{"id":1650,"date":"2019-01-21T15:19:10","date_gmt":"2019-01-21T15:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/bipolare-stoerung\/"},"modified":"2023-02-16T21:09:41","modified_gmt":"2023-02-16T20:09:41","slug":"bipolare-stoerung","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/bipolare-stoerung\/","title":{"rendered":"Bipolare St\u00f6rung &#8211; Symptome, Verlauf und Behandlungsm\u00f6glichkeiten"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist eine bipolare St\u00f6rung?<\/h2>\n<p>Bei der bipolaren St\u00f6rung, auch bipolare affektive St\u00f6rung oder manisch-depressive Erkrankung genannt, handelt es sich um eine psychische St\u00f6rung, die relativ h\u00e4ufig vorkommt und zu den sogenannten affektiven St\u00f6rungen z\u00e4hlt. Der Begriff affektive St\u00f6rung steht f\u00fcr eine Gruppe von psychischen St\u00f6rungen, die sich auf die Gef\u00fchle auswirken und bei welchen es zusammengefasst \u00fcber einen bestimmten Zeitraum zu Ver\u00e4nderungen und Abweichungen der Stimmung und des Antriebs kommt.<br \/>\nEine bipolare St\u00f6rung beeinflusst jedoch nicht nur die Stimmungslage und den Antrieb. Die Erkrankung hat auch Auswirkungen auf die Gef\u00fchle und das Denken Betroffener und beeinflusst die F\u00e4higkeit das Leben zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Charakteristisches Merkmal einer bipolaren St\u00f6rung ist das abwechselnde Vorkommen von depressiven und manischen Phasen (Manie). Ein Mensch mit einer Manie befindet sich in einem Zustand von sehr aufgehellter und gehobener beziehungsweise euphorischer Stimmung; im Vergleich zu jemandem ohne Manie handelt es sich hierbei jedoch nicht einfach nur um eine gesunde Laune, sondern um eine behandlungsbed\u00fcrftige St\u00f6rung &#8211; die gute Stimmung kann teils extreme Ausma\u00dfe annehmen, nicht selten geht die Manie mit Leichtsinn, Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, einer ver\u00e4nderten Gefahrenwahrnehmung und einer verminderten R\u00fccksichtnahme seitens des Betroffenen einher, was sich z. B. durch das Nichtbeachten von Verboten oder r\u00fccksichtsloses Verhalten bemerkbar machen kann.<\/p>\n<p>Menschen mit einer bipolaren St\u00f6rung leben mit teils extremen Emotionen und k\u00f6nnen von einem Extrem ins andere fallen. Dass man an einem Tag sehr gut gelaunt und am n\u00e4chsten eher traurig gestimmt ist, ist v\u00f6llig normal, immerhin hat jeder Mensch gute und schlechte Tage. Bei Betroffenen einer bipolaren St\u00f6rung sind die Ver\u00e4nderungen von Laune und Stimmung jedoch anders. Die Stimmungslage kann g\u00e4nzlich kippen, es kommt zu einem wiederkehrenden Auf und Ab von Gef\u00fchlen mit Antriebs- und Stimmungsschwankungen, was ein geregeltes &#8220;normales&#8221; Leben sehr schwierig machen kann. Der Verlauf der Erkrankung kann von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein. So k\u00f6nnen, je nach genauer Auspr\u00e4gung der Erkrankung, depressive Episoden direkt in eine manische Episode \u00fcbergehen, ebenso ist es m\u00f6glich, dass es zu einer l\u00e4ngeren symptomfreien Zeit zwischen depressiver und manischer Episode kommt.