{"id":16233,"date":"2025-02-17T16:07:12","date_gmt":"2025-02-17T15:07:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/?post_type=article&#038;p=16233"},"modified":"2025-02-18T08:42:36","modified_gmt":"2025-02-18T07:42:36","slug":"schmerzmittel-im-ueberblick-arten-anwendung-und-alternativen","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/schmerzmittel-im-ueberblick-arten-anwendung-und-alternativen\/","title":{"rendered":"Schmerzmittel im \u00dcberblick: Arten, Anwendung und Alternativen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-sind-schmerzmittel\"><strong>Was sind Schmerzmittel?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Schmerzmittel \u2013 auch Analgetika genannt \u2013 sind Medikamente, die eine schmerzstillende oder schmerzlindernde Wirkung haben.<\/strong> Sie werden zur Behandlung von <strong>akuten und chronischen Schmerzen<\/strong> eingesetzt. Schmerzmittel<strong> beeinflussen die Entstehung, Weiterleitung oder Verarbeitung von Schmerzsignalen. Dadurch kann der Schmerz aufgehoben, abgeschw\u00e4cht oder neu bewertet (modifiziert) werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-schmerzmittel-gibt-es-einteilung-der-schmerzmittel\"><strong>Welche Schmerzmittel gibt es? \u2013 Einteilung der Schmerzmittel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Schmerzmittel lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen<\/strong> \u2013 zum Beispiel nach ihrer <strong>chemischen Struktur, Wirkst\u00e4rke, ihrem Wirkort oder dem Rezeptor, an dem sie wirken<\/strong>. Sehr gebr\u00e4uchlich ist die grobe Einteilung in <strong>zwei Hauptgruppen<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nicht-opioide Analgetika<\/li>\n\n\n\n<li>Opioide Analgetika<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nicht-opioide-analgetika\"><strong>Nicht-opioide Analgetika<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Nicht-opioide Schmerzmittel<\/strong> wirken vor allem <strong><\/strong><strong>(an der Stelle, an der der Schmerz entsteht)<\/strong> und werden bei <strong>leichten bis m\u00e4\u00dfigen Schmerzen<\/strong> eingesetzt. Viele dieser Wirkstoffe haben neben der <strong>schmerzlindernden<\/strong> auch eine <strong>entz\u00fcndungshemmende<\/strong> und <strong>fiebersenkende<\/strong> Wirkung. Einige Medikamente dieser Gruppe sind <strong>rezeptfrei erh\u00e4ltlich<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den <strong>Nicht-opioiden Analgetika<\/strong> geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-saure-antiphlogistika-und-antipyretika\"><strong>Saure Antiphlogistika und Antipyretika:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Salicylate<\/strong> (z. B. <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/acetylsalicylsaeure-ass-anwendung-dosierung-und-risiken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Acetylsalicyls\u00e4ure<\/a> (ASS))<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Phenylessigs\u00e4urederivate<\/strong> (z. B. Diclofenac)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Phenylpropions\u00e4urederivate<\/strong> (z. B. <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/ibuprofen-wirkung-anwendung-und-nebenwirkungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ibuprofen<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Oxicame<\/strong> (z. B. Lornoxicam)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nicht-saure-antipyretische-analgetika\"><strong>Nicht-saure antipyretische Analgetika:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Aminophenol-Derivate<\/strong> (z. B. Paracetamol)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pyrazolone<\/strong> (z. B. Metamizol)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-selektive-cox-2-inhibitoren\"><strong>Selektive COX-2-Inhibitoren:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>z. B. <strong>Celecoxib<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-weitere-wirkstoffe\"><strong>Weitere Wirkstoffe:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ketamin<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ziconotid<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-opioide-analgetika\"><strong>Opioide Analgetika<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Opioide Schmerzmittel<\/strong> haben eine <strong>starke