kaffee und Alkohol sollten gemieden werden, da dies Hitzewallungen und andere Beschwerden verst\u00e4rken kann. Zudem sollte darauf geachtet werden, t\u00e4glich ausreichend Wasser zu trinken. In Hinblick auf Ern\u00e4hrungsempfehlungen und bei Fragen kann es ratsam sein, sich im Rahmen eines \u00e4rztlichen Gespr\u00e4chs oder einer professionellen Ern\u00e4hrungsberatung beraten zu lassen. Weiters wichtig ist regelm\u00e4\u00dfige Bewegung. K\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t hilft u. a. den Stoffwechsel anzukurbeln, Stress abzubauen, das Risiko f\u00fcr bestimmte Erkrankungen zu reduzieren und m\u00f6gliche Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Regelm\u00e4\u00dfige Spazierg\u00e4nge, Laufen, Krafttraining, Schwimmen, Wassergymnastik, Radfahren, Yoga \u2013 im Fall von Unsicherheiten dahingehend, welche Sportart bzw. Form der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t am besten geeignet ist oder bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) ist es ratsam, mit dem Arzt zu besprechen, welche Bewegungsart und -intensit\u00e4t gut und sinnvoll sind.<\/p>\n<h3>Ausreichend Entspannung und positive Einstellung<\/h3>\n<p>Auch Stressreduktion und ausreichend Entspannung kommt eine gro\u00dfe Bedeutung zu. Yoga, Meditationen, autogenes Training, Tai-Chi, Qi-Gong und andere Ma\u00dfnahmen f\u00f6rdern Stressabbau und Entspannung und kr\u00e4ftigen den K\u00f6rper. Nicht zuletzt kann auch eine positive Einstellung einiges dazu beitragen, um das Wohlbefinden in den Wechseljahren zu steigern. Viele Frauen sehen den Wechseljahren mit Sorge oder \u00e4ngstlichen Gef\u00fchlen entgegen oder setzen das Klimakterium mit \u201cAltwerden\u201c gleich. Eine positive Einstellung und ein Perspektivenwechsel k\u00f6nnen helfen, die Wechseljahre nicht durchleben zu m\u00fcssen, sondern diese als neue Phase und neuen aufregenden Lebensabschnitt erleben zu k\u00f6nnen. Es handelt sich um einen nat\u00fcrlichen Umstellungsprozess im Leben einer jeden Frau, der keinesfalls mit \u201calt sein\u201c gleichzusetzen ist. Stattdessen ist es wichtig, sich die positiven Aspekte vor Augen zu f\u00fchren, die mit diesem Lebensabschnitt einhergehen, darunter z. B. neue Aufgaben, viel Erfahrung und nicht selten auch mehr Gelassenheit, welche sich mit den Lebensjahren einstellt. Nach den Wechseljahren ist auch Verh\u00fctung nicht mehr notwendig, ebenso entfallen Zyklusst\u00f6rungen und schmerzhafte Regelblutungen, welche zuvor m\u00f6glicherweise lange Zeit ein Thema waren. Eine positive Einstellung kann dazu beitragen die Wechseljahre gelassener zu erleben und diese als nat\u00fcrlichen Teil des Frauseins anzunehmen.<\/p>\n<h3>Pflanzliche Pr\u00e4parate und Hormonersatztherapie<\/h3>\n<p>Bei leichteren bis mittelschweren Beschwerden bzw. wenn st\u00f6rende Wechseljahresbeschwerden trotz Anpassungen des Lebensstils und einer gesunden Lebensf\u00fchrung bestehen bleiben, kann eine Behandlung mit pflanzlichen Pr\u00e4paraten erfolgen. Je nach Beschwerden steht eine Vielzahl an Pr\u00e4paraten zur Verf\u00fcgung (z. B. Isoflavone wie Soja- und Rotklee-Isoflavone, Traubensilberkerze). Mit der Kombination aus gesundem Lebensstil und pflanzlichen Pr\u00e4paraten ist es h\u00e4ufig m\u00f6glich, die Beschwerden zu lindern. Bei Frauen mit st\u00e4rkeren Wechseljahresbeschwerden kann eine Hormonersatztherapie in Betracht gezogen werden, f\u00fcr welche verschiedene Pr\u00e4parate verf\u00fcgbar sind (\u00d6strogen-, Gestagen-, \u00d6strogen-Gestagen-Kombinationspr\u00e4parate). Ob und welche Pr\u00e4parate zum Einsatz kommen und wie sich die Therapie von Wechseljahresbeschwerden im Einzelfall gestaltet, richtet sich ganz nach den pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen und Problemen der Frau, der Phase der Wechseljahre, der Art und Intensit\u00e4t der Beschwerden, der Krankengeschichte und anderen individuellen Faktoren. *Angaben k\u00f6nnen in der Literatur variieren.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2490,5,2459,66,2413],"tags":[703,947,129,2650,2652,2872],"class_list":["post-2293","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-endokrinologie-und-diabetologie","category-familie","category-frauenheilkunde","category-gesundheitsnews","category-psychologie","tag-endokrinologie","tag-frauen","tag-frauenheilkunde","tag-hormone","tag-menopause","tag-wechseljahre"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9569,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2293\/revisions\/9569"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}