{"id":19334,"date":"2026-08-31T14:57:07","date_gmt":"2026-08-31T12:57:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/?post_type=article&#038;p=19334"},"modified":"2026-08-31T14:57:09","modified_gmt":"2026-08-31T12:57:09","slug":"schlafmangel-warum-zu-wenig-schlaf-krank-machen-kann","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/schlafmangel-warum-zu-wenig-schlaf-krank-machen-kann\/","title":{"rendered":"Schlafmangel: Warum zu wenig Schlaf krank machen kann"},"content":{"rendered":"\n<h2 id=\"h-warum-schlaf-lebenswichtig-ist\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum Schlaf lebenswichtig ist<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schlaf<\/strong> ist weit <strong>mehr als eine Erholungspause<\/strong>. W\u00e4hrend der K\u00f6rper zur Ruhe kommt, laufen im Inneren zahlreiche <strong>lebenswichtige Prozesse<\/strong> ab. Das Gehirn verarbeitet Eindr\u00fccke des Tages und festigt neue Erinnerungen. Gleichzeitig werden <strong>Hormone reguliert<\/strong>, das <strong>Immunsystem aktiviert<\/strong> und<strong> besch\u00e4digte Zellen sowie Gewebe repariert<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Herz und Kreislauf stellen sich w\u00e4hrend des Schlafs um. <strong>Blutdruck<\/strong> und <strong>Herzfrequenz<\/strong> <strong>sinken<\/strong>, wodurch das Herz entlastet wird. Zudem werden <strong>Stoffwechsel<\/strong> und <strong>Blutzuckerregulation<\/strong> <strong>beeinflusst<\/strong>, w\u00e4hrend Entz\u00fcndungsprozesse im K\u00f6rper kontrolliert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese <strong>Regenerationsprozesse<\/strong> verteilen sich auf unterschiedliche <strong>Schlafphasen<\/strong>. <strong>Tiefschlaf<\/strong>, <strong>Leichtschlaf<\/strong> und <strong>REM-Schlaf <\/strong>erf\u00fcllen jeweils eigene Funktionen und erg\u00e4nzen einander. Wird der Schlaf regelm\u00e4\u00dfig verk\u00fcrzt oder h\u00e4ufig unterbrochen, <strong>bleibt weniger Zeit<\/strong>, um diese <strong>Prozesse vollst\u00e4ndig abzuschlie\u00dfen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-wie-viel-schlaf-braucht-der-mensch\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie viel Schlaf braucht der Mensch?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>Schlafbedarf<\/strong> ist <strong>individuell<\/strong> und <strong>ver\u00e4ndert sich im Laufe des Lebens<\/strong>. Die meisten gesunden Erwachsenen ben\u00f6tigen etwa <strong>sieben bis neun Stunden<\/strong> Schlaf pro Nacht. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Schlafdauer, sondern auch, ob der Schlaf <strong>regelm\u00e4\u00dfig und erholsam<\/strong> ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die Schlafdauer einen direkten Einfluss auf die Gesundheit hat, zeigt eine 2026 in <strong><em>Nature<\/em><\/strong> ver\u00f6ffentlichte <strong>Studie<\/strong>. Forschende analysierten Daten von rund einer halben Million Menschen und untersuchten das biologische Alter verschiedener Organsysteme. Sowohl eine dauerhaft <strong>kurze Schlafdaue<\/strong>r von weniger<strong> als sechs Stunden<\/strong> als auch <strong>mehr als acht Stunden Schlaf<\/strong> pro Nacht waren in dieser Beobachtungsstudie&nbsp; mit einer <strong>beschleunigten biologischen Alterung <\/strong>unter anderem von Gehirn, Herz, Leber, Nieren und Immunsystem verbunden.<strong> Die g\u00fcnstigsten Werte fanden sich bei einer Schlafdauer zwischen etwa 6,4 und 7,8 Stunden<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Folgende Tabelle zeigt die empfohlene Schlafdauer abh\u00e4ngig von der Altersgruppe:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-background has-fixed-layout\" style=\"background-color:#daf0ff\"><thead><tr><th><strong>Altersgruppe<\/strong><\/th><th><strong>empfohlene Schlafdauer pro Tag<\/strong><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>S\u00e4uglinge (4\u201312 Monate)<\/td><td>12\u201316 Stunden<\/td><\/tr><tr><td>Kleinkinder (1\u20132 Jahre)<\/td><td>11\u201314 Stunden<\/td><\/tr><tr><td>Kinder (3\u201312 Jahre)<\/td><td>9\u201313 Stunden<\/td><\/tr><tr><td>Jugendliche (13\u201318 Jahre)<\/td><td>8\u201310 Stunden<\/td><\/tr><tr><td>Erwachsene<\/td><td>7\u20139 Stunden<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-passiert-im-korper-wahrend-des-schlafs\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Was passiert im K\u00f6rper w\u00e4hrend des Schlafs?