<\/p>\n<h2>Ursachen<\/h2>\n<p>Die genauen Ursachen der bipolaren St\u00f6rung sind bislang nicht g\u00e4nzlich verstanden. Angenommen wird, dass es aufgrund von verschiedenen Faktoren zu St\u00f6rungen im Gehirnstoffwechsel und zu einem Ungleichgewicht von verschiedenen wichtigen Botenstoffen im Gehirn (Neurotransmitter) kommt, wobei die Entstehung der Erkrankung letztlich von vielen weiteren \u00e4u\u00dferlichen Faktoren beeinflusst wird.<\/p>\n<p>Als urs\u00e4chliche und das Erkrankungsrisiko erh\u00f6hende Faktoren angesehen werden zusammengefasst genetische Faktoren (erh\u00f6htes Erkrankungsrisiko bei Vorliegen der Erkrankung bei einem Elternteil oder beiden Eltern), biologische Faktoren (Ver\u00e4nderungen im Neurotransmitterhaushalt), k\u00f6rperliche (z. B. Ver\u00e4nderungen des Schilddr\u00fcsensystems) und medikament\u00f6se Ursachen (z. B. kortisonhaltige Pr\u00e4parate). Ferner spielen psychosoziale Faktoren und die individuellen Lebensumst\u00e4nde eine wichtige Rolle. Es wird angenommen, dass belastende Ereignisse wie schwere k\u00f6rperliche Erkrankungen, der Tod eines geliebten Menschen, Vernachl\u00e4ssigung, k\u00f6rperliche Misshandlung, sexueller Missbrauch und andere belastende Lebensereignisse und -umst\u00e4nde sowie Stress am Entstehen der Erkrankung beteiligt sind. Alkohol und Drogen haben Auswirkungen auf die affektive Gem\u00fctslage und wirken sich ung\u00fcnstig auf den Krankheitsverlauf aus, ebenso wie andere lebensstilgebundene Faktoren wie zu wenig Schlaf, ein ungeregelter Tag-Nacht-Rhythmus, unzureichendes Stressmanagement und zu wenig Entspannung.<\/p>\n<h2>Formen, Krankheitszust\u00e4nde und Verlauf<\/h2>\n<p>Zu den Krankheitszust\u00e4nden einer bipolaren St\u00f6rung z\u00e4hlen die Depression, die Manie und Hypomanie (abgeschw\u00e4chte Form der Manie), welche durch verschiedene Symptome gekennzeichnet sind. Abh\u00e4ngig von der H\u00e4ufigkeit, der Dauer und der Intensivit\u00e4t der Phasen wird zwischen der Bipolar-I-St\u00f6rung und der Bipolar-II-St\u00f6rung unterschieden.<\/p>\n<h3>Bipolar-I-St\u00f6rung<\/h3>\n<p>Bei der Bipolar-I-St\u00f6rung kommt es zu depressiven und manischen Phasen, wobei letztgenannte zumeist stark ausgepr\u00e4gt sind und mindestens 14 Tage andauern.<\/p>\n<h3>Bipolar-II-St\u00f6rung<\/h3>\n<p>Bei einer Bipolar-II-St\u00f6rung kommt es ebenfalls zu depressiven Episoden und mindestens einer manischen Phase, allerdings sind die manischen Phasen zumeist schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gt. Bei einer sogenannten zyklothymen St\u00f6rung treten depressive und manische Phasen abwechselnd in abgeschw\u00e4chter Form auf und erf\u00fcllen nicht alle Kriterien einer Depression und Manie.<\/p>\n<h3>Mischzust\u00e4nde und Rapid Cycling<\/h3>\n<p>Weitere Zust\u00e4nde sind Mischzust\u00e4nde (Symptome der Depression und Manie treten unterschiedlich stark zeitgleich oder innerhalb k\u00fcrzester Zeit auf) und das sogenannte Rapid Cycling &#8211; hierbei handelt es sich um das rasche Aufeinanderfolgen von mehreren Episoden, welches durch das Auftreten von mindestens vier depressiven, hypomanischen, gemischten oder manischen Episoden innerhalb der letzten 12 Monate charakterisiert ist. Die Phasen k\u00f6nnen in beliebiger Reihenfolge und Kombination auftreten, ineinander flie\u00dfen oder durch eine zeitweise bestehende ausgeglichene Stimmung voneinander abgegrenzt sein. Bei Ultra Rapid Cycling oder Ultra-Ultra Rapid Cycling kann es binnen weniger Tage oder sogar Stunden zu starken Stimmungsschwankungen kommen.