schmerzstillende Wirkung<\/strong>. Sie wirken, indem sie die Weiterleitung von Schmerzsignalen im R\u00fcckenmark und Gehirn unterdr\u00fccken. Aufgrund ihres hohen Abh\u00e4ngigkeitspotenzials und m\u00f6glicher Nebenwirkungen unterliegen Opioide strengen Verschreibungsrichtlinien und werden nur unter \u00e4rztlicher Aufsicht verabreicht. Eine Abh\u00e4ngigkeit im Falle einer Schmerztherapie kommt aber selten vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Opioide Schmerzmittel werden in <strong>schwache und starke Opioide<\/strong> unterteilt und sind <strong>immer rezeptpflichtig<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den <strong>Opioiden Analgetika<\/strong> geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-reine-agonisten\"><strong>Reine Agonisten:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>z. B. <strong>Codein, Fentanyl, Morphin, Tramadol<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gemischte-agonisten-antagonisten\"><strong>Gemischte Agonisten-Antagonisten:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>z. B. <strong>Nalbuphin<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-partialagonisten\"><strong>Partialagonisten:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>z. B. <strong>Buprenorphin<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-reine-antagonisten\"><strong>Reine Antagonisten:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>z. B. <strong>Naloxon, Naltrexon<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-cannabis-und-cannabinoide-in-der-schmerztherapie\"><strong>Cannabis und Cannabinoide in der Schmerztherapie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Von den <strong>Opioiden abzugrenzen<\/strong> sind <strong>Cannabis und Cannabinoide<\/strong>, die zunehmend in der <strong>Schmerztherapie<\/strong> eingesetzt werden. Die <strong>Wirkstoffe aus der Hanfpflanze<\/strong> haben sich insbesondere <strong>bei Tumorschmerzen und Nervenschmerzen<\/strong> bew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einteilung-schmerzmittel-nach-dem-who-stufenplan\"><strong>Einteilung Schmerzmittel nach dem WHO-Stufenplan<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Seit vielen Jahren gibt es den weltweit anerkannten Leitfaden der medikament\u00f6sen Schmerztherapie \u2013 das 3-Stufen-Schema der Weltgesundheitsorganisation WHO<\/strong>. Es sieht vor, die <strong>St\u00e4rke der Schmerzmittel<\/strong>, wenn n\u00f6tig, <strong>schrittweise zu erh\u00f6hen<\/strong> bzw. <strong>miteinander zu kombinieren<\/strong>. Zus\u00e4tzlich zu diesen Medikamenten k\u00f6nnen auch sogenannte Adjuvantien gegeben werden. Das sind Wirkstoffe wie Antidepressiva, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/neuroleptika\/\">Neuroleptika<\/a> oder Antikonvulsiva, die eine Schmerztherapie effektiv unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-stufe-1-nicht-opioidanalgetika\">Stufe 1: Nicht-Opioidanalgetika<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu Schmerzmitteln der Stufe 1 geh\u00f6ren Wirkstoffe aus der Gruppe der nicht-opioiden Analgetika. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Acetylsalicyls\u00e4ure (ASS), <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diclofenac-wirkung-anwendung-und-nebenwirkungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diclofenac<\/a>, Ibuprofen, Paracetamol, Metamizol oder Celecoxib.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-stufe-2-schwach-wirksame-opioidanalgetika\">Stufe 2: Schwach wirksame Opioidanalgetika<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn die nicht-opioiden Schmerzmittel zu keiner ausreichenden Schmerzlinderung f\u00fchren, k\u00f6nnen sie durch niederpotente Opioidanalgetika erg\u00e4nzt oder ersetzt werden. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise Tramadol oder Dihydrocodein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-stufe-3-stark-wirksame-opioidanalgetika\">Stufe 3: Stark wirksame Opioidanalgetika<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn weder mit den Wirkstoffen der Stufe 1 noch mit jenen der Stufe 2 eine ausreichende Schmerzlinderung zu erzielen ist, k\u00f6nnen hochpotente Opioidanalgetika eingesetzt werden. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise Buprenorphin, Fentanyl oder Morphin.