{"id":1659,"date":"2026-07-09T16:04:55","date_gmt":"2026-07-09T14:04:55","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/gebaermutterhalskrebs\/"},"modified":"2026-07-09T16:10:28","modified_gmt":"2026-07-09T14:10:28","slug":"gebaermutterhalskrebs","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/gebaermutterhalskrebs\/","title":{"rendered":"Geb\u00e4rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) &#8211; Was ist das?"},"content":{"rendered":"<h2>Geb\u00e4rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) \u2013 Was ist das?<\/h2>\n<p><strong>Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/strong>, medizinisch <strong>Zervixkarzinom<\/strong> genannt, ist eine<strong> b\u00f6sartige Tumorerkrankung des Geb\u00e4rmutterhalses<\/strong> (Cervix uteri). Dieser bildet den unteren Teil der Geb\u00e4rmutter und verbindet die Geb\u00e4rmutter mit der Scheide.<\/p>\n<p>In den <strong>meisten F\u00e4llen<\/strong> entsteht <strong>Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/strong> durch eine l\u00e4nger bestehende Infektion mit bestimmten <strong>Humanen<\/strong> <strong>Papillomaviren (HPV)<\/strong>. Besonders sogenannte <strong>Hochrisiko-HPV-Typen<\/strong> k\u00f6nnen \u00fcber l\u00e4ngere Zeit <strong>Zellver\u00e4nderungen am Geb\u00e4rmutterhals<\/strong> verursachen. Aus diesen Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen sich \u00fcber mehrere Jahre Krebsvorstufen und schlie\u00dflich ein Tumor entwickeln.<\/p>\n<p>Die <strong>Entwicklung erfolgt h\u00e4ufig schrittweise<\/strong>. Zun\u00e4chst entstehen meist keine Beschwerden, sondern zun\u00e4chst Zellver\u00e4nderungen, die als zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN) oder Dysplasien bezeichnet werden. Diese Vorstufen k\u00f6nnen bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt und behandelt werden, bevor sich daraus Geb\u00e4rmutterhalskrebs entwickelt.<\/p>\n<p>Nicht jede HPV-Infektion f\u00fchrt zu Krebs. In den meisten F\u00e4llen beseitigt das Immunsystem die Viren wieder von selbst. Entscheidend f\u00fcr die Krebsentstehung ist vor allem eine l\u00e4nger bestehende Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19192\" aria-describedby=\"caption-attachment-19192\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19192\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-1024x576.jpg\" alt=\"Frauneh\u00e4nde mit Geb\u00e4rmutterkrebsschleife und einem Geb\u00e4rmuttermodell aus Papier\" width=\"700\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-300x169.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-768x432.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-1056x595.jpg 1056w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-700x395.jpg 700w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-381x215.jpg 381w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs-120x68.jpg 120w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Gebaermutterhalskrebs.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19192\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Pixel-Shot\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Wo entsteht Geb\u00e4rmutterhalskrebs?<\/h2>\n<p><strong>Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/strong> <strong>entsteht<\/strong> meist in der sogenannten <strong>Transformationszone des Geb\u00e4rmutterhalses.<\/strong> Dabei handelt es sich um einen \u00dcbergangsbereich, in dem zwei unterschiedliche Zelltypen der Schleimhaut aufeinandertreffen: das <strong>Plattenepithel<\/strong> der \u00e4u\u00dferen Oberfl\u00e4che des Geb\u00e4rmutterhalses und das <strong>Dr\u00fcsenepithel<\/strong> des Geb\u00e4rmutterhalskanals.<\/p>\n<p>Dieser Bereich ist besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Zellver\u00e4nderungen, die durch eine l\u00e4nger bestehende Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen entstehen k\u00f6nnen. <strong>Aus diesen Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen sich \u00fcber mehrere Jahre Krebsvorstufen und in weiterer Folge Geb\u00e4rmutterhalskrebs entwickeln.