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der <strong>Nacht<\/strong> wechseln sich<strong> mehrere Schlafphasen<\/strong> ab. Sie <strong>wiederholen<\/strong> sich <strong>vier- bis sechsmal<\/strong> und erf\u00fcllen jeweils unterschiedliche Aufgaben. Erst ihr <strong>Zusammenspiel<\/strong> erm\u00f6glicht eine vollst\u00e4ndige<strong> k\u00f6rperliche und geistige Regeneration<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-einschlafphase\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Einschlafphase<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der <strong>Einschlafphase <\/strong>bereitet sich der K\u00f6rper auf den Schlaf vor. <strong>Herzfrequenz, Atmung und Muskelspannung nehmen langsam ab<\/strong>, w\u00e4hrend das <strong>Gehirn<\/strong> allm\u00e4hlich vom <strong>Wach- in den Schlafzustand<\/strong> wechselt. Der Schlaf ist in dieser Phase noch leicht und kann bereits durch kleine Reize unterbrochen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-leichtschlaf\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Leichtschlaf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>Leichtschlaf<\/strong> macht den <strong>gr\u00f6\u00dften Teil der Nacht<\/strong> aus. Der K\u00f6rper entspannt sich zunehmend, w\u00e4hrend das Gehirn \u00e4u\u00dfere Reize immer st\u00e4rker ausblendet. Gleichzeitig beginnt die <strong>Verarbeitung erster Ged\u00e4chtnisinhalte<\/strong> und der \u00dcbergang in tiefere Schlafphasen.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tiefschlaf\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Tiefschlaf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>Tiefschlaf<\/strong> gilt als<strong> wichtigste Phase<\/strong> f\u00fcr die <strong>k\u00f6rperliche Regeneration<\/strong>. <strong>Herzfrequenz<\/strong> und <strong>Blutdruck<\/strong> <strong>sinken<\/strong>, <strong>Muskeln entspannen<\/strong> sich und der Energieverbrauch nimmt ab. Gleichzeitig werden unter anderem <strong>Wachstumshormone<\/strong> <strong>ausgesch\u00fcttet<\/strong>, <strong>Gewebe repariert<\/strong> und das <strong>Immunsystem<\/strong> <strong>unterst\u00fctzt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-rem-schlaf\" class=\"wp-block-heading\"><strong>REM-Schlaf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im <strong>REM-Schlaf<\/strong>, auch <strong>Traumphase<\/strong> genannt, ist das <strong>Gehirn<\/strong> besonders <strong>aktiv<\/strong>. <strong>Erinnerungen<\/strong> werden <strong>gefestigt<\/strong>,<strong> emotionale Erlebnisse<\/strong> verarbeitet und <strong>Lerninhalte<\/strong> weiter <strong>verkn\u00fcpft<\/strong>. Obwohl sich die Augen schnell bewegen und die Gehirnaktivit\u00e4t hoch ist, bleibt die Muskulatur weitgehend entspannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird die Schlafdauer regelm\u00e4\u00dfig verk\u00fcrzt, bleiben vor allem <strong>Tiefschlaf- und REM-Phasen h\u00e4ufiger unvollst\u00e4ndig<\/strong>, wodurch wichtige <strong>Regenerationsprozesse beeintr\u00e4chtigt<\/strong> werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"641\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlaf-Ashwaghanda.jpg\" alt=\"Frau schl\u00e4ft entspannt\" class=\"wp-image-18502\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlaf-Ashwaghanda.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlaf-Ashwaghanda-300x192.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlaf-Ashwaghanda-768x492.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlaf-Ashwaghanda-120x77.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Prostock-studio\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-passiert-nach-einer-schlaflosen-nacht\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Was passiert nach einer schlaflosen Nacht?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bereits<\/strong> eine <strong>einzige Nacht<\/strong> mit <strong>zu wenig Schlaf<\/strong> kann sich auf <strong>K\u00f6rper und Gehirn auswirken.<\/strong> Besonders deutlich zeigt sich das zun\u00e4chst bei der <strong>Leistungsf\u00e4higkeit<\/strong>. Viele Menschen f\u00fchlen sich m\u00fcde, k\u00f6nnen sich schlechter konzentrieren und reagieren langsamer. Auch die <strong>Stimmung <\/strong>ver\u00e4ndert sich h\u00e4ufig. Reizbarkeit, innere Unruhe oder eine geringere Belastbarkeit sind typische Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig stellt sich der K\u00f6rper auf die ungewohnte Belastung ein. Das <strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/stress-definition-ursache-stressbewaltigung\/\" data-type=\"article\" data-id=\"1346\">Stresss<\/a>ystem wird st\u00e4rker aktiviert<\/strong>, <strong>Herzfrequenz<\/strong> und <strong>Blutdruck<\/strong> k\u00f6nnen <strong>ansteigen<\/strong> und die <strong>Blutzuckerregulation<\/strong> <strong>ver\u00e4ndert sich<\/strong>. Auch das <strong>Hungergef\u00fchl<\/strong> nimmt h\u00e4ufig <strong>zu<\/strong>, besonders der <strong>Appetit auf s\u00fc\u00dfe oder energiereiche Lebensmittel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine einzelne kurze Nacht steckt der K\u00f6rper meist gut weg.