<\/p>\n\n\n\n<p>Neueste Schmerztherapien ziehen als Orientierungshilfe bei der Behandlung von Schmerzpatienten ein \u201eMechanismen-orientiertes\u201c Modell heran. Das bedeutet, dass man weniger starr auf die St\u00e4rke und stattdessen st\u00e4rker auf die Art des Schmerzes achtet, wenn man Schmerzmittel einsetzt. Denn nicht jedes Schmerzmittel wirkt gleich gut bei jeder Art von Schmerz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-wirken-schmerzmittel\"><strong>Wie wirken Schmerzmittel?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Schmerzmittel lindern Schmerzen auf verschiedene Weise.<\/strong> Die genaue Wirkweise h\u00e4ngt von der <strong>Art des Schmerzmittels<\/strong> ab. Die wichtigsten Mechanismen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Hemmung von Entz\u00fcndungen:<\/strong> Viele Schmerzmittel, insbesondere <strong>nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)<\/strong> wie <strong>Ibuprofen oder Diclofenac<\/strong>, <strong>hemmen die Produktion von Entz\u00fcndungsstoffen<\/strong>. Dadurch wird die <strong>Entz\u00fcndung reduziert \u2013 und damit auch der Schmerz<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Blockierung von Schmerzsignalen:<\/strong> Einige Schmerzmittel <strong>verhindern die Weiterleitung von Schmerzsignalen<\/strong> im <strong>Nervensystem<\/strong>. Sie verhindern so, dass die Schmerzempfindung im Gehirn ankommt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Beeinflussung der Schmerzverarbeitung im Gehirn:<\/strong> <strong>Opioide Schmerzmittel<\/strong> wie <strong>Morphin<\/strong> wirken direkt im <strong>Gehirn<\/strong> und <strong>ver\u00e4ndern die Wahrnehmung von Schmerz<\/strong>. Sie setzen zudem <strong>k\u00f6rpereigene Endorphine frei<\/strong>, die eine <strong>schmerzlindernde Wirkung<\/strong> haben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-pale-cyan-blue-background-color has-background has-fixed-layout\"><thead><tr><th>Wirkstoff<\/th><th>Wirkung<\/th><th>Hinweise<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><br>Paracetamol<\/td><td><br>Fiebersenkend, schmerzlindernd<\/td><td><br>Bei \u00dcberdosierung Lebersch\u00e4den m\u00f6glich<\/td><\/tr><tr><td><br>Ibuprofen<\/td><td><br>Entz\u00fcndungshemmend, fiebersenkend, schmerzlindernd<\/td><td><br>Kann Magen-Darm-Beschwerden mit sich bringen<\/td><\/tr><tr><td><br>Acetylsalicyls\u00e4ure (ASS)<\/td><td><br>Entz\u00fcndungshemmend, fiebersenkend, schmerzlindernd, blutverd\u00fcnnend<\/td><td><br>Nicht bei Kindern unter 12 Jahren oder bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Blutgerinnungsst\u00f6rungen) anwenden<\/td><\/tr><tr><td><br>Diclofenac<\/td><td><br>Stark entz\u00fcndungshemmend und schmerzlindernd<\/td><td><br>Kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen<\/td><\/tr><tr><td><br>Naproxen<\/td><td><br>Entz\u00fcndungshemmend, fiebersenkend und schmerzlindernd<\/td><td><br>Nicht bei Magen-Darm-Beschwerden oder Herzschw\u00e4che anwenden<\/td><\/tr><tr><td><br>Metamizol<\/td><td><br>Stark schmerzlindernd und krampfl\u00f6send<\/td><td><br>Kann bei bestimmten Personen zu allergischen Reaktionen f\u00fchren<\/td><\/tr><tr><td><br>Tramadol<\/td><td><br>Stark schmerzlindernd, \u00e4hnlich wie Opioide, aber schw\u00e4cher<\/td><td><br><br>Kann abh\u00e4ngig machen und sollte nur unter \u00e4rztlicher Aufsicht eingenommen werden<\/td><\/tr><tr><td><br>Codein<\/td><td><br>Stark schmerzlindernd, geh\u00f6rt zu den Opioiden<\/td><td><br>Kann abh\u00e4ngig machen und sollte nur unter \u00e4rztlicher Aufsicht eingenommen werden<\/td><\/tr><tr><td><br>Morphin<\/td><td><br>Sehr stark schmerzlindernd, geh\u00f6rt zu den Opioiden<\/td><td><br>Nur zur Behandlung schwerer Schmerzen und unter \u00e4rztlicher Aufsicht<\/td><\/tr><tr><td><br>Fentanyl<\/td><td><br>Sehr stark schmerzlindernd, geh\u00f6rt zu den Opioiden<\/td><td><br>Nur zur Behandlung schwerer Schmerzen und unter \u00e4rztlicher Aufsicht<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-schmerzmittel-sind-rezeptfrei-erhaltlich\"><strong>Welche Schmerzmittel sind rezeptfrei erh\u00e4ltlich?