<\/p>\n<h2>Verlauf<\/h2>\n<p>Der Verlauf der Erkrankung ist individuell sehr verschieden. Die Dauer einer depressiven und manischen Episode kann zwischen einigen Tagen, Wochen und Monaten variieren, zwischen den Krankheitsepisoden kann es Monate oder Jahre mit stabiler Stimmungslage geben.<\/p>\n<p>Bipolare Erkrankungen beginnen h\u00e4ufig im jugendlichen und jungen Erwachsenenalter, \u00fcberwiegend rund um das 20. Lebensjahr*, wobei auch deutliche Abweichungen m\u00f6glich sind. Da es w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t h\u00e4ufig allgemein zu auff\u00e4lligen Verhaltensweisen und Krisensituationen kommt, die auf dem Weg zum Erwachsenwerden als normal gelten, k\u00f6nnen erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung leicht \u00fcbersehen werden.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche erste Hinweise auf die Erkrankung sind u. a. ein ver\u00e4ndertes Schlafverhalten und Schlafst\u00f6rungen (Auskommen mit wenigen Stunden Schlaf ohne Tagesm\u00fcdigkeit, Ein- und Durchschlafst\u00f6rungen) und Wechsel zwischen sozialem R\u00fcckzug und riskantem Verhalten.<\/p>\n<h2>Symptome<\/h2>\n<p>Die Grundstimmung eines Menschen, der bipolar ist pendelt in beide Richtungen. Phasen der Hochstimmung und Euphorie und Phasen der Niedergeschlagenheit wechseln einander ab, dazwischen kann es immer wieder zu Phasen mit ausgeglichener Stimmungslage kommen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der depressiven Phasen \u00e4hnelt das Krankheitsbild jenem der Depression. Zu den Haupt- und Zusatzsymptomen dieser z\u00e4hlen gedr\u00fcckte Stimmungslage, Antriebslosigkeit, Interessen- und Freudlosigkeit sowie Selbstzweifel, Schuldgef\u00fchle, vermindertes Selbstwertgef\u00fchl, Konzentrationsst\u00f6rungen, Gef\u00fchl der Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit, Suizidgedanken, Schlafst\u00f6rungen u. a. Ferner kann es zu verschiedenen k\u00f6rperlichen Symptomen kommen, darunter deutlich verminderter Appetit, Gewichtsver\u00e4nderungen, Lipidoverlust, Magen- und Darmbeschwerden u. a.<\/p>\n<h3>Zu den Anzeichen einer Manie z\u00e4hlen<\/h3>\n<ul>\n<li>gesteigerte Aktivit\u00e4t\/\u00dcberaktivit\u00e4t,<\/li>\n<li>Bewegungsdrang,<\/li>\n<li>Rastlosigkeit,<\/li>\n<li>vermindertes Schlafbed\u00fcrfnis,<\/li>\n<li>gesteigerte Libido,<\/li>\n<li>Beeintr\u00e4chtigungen der Aufmerksamkeit und Konzentration sowie<\/li>\n<li>leichte Ablenkbarkeit,<\/li>\n<li>Gedankenrasen und Ideenflucht,<\/li>\n<li>Rededrang,<\/li>\n<li>Verlust von sozialen Hemmungen,<\/li>\n<li>ver\u00e4nderte\/\u00fcberh\u00f6hte Selbsteinsch\u00e4tzung,<\/li>\n<li>r\u00fccksichtsloses Verhalten,<\/li>\n<li>Leichtsinnigkeit,<\/li>\n<li>Verlust des Realit\u00e4tsbezugs,<\/li>\n<li>Gr\u00f6\u00dfenwahn<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Hypomanie erf\u00fcllt nicht die Kriterien einer Manie und kann als abgeschw\u00e4chte Form dieser bezeichnet werden. W\u00e4hrend einer hypomanen Phase sind die F\u00e4higkeit das Leben zu bew\u00e4ltigen und Lebensf\u00fchrung nicht so beeintr\u00e4chtigt wie w\u00e4hrend einer manischen Episode, Anzeichen f\u00fcr eine Hypomanie k\u00f6nnen z. B. Unruhe, erh\u00f6hte Gespr\u00e4chigkeit und verantwortungsloses Verhalten sein.