<strong> <\/strong>Die meisten dieser <strong>Ver\u00e4nderungen<\/strong> sind <strong>vor\u00fcbergehend<\/strong> und bilden sich nach einer erholsamen Nacht mit ausreichend Schlaf wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-passiert-im-gehirn-bei-schlafmangel\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Was passiert im Gehirn bei Schlafmangel?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Gehirn<\/strong> geh\u00f6rt zu den Organen, die besonders <strong>empfindlich<\/strong> auf <strong>Schlafmangel<\/strong> reagieren. Bereits nach einer schlaflosen Nacht lassen <strong>Aufmerksamkeit<\/strong>, <strong>Konzentration<\/strong> und <strong>Reaktionsf\u00e4higkeit<\/strong> nach. Komplexe Aufgaben fallen schwerer, Entscheidungen werden impulsiver und es treten h\u00e4ufiger Fehler auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein <strong>wesentlicher Grund<\/strong> daf\u00fcr ist, dass <strong>wichtige Prozesse<\/strong> der <strong>Ged\u00e4chtnisbildung<\/strong> w\u00e4hrend des<strong> Schlafs stattfinden<\/strong>. Neue <strong>Informationen<\/strong> werden zun\u00e4chst im <strong>Hippocampus<\/strong> <strong>zwischengespeichert<\/strong>. Vor allem w\u00e4hrend des <strong>Tiefschlafs<\/strong> werden sie in den <strong>Neokortex<\/strong> \u00fcbertragen und dort langfristig gespeichert. Gleichzeitig werden weniger wichtige Verbindungen zwischen Nervenzellen wieder abgeschw\u00e4cht. Dadurch <strong>spart das Gehirn Energie<\/strong> und schafft Kapazit\u00e4t f\u00fcr neue Informationen. Fehlt Schlaf, k\u00f6nnen diese Prozesse nur unvollst\u00e4ndig ablaufen. <strong>Zu lernen oder sich zu erinnern f\u00e4llt dadurch schwer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die<strong> emotionale Verarbeitung ver\u00e4ndert sich<\/strong>. Hirnregionen, die f\u00fcr <strong>Aufmerksamkeit<\/strong>, <strong>Planung<\/strong> und <strong>Selbstkontrolle<\/strong> verantwortlich sind,<strong> arbeiten weniger effizient<\/strong>, w\u00e4hrend <strong>emotionale Reize st\u00e4rker wahrgenommen werden<\/strong>. Das kann dazu f\u00fchren, dass Konflikte schneller eskalieren, Entscheidungen impulsiver ausfallen und die Stimmung leichter schwankt.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-aktuelle-forschung-schlaf-und-demenz\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Aktuelle Forschung: Schlaf und Demenz<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gro\u00dfe <strong>Langzeitstudie<\/strong> zeigte, dass Menschen, die <strong>zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr<\/strong> regelm\u00e4\u00dfig <strong>weniger als sechs Stunden pro Nacht schliefen<\/strong>, sp\u00e4ter ein rund <strong>30 % h\u00f6heres Risiko<\/strong> hatten, an <strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/demenz\/\" data-type=\"article\" data-id=\"2391\">Demenz<\/a><\/strong> zu erkranken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als m\u00f6glicher Mechanismus wird unter anderem das sogenannte <strong>glymphatische System<\/strong> diskutiert. Dieses <strong>Reinigungssystem<\/strong> des Gehirns ist w\u00e4hrend des Schlafs besonders aktiv und tr\u00e4gt zum <strong>Abtransport von Stoffwechselprodukten <\/strong>bei. Dazu geh\u00f6ren auch die <strong>Eiwei\u00dfproteine<\/strong> <strong>Amyloid-\u03b2<\/strong> und <strong>Tau<\/strong>, die eine <strong>zentrale Rolle<\/strong> bei der <strong>Alzheimer-Erkrankung<\/strong> spielen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute gehen viele Forschende davon aus, dass sich <strong>Schlaf<\/strong> und <strong>neurodegenerative Erkrankungen<\/strong> gegenseitig <strong>beeinflussen<\/strong>. <strong>Chronischer Schlafmangel<\/strong> k\u00f6nnte die Entstehung <strong>krankhafter Ver\u00e4nderungen beg\u00fcnstigen.<\/strong> Gleichzeitig k\u00f6nnen fr\u00fche <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/alzheimer\/\" data-type=\"article\" data-id=\"2349\">Alzheime<\/a>r-Prozesse bereits Jahre vor den ersten Ged\u00e4chtnisproblemen den Schlaf verschlechtern.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-passiert-mit-herz-und-kreislauf-bei-schlafmangel\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Was passiert mit Herz und Kreislauf bei Schlafmangel?