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Einige <strong>Schmerzmittel<\/strong> sind <strong>ohne Rezept<\/strong> in Apotheken erh\u00e4ltlich. <strong>Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Acetylsalicyls\u00e4ure (ASS)<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Diclofenac<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Flufenamins\u00e4ure<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ibuprofen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ketoprofen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Naproxen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paracetamol<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-nebenwirkungen-konnen-schmerzmittel-haben\"><strong>Welche Nebenwirkungen k\u00f6nnen Schmerzmittel haben?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Schmerzmittel<\/strong> k\u00f6nnen \u2013 abh\u00e4ngig von <strong>Wirkstoff und Dosierung<\/strong> \u2013 verschiedene <strong>Nebenwirkungen<\/strong> verursachen. <strong>Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Magen-Darm-Trakt:<\/strong> \u00dcbelkeit, Erbrechen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hilfe-bei-durchfall\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Durchfall<\/a>, Verstopfung, Blutungen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nervensystem:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/schwindel-vertigo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schwindel<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/kopfschmerzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kopfschmerzen<\/a>, Schl\u00e4frigkeit, Unruhe<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nieren:<\/strong> Nierenfunktionsst\u00f6rungen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Leber:<\/strong> Lebersch\u00e4den<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Herz-Kreislauf-System:<\/strong> Blutdruckver\u00e4nderungen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/herzrhythmusstoerungen-formen-ursache-symptome-behandlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Herzrhythmusst\u00f6rungen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Allergische Reaktionen:<\/strong> Hautausschlag, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/juckreiz-pruritus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Juckreiz<\/a>, Atemnot<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Blutgerinnung:<\/strong> Erh\u00f6hte Blutungsneigung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-haufige-nebenwirkungen-bestimmter-schmerzmittel\"><strong>H\u00e4ufige Nebenwirkungen bestimmter Schmerzmittel:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Acetylsalicyls\u00e4ure (ASS):<\/strong> Kann durch ihre Wirkung auf die Blutgerinnung das <strong>Risiko f\u00fcr Blutungen erh\u00f6hen<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)<\/strong> wie <strong>Ibuprofen oder Diclofenac:<\/strong> K\u00f6nnen <strong>Entz\u00fcndungen, Geschw\u00fcre oder Blutungen<\/strong> im <strong>Magen-Darm-Trakt<\/strong> verursachen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paracetamol:<\/strong> Kann die <strong>Leberwerte beeinflussen<\/strong> und zu <strong>Blutbildver\u00e4nderungen<\/strong> f\u00fchren. Bei <strong>\u00dcberdosierung besteht das Risiko schwerer Lebersch\u00e4den<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Opioide Schmerzmittel:<\/strong> Wirken auf die <strong>Darmmuskulatur<\/strong> und verursachen h\u00e4ufig <strong>Verstopfung<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Bei <strong>l\u00e4ngerer Einnahme<\/strong> k\u00f6nnen sich <strong>Nebenwirkungen verst\u00e4rken<\/strong>. Zudem k\u00f6nnen <strong>Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten<\/strong> das Risiko f\u00fcr unerw\u00fcnschte Effekte erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-schmerzmittel-durfen-in-der-schwangerschaft-und-stillzeit-angewendet-werden\"><strong>Welche Schmerzmittel d\u00fcrfen in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;So viel wie n\u00f6tig, so wenig wie m\u00f6glich&#8221;<\/strong> \u2013 dieser Grundsatz gilt bei der Einnahme von Schmerzmitteln w\u00e4hrend <strong>Schwangerschaft und Stillzeit<\/strong>. Allerdings k\u00f6nnen <strong>unbehandelte Schmerzen<\/strong> ebenfalls ein <strong>Risiko f\u00fcr die Schwangerschaft<\/strong> darstellen. Besonders <strong>akute Schmerzen<\/strong> sollten <strong>\u00e4rztlich abgekl\u00e4rt und