<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4rztinnen und \u00c4rzte unterscheiden vor allem zwei h\u00e4ufige Formen von Geb\u00e4rmutterhalskrebs:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Plattenepithelkarzinom:<\/strong> Diese Tumorform entsteht aus den Plattenepithelzellen der Oberfl\u00e4che des Geb\u00e4rmutterhalses. Sie ist mit etwa 70 bis 80 Prozent die h\u00e4ufigste Form des Zervixkarzinoms.<\/li>\n<li><strong>Adenokarzinom:<\/strong> Diese Tumorform entsteht aus Dr\u00fcsenzellen des Geb\u00e4rmutterhalskanals. Sie macht etwa 10 bis 20 Prozent der F\u00e4lle aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Seltener treten andere Tumorformen auf, beispielsweise gemischte Formen aus Plattenepithel- und Adenokarzinom oder neuroendokrine Tumoren.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufigkeit von Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/h2>\n<p>In \u00d6sterreich wurden im Jahr 2022 laut Statistik Austria 439 Frauen neu mit Geb\u00e4rmutterhalskrebs diagnostiziert. 129 Frauen starben an den Folgen der Erkrankung. Ende 2022 lebten 9.022 Frauen mit einer Diagnose Geb\u00e4rmutterhalskrebs. Am h\u00e4ufigsten wird die Erkrankung bei Frauen im Alter zwischen 35 und 64 Jahren festgestellt.<\/p>\n<h2>Welche Ursachen hat Geb\u00e4rmutterhalskrebs?<\/h2>\n<p>Die<strong> wichtigste Ursache f\u00fcr Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/strong> ist eine <strong>anhaltende Infektion mit bestimmten Humanen Papillomaviren.<\/strong> Nahezu alle F\u00e4lle von Geb\u00e4rmutterhalskrebs stehen mit einer Infektion mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen in Zusammenhang. Eine HPV-Infektion ist jedoch h\u00e4ufig und heilt in vielen F\u00e4llen von selbst aus. Erst wenn bestimmte Virustypen \u00fcber l\u00e4ngere Zeit im K\u00f6rper bleiben und Zellver\u00e4nderungen verursachen, kann sich daraus \u00fcber Jahre ein Tumor entwickeln.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen bestimmte Faktoren das Risiko erh\u00f6hen, dass sich aus einer HPV-Infektion Geb\u00e4rmutterhalskrebs entwickelt. <strong>Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/rauchstopp\/\">Rauchen<\/a><\/li>\n<li>ein fr\u00fcher Beginn sexueller Aktivit\u00e4t<\/li>\n<li>h\u00e4ufiger Wechsel von Sexualpartner:innen<\/li>\n<li>weitere sexuell \u00fcbertragbare Infektionen, zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hiv-aids\/\">HIV<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/chlamydien\/\">Chlamydien<\/a><\/li>\n<li>eine bereits bestehende HPV-Infektion<\/li>\n<li>ein stark geschw\u00e4chtes Immunsystem<\/li>\n<li>die Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdr\u00fccken (Immunsuppressiva)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht alle Zusammenh\u00e4nge zwischen diesen Risikofaktoren und der Entstehung von Geb\u00e4rmutterhalskrebs sind vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. <strong>Sicher ist jedoch: Fast alle F\u00e4lle von Geb\u00e4rmutterhalskrebs gehen auf eine Infektion mit HPV zur\u00fcck.<\/strong><\/p>\n<h2>Welche HPV-Typen gibt es?<\/h2>\n<p>Es gibt mehr als <strong>200 verschiedene Humane Papillomaviren (HPV).<\/strong> Sie werden je nach ihrem Risiko, Zellver\u00e4nderungen und Krebs zu verursachen, in <strong>Niedrigrisiko- und Hochrisiko-Typen<\/strong> eingeteilt.<\/p>\n<h3>Niedrigrisikotypen<\/h3>\n<p>Dazu z\u00e4hlen unter anderem die HPV-Typen 6, 11, 40, 42, 43 und 44. Diese Viren verursachen in der Regel keinen Krebs. HPV 6 und HPV 11 sind die h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6ser von <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/feigwarzen\/\">Genitalwarzen<\/a>.<\/p>\n<h3>Hochrisikotypen<\/h3>\n<p>Hochrisiko-Typen k\u00f6nnen die Entstehung von Krebs beg\u00fcnstigen. Sie stehen nicht nur mit Geb\u00e4rmutterhalskrebs, sondern auch mit Krebs der Scheide, der Vulva, des Anus, des Penis sowie mit bestimmten Krebsarten im Mund- und Rachenraum in Zusammenhang.<\/p>\n<p><strong>Zu den wichtigsten Hochrisiko-Typen<\/strong> z\u00e4hlen HPV 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59,\u00a066 und 68. Nicht alle HPV-Typen haben das gleiche Risiko, Krebs zu verursachen. F\u00fcr Geb\u00e4rmutterhalskrebs spielen insbesondere HPV 16 und HPV 18 eine entscheidende Rolle. Gemeinsam sind sie f\u00fcr mehr als 70 % aller F\u00e4lle verantwortlich. Deshalb bedeutet ein positiver HPV-Test nicht automatisch das gleiche Risiko. Entscheidend ist, mit welchem HPV-Typ eine Infektion vorliegt.