{"id":2279,"date":"2019-08-27T09:14:03","date_gmt":"2019-08-27T09:14:03","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/laktoseintoleranz\/"},"modified":"2023-02-27T11:12:28","modified_gmt":"2023-02-27T10:12:28","slug":"laktoseintoleranz","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/laktoseintoleranz\/","title":{"rendered":"Laktoseintoleranz &#8211; Ursache, Symptome, Lebensmittel"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist Laktoseintoleranz?<\/h2>\n<p>Bei Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Unvertr\u00e4glichkeit gegen Milchzucker (Laktose). Betroffene k\u00f6nnen Laktose nicht oder nur unzureichend verdauen \u2013 im Fall des Verzehrs von laktosehaltigen Nahrungsmitteln kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen.<\/p>\n<p>Der Begriff Intoleranz bezeichnet in der Medizin prinzipiell die Eigenschaft, bei Kontakt mit einem bestimmten Stoff mit einer Unvertr\u00e4glichkeitsreaktion zu antworten und nicht wie physiologisch erwartet. Die jeweilige Intoleranz kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Es werden verschiedene Formen von Intoleranzen unterschieden, darunter Nahrungsmittelintoleranzen (Unvertr\u00e4glichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel, z. B. Fruktosemalabsorption, Histaminintoleranz und Laktoseintoleranz) und Medikamentenintoleranzen (Unvertr\u00e4glichkeit gegen bestimmte Medikamente). Die Laktoseintoleranz z\u00e4hlt sicherlich zu den bekanntesten Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten. Sie ist weltweit stark verbreitet, in \u00d6sterreich sind etwa zehn bis 15 Prozent* der Bev\u00f6lkerung betroffen.<\/p>\n<h2>Ursache<\/h2>\n<p>Um die der Laktoseintoleranz zugrunde liegenden Ursachen besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen, ist es sinnvoll, sich zun\u00e4chst kurz damit zu besch\u00e4ftigen, was Milchzucker ist und wie dieser verdaut wird.<\/p>\n<p>Laktose (Milchzucker) ist ein Zweifachzucker (Disaccharid). Zweifachzucker sind aus zwei Einfachzuckern (Monosaccharide) bestehende Molek\u00fcle. Die Laktose ist aus einem Molek\u00fcl Glukose und einem Molek\u00fcl Galaktose aufgebaut. Laktose als Ganzes kann nicht von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Damit der mit bestimmten Nahrungsmitteln aufgenommene Milchzucker \u00fcber die Darmschleimhaut aufgenommen, verdaut und energetisch verwertet werden kann, wird er im D\u00fcnndarm zun\u00e4chst in seine Bestandteile \u2013 Glukose und Galaktose \u2013 aufgespaltet. Das Aufspalten geschieht mit Hilfe eines Enzyms, der sogenannten Laktase. Laktase wird im D\u00fcnndarm produziert.<\/p>\n<p>Bei Menschen mit Laktoseintoleranz liegt ein Mangel des Enzyms vor; Laktase wird nicht oder in nicht ausreichendem Ma\u00dfe produziert, was dazu f\u00fchrt, dass der Milchzucker nicht bzw. nicht gut\/vollst\u00e4ndig verdaut werden kann. In weiterer Folge wandert der Milchzucker praktisch unver\u00e4ndert vom D\u00fcnn- in den Dickdarm, wo ihn ortsst\u00e4ndige Bakterien abbauen. Der Milchzucker dient den Bakterien sozusagen als Nahrung, wobei beim Abbau \u201cAbfallprodukte\u201c entstehen, darunter Darmgase und S\u00e4uren, was zu den f\u00fcr Laktoseintoleranz typischen Beschwerden f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit vs. Nahrungsmittelallergie: Laktoseintoleranz ist eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit und als solche nicht mit einer Nahrungsmittelallergie zu verwechseln. Bei einer Nahrungsmittelallergie betrachtet der K\u00f6rper einen bestimmten an sich ungef\u00e4hrlichen Stoff aus der Nahrung als sch\u00e4dlich und es kommt zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems &#8211; der K\u00f6rper richtet sich gegen den an sich harmlosen Nahrungsmittelbestandteil, das Immunsystem antwortet mit einer \u00fcberschie\u00dfenden Reaktion und der Bildung von Antik\u00f6rpern. M\u00f6gliche Ausl\u00f6ser von Nahrungsmittelallergien sind z. B. Kuhmilch, H\u00fchnereier, Sojabohnen und N\u00fcsse. Im Gegensatz dazu l\u00e4uft eine Nahrungsmittelintoleranz ohne Antik\u00f6rperbildung ab und es kommt nicht zu einer Sensibilisierung des Immunsystems.