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch <strong>Herz und Kreislauf<\/strong> nutzen die <strong>Nacht zur Regeneration<\/strong>. W\u00e4hrend des <strong>Schlafs<\/strong> <strong>sinken<\/strong> <strong>Herzfrequenz<\/strong> und <strong>Blutdruck<\/strong>. Das Herz muss weniger arbeiten und die Blutgef\u00e4\u00dfe k\u00f6nnen sich entspannen. Diese n\u00e4chtliche Erholungsphase <strong>entlastet das Herz-Kreislauf-System<\/strong> und tr\u00e4gt dazu bei, den Blutdruck langfristig zu regulieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fehlt Schlaf, bleibt diese Erholung teilweise aus und das<strong> Stresssystem des K\u00f6rpers wird aktiviert<\/strong>. Stresshormone wie <strong>Adrenalin <\/strong>und <strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/cortisol-zu-hoch\/\" data-type=\"article\" data-id=\"19090\">Cortisol<\/a><\/strong> werden vermehrt ausgesch\u00fcttet, wodurch Herzfrequenz und Blutdruck ansteigen k\u00f6nnen. H\u00e4lt dieser Zustand \u00fcber l\u00e4ngere Zeit an, wird das Herz-Kreislauf-System dauerhaft st\u00e4rker belastet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die <strong>Blutgef\u00e4\u00dfe<\/strong> <strong>reagieren<\/strong> auf <strong>Schlafmangel<\/strong>. <strong>Entz\u00fcndungsprozesse<\/strong> k\u00f6nnen zunehmen und die Funktion der Gef\u00e4\u00dfinnenwand, des sogenannten <strong>Endothels<\/strong>, beeintr\u00e4chtigen. Das Endothel reguliert unter anderem die <strong>Gef\u00e4\u00dfweite<\/strong> und den <strong>Blutfluss<\/strong>. Funktioniert diese Regulation schlechter, k\u00f6nnen sich die Blutgef\u00e4\u00dfe weniger gut an wechselnde Belastungen anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Chronischer Schlafmangel <\/strong>wird heute mit einem <strong>erh\u00f6hten Risiko<\/strong> f\u00fcr <strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/strong> in Verbindung gebracht. Auch eine <strong>Studie<\/strong> in Nature Reviews Cardiology zeigt, dass <strong>kurzer Schlaf <\/strong>mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr <strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/bluthochdruck\/\" data-type=\"article\" data-id=\"1277\">Bluthochdruck<\/a><\/strong>, <strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/koronare-herzkrankheit\/\" data-type=\"article\" data-id=\"3157\">koronare Herzkrankheit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/herzrhythmusstoerungen-formen-ursache-symptome-behandlung\/\" data-type=\"article\" data-id=\"2316\">Herzrhythmusst\u00f6rungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/schlaganfall\/\" data-type=\"article\" data-id=\"2273\">Schlaganf\u00e4lle<\/a> verbunden ist.<\/strong>&nbsp; Schlafmangel ist dabei meist nicht die alleinige Ursache, kann das Risiko jedoch gemeinsam mit weiteren Faktoren wie <strong>Rauchen<\/strong>, <strong>Bewegungsmangel<\/strong> oder <strong>\u00dcbergewicht<\/strong> erh\u00f6hen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-passiert-mit-dem-stoffwechsel-bei-schlafmangel\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Was passiert mit dem Stoffwechsel bei Schlafmangel?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der <strong>Stoffwechsel ver\u00e4ndert<\/strong> sich w\u00e4hrend des Schlafs. In dieser Zeit reguliert der K\u00f6rper unter anderem den <strong>Energiehaushalt <\/strong>sowie bestimmte <strong>Hormone<\/strong>, die Hunger, S\u00e4ttigung und den Blutzuckerspiegel beeinflussen. <strong>Fehlt Schlaf<\/strong>, ger\u00e4t dieses<strong> fein abgestimmte Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wesentlicher Grund daf\u00fcr sind<strong> Ver\u00e4nderungen der Hormone,<\/strong> die das <strong>Essverhalten steuern<\/strong>. Die <strong>Konzentration<\/strong> des Hungerhormons <strong>Ghrelin<\/strong> steigt an, w\u00e4hrend das S\u00e4ttigungshormon <strong>Leptin<\/strong> abnimmt. Dadurch nimmt das Hungergef\u00fchl zu und gleichzeitig f\u00e4llt es schwerer, ein <strong>S\u00e4ttigungsgef\u00fchl<\/strong> zu entwickeln. Viele Menschen greifen nach einer kurzen Nacht deshalb h\u00e4ufiger zu s\u00fc\u00dfen oder besonders energiereichen Lebensmitteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass sich diese hormonellen Ver\u00e4nderungen auch im Alltag bemerkbar machen, zeigt eine <strong>britische Studie<\/strong> mit mehr als <strong>27.000 Erwachsenen<\/strong>. Menschen mit kurzer oder schlechter Schlafqualit\u00e4t berichteten <strong>h\u00e4ufiger von Hei\u00dfhunger<\/strong>, <strong>emotionalem Essen<\/strong>, \u00dcberessen und regelm\u00e4\u00dfigem Snacken zwischen den Mahlzeiten \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie normalgewichtig oder \u00fcbergewichtig waren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlafmangel beeinflusst jedoch nicht nur das Essverhalten. Bereits nach wenigen N\u00e4chten mit <strong>verk\u00fcrztem Schlaf<\/strong> reagiert der K\u00f6rper weniger<strong> empfindlich auf Insulin.<\/strong> Dadurch gelangt <strong>Glukose<\/strong> schlechter aus dem Blut in die K\u00f6rperzellen und der Blutzuckerspiegel steigt leichter an. H\u00e4lt dieser Zustand \u00fcber l\u00e4ngere Zeit an, kann sich das<strong> Risiko f\u00fcr eine Insulinresistenz und <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-typ-2\/\" data-type=\"article\" data-id=\"12613\">Typ-2-Diabetes<\/a> erh\u00f6hen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Emotionales-Essen.jpg\" alt=\"Schlafmangel: Emotionales Essen nach Schlafmangel\" class=\"wp-image-19338\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Emotionales-Essen.