{"id":15386,"date":"2024-07-26T10:56:46","date_gmt":"2024-07-26T08:56:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/?post_type=article&#038;p=15386"},"modified":"2025-03-04T10:16:21","modified_gmt":"2025-03-04T09:16:21","slug":"gendermedizin-geschlechtssensible-medizin","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/gendermedizin-geschlechtssensible-medizin\/","title":{"rendered":"Gendermedizin \u2013 geschlechtssensible Medizin"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-gendermedizin\">Was ist Gendermedizin?<\/h2>\n\n\n\n<p>Gendermedizin ist eine Forschungsrichtung, die in den sp\u00e4ten 1980er Jahren in den USA unter dem Begriff \u201eFrauengesundheitsforschung\u201c entstand und mit der Jahrtausendwende nach Europa kam. Dabei wird erforscht, wie sich biologische Unterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern auf die Gesundheit auswirken und welchen Einfluss der Genderfaktor \u2013 also die je nach Geschlecht unterschiedliche Pr\u00e4gung durch Erziehung und Gesellschaft \u2013 auf die Entstehung von Krankheiten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute wird vielfach auch der Begriff geschlechtssensible Medizin verwendet, denn erforscht werden nicht nur die Genderfaktoren, sondern auch die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Beide Geschlechter sollen von diesen Erkenntnissen profitieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-aufgabengebiete-hat-gendermedizin\">Welche Aufgabengebiete hat Gendermedizin?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Gendermedizin erforscht geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen in Bezug auf Gesundheit und Krankheit.<strong> Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Untersuchung von Krankheitsbildern und -verl\u00e4ufen<\/strong>: Erforschung, wie sich bestimmte Krankheiten bei M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich manifestieren und entwickeln.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Analyse von Risikofaktoren<\/strong>: Identifizierung und Vergleich von geschlechtsspezifischen Risikofaktoren f\u00fcr verschiedene Krankheiten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Entwicklung geschlechtsspezifischer diagnostischer Verfahren und Methoden<\/strong>: Optimierung der Diagnosem\u00f6glichkeiten, um Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Therapieentwicklung und -optimierung<\/strong>: Anpassung und Entwicklung von Behandlungsmethoden, die den geschlechtsspezifischen Unterschieden gerecht werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pr\u00e4ventionsstrategien<\/strong>: Erarbeitung von Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen, die speziell auf die Bed\u00fcrfnisse von M\u00e4nnern und Frauen zugeschnitten sind.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Ziel der Gendermedizin ist es, die Gesundheit von Frauen und M\u00e4nnern zu verbessern und Ungleichheiten im Gesundheitswesen abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-beispiele-fur-geschlechtsspezifische-unterschiede-in-der-medizin\">Beispiele f\u00fcr geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-herz-kreislauf-erkrankungen\"><strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei beiden Geschlechtern die h\u00e4ufigste Todesursache, zeigen jedoch unterschiedliche Symptome und Verl\u00e4ufe. Ein typisches Symptom f\u00fcr einen <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/herzinfarkt\/\">Herzinfarkt <\/a>ist ein stechender Brustschmerz, der bis in die Arme ausstrahlen kann. Bei Frauen k\u00f6nnen die Schmerzen bei einem <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/herzinfarkt-bei-frauen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Herzinfarkt <\/a>jedoch viel leichter sein und unspezifische Symptome wie Engegef\u00fchl in der Brust oder Schmerzen im Oberbauch zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-krebserkrankungen\"><strong>Krebserkrankungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>M\u00e4nner erkranken h\u00e4ufiger an Krebs und haben eine h\u00f6here Sterblichkeitsrate als Frauen. Es gibt auch Unterschiede in den Krebsarten, die M\u00e4nner und Frauen betreffen. Die Gendermedizin untersucht diese Unterschiede und entwickelt geschlechtsspezifische diagnostische und therapeutische Verfahren, um die Behandlungsresultate zu optimieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-psychische-gesundheit\"><strong>Psychische Gesundheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Frauen sind h\u00e4ufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als M\u00e4nner, und die Symptome sowie die Wirksamkeit der Behandlungen k\u00f6nnen unterschiedlich sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-warum-ist-gendermedizin-wichtig\">Warum ist Gendermedizin wichtig?