<\/p>\n<p>Prim\u00e4re und sekund\u00e4re Laktoseintoleranz: Bei Laktoseintoleranz wird zwischen einer prim\u00e4ren und einer sekund\u00e4ren Form unterschieden. Bei einer prim\u00e4ren Laktoseintoleranz liegt entweder von Geburt an ein erblich bedingter Laktasemangel vor oder es kommt mit der Zeit zu einem Abfall der Enzymaktivit\u00e4t. Eine sekund\u00e4re Laktoseintoleranz ist Folge einer anderen Erkrankung, die zu Sch\u00e4digungen im Bereich der Darmschleimhaut und zu einem Mangel an Laktase f\u00fchrt. M\u00f6gliche Ursachen sind u. a. bestimmte gastrointestinale Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Z\u00f6liakie) und Operationen. Oftmals sind die Einschr\u00e4nkung der Laktaseproduktion und der Laktasemangel nur vor\u00fcbergehend \u2013 wird die jeweilige Erkrankung erfolgreich behandelt, dann bildet sich die sekund\u00e4re Laktoseintoleranz wieder zur\u00fcck und Milchprodukte k\u00f6nnen wieder beschwerdefrei konsumiert werden.<\/p>\n<h3>Milch kann von Erwachsenen nicht seit jeher verdaut werden<\/h3>\n<p>Eigentlich geht die F\u00e4higkeit zur Laktosespaltung nach der S\u00e4uglingszeit verloren. Muttermilch enth\u00e4lt Laktose und Neugeborene k\u00f6nnen diese normalerweise problemlos verdauen. Nach den ersten Lebensmonaten und mit der nat\u00fcrlichen Entw\u00f6hnung von der Muttermilch geht die Bildung von Laktase zur\u00fcck. Unterschreitet sie einen bestimmten Wert, dann kommt es zum Auftreten von Beschwerden, wobei das Alter des Einsetzens der prim\u00e4ren Laktoseintoleranz individuell sehr verschieden sein kann. Eine mehr auf weniger stark ausgepr\u00e4gte Laktoseintoleranz kann f\u00fcr Erwachsene also eigentlich als nat\u00fcrlicher Zustand betrachtet werden.<br \/>\nDass es \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, dass Erwachsene Laktose ein Leben lang verdauen k\u00f6nnen, geht auf eine genetische Ver\u00e4nderung in Folge des Aufkommens der Viehzucht und der Milchwirtschaft zur\u00fcck. Durch dieses begannen auch Erwachsene Milch zu konsumieren und Milch wurde zunehmend zu einer wichtigen Nahrungsquelle. Die genetische Ver\u00e4nderung f\u00fchrte zusammengefasst dazu, dass die Menge an Laktase zwar sank, im Erwachsenenalter jedoch noch ausreichend Laktase zur Verf\u00fcgung stand, um Laktose spalten und verdauen zu k\u00f6nnen. Erwachsene konnten Milch also nicht schon seit jeher verdauen, die Vertr\u00e4glichkeit von Milchzucker \u00fcber das S\u00e4uglingsalter hinaus ist erst vor ein paar tausend Jahren entstanden &#8211; jene Menschen, die Milch und Milchprodukte heute ohne Beschwerden konsumieren k\u00f6nnen (die keine Laktoseintoleranz haben) sind Tr\u00e4ger einer genetischen Ver\u00e4nderung (Laktasepersistenz).<\/p>\n<h2>Symptome<\/h2>\n<p>Bei Menschen mit Laktoseintoleranz kommt es nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten zu verschiedenen Beschwerden. M\u00f6gliche Symptome bei Laktoseintoleranz sind u. a.:<\/p>\n<ul>\n<li>V\u00f6llegef\u00fchl<\/li>\n<li>Bl\u00e4hbauch<\/li>\n<li>Bauchschmerzen\/kolikartige Schmerzen<\/li>\n<li>\u00dcbelkeit (manchmal mit Erbrechen)<\/li>\n<li>Verstopfung<\/li>\n<li>Durchfall<\/li>\n<li>Darmwinde<\/li>\n<li>Darmger\u00e4usche<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch weniger spezifische Symptome und Symptome au\u00dferhalb des Magen-Darm-Trakts wie z. B. allgemeines Unwohlsein, M\u00fcdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Verstimmung oder Konzentrationsst\u00f6rungen k\u00f6nnen vorkommen. Die Beschwerden \u00e4u\u00dfern sich einige Minuten bis Stunden nach dem Verzehr der laktosehaltigen Lebensmittel.