behandelt<\/strong> werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nicht-medikamentose-alternativen\"><strong>Nicht-medikament\u00f6se Alternativen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Bei typischen Beschwerden wie <strong>R\u00fccken- und Beckenschmerzen<\/strong> sollten nach M\u00f6glichkeit <strong>nicht-medikament\u00f6se Behandlungen<\/strong> bevorzugt werden, z. B.:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Akupunktur<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Physiotherapie<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Entspannungstechniken<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Massagen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-schmerzmittel-sind-in-der-schwangerschaft-erlaubt\"><strong>Welche Schmerzmittel sind in der Schwangerschaft erlaubt?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Falls eine medikament\u00f6se Behandlung notwendig ist, sollten nur <strong>gut untersuchte Wirkstoffe<\/strong> verwendet werden, deren Auswirkungen auf <strong>Embryo und F\u00f6tus<\/strong> ausreichend dokumentiert sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fur-leichte-schmerzen\"><strong>F\u00fcr leichte Schmerzen:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Paracetamol:<\/strong> Kann <strong>w\u00e4hrend der gesamten Schwangerschaft<\/strong> angewendet werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ibuprofen:<\/strong> Kann im <strong>1. und 2. Schwangerschaftsdrittel<\/strong> angewendet werden, <strong>im letzten Drittel jedoch nicht mehr<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fur-mittelstarke-bis-starke-schmerzen\"><strong>F\u00fcr mittelstarke bis starke Schmerzen:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Paracetamol + Codein:<\/strong> Nur bei klarer \u00e4rztlicher Indikation.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Tramadol oder Buprenorphin, ggf. kombiniert mit NSAR<\/strong> (z. B. <strong>Ibuprofen, Diclofenac<\/strong>): <strong>Bis zur 28. Schwangerschaftswoche (SSW) anwendbar.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fur-starkste-schmerzen\"><strong>F\u00fcr st\u00e4rkste Schmerzen:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Morphin:<\/strong> Nur unter <strong>strenger \u00e4rztlicher Abw\u00e4gung<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Buprenorphin:<\/strong> Ebenfalls nur unter <strong>strenger \u00e4rztlicher Indikationsstellung<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fur-neuropathische-schmerzen\"><strong>F\u00fcr neuropathische Schmerzen:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Statt <strong>Antikonvulsiva<\/strong> sollten bevorzugt <strong>trizyklische <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/alles-wissenswerte-ueber-antidepressiva\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Antidepressiva<\/a><\/strong> oder <strong>selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)<\/strong> eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-schmerzmittel-werden-bei-kindern-angewendet\"><strong>Welche Schmerzmittel werden bei Kindern angewendet?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Kinder empfinden Schmerzen genauso wie Erwachsene<\/strong> und ben\u00f6tigen bei Beschwerden eine <strong>angemessene Schmerztherapie<\/strong>. Allerdings sind <strong>nicht alle Schmerzmittel f\u00fcr Erwachsene auch f\u00fcr Kinder geeignet<\/strong>. Zudem muss die <strong>Dosierung genau an Alter und K\u00f6rpergewicht<\/strong> angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Fragen Sie zur richtigen Dosierung <strong>Ihren Arzt, Ihre \u00c4rztin oder eine Apotheke<\/strong>. <strong>Expert:innen empfehlen folgende Schmerzmedikamente f\u00fcr Kinder:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-pale-cyan-blue-background-color has-background has-fixed-layout\"><thead><tr><th><\/th><th>Akuter Schmerz<\/th><th>Chronischer Schmerz<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Stufe 1<\/strong><\/td><td><br>NSAR wie Ibuprofen<br>Coxibe wie Celecoxib<br>Metamizol<br>Paracetamol<\/td><td><br>NSAR wie Ibuprofen<br>Coxibe wie Celecoxib<br>Metamizol<br>Paracetamol<\/td><\/tr><tr><td><strong>Stufe 2<\/strong><\/td><td><br>Tramadol<br>Nubain<br>(plus Adjuvanzien)<\/td><td><br>Tramadol<br>(plus Adjuvanzien)<\/td><\/tr><tr><td><strong>Stufe 3<\/strong><\/td><td><br>Morphin<br>Hydromorphon<br>Piritramid<br>(plus Adjuvanzien)<\/td><td><br>Morphin<br>Hydromorphon<br>Buprenorphin TTS<br>(plus Adjuvanzien)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Wichtig ist auch nicht-medikament\u00f6se Ma\u00dfnahmen wie etwa physikalische Therapie, Akupunktur, Entspannungstechniken oder Musiktherapie miteinzubeziehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welches-schmerzmittel-ist-wann-geeignet\"><strong>Welches Schmerzmittel ist wann geeignet?