<\/p>\n<h2>Wie steckt man sich mit HPV an?<\/h2>\n<p>Humane Papillomaviren (HPV) werden vor allem durch <strong>sexuelle Kontakte<\/strong> \u00fcbertragen. Dazu geh\u00f6ren neben <strong>Vaginalverkehr auch Anal- und Oralverkehr.<\/strong><\/p>\n<p>Die <strong>Viren<\/strong> <strong>k\u00f6nnen<\/strong> von <strong>Frauen und M\u00e4nnern \u00fcbertragen<\/strong> werden. Eine Ansteckung ist au\u00dferdem durch engen Haut- und Schleimhautkontakt im Intimbereich m\u00f6glich. In <strong>seltenen F\u00e4llen<\/strong> kann das Virus w\u00e4hrend der <strong>Geburt<\/strong> <strong>von der Mutter auf das Kind \u00fcbertragen werden<\/strong>. Im Unterschied zu anderen sexuell \u00fcbertragbaren Viren, wie HIV, ist f\u00fcr eine HPV-Infektion<strong> kein Austausch von K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten<\/strong> erforderlich. Bereits enger <strong>Hautkontakt<\/strong> kann f\u00fcr <strong>eine \u00dcbertragung ausreichen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>HPV<\/strong> wird \u00fcberwiegend durch <strong>sexuelle Kontakte \u00fcbertragen.<\/strong> HPV-Infektionen z\u00e4hlen zu den h\u00e4ufigsten sexuell \u00fcbertragenen Viruserkrankungen. <strong>Etwa vier von f\u00fcnf Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV<\/strong>. Die meisten Betroffenen bemerken die Infektion nicht, da sie in der Regel keine Beschwerden verursacht. Deshalb wissen viele Menschen nicht, dass sie das Virus weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine <strong>HPV-Infektion heilt h\u00e4ufig<\/strong> <strong>von selbst aus.<\/strong> In einigen F\u00e4llen bleibt das Virus jedoch im K\u00f6rper bestehen. <strong>Je nach HPV-Typ k\u00f6nnen dann Genitalwarzen oder bestimmte Krebsarten entstehen<\/strong>. Es ist au\u00dferdem m\u00f6glich, gleichzeitig mit mehreren HPV-Typen infiziert zu sein.<strong> Kondome senken das Risiko einer HPV-\u00dcbertragung,<\/strong> bieten jedoch keinen vollst\u00e4ndigen Schutz, da HPV auch \u00fcber Hautkontakt im Genitalbereich \u00fcbertragen werden kann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18823\" aria-describedby=\"caption-attachment-18823\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18823\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/HPV-Ansteckung.jpg\" alt=\"Paar unter Bettdecke, nur F\u00fc\u00dfe sichtbar\" width=\"700\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/HPV-Ansteckung.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/HPV-Ansteckung-300x169.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/HPV-Ansteckung-768x432.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/HPV-Ansteckung-381x215.jpg 381w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/HPV-Ansteckung-120x67.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18823\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Prostock-studio\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Wie kann man Geb\u00e4rmutterhalskrebs vorbeugen?<\/h2>\n<p>Eine <strong>Infektion<\/strong> mit einem <strong>Hochrisiko-HPV-Typ<\/strong>, beispielsweise <strong>HPV 16 oder HPV 18<\/strong>, f\u00fchrt nicht automatisch zu <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/vorsorge-gebaermutterhalskrebs\/\"><strong>Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/strong><\/a>. Meist entstehen zun\u00e4chst Zellver\u00e4nderunge<strong>n am Geb\u00e4rmutterhals<\/strong>. Diese Vorstufen werden als <strong>zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN)<\/strong> oder <strong>Dysplasien<\/strong> bezeichnet.<\/p>\n<p><strong>In den meisten F\u00e4llen beseitigt das Immunsystem die Viren erfolgreich<\/strong>. Bleibt die Infektion jedoch \u00fcber l\u00e4ngere Zeit bestehen, k\u00f6nnen sich die Zellver\u00e4nderungen weiterentwickeln. Unbehandelt k\u00f6nnen daraus Krebsvorstufen und schlie\u00dflich Geb\u00e4rmutterhalskrebs entstehen.