<\/p>\n<p>Wie Betroffene auf den Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln reagieren und wie sich eine Laktoseintoleranz genau bemerkbar macht kann individuell sehr verschieden sein. W\u00e4hrend einige Menschen nur wenige bzw. gering ausgepr\u00e4gte Symptome wahrnehmen, leiden andere nach jedem Verzehr von laktosehaltigen Produkten unter ausgepr\u00e4gten Beschwerden. Welche Symptome auftreten und wie stark diese ausgepr\u00e4gt sind ist u. a. abh\u00e4ngig von folgenden Faktoren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Grad des Laktasemangels<\/strong>: Laktasemangel ist nicht gleich Laktasemangel. Viele Betroffene verf\u00fcgen \u00fcber eine gewisse Grundmenge des Enzyms. Sie k\u00f6nnen einen gewissen Anteil an Laktose in der Nahrung vertragen und nehmen bei einer kleineren Zufuhr von Laktose keine Beschwerden wahr. Bei anderen wiederum wird das Enzym fast gar nicht mehr produziert, sodass bereits geringe Mengen von Milchzucker zu Problemen f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Laktosegehalt der verzehrten Lebensmittel<\/strong>: Allgemein gilt, dass die Symptome umso st\u00e4rker ausfallen, je mehr Laktose in einer Mahlzeit enthalten ist.<\/li>\n<li>Individuelle Empfindlichkeit und pers\u00f6nliches Schmerzempfinden<\/li>\n<li><strong>Zusammensetzung der Darmflora<\/strong>: Der Darm wird von verschiedenen Bakterien besiedelt, wobei die Zusammensetzung der Darmflora individuell unterschiedlich und von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngig ist (Alter, Ern\u00e4hrung u. v. m.). Welche Bakterien den Dickdarm besiedeln und wie gut diese den Milchzucker abbauen k\u00f6nnen hat Einfluss auf die Art und Auspr\u00e4gung der Beschwerden. So bilden die einzelnen Mikroorganismen beispielsweise verschiedene Gase; wird \u00fcberwiegend Methan produziert, dann sind die mit der Intoleranz einhergehenden Darmwinde \u00fcbelriechender als wenn \u00fcberwiegend Kohlenstoffdioxid produziert wird.<\/li>\n<li><strong>Geschwindigkeit des Nahrungstransports\/\u201cD\u00fcnndarmpassagezeit\u201c<\/strong>: Auch die Zeit in welcher der Nahrungsbrei durch den Darm transportiert wird kann das Auftreten der Symptome beeinflussen. Vorteilhafter ist es, wenn der Nahrungsbrei l\u00e4nger im D\u00fcnndarm verbleibt, da dadurch die Kontaktzeit zwischen dem Nahrungsbrei und den Verdauungsenzymen l\u00e4nger ist und die Laktase mehr Zeit hat, um die Laktose zu spalten (z. B. beim Verzehr von eher k\u00e4lteren Mahlzeiten). Umgekehrt gelangt mehr unverdaute Laktose in den Dickdarm, wenn die Aufenthaltsdauer des Nahrungsbreis im D\u00fcnndarm k\u00fcrzer ist &#8211; der Nahrungsbrei wandert rasch weiter, die Laktase hat weniger Zeit, um den Milchzucker zu spalten und es kommt zum Auftreten der typischen Beschwerden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Auflistung der hier angef\u00fchrten Symptome dient dem \u00dcberblick und kann unvollst\u00e4ndig sein, zudem kann ein Symptom bei Auftreten harmlos oder Anzeichen f\u00fcr eine andere Unvertr\u00e4glichkeit oder Krankheit sein. Auch muss nicht jedes hier angef\u00fchrte Symptom bei einer Laktoseintoleranz auftreten. Im Zweifelsfall oder bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit oder Erkrankung sollte stets das \u00e4rztliche Gespr\u00e4ch gesucht werden.