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Unterschiedliche <strong>Schmerzarten<\/strong> erfordern oft auch <strong>unterschiedliche Medikamente<\/strong>. Hier sind die wichtigsten Empfehlungen f\u00fcr <strong>Kopfschmerzen, R\u00fcckenschmerzen und Zahnschmerzen<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kopfschmerzen\"><strong>Kopfschmerzen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bei den h\u00e4ufigsten Kopfschmerzarten, <strong>Migr\u00e4ne und Spannungskopfschmerz<\/strong>, werden folgende Wirkstoffe empfohlen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Acetylsalicyls\u00e4ure (ASS)<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paracetamol<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ibuprofen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kombinationspr\u00e4parate<\/strong> aus <strong>Acetylsalicyls\u00e4ure, Paracetamol und Coffein<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese sind oft gut wirksam. Reicht die <strong>Schmerzlinderung bei Migr\u00e4ne<\/strong> nicht aus, k\u00f6nnen <strong>Triptane<\/strong> (spezielle Migr\u00e4nemedikamente) eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Zur Behandlung von <strong>Spannungskopfschmerzen<\/strong> kann zus\u00e4tzlich <strong>Pfefferminz\u00f6l<\/strong> auf die <strong>Schl\u00e4fen<\/strong> aufgetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ruckenschmerzen\"><strong>R\u00fcckenschmerzen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Behandlung von <strong>R\u00fcckenschmerzen<\/strong> <strong>sollte mehrere Ans\u00e4tze kombinieren<\/strong>. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bewegungstherapie und Mobilisation<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>W\u00e4rmeanwendungen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Physikalische Therapieformen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Schmerzmittel<\/strong> werden meist nur <strong>vor\u00fcbergehend<\/strong> eingesetzt. Empfohlen werden hier <strong>nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)<\/strong> wie:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ibuprofen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Naproxen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Diclofenac<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zahnschmerzen\"><strong>Zahnschmerzen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch <strong>Zahnschmerzen<\/strong> sollten <strong>nur vor\u00fcbergehend<\/strong> mit Schmerzmitteln behandelt werden. Ein Zahnarztbesuch ist <strong>so bald wie m\u00f6glich<\/strong> erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Geeignete Schmerzmittel sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ibuprofen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Acetylsalicyls\u00e4ure (ASS)<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Diclofenac<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paracetamol<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Etoricoxib<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Metamizol<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-pflanzlichen-schmerzmittel-gibt-es\"><strong>Welche pflanzlichen Schmerzmittel gibt es?