<\/p>\n<p><strong>Bis Geb\u00e4rmutterhalskrebs entsteht, dauert es in der Regel mehrere Jahre<\/strong>. Genau diese lange Entwicklungszeit macht die <strong>Fr\u00fcherkennung so wichtig<\/strong>. Regelm\u00e4\u00dfige Vorsorgeuntersuchungen erm\u00f6glichen es, Zellver\u00e4nderungen fr\u00fchzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor Krebs entsteht.<\/p>\n<h3>PAP-Abstrich (Krebsabstrich)<\/h3>\n<p>Der <strong>PAP-Abstrich (Krebsabstrich)<\/strong> ist die wichtigste Untersuchung zur Fr\u00fcherkennung von Geb\u00e4rmutterhalskrebs. Dabei entnimmt die <a href=\"\/suche\/frauenarzt\">Frauen\u00e4rztin oder der Frauenarzt<\/a> mit einer kleinen B\u00fcrste Zellen von der Oberfl\u00e4che des Geb\u00e4rmutterhalses sowie aus dem Geb\u00e4rmutterhalskanal. Die Probe wird anschlie\u00dfend im Labor untersucht.<\/p>\n<p>Mit dem<strong> PAP-Abstrich<\/strong> lassen sich <strong>Zellver\u00e4nderungen und Krebsvorstufen fr\u00fchzeitig erkennen<\/strong>. M\u00f6gliche Vorstufen von Geb\u00e4rmutterhalskrebs k\u00f6nnen dadurch rechtzeitig behandelt werden. Der Test zeigt jedoch nicht, ob eine HPV-Infektion vorliegt oder welcher HPV-Typ nachgewiesen werden kann. Mehr zum PAP-Abstrich lesen Sie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/pap-abstrich-zur-frueherkennung-von-gebaermutterhalskrebs\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<h3>HPV-Test<\/h3>\n<p>Mit einem HPV-Test l\u00e4sst sich feststellen, ob <strong>HPV am Geb\u00e4rmutterhals nachweisbar sind<\/strong>. Dabei wird insbesondere nach sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen gesucht, die mit der Entstehung von Geb\u00e4rmutterhalskrebs in Zusammenhang stehen. B<strong>ei bestimmten Tests kann zus\u00e4tzlich festgestellt werden, um welchen HPV-Typ es sich handelt<\/strong>.<\/p>\n<p>Ob ein HPV-Test durchgef\u00fchrt wird, h\u00e4ngt unter anderem vom Alter, den Empfehlungen des jeweiligen Vorsorgeprogramms sowie von pers\u00f6nlichen Befunden ab. Die Probenentnahme erfolgt \u00e4hnlich wie beim PAP-Abstrich: Mit einer kleinen B\u00fcrste werden Zellen beziehungsweise Zellmaterial vom Geb\u00e4rmutterhals entnommen und anschlie\u00dfend im Labor untersucht. W\u00e4hrend der PAP-Abstrich Ver\u00e4nderungen der Zellen beurteilt, weist der HPV-Test eine Infektion mit Humanen Papillomaviren nach. Mehr dazu lesen Sie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hpv-test-ablauf-kosten-und-risiken-auf-einen-blick\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<h3>HPV-Impfung<\/h3>\n<p><strong>Die wirksamste Ma\u00dfnahme zur Vorbeugung von Geb\u00e4rmutterhalskrebs ist die HPV-Impfung.<\/strong> Der in \u00d6sterreich eingesetzte 9-fach-Impfstoff sch\u00fctzt vor mehreren HPV-Typen, darunter den Hochrisiko-Typen HPV 16 und HPV 18, die f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der F\u00e4lle von Geb\u00e4rmutterhalskrebs verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Die Impfung bietet den besten Schutz, wenn sie vor dem ersten Kontakt mit HPV erfolgt. Sie kann jedoch auch sp\u00e4ter sinnvoll sein, da sie vor HPV-Typen sch\u00fctzen kann, mit denen noch keine Infektion besteht. Mehr zu den Themen HPV-Impfung lesen Sie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hpv-impfung\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18801\" aria-describedby=\"caption-attachment-18801\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18801\" src=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Impfung-fuer-Jungen.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Impfung-fuer-Jungen.jpg 1000w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Impfung-fuer-Jungen-300x200.jpg 300w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Impfung-fuer-Jungen-768x512.jpg 768w, https:\/\/assets-ratgeber.docfinder.at\/uploads\/Impfung-fuer-Jungen-120x80.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18801\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Inside Creative House\/shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Welche Symptome treten bei Geb\u00e4rmutterhalskrebs auf?<\/h2>\n<p><strong>Geb\u00e4rmutterhalskrebs verursacht in den fr\u00fchen Stadien meist keine Beschwerden.<\/strong> Auch Krebsvorstufen entwickeln sich zumeist unbemerkt. Deshalb sind regelm\u00e4\u00dfige gyn\u00e4kologische Vorsorgeuntersuchungen wichtig \u2013 auch dann, wenn keine Symptome bestehen. Je fr\u00fcher Zellver\u00e4nderungen erkannt werden, desto einfacher lassen sie sich behandeln und desto besser sind die Heilungschancen.