<\/p>\n<h2>Diagnose<\/h2>\n<p>Im Gegensatz zu manch anderen Unvertr\u00e4glichkeiten l\u00e4sst sich eine Laktoseintoleranz in vielen F\u00e4llen relativ leicht diagnostizieren. Ansprechpartner sind u. a. der Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin (Hausarzt) und der Arzt f\u00fcr Innere Medizin. Am Anfang stehen die Anamnese und Schilderung der Beschwerden durch den Patienten, welche dem Arzt erste wichtige Hinweise liefern und auf eine m\u00f6gliche Laktoseintoleranz schlie\u00dfen lassen. Hierf\u00fcr kann es sinnvoll sein, ein Tagebuch zu f\u00fchren, in welchem Mahlzeiten und Beschwerden sowie deren Auspr\u00e4gung und Zeitpunkt des Auftretens festgehalten werden (Ern\u00e4hrungs- und Symptomprotokoll).<\/p>\n<p>Anhand der Schilderung der Beschwerden alleine l\u00e4sst sich die Diagnose jedoch nicht sichern, da die Symptome auch auf andere Unvertr\u00e4glichkeiten und\/oder Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zur\u00fcckzuf\u00fchren sein k\u00f6nnen. Um die Diagnose zu sichern, wird nach dem Anamnesegespr\u00e4ch eine k\u00f6rperliche Untersuchung durchgef\u00fchrt (Tastuntersuchung des Bauches, Abh\u00f6ren auf Darmger\u00e4usche etc.), au\u00dferdem k\u00f6nnen weitere Untersuchungen notwendig sein, um andere Erkrankungen ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen (Blutuntersuchung, Ultraschalluntersuchung u. a.). Verzichten Patienten auf laktosehaltige Lebensmittel und lassen die Beschwerden in dieser Zeit sp\u00fcrbar nach, dann liegt mit gewisser Wahrscheinlichkeit eine Unvertr\u00e4glichkeit gegen Milchzucker vor. Weitere Tests, mithilfe welcher die Diagnose gesichert werden kann sind u. a. der Wasserstoffatemtest (H2-Atemtest; Nachweis von Wasserstoffgas, welches von Darmbakterien produziert wird, in der Ausatemluft) und der Laktose-Toleranztest. Der genaue Ablauf der Abkl\u00e4rung richtet sich nach der individuellen Situation.<\/p>\n<h2>Behandlung<\/h2>\n<p>Durch eine laktosearme\/laktosefreie Ern\u00e4hrung ist es vielen Betroffenen m\u00f6glich, beschwerdefrei zu leben. Laktoseintolerant zu sein bedeutet nicht zwangsl\u00e4ufig, dass man g\u00e4nzlich auf Milch und Milchprodukte verzichten muss und nie wieder welche konsumieren darf. Stattdessen gilt es, die Ern\u00e4hrung entsprechend der individuellen Situation anzupassen. Wie viel Laktose und welche Milchprodukte in welcher Menge ohne Beschwerden vertragen werden ist individuell verschieden. Durch vorsichtiges Ausprobieren gilt es herauszufinden, wo die eigene Toleranzgrenze liegt und welche Lebensmittel funktionieren und welche nicht. Ein gro\u00dfer Teil der Betroffenen hat bei Einhaltung einer laktosearmen Ern\u00e4hrung (ca. acht bis zehn Gramm\/Tag) keine Beschwerden. Zum Vergleich: Gesunde Erwachsene ohne Laktoseintoleranz nehmen bei normaler Mischkost etwa 20 bis 30 Gramm Milchzucker t\u00e4glich zu sich.<\/p>\n<p>Wenn es bereits bei geringen Mengen an Laktose zu Beschwerden kommt, dann sollte prinzipiell eine laktosefreie Ern\u00e4hrung verfolgt werden. In den letzten Jahren wurden vermehrt Produkte f\u00fcr laktoseintolerante Menschen auf den Markt gebracht. Diese enthalten keine Laktose und sind speziell gekennzeichnet. Durch dieses mittlerweile breite Angebot an laktosefreien Milchprodukten m\u00fcssen laktoseintolerante Menschen auf zunehmend weniger verzichten.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.carboception.