<\/p>\n<p>Die Auflistung der hier angef\u00fchrten Anzeichen und Symptome ist nicht als vollst\u00e4ndig anzusehen, zudem kann ein Symptom bei Auftreten harmlos oder Anzeichen f\u00fcr eine andere Erkrankung sein. Auch muss nicht jedes hier angef\u00fchrte Symptom w\u00e4hrend eines Krankheitszustands einer bipolaren St\u00f6rung auftreten. Es liegen genaue Kriterien vor, welche erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, um die Diagnose einer bipolaren St\u00f6rung stellen zu k\u00f6nnen (Vorliegen einer bestimmten Anzahl von Hauptmerkmalen \u00fcber einen bestimmten Zeitraum etc.). Im Zweifelsfall oder bei Verdacht auf eine Erkrankung sollte stets das \u00e4rztliche Gespr\u00e4ch gesucht werden.<\/p>\n<h2>Diagnose<\/h2>\n<p>Die Diagnose &#8220;bipolar&#8221; ist nicht einfach zu stellen, was mitunter darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass die Erkrankung mit anderen psychischen Erkrankungen verwechselt werden kann, es derzeit kaum Untersuchungsmethoden gibt, um die Erkrankung zu diagnostizieren und viele Menschen, darunter Betroffene und Angeh\u00f6rige, in Hinblick auf die St\u00f6rung unzureichend informiert sind. Angeh\u00f6rige potenzieller Patienten interpretieren das Verhalten w\u00e4hrend manischen Phasen anfangs oft als einfach \u00fcberaus gute Stimmung, w\u00e4hrend es Betroffenen h\u00e4ufig an Krankheitseinsicht fehlt &#8211; Phasen der Niedergeschlagenheit und eine \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum getr\u00fcbte Stimmungslage werden nicht selten als schlechte Laune abgetan und \u00dcberaktivit\u00e4t, eine gesteigerte Leistungsf\u00e4higkeit und andere Merkmale einer Manie werden nicht als Anzeichen einer Krankheit empfunden. Nicht selten vergehen vom Auftreten der ersten Symptome bis zum Stellen der korrekten Diagnose mehrere Jahre.<\/p>\n<p>Bei Verdacht auf eine bipolare St\u00f6rung oder andere psychische Erkrankungen sollte ein Facharzt f\u00fcr Psychiatrie herangezogen werden, welcher nach Vorliegen einer korrekten Diagnose eine entsprechende Behandlung einleiten und begleiten kann. Wichtigstes Instrument zur Diagnosestellung ist eine intensive Befragung des Betroffenen, ferner erfolgen zumeist auch Gespr\u00e4che mit Angeh\u00f6rigen. Angeh\u00f6rige zu befragen ist insofern sinnvoll, da Betroffene oftmals kaum Krankheitseinsicht zeigen und Beobachtungen durch Angeh\u00f6rige hilfreich f\u00fcr die Diagnosesicherung sein k\u00f6nnen. Sehr wichtig f\u00fcr die Diagnosefindung sind die Familienanamnese, eine genaue Schilderung der Lebensgeschichte, Lebensumst\u00e4nde und Probleme des Betroffenen sowie eine m\u00f6glichst detaillierte Beschreibung von Stimmungen und Gef\u00fchlen. F\u00fcr die Befragungen werden spezielle strukturierte Frageb\u00f6gen eingesetzt. M\u00f6gliche k\u00f6rperliche Ursachen als Ausl\u00f6ser der Symptome werden durch eine k\u00f6rperliche Untersuchung ausgeschlossen.