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Emotionales-Essen-300x200.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Emotionales-Essen-768x512.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Emotionales-Essen-120x80.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Hakase_420\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-passiert-mit-dem-immunsystem-bei-schlafmangel\" class=\"wp-block-heading\"><strong>Was passiert mit dem Immunsystem bei Schlafmangel?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das <strong>Immunsystem<\/strong> nutzt den Schlaf nicht zur Ruhe, sondern f\u00fcr wichtige <strong>Aufbau- und Regenerationsprozesse<\/strong>. W\u00e4hrend der Nacht werden<strong> zahlreiche Immunzellen <\/strong>aktiviert und <strong>Botenstoffe ausgesch\u00fcttet,<\/strong> die die <strong>Abwehrreaktion koordinieren<\/strong>. Gleichzeitig bildet sich das<strong> immunologische Ged\u00e4chtnis<\/strong> weiter aus. Es hilft dem K\u00f6rper, bereits bekannte Krankheitserreger bei einem erneuten Kontakt schneller zu erkennen und gezielt zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders w\u00e4hrend des <strong>Tiefschlafs<\/strong> ver\u00e4ndert sich die Zusammensetzung <strong>verschiedener Hormone und Botenstoffe<\/strong>. Stresshormone wie Cortisol sinken, w\u00e4hrend bestimmte <strong>Zytokine<\/strong> <strong>ansteigen<\/strong>. Diese Bedingungen f\u00f6rdern die Kommunikation zwischen Immunzellen und unterst\u00fctzen die Bildung eines langfristigen immunologischen Ged\u00e4chtnisses. Ausreichender Schlaf spielt deshalb auch f\u00fcr die <strong>Wirkung von&nbsp; Impfungen<\/strong> eine wichtige Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fehlt Schlaf<\/strong>, <strong>ger\u00e4t<\/strong> dieses fein abgestimmte <strong>Zusammenspiel<\/strong> <strong>aus dem Gleichgewicht<\/strong>. Das <strong>Immunsystem reagiert weniger<\/strong> gezielt auf Krankheitserreger, gleichzeitig k\u00f6nnen<strong> entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Prozesse zunehmen<\/strong>. Kurzfristig steigt dadurch die <strong>Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Infektionen<\/strong>. Bei chronischem Schlafmangel kann zudem eine niedriggradige <strong>Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t <\/strong>bestehen bleiben, die mit verschiedenen langfristigen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie deutlich sich dieser Zusammenhang im Alltag auswirken kann, zeigt eine <strong>aktuelle norwegische Studie<\/strong>. Bereits ein <strong>Schlafdefizit von bis zu zwei Stunden <\/strong>pro Nacht war mit einem um<strong> 33 Prozent erh\u00f6hten Erk\u00e4ltungsrisiko <\/strong>verbunden. Bei einem gr\u00f6\u00dferen Schlafdefizit nahm das Risiko weiter zu. Auch <strong>Bronchitis<\/strong>, <strong>Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndungen<\/strong> und <strong>Magen-Darm-Infektionen<\/strong> traten h\u00e4ufiger auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlaf beeinflusst damit nicht nur die St\u00e4rke der Immunabwehr, sondern auch ihre Regulation. Eine erholsame Nacht hilft dem Immunsystem, <strong>Krankheitserreger gezielt zu bek\u00e4mpfen<\/strong> und <strong>Entz\u00fcndungsreaktionen in Balance<\/strong> zu halten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-kann-man-schlaf-nachholen\" class=\"wp-block-heading\">Kann man Schlaf nachholen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Menschen versuchen, eine kurze Nacht am Wochenende durch l\u00e4ngeres Ausschlafen auszugleichen. Tats\u00e4chlich kann der <strong>K\u00f6rper<\/strong> <strong>einen Teil des Schlafmangels kompensieren<\/strong>. Nach einigen N\u00e4chten mit zu wenig Schlaf verbessert zus\u00e4tzlicher Schlaf unter anderem M\u00fcdigkeit, Aufmerksamkeit und Reaktionsf\u00e4higkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings l\u00e4sst sich <strong>Schlaf nicht beliebig \u201eansparen\u201c<\/strong> oder vollst\u00e4ndig nachholen. <strong>Aktuelle Studien <\/strong>zeigen, dass <strong>Erholungsschlaf<\/strong> zwar die <strong>geistige Leistungsf\u00e4higkeit kurzfristig verbessert<\/strong>, die biologischen Folgen eines <strong>l\u00e4nger bestehenden Schlafmangels <\/strong>jedoch <strong>nur teilweise r\u00fcckg\u00e4ngig machen <\/strong>kann. <strong>Ver\u00e4nderungen <\/strong>des <strong>Stoffwechsels<\/strong>, der <strong>inneren Uhr <\/strong>sowie einzelner <strong>Regenerationsprozesse <\/strong>k\u00f6nnen trotz Ausschlafens bestehen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer unter der Woche dauerhaft zu wenig schl\u00e4ft, kann dies deshalb <strong>nicht allein durch l\u00e4ngeres Ausschlafen<\/strong> am Wochenende <strong>ausgleichen<\/strong>. Entscheidend ist ein m\u00f6glichst <strong>regelm\u00e4\u00dfiger Schlafrhythmus<\/strong>, damit Gehirn, Herz, Stoffwechsel und Immunsystem jede Nacht ausreichend Zeit f\u00fcr ihre Regeneration erhalten. <strong>Kurzfristige Folgen<\/strong> wie M\u00fcdigkeit oder Konzentrationsprobleme lassen sich h\u00e4ufig durch Erholungsschlaf verbessern. Ein <strong>dauerhaft verk\u00fcrzter Schlaf<\/strong> sollte jedoch m\u00f6glichst <strong>nicht zur Gewohnheit <\/strong>werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-hilfe-bei-schlafmangel-6-tipps\" class=\"wp-block-heading\">Hilfe bei Schlafmangel: 6 Tipps<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Ursachen f\u00fcr Schlafmangel lassen sich nicht von heute auf morgen beseitigen. Dennoch k\u00f6nnen bereits <strong>kleine Ver\u00e4nderungen der Schlafgewohnheiten die Schlafqualit\u00e4t verbessern <\/strong>und dem K\u00f6rper wieder mehr Zeit f\u00fcr seine <strong>n\u00e4chtlichen Regenerationsprozesse <\/strong>geben. Die folgenden Tipps sind gut untersucht und lassen sich meist einfach in den Alltag integrieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-1-einen-regelmassigen-schlafrhythmus-einhalten\" class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Einen regelm\u00e4\u00dfigen Schlafrhythmus einhalten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schlaf wird nicht nur durch M\u00fcdigkeit gesteuert, sondern auch durch die <strong>innere Uhr<\/strong>. Sie sitzt im Gehirn und synchronisiert zahlreiche <strong>K\u00f6rperfunktionen mit dem Tag-Nacht-Rhythmus<\/strong>. Dazu geh\u00f6ren unter anderem die Aussch\u00fcttung des Schlafhormons <strong>Melatonin<\/strong>, die <strong>K\u00f6rpertemperatur<\/strong>, die Freisetzung von <strong>Cortisol<\/strong> und verschiedene <strong>Stoffwechselprozesse<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unregelm\u00e4\u00dfige Schlafenszeiten k\u00f6nnen diese innere Uhr aus dem Takt bringen<\/strong>. Die Folge ist, dass der K\u00f6rper zu Zeiten wach sein soll, in denen er eigentlich auf Schlaf eingestellt ist \u2013 oder umgekehrt. Dadurch f\u00e4llt das <strong>Ein- und Durchschlafen h\u00e4ufig schwerer<\/strong> und <strong>die Schlafqualit\u00e4t nimmt ab<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein m\u00f6glichst<strong> regelm\u00e4\u00dfiger Schlaf-Wach-Rhythmus <\/strong>hilft, diese <strong>biologischen Abl\u00e4ufe zu stabilisieren<\/strong>. Deshalb empfiehlt es sich, m\u00f6glichst <strong>jeden Tag zur \u00e4hnlichen Zeit <\/strong>ins Bett zu gehen und aufzustehen. <strong>Auch am Wochenende<\/strong> sollten die Schlafzeiten m\u00f6glichst nicht um mehr als <strong>ein bis zwei Stunden<\/strong> von den Werktagen abweichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-2-tageslicht-nutzen-und-abends-licht-reduzieren\" class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Tageslicht nutzen und abends Licht reduzieren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Licht <\/strong>ist der <strong>wichtigste Taktgeber<\/strong> f\u00fcr die innere Uhr. <strong>Spezielle Nervenzellen <\/strong>in der Netzhaut registrieren die Helligkeit der Umgebung und leiten diese Information an das Gehirn weiter. Dort wird der <strong>Schlaf-Wach-Rhythmus<\/strong> mit dem nat\u00fcrlichen <strong>Tag-Nacht-Zyklus<\/strong> abgestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nat\u00fcrliches Tageslicht am Morgen signalisiert dem K\u00f6rper, dass der Tag beginnt. <\/strong>Dadurch wird die <strong>Aussch\u00fcttung<\/strong> des Schlafhormons <strong>Melatonin<\/strong> <strong>gehemmt<\/strong>, w\u00e4hrend die Wachheit zunimmt. Gleichzeitig wird die innere Uhr so eingestellt, dass Melatonin am Abend wieder <strong>zum richtigen Zeitpunkt<\/strong> freigesetzt wird und M\u00fcdigkeit entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Helles k\u00fcnstliches Licht am Abend<\/strong>, insbesondere der Blick auf Smartphone-, Tablet- oder Computerbildschirme, <strong>kann diesen Prozess verz\u00f6gern<\/strong>. Der K\u00f6rper erh\u00e4lt das Signal, dass es noch Tag ist. Die Melatonin-Aussch\u00fcttung setzt sp\u00e4ter ein, wodurch das Einschlafen schwerer fallen und sich der Schlaf-Wach-Rhythmus verschieben kann. Hilfreich ist daher, <strong>tags\u00fcber regelm\u00e4\u00dfig nach drau\u00dfen<\/strong> zu gehen und die <strong>Lichtintensit\u00e4t am Abend <\/strong>schrittweise zu <strong>reduzieren<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-3-auf-koffein-und-alkohol-am-abend-verzichten\" class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Auf Koffein und Alkohol am Abend verzichten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Koffein und Alkohol beeinflussen den Schlaf auf unterschiedliche Weise.