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse der Gendermedizinforschung tragen dazu bei, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Krankheit und Gesundheit zu ber\u00fccksichtigen. Dies f\u00fchrt zu einer besseren Diagnostik, effektiveren Behandlungen und insgesamt zu einer besseren Gesundheitsversorgung von Frauen und M\u00e4nnern. Zudem k\u00f6nnen dadurch Patient:innen bef\u00e4higt werden, ihre eigene Gesundheit besser zu verstehen und zu managen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-gender-health-gap\">Was ist Gender Health Gap?<\/h2>\n\n\n\n<p>Lange Zeit war die medizinische Forschung und Lehre vor allem auf m\u00e4nnliche Patienten ausgerichtet, und es gab keine geschlechtsspezifische Forschung, Diagnostik oder Therapie. Dies f\u00fchrte zu Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung von Frauen und M\u00e4nnern, die bis heute bestehen. Die Unterschiede im Gesundheitszustand und der gesundheitlichen Versorgung zwischen M\u00e4nnern und Frauen werden als Gender Health Gap bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-auswirkungen-hat-der-gender-health-gap\">Welche Auswirkungen hat der Gender Health Gap?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Auswirkungen des Gender Health Gaps sind weitreichend und betreffen sowohl Individuen als auch die gesamte Gesellschaft. Hier sind einige der wichtigsten Konsequenzen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Unter- oder Fehlbehandlung bei Frauen<\/strong>: Da medizinische Forschung und Lehre lange Zeit auf m\u00e4nnliche Patienten ausgerichtet waren, fehlen oft spezifische Daten f\u00fcr Frauen. Dies f\u00fchrt zu Unter- oder Fehlbehandlungen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ungenaue Diagnosen bei M\u00e4nnern<\/strong>: Der Gender Health Gap kann auch bei M\u00e4nnern zu ungenauen Diagnosen und inkorrekten Behandlungen f\u00fchren, besonders wenn sie an Krankheiten leiden, die eher als frauentypisch gelten. Ein Beispiel ist die Osteoporose, die h\u00e4ufig als Frauenkrankheit betrachtet wird, obwohl auch M\u00e4nner betroffen sein k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Beeintr\u00e4chtigung der Lebensdauer:<\/strong> Frauen leben im Durchschnitt zwar l\u00e4nger, verbringen jedoch etwa 25 Prozent weniger Jahre bei guter Gesundheit im Vergleich zu M\u00e4nnern. Dies liegt teilweise daran, dass spezifische gesundheitliche Bed\u00fcrfnisse von Frauen oft nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-frauen-und-mannerkorper-welche-unterschiede-gibt-es\">Frauen- und M\u00e4nnerk\u00f6rper \u2013 welche Unterschiede gibt es?<\/h2>\n\n\n\n<p>Frauen haben meistens zwei X-Chromosomen, M\u00e4nner meistens ein X- und ein Y-Chromosom. In hormoneller Hinsicht verf\u00fcgen Frauen meist \u00fcber mehr \u00d6strogen, M\u00e4nner \u00fcber mehr Testosteron. Doch es gibt noch zahlreiche weitere biologische Unterschiede:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht<\/strong>: Im Durchschnitt sind Frauen kleiner und leichter als M\u00e4nner.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Herz und Lunge<\/strong>: Frauen haben ein schneller schlagendes Herz, da Lungen- und Herzvolumen geringer sind.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Leberenzyme<\/strong>: Frauen bauen Alkohol langsamer ab, da ihre Leberenzyme weniger effektiv arbeiten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Grundumsatz<\/strong>: Frauen haben einen niedrigeren Grundumsatz und ben\u00f6tigen daher weniger Energie in Form von Kalorien.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sauerstoffaufnahme<\/strong>: Frauen nehmen beim Atmen weniger Sauerstoff auf.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nierenfunktion, Stoffwechsel und Immunsystem<\/strong>: Diese Systeme funktionieren bei Frauen und M\u00e4nnern unterschiedlich.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-frauen-und-mannersymptome-welche-unterschiede-gibt-es\">Frauen- und M\u00e4nnersymptome \u2013 welche Unterschiede gibt es?<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei zahlreichen Erkrankungen unterscheiden sich die Symptome bei M\u00e4nnern und Frauen. Zwei Beispiele daf\u00fcr sind der Herzinfarkt und die Depression.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-herzinfarkt\"><strong>Herzinfarkt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>M\u00e4nner<\/strong>: Typische Symptome sind stechender Brustschmerz, Schmerzen, die in den linken Arm ausstrahlen, und kalter Schwei\u00df.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Frauen<\/strong>: H\u00e4ufigere Symptome sind \u00dcbelkeit mit Erbrechen, Kurzatmigkeit, Hals-, Nacken- und R\u00fcckenschmerzen sowie M\u00fcdigkeit.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-depression\"><strong>Depression<\/strong>:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Frauen<\/strong>: Leiden meist an Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Konzentrationsst\u00f6rungen und Selbstzweifeln.