<\/p>\n<h2>Behandlung<\/h2>\n<p>Die bipolare St\u00f6rung ist eine behandelbare Erkrankung. Wichtig sind eine m\u00f6glichst fr\u00fche Diagnose und entsprechende Therapie, um weiteren Krankheitsepisoden gegenzusteuern, den Leidensdruck des Betroffenen zu reduzieren, verschiedene psychische und soziale Probleme zu verhindern, die Arbeitsf\u00e4higkeit und F\u00e4higkeit zur Lebensf\u00fchrung zu erhalten und die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern. Zur Behandlung einer bipolaren St\u00f6rung stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verf\u00fcgung, darunter<\/p>\n<ul>\n<li>medikament\u00f6se Therapien,<\/li>\n<li>verschiedene Verfahren der Psychotherapie,<\/li>\n<li>Wachtherapie,<\/li>\n<li>Elektrokrampftherapie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Rahmen der medikament\u00f6sen Therapie kommen, abh\u00e4ngig von der Krankheitsepisode und dem Schweregrad der Erkrankung, u. a. sogenannte Stimmungsstabilisierer wie Lithium, Antiepileptika und atypische Neuroleptika sowie verschiedene Interventionsmedikamente (z. B. Antidepressiva, Sedativa) zum Einsatz.<\/p>\n<p>Die Therapie wird individuell erstellt und richtet sich nach der Form der St\u00f6rung, dem Verlauf und der Schwere der Erkrankung, m\u00f6glichen Begleiterkrankungen und anderen Faktoren.<\/p>\n<p>Unterschieden wird zwischen der Akutbehandlung, der Erhaltungstherapie und der R\u00fcckfallprophylaxe.<\/p>\n<h3>Akutbehandlung<\/h3>\n<p>Im Rahmen der Akutbehandlung werden Medikamente eingesetzt, um die aufgetretene depressive oder manische Episode zu behandeln, die jeweiligen Symptome zu bessern und den akuten Leidensdruck des Patienten zu verringern. Zur Stabilisierung und Normalisierung der Stimmung k\u00f6nnen unterst\u00fctzend noch andere Behandlungsverfahren zum Einsatz kommen.<\/p>\n<h3>Erhaltungstherapie<\/h3>\n<p>Ziel der Erhaltungstherapie ist es, die Stimmung und Situation des Betroffenen weiter zu stabilisieren. Die medikament\u00f6se Therapie wird entsprechend angepasst, ferner kann mit einer unterst\u00fctzenden Psychotherapie begonnen werden.<\/p>\n<h3>R\u00fcckfallprophylaxe<\/h3>\n<p>Die R\u00fcckfallprophylaxe zielt darauf ab die ausgeglichene Stimmung zu erhalten und weitere Krankheitsepisoden zu verhindern. Ferner ist es besonders wichtig, dass Patienten lernen mit ihrer Erkrankung umzugehen, Anzeichen einer beginnenden Krankheitsepisode zu erkennen und diesen gegenzusteuern (Psychoedukation).<br \/>\nDie Behandlung einer bipolaren St\u00f6rung erfolgt im Regelfall ein Leben lang. Das Ansprechen auf die Behandlung ist grunds\u00e4tzlich besser, je weniger Krankheitsphasen ein Patient bis zur Einleitung der Therapie durchgemacht hat, unbehandelt k\u00f6nnen manische und depressive Episoden immer schneller auftreten. Durch das Einleiten und konsequente Einhalten einer entsprechenden Therapie kann der Verlauf der Erkrankung deutlich gebessert werden.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2457,2444,2413],"tags":[1516,575,2693,2692,189,579],"class_list":["post-1650","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-krankheit","category-psychiatrie","category-psychologie","tag-bipolare-storung","tag-depression","tag-manisch-depressive-erkrankung","tag-manische-depression","tag-psychiatrie","tag-verhalten"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1650","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1650\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5484,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1650\/revisions\/5484"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1650"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1650"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1650"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}