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6gliche Anzeichen von Geb\u00e4rmutterhalskrebs k\u00f6nnen sein:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>ungew\u00f6hnlicher oder unangenehm riechender vaginaler Ausfluss<\/li>\n<li>Blutungen w\u00e4hrend oder nach dem Geschlechtsverkehr<\/li>\n<li>Zwischenblutungen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, k\u00f6nnen unter anderem folgende Beschwerden auftreten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schmerzen im Becken- oder Kreuzbeinbereich<\/li>\n<li>Schmerzen beim Wasserlassen<\/li>\n<li>wiederkehrende Entz\u00fcndungen der Harnblase oder des Nierenbeckens<\/li>\n<li>weitere Beschwerden, abh\u00e4ngig vom Ausma\u00df der Erkrankung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die <strong>angef\u00fchrten Symptome<\/strong> k\u00f6nnen viele <strong>verschiedene Ursachen<\/strong> haben und bedeuten nicht automatisch, dass <strong>Geb\u00e4rmutterhalskrebs vorliegt<\/strong>. Umgekehrt treten bei Geb\u00e4rmutterhalskrebs nicht alle dieser Beschwerden auf. <strong>Bei anhaltenden, ungew\u00f6hnlichen oder unklaren Symptomen oder bei Verdacht auf Geb\u00e4rmutterhalskrebs sollte stets \u00e4rztlicher Rat eingeholt werden.<\/strong><\/p>\n<h2>Wie wird Geb\u00e4rmutterhalskrebs behandelt?<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Behandlung von Geb\u00e4rmutterhalskrebs stehen <strong>verschiedene Therapieverfahren<\/strong> zur Verf\u00fcgung. Welche Behandlung empfohlen wird, h\u00e4ngt vor allem vom Stadium der Erkrankung und der pers\u00f6nlichen Situation der Patientin ab.<\/p>\n<p><strong>Zu den wichtigsten Behandlungsm\u00f6glichkeiten geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Operation<\/li>\n<li>Strahlentherapie<\/li>\n<li>Chemotherapie<\/li>\n<li>kombinierte Strahlen- und Chemotherapie (Radiochemotherapie)<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Operative Behandlung<\/h3>\n<p>Im fr\u00fchen Stadium wird Geb\u00e4rmutterhalskrebs meist durch eine Operation behandelt. Je nach Ausbreitung des Tumors werden nur Teile des Geb\u00e4rmutterhalses oder die gesamte Geb\u00e4rmutter entfernt. In manchen F\u00e4llen werden zus\u00e4tzlich das angrenzende Beckenbindegewebe und die Lymphknoten entfernt. Der Umfang der Operation richtet sich danach, wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat.<\/p>\n<h3>Strahlen- und Chemotherapie<\/h3>\n<p>Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten oder liegen bestimmte Risikofaktoren vor, wird h\u00e4ufig eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie (Radiochemotherapie) empfohlen. In manchen F\u00e4llen kommen alle drei Behandlungsverfahren \u2013 Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie \u2013 zum Einsatz. Begleitend k\u00f6nnen Medikamente verabreicht werden, um Beschwerden und Nebenwirkungen der Behandlung zu lindern.<\/p>\n<h3>Behandlung bei fortgeschrittener Erkrankung<\/h3>\n<p>Wenn sich Geb\u00e4rmutterhalskrebs bereits weit ausgebreitet hat oder nicht mehr vollst\u00e4ndig geheilt werden kann, steht h\u00e4ufig die Kontrolle der Erkrankung im Vordergrund. Ziel der Behandlung ist es, das Tumorwachstum m\u00f6glichst lange zu verlangsamen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualit\u00e4t zu erhalten.<\/p>\n<p>Eine individuell angepasste Schmerztherapie sowie die Behandlung weiterer Beschwerden sind dabei wichtige Bestandteile der Betreuung.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[3199,2459,6],"tags":[947,275,2683,302,2682,2679,2684],"class_list":["post-1659","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-themenspecial-frauengesundheit","category-frauenheilkunde","category-sexualitaet","tag-frauen","tag-frauenarzt","tag-gebarmutterhalskarzinom","tag-hpv","tag-hpv-impfung","tag-pap-abstrich","tag-zervixkarzinom"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1659\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19198,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1659\/revisions\/19198"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}