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CarboCeption-App<\/a>, die von ForscherInnen der Medizinischen Universit\u00e4ten Graz und Wien entwickelt wurde, soll Betroffenen dabei helfen, die Ursache von Intoleranzen zu erkennen, ausl\u00f6sende Lebensmittel zu identifizieren und die Mengen jener Lebensmittel, die vertragen werden, zu bestimmen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es die M\u00f6glichkeit, das fehlende Enzym Laktase \u00fcber Tabletten\/Kapseln zuzuf\u00fchren. Die Tabletten werden kurz vor oder w\u00e4hrend dem Essen der laktosehaltigen Mahlzeit eingenommen. Sie liefern dem K\u00f6rper die Laktase, die er selbst nicht verf\u00fcgbar hat, um den Milchzucker zu spalten und erm\u00f6glichen es laktoseintoleranten Menschen, jene Produkte zu essen bzw. zu trinken, auf welche sie ansonsten verzichten m\u00fcssten. Betroffene, die auf solche Laktase-Tabletten zur\u00fcckgreifen m\u00f6chten sollten sich vorab bei ihrem Arzt oder Apotheker \u00fcber geeignete Pr\u00e4parate, die Einnahme, m\u00f6gliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und andere Punkte informieren.<\/p>\n<h2>Welche Lebensmittel enthalten Laktose?<\/h2>\n<p>Produkte mit maximal 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm werden als \u201claktosefrei\u201c bezeichnet. Produkte mit geringem Laktosegehalt (\u2264 1 Gramm\/100 Gramm) und damit in vielen F\u00e4llen gut vertr\u00e4gliche Produkte sind u. a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Parmesan<\/li>\n<li>Camembert<\/li>\n<li>Butter<\/li>\n<li>Brie<\/li>\n<li>Mozzarella<\/li>\n<li>Feta<\/li>\n<li>Bitterschokolade<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unter anderem folgende Lebensmittel haben einen mittleren\/moderaten Laktosegehalt (1 bis 5 Gramm\/100 Gramm):<\/p>\n<ul>\n<li>Sauerrahm<\/li>\n<li>Sahne<\/li>\n<li>Topfen<\/li>\n<li>Joghurt<\/li>\n<li>H\u00fcttenk\u00e4se<\/li>\n<\/ul>\n<p>In folgenden Lebensmitteln ist der Laktosegehalt hoch (&gt; 5 Gramm\/100 Gramm):<\/p>\n<ul>\n<li>Milch<\/li>\n<li>Schmelzk\u00e4se<\/li>\n<li>Eiscreme<\/li>\n<li>Milchschokolade<\/li>\n<li>Kondensmilch u. a.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es gibt einige Lebensmittel, bei welchen man nicht vermuten w\u00fcrde oder leichter vergisst, dass sie Laktose enthalten, darunter z. B.<\/p>\n<ul>\n<li>Backwaren<\/li>\n<li>Aufstriche<\/li>\n<li>Fertiggerichte<\/li>\n<li>M\u00fcslimischungen<\/li>\n<li>Mayonnaise<\/li>\n<li>Salatdressings<\/li>\n<li>bestimmte Fleisch- und Wurstwaren u. a.<\/li>\n<li>Auch Medikamente k\u00f6nnen Laktose enthalten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine gesunde laktosearme\/laktosefreie Ern\u00e4hrung ist die wichtigste Ma\u00dfnahme bei Laktoseintoleranz, weswegen es sehr wichtig ist, dass sich Betroffene mit ihrer Unvertr\u00e4glichkeit, laktosehaltigen Lebensmitteln, dem Laktosegehalt in Lebensmitteln und Ern\u00e4hrungsempfehlungen auseinandersetzen. Die Auflistung der hier angef\u00fchrten Lebensmittel liefert einen \u00dcberblick und ersetzt keinesfalls das \u00e4rztliche Gespr\u00e4ch oder eine professionelle Ern\u00e4hrungsberatung bei einem Di\u00e4tologen (\u201crichtige Ern\u00e4hrung bei Laktoseintoleranz\u201c), welche sinnvoll sein kann, nicht zuletzt auch um eine bedarfsdeckende Zufuhr von Kalzium sicherzustellen.<\/p>\n<p>*Angaben k\u00f6nnen in der Literatur variieren.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2831,5,78,2457,3115],"tags":[108,2202,182,71,2638,972],"class_list":["post-2279","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-ernaehrung","category-familie","category-gastroenterologie","category-krankheit","category-reizdarmsyndrom","tag-allgemeinmedizin","tag-blahungen","tag-ernahrung","tag-gastroenterologie","tag-laktoseintoleranz","tag-milch"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9791,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2279\/revisions\/9791"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}