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch <strong>pflanzliche Schmerzmittel<\/strong> k\u00f6nnen bei verschiedenen Beschwerden wirksam sein. <strong>Zu den wichtigsten geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Arnika:<\/strong> Wirkt <strong>schmerzlindernd und entz\u00fcndungshemmend<\/strong>. Hilft bei <strong>Prellungen, Verstauchungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Beinwell:<\/strong> F\u00f6rdert die <strong>Wundheilung<\/strong> und lindert Schmerzen bei <strong>Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Campher:<\/strong> Erh\u00f6ht bei \u00e4u\u00dferlicher Anwendung die <strong>Durchblutung der Haut<\/strong> und hilft bei <strong>rheumatischen Muskelbeschwerden<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fichtennadel-\u00d6l:<\/strong> F\u00f6rdert die <strong>Hautdurchblutung<\/strong> und kann gegen <strong>Muskel- und Nervenschmerzen<\/strong> eingesetzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Heublumen-Kompressen:<\/strong> <strong>F\u00f6rdern die Durchblutung<\/strong> und wirken <strong>schmerzlindernd<\/strong> bei <strong>rheumatischen Erkrankungen und Arthrose<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kiefernadel-\u00d6l:<\/strong> F\u00f6rdert die <strong>Durchblutung<\/strong> und kann bei <strong>rheumatischen Beschwerden oder Nervenschmerzen<\/strong> helfen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Chili- und Cayenne-Pfeffer-Extrakt:<\/strong> Der Inhaltsstoff <strong>Capsaicin<\/strong> hilft besonders bei <strong>Nervenschmerzen<\/strong> (z. B. <strong>diabetische Neuropathie, Post-Zoster-Neuralgie, Hexenschuss oder Tennisellenbogen<\/strong>).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pfefferminz-\u00d6l:<\/strong> Wirkt bei \u00e4u\u00dferlicher Anwendung gegen <strong>Spannungskopfschmerzen<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Senfsamen (wei\u00dfer Senf):<\/strong> <strong>Schmerzlindernd und entz\u00fcndungshemmend<\/strong>. Breiumschl\u00e4ge helfen bei <strong>Weichteilrheumatismus und Arthrose<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Teufelskrallenwurzel:<\/strong> <strong>Schmerzlindernde Wirkung<\/strong> bei <strong>R\u00fcckenschmerzen durch Arthrose, Bandscheibenproblemen, entz\u00fcndlich-rheumatischen Erkrankungen, Kopfschmerzen und Neuralgien<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-wendet-man-schmerzmittel-sicher-an\"><strong>Wie wendet man Schmerzmittel sicher an?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>sichere Anwendung von Schmerzmitteln<\/strong> ist wichtig, um <strong>Schmerzlinderung zu erzielen<\/strong> und gleichzeitig <strong>Nebenwirkungen zu minimieren<\/strong>. Beachten Sie folgende Punkte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Lesen Sie die Packungsbeilage sorgf\u00e4ltig<\/strong>, um sich \u00fcber die <strong>Wirkungen und m\u00f6glichen Nebenwirkungen<\/strong> zu informieren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Halten Sie sich an die empfohlene Dosierung<\/strong>, auch wenn die Schmerzen nicht sofort nachlassen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nehmen Sie Schmerzmittel nicht l\u00e4nger als empfohlen<\/strong> \u2013 in der Regel <strong>nur f\u00fcr wenige Tage<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kombinieren Sie Schmerzmittel nicht ohne \u00e4rztlichen Rat<\/strong>, um <strong>unerw\u00fcnschte Wechselwirkungen zu vermeiden<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre \u00c4rztin \u00fcber alle Medikamente, die Sie einnehmen<\/strong> \u2013 auch \u00fcber <strong>pflanzliche und rezeptfreie Mittel<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wann-sollte-man-auf-schmerzmittel-verzichten\"><strong>Wann sollte man auf Schmerzmittel verzichten?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt Situationen, in denen es <strong>ratsam ist, auf Schmerzmittel zu verzichten oder sie nur mit Vorsicht anzuwenden<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Leichte Schmerzen:<\/strong> Probieren Sie zun\u00e4chst <strong>nicht-medikament\u00f6se Ma\u00dfnahmen<\/strong> wie <strong>W\u00e4rme, K\u00e4lte, Ruhe oder Bewegung<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Unklare Ursache:<\/strong> Lassen Sie <strong>zun\u00e4chst \u00e4rztlich abkl\u00e4ren<\/strong>, was die <strong>Schmerzursache<\/strong> ist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schwangerschaft und Stillzeit:<\/strong> Manche Schmerzmittel k\u00f6nnen dem Kind schaden. <strong>Fragen Sie daher unbedingt Ihren Arzt oder Ihre \u00c4rztin.<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kinder:<\/strong> Nicht alle Schmerzmittel sind f\u00fcr Kinder geeignet. <strong>Lassen Sie sich von einem Kinderarzt oder einer Kinder\u00e4rztin beraten<\/strong>, da Kinder auch eine <strong>angepasste Dosierung<\/strong> ben\u00f6tigen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Magen-Darm-Probleme:<\/strong> Manche Schmerzmittel k\u00f6nnen <strong>Magen-Darm-Erkrankungen verschlimmern<\/strong> \u2013 seien Sie daher vorsichtig.