<\/strong> Beide k\u00f6nnen die Schlafqualit\u00e4t verschlechtern, auch wenn die Auswirkungen nicht immer unmittelbar wahrgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Koffein<\/strong> <strong>blockiert<\/strong> im Gehirn die Wirkung des Botenstoffs <strong>Adenosin<\/strong>. Adenosin sammelt sich im Laufe des Tages an und erh\u00f6ht den sogenannten <strong>Schlafdruck <\/strong>\u2013 also das <strong>nat\u00fcrliche Bed\u00fcrfnis zu schlafen<\/strong>. Wird dieser <strong>Effekt<\/strong> durch Koffein <strong>gehemmt<\/strong>, f\u00e4llt das<strong> Einschlafen schwerer <\/strong>und der <strong>Tiefschlaf kann verk\u00fcrzt<\/strong> werden. Da Koffein je nach Person erst nach mehreren Stunden vollst\u00e4ndig abgebaut ist, kann bereits ein Kaffee am sp\u00e4ten Nachmittag den Schlaf in der Nacht beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Alkohol<\/strong> <strong>wirkt<\/strong> zun\u00e4chst <strong>beruhigend<\/strong> und erleichtert vielen Menschen das Einschlafen. Im weiteren Verlauf der Nacht <strong>st\u00f6rt er jedoch die nat\u00fcrliche Abfolge der Schlafphasen<\/strong>. Der Schlaf wird unruhiger, n\u00e4chtliches Erwachen tritt h\u00e4ufiger auf und besonders der <strong>REM-Schlaf kann beeintr\u00e4chtigt <\/strong>werden. Alkohol eignet sich daher nicht als Einschlafhilfe.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-4-die-schlafumgebung-bewusst-gestalten\" class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Die Schlafumgebung bewusst gestalten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein<strong> ruhiges, dunkles und eher k\u00fchles Schlafzimmer schafft g\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr erholsamen Schlaf<\/strong>. Licht, L\u00e4rm oder eine zu hohe Raumtemperatur k\u00f6nnen kurze <strong>Aufwachreaktionen ausl\u00f6sen<\/strong>, selbst wenn man sich an diese am n\u00e4chsten Morgen nicht erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend des Einschlafens <strong>sinkt die K\u00f6rpertemperatur<\/strong> nat\u00fcrlicherweise leicht ab. Ein zu warmer Raum kann diesen Prozess erschweren. Viele Menschen empfinden eine Temperatur zwischen <strong>16 und 19 Grad Celsiu<\/strong>s als angenehm. Auch gute <strong>Bel\u00fcftung<\/strong>, eine <strong>bequeme<\/strong> <strong>Matratze<\/strong> und ein <strong>passendes<\/strong> <strong>Kopfkissen<\/strong> k\u00f6nnen dazu beitragen, dass der Schlaf weniger h\u00e4ufig unterbrochen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-5-das-smartphone-vor-dem-schlafengehen-beiseitelegen\" class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Das Smartphone vor dem Schlafengehen beiseitelegen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Smartphones<\/strong> und andere <strong>digitale<\/strong> <strong>Ger\u00e4te<\/strong> k\u00f6nnen den Schlaf auf zwei Arten beeintr\u00e4chtigen. Zum einen enth\u00e4lt das <strong>Bildschirmlicht<\/strong> einen hohen Anteil an <strong>blauem<\/strong> <strong>Licht<\/strong>, das die Aussch\u00fcttung des Schlafhormons <strong>Melatonin<\/strong> verz\u00f6gern kann. Zum anderen h\u00e4lt der <strong>Inhalt<\/strong> das <strong>Gehirn<\/strong> <strong>aktiv<\/strong>. Nachrichten lesen, soziale Medien nutzen oder Videos ansehen erschweren vielen Menschen das Abschalten und <strong>verl\u00e4ngern<\/strong> <strong>die<\/strong> <strong>Einschlafzeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Idealerweise sollten Smartphones und Tablets etwa <strong>30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen<\/strong> nicht mehr genutzt werden. Wer das Handy als Wecker verwendet, legt es am besten <strong>au\u00dfer<\/strong> <strong>Reichweite<\/strong>, um n\u00e4chtliches Scrollen oder den Griff zum Smartphone direkt nach dem Aufwachen zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-6-abends-leichte-mahlzeiten-bevorzugen\" class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Abends leichte Mahlzeiten bevorzugen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die <strong>Verdauung<\/strong> <strong>folgt einem Tag-Nacht-Rhythmus<\/strong>. <strong>Schwere<\/strong> oder sehr <strong>fettreiche Mahlzeiten<\/strong> kurz vor dem Schlafengehen k\u00f6nnen den <strong>K\u00f6rper belasten<\/strong>, da Magen und Darm weiterhin intensiv arbeiten m\u00fcssen. Dadurch f\u00e4llt das Einschlafen manchen Menschen schwerer und die Schlafqualit\u00e4t kann beeintr\u00e4chtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf ein Abendessen muss jedoch <strong>nicht<\/strong> <strong>verzichtet<\/strong> werden. Empfehlenswert sind <strong>leicht verdauliche Mahlzeiten<\/strong> mit ausreichend <strong>Abstand<\/strong> <strong>zum<\/strong> <strong>Schlafengehen<\/strong>. Wer h\u00e4ufig unter <strong>Sodbrennen<\/strong> leidet, profitiert zus\u00e4tzlich davon, sp\u00e4te gro\u00dfe Mahlzeiten sowie Alkohol m\u00f6glichst zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"665\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlafgewohnheiten.jpg\" alt=\"gute Schlafgewohnheiten: Buch und eine Tasse Tee\" class=\"wp-image-19339\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlafgewohnheiten.