{"id":2265,"date":"2019-08-26T12:49:15","date_gmt":"2019-08-26T12:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/ebola\/"},"modified":"2023-02-16T21:16:07","modified_gmt":"2023-02-16T20:16:07","slug":"ebola","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/ebola\/","title":{"rendered":"Ebola &#8211; Ursache, Symptome und Diagnose"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist Ebola?<\/h2>\n<p>Das Ebolafieber (Ebola-Viruskrankheit, Ebola) ist eine schwer verlaufende Infektionskrankheit. Sie kann mit h\u00e4morrhagischem Fieber einhergehen, bei welchem es u. a. zu Fieber und Blutungen kommt. Innere und \u00e4u\u00dfere Blutungen k\u00f6nnen bei Ebola bereits wenige Tage nach Ausbruch der Krankheit auftreten. Ebola nimmt h\u00e4ufig einen t\u00f6dlichen Verlauf.<\/p>\n<p>Die Krankheit&nbsp;kommt in Afrika s\u00fcdlich der Sahara vor. Zum Auftreten der Ebola-Viruskrankheit kam es erstmals 1976 im S\u00fcdsudan und in der Demokratischen Republik Kongo in einem Dorf in der N\u00e4he des Flusses Ebola, von welchem sich der Name der Krankheit ableitet. Seit damals kam es immer wieder zu Ebolafieber-Ausbr\u00fcchen, darunter u. a. in der Demokratischen Republik Kongo, im S\u00fcdsudan, in Gabun und Uganda. Der Ausbruch in den Jahren 2014 bis 2016 in Westafrika war der gr\u00f6\u00dfte Ausbruch seit Entdeckung des Virus. Personen, die in Risikogebiete reisen sollten sich vorab \u00fcber die aktuelle Situation in der Region informieren.<\/p>\n<h2>Ursachen<\/h2>\n<p>Die Krankheit wird durch das Ebola-Virus ausgel\u00f6st. Das Ebola-Virus z\u00e4hlt gemeinsam mit dem Cuevavirus und dem Marburg-Virus zu Familie der Filoviren. Das Marburg- und Ebola-Virus rufen \u00e4hnlich verlaufende Krankheiten hervor, eine Unterscheidung ist oftmals schwierig. Es sind f\u00fcnf St\u00e4mme des Ebola-Virus bekannt, darunter das Zaire-, das Sudan-, das Reston-, das Ta\u00ef-Forest- und das Bundibugyo-Ebola-Virus. Nicht alle Arten gehen mit einem gleich schweren Krankheitsverlauf einher.<\/p>\n<p>Ansteckung Tier zu Mensch: Angenommen wird, dass Flughunde (Pteropodidae) das nat\u00fcrliche Erregerreservoir des Virus sind. Eine Infektion kann durch den Kontakt mit infizierten Tieren, darunter Affen, Flughunde, Waldantilopen und Stachelschweine, bzw. mit deren K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten (z. B. Blut, Sekrete) erfolgen. Ansteckung Mensch zu Mensch: Das Virus ist hoch ansteckend. Die \u00dcbertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt bzw. Schmierinfektionen und K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten (Blut, Speichel, Stuhl, Erbrochenes u. a.) sowie \u00fcber den Kontakt mit kontaminierten Gegenst\u00e4nden (z. B. Kleidung, Bettw\u00e4sche, Besteck). K\u00f6rperkontakte mit Ebola-Patienten und das gemeinsame Nutzen von Gegenst\u00e4nden m\u00fcssen vermieden werden; Ebola-Patienten m\u00fcssen streng isoliert werden, um die Infektion anderer zu verhindern.<\/p>\n<h2>Symptome<\/h2>\n<p>Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen dem Eindringen des Krankheitserregers und dem Auftreten der ersten Symptome\/Ausbruch der Krankheit, betr\u00e4gt zwei bis 21 Tage. Mit dem Auftreten der Symptome ist ein Betroffener ansteckend. Einige Tage nach Abklingen der Symptome gelten Patienten als nicht mehr ansteckend. Eine \u00dcbertragung durch Sperma beim Geschlechtsverkehr ist jedoch noch mehrere Monate lang m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ebola beginnt mit unspezifischen bzw. grippe\u00e4hnlichen Symptomen, darunter Krankheitsgef\u00fchl, Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, \u00dcbelkeit, Hals- und Kopfschmerzen, gefolgt von Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, R\u00f6tung der Bindehaut, Brustschmerzen, Schluck- und anderen Beschwerden. Auch die Nieren- und Leberfunktion k\u00f6nnen gest\u00f6rt sein. In manchen F\u00e4llen kommt es bereits nach wenigen Tagen zu schweren inneren und \u00e4u\u00dferen Blutungen. Im weiteren Verlauf kann es zum Versagen von verschiedenen Organen kommen. Im Endstadium kommt es u. a. zu Multiorganversagen. Im Blutbild zeigen sich erniedrigte Zahlen der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen und Blutpl\u00e4ttchen und erh\u00f6hte Leberenzyme.<\/p>\n<p>Die Auflistung der hier angef\u00fchrten Symptome dient dem \u00dcberblick, neben diesen Symptomen k\u00f6nnen bei Ebola noch andere Symptome auftreten. Ein Symptom kann auch Anzeichen f\u00fcr eine andere Krankheit sein. Auch muss nicht jedes hier angef\u00fchrte Symptom bei Ebola auftreten.<\/p>\n<h2>Diagnose<\/h2>\n<p>Bei Verdacht auf Ebola ist es wichtig, den Betroffenen fr\u00fch zu isolieren. Es kann schwer sein, Ebola von anderen Infektionskrankheiten wie beispielsweise Malaria oder Typhus zu unterscheiden. Um zu best\u00e4tigen, dass die Symptome durch das Ebola-Virus ausgel\u00f6st werden, werden verschiedene Untersuchungen und Tests durchgef\u00fchrt (Labordiagnostik ). Ein Nachweis des Virus ist u. a. im Blut m\u00f6glich. Die Labordiagnostik muss in einem speziellen Labor mit hoher Schutzstufe erfolgen.<\/p>\n<h2>Behandlung<\/h2>\n<p>Es gibt noch keine wirksame Therapie und standardisierten Behandlungsempfehlungen, gegenw\u00e4rtig werden verschiedene potentielle Therapien evaluiert. Die Behandlung ist prim\u00e4r symptomatisch &#8211; sie fokussiert sich vor allem auf die Symptome und die Milderung von Schmerzen sowie auf das Aufrechterhalten des Wasser- und Elektrolythaushalts. Eine intensivmedizinische Betreuung und eine ausreichende Fl\u00fcssigkeitszufuhr mit Elektrolyten sind f\u00fcr eine erfolgreiche Behandlung grundlegend wichtig. In manchen F\u00e4llen erhalten Patienten Antibiotika, um m\u00f6gliche Folgeinfektionen zu kontrollieren, au\u00dferdem k\u00f6nnen Antikoagulantien (Gerinnungshemmer) verabreicht werden, um die Blutgerinnung zu kontrollieren. Verschiedene Impfstoffe gegen Ebolafieber werden derzeit untersucht bzw. befinden sich in Entwicklung.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2430,2449,2457,2481],"tags":[2644,545,176,821,170,550],"class_list":["post-2265","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-infektiologie","category-intensivmedizin","category-krankheit","category-virologie","tag-ebola","tag-infektiologie","tag-infektion","tag-tropen","tag-viren","tag-virologie"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9566,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2265\/revisions\/9566"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}