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nieren- oder Lebererkrankungen:<\/strong> Bei eingeschr\u00e4nkter <strong>Nieren- oder Leberfunktion<\/strong> k\u00f6nnen Schmerzmittel <strong>anders wirken<\/strong> und <strong>Nebenwirkungen verst\u00e4rken<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente:<\/strong> <strong>Schmerzmittel k\u00f6nnen mit anderen Medikamenten interagieren<\/strong> und unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen verursachen. <strong>Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre \u00c4rztin \u00fcber alle Medikamente, die Sie einnehmen.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gibt-es-alternativen-zu-schmerzmitteln-in-der-schmerztherapie\"><strong>Gibt es Alternativen zu Schmerzmitteln in der Schmerztherapie?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die <strong>Schmerztherapie<\/strong> umfasst weit mehr als nur Medikamente. <strong>Alternative Methoden<\/strong> k\u00f6nnen sowohl bei <strong>akuten als auch chronischen Schmerzen<\/strong> eine wertvolle Erg\u00e4nzung oder sogar eine <strong>Alternative zu Schmerzmitteln<\/strong> sein. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Physikalische Therapien:<\/strong> W\u00e4rme- und K\u00e4lteanwendungen, Massagen, Elektrotherapie, Ultraschall, Bewegungstherapie<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Manuelle Therapien:<\/strong> Osteopathie<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Naturheilverfahren:<\/strong> Akupunktur, Hom\u00f6opathie, Phytotherapie, Aromatherapie<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Entspannungsverfahren:<\/strong> Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Meditation, Yoga, Tai Chi<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Psychologische Therapien:<\/strong> Verhaltenstherapie, Schmerzpsychologie<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Interventionelle Schmerztherapie:<\/strong> Nervenblockaden, Epiduralinjektionen, Schmerzpumpen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-schmerzmittel-und-sucht\"><strong>Schmerzmittel und Sucht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Eine Schmerzmittel-Abh\u00e4ngigkeit ist eine ernstzunehmende Suchterkrankung.<\/strong> Betroffene entwickeln eine <strong>psychische und\/oder k\u00f6rperliche Abh\u00e4ngigkeit<\/strong> und verlieren die <strong>Kontrolle \u00fcber die Einnahme des Medikaments<\/strong>. Besonders h\u00e4ufig tritt diese Erkrankung bei <strong>Opioiden<\/strong> auf.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-typische-symptome-einer-schmerzmittel-abhangigkeit\"><strong>Typische Symptome einer Schmerzmittel-Abh\u00e4ngigkeit:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Starkes Verlangen<\/strong>, das Medikament einzunehmen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Toleranzentwicklung<\/strong>: Es wird eine immer h\u00f6here Dosis ben\u00f6tigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kontrollverlust<\/strong> \u00fcber <strong>Einnahmedauer und -h\u00e4ufigkeit<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Entzugserscheinungen oder Nebenwirkungen<\/strong>, wenn die Dosis reduziert wird<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Vernachl\u00e4ssigung anderer Lebensbereiche<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fortgesetzte Einnahme trotz negativer <\/strong><strong>Begleiterscheinungen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"author":17,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2440],"tags":[532,561,207,1946,2025],"class_list":["post-16233","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-schmerzmedizin","tag-apotheke","tag-chronische-schmerzen","tag-medikamente","tag-schmerzmedizin","tag-schmerzmittel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/16233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/16233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16248,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/16233\/revisions\/16248"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}