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlafgewohnheiten-300x200.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlafgewohnheiten-768x511.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Schlafgewohnheiten-120x80.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: morrowlight\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-wann-sollte-schlafmangel-arztlich-abgeklart-werden\" class=\"wp-block-heading\">Wann sollte Schlafmangel \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt werden?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine <strong>einzelne<\/strong> <strong>kurze<\/strong> <strong>Nacht<\/strong> oder vor\u00fcbergehender Schlafmangel sind meist <strong>kein<\/strong> <strong>Grund<\/strong> <strong>zur<\/strong> <strong>Sorge<\/strong>. Halten Schlafprobleme jedoch \u00fcber <strong>mehrere<\/strong> <strong>Wochen<\/strong> an oder <strong>beeintr\u00e4chtigen<\/strong> sie den <strong>Alltag<\/strong> deutlich, sollte die Ursache \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine medizinische Abkl\u00e4rung ist insbesondere sinnvoll, wenn:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein- oder Durchschlafst\u00f6rungen<strong> l\u00e4nger als vier Wochen<\/strong> bestehen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>tags\u00fcber<\/strong> <strong>starke<\/strong> <strong>M\u00fcdigkeit<\/strong> oder ungewollter <strong>Sekundenschlaf<\/strong> auftreten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Konzentration<\/strong>, <strong>Leistungsf\u00e4higkeit<\/strong> oder <strong>Stimmung<\/strong> dauerhaft beeintr\u00e4chtigt sind.<\/li>\n\n\n\n<li>lautes <strong>Schnarchen<\/strong>, <strong>Atemaussetzer<\/strong> oder n\u00e4chtliches <strong>Luftschnappen<\/strong> beobachtet werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Schlafprobleme <strong>trotz<\/strong> <strong>guter<\/strong> <strong>Schlafgewohnheiten<\/strong> bestehen bleiben.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Begleiterkrankungen<\/strong> wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen vorliegen und sich gleichzeitig der <strong>Schlaf<\/strong> <strong>verschlechtert<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter<strong> anhaltendem Schlafmangel k\u00f6nnen verschiedene Ursachen stehen.<\/strong> Neben Stress oder ung\u00fcnstigen Schlafgewohnheiten kommen auch Schlafst\u00f6rungen wie eine <strong>Insomnie<\/strong> oder eine <strong>Schlafapnoe<\/strong> sowie k\u00f6rperliche oder psychische Erkrankungen infrage. Eine fr\u00fchzeitige Abkl\u00e4rung hilft, die Ursache zu erkennen und gezielt zu behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste <strong>Anlaufstelle<\/strong> ist in der Regel die <strong><a href=\"\/suche\/praktischer-arzt\">Haus\u00e4rztin oder der Hausarzt<\/a><\/strong>. Dort k\u00f6nnen m\u00f6gliche Ursachen eingegrenzt und bei Bedarf weitere Untersuchungen veranlasst werden. Je nach Verdacht erfolgt anschlie\u00dfend eine \u00dcberweisung beispielsweise an die <strong><a href=\"\/suche\/neurologe\">Neurologie<\/a><\/strong>, <strong><a href=\"\/suche\/hno-arzt\">Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde<\/a><\/strong> oder an ein <strong>schlafmedizinisches Zentrum beziehungsweise Schlaflabor.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"author":16,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2416,2448,2409,7,2408],"tags":[1560,3236,185,413,1561,1370,415,2861,1152,1371],"class_list":["post-19334","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-hals-nasen-ohrenheilkunde","category-innere-medizin","category-kardiologie","category-leben","category-neurologie","tag-erholung","tag-hals-nasen-u-ohrenkrankheiten","tag-innere-medizin","tag-psychologie","tag-regeneration","tag-rem","tag-schlaf","tag-schlafapnoe","tag-schlaflosigkeit","tag-schlafqualitat"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/19334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/19334\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19340,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/19334\/revisions\/19340"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19337"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19334"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}