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>M\u00e4nner<\/strong>: Zeigen oft eher aggressives und feindseliges Verhalten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Unterschiede verdeutlichen, wie wichtig es ist, geschlechtsspezifische Symptome zu erkennen und zu ber\u00fccksichtigen, um eine genaue Diagnose und effektive Behandlung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-rolle-spielen-medikamente-in-der-gendermedizin\">Welche Rolle spielen Medikamente in der Gendermedizin?<\/h2>\n\n\n\n<p>Klinische Studien fokussierten sich bislang vorwiegend auf M\u00e4nner. Medikamente wirken aber bei Frauen anders als bei M\u00e4nnern. Dies liegt an mehreren Faktoren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Aufnahme und Verarbeitung<\/strong>: Der weibliche Organismus nimmt Arzneimittel anders auf, verarbeitet sie anders und scheidet sie anders aus als der m\u00e4nnliche K\u00f6rper.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hormone<\/strong>: Der weibliche K\u00f6rper durchlebt zyklusbedingte hormonelle Schwankungen. Hormone regeln viele Prozesse im K\u00f6rper und beeinflussen auch die Wirkung von Arzneimitteln.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nebenwirkungen<\/strong>: Frauen und M\u00e4nner k\u00f6nnen unterschiedlich auf Medikamente reagieren, was Nebenwirkungen betrifft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-brauchen-frauen-andere-medikamente-als-manner\"><strong>Brauchen Frauen andere Medikamente als M\u00e4nner?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Wirkung und die Vertr\u00e4glichkeit von Medikamenten k\u00f6nnen bei den Geschlechtern unterschiedlich sein. Bei manchen Arzneimitteln hat man konkrete Unterschiede festgestellt. So haben etwa einige Schmerzmittel (z.B. Morphin) eine st\u00e4rkere Wirkung bei Frauen, und Frauen tragen auch ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Nebenwirkungen. Einige <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/alles-wissenswerte-ueber-antidepressiva\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Antidepressiva <\/a>(z.B. Sertralin) haben eine st\u00e4rkere Wirkung bei Frauen, und manche Blutgerinnungshemmer (z.B. Heparin) verursachen ein h\u00f6heres Blutungsrisiko bei Frauen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-wirken-sich-genderunterschiede-auf-diverse-krankheiten-aus\">Wie wirken sich Genderunterschiede auf diverse Krankheiten aus?<\/h2>\n\n\n\n<p>Frauen und M\u00e4nner zeigen bei verschiedenen Krankheiten unterschiedliche Risikofaktoren, Symptome und Krankheitsverl\u00e4ufe \u2013 hier sind einige Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-herzinfarkt-1\"><strong>Herzinfarkt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>M\u00e4nner<\/strong>: Vor allem in j\u00fcngeren Jahren betroffen. Typische Symptome sind starke Schmerzen im Brustkorb, ein massives Druck- oder Engegef\u00fchl, Brennen im Brustkorb, Panik, kalter Schwei\u00df, Bl\u00e4sse und Atemnot.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frauen<\/strong>: Der weibliche Herzinfarkt hingegen zeigt sich oft durch Magenbeschwerden, Erbrechen und \u00dcbelkeit, Schmerzen im Oberbauch, R\u00fcckenschmerzen, Kurzatmigkeit, Ersch\u00f6pfung und Schw\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-diabetes\"><strong>Diabetes<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>M\u00e4nner<\/strong>: Mehr M\u00e4nner als Frauen sind von <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes\/\">Diabetes <\/a>betroffen, bedingt durch ung\u00fcnstiges Bauch- und Leberfett und eine niedrigerer Insulin-Empfindlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frauen<\/strong>: Frauen hingegen scheinen bis zur <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wechseljahre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Menopause <\/a>Schutzfaktoren gegen\u00fcber Diabetes zu haben, wobei \u00d6strogen eine wichtige Rolle spielt. Das \u00e4ndert sich aber nach den Wechseljahren, und dann steigt auch das Risiko der Frauen, an Diabetes zu erkranken. Ein anderer Risikofaktor f\u00fcr Diabetes, der bei Frauen oft st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt ist, ist Stress, der mit hohem Druck und Schlafmangel verbunden ist. Das f\u00fchrt bei Frauen eher zur Gewichtszunahme, was Diabetes beg\u00fcnstigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-psychische-gesundheit-1\"><strong>Psychische Gesundheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/depression-symptome-ursachen-selbsthilfe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Depressionen <\/a><\/strong>zeigen sich bei M\u00e4nnern h\u00e4ufig anders als bei Frauen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-adhs\"><strong>ADHS<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/adhs-bei-erwachsenen\/\">ADHS <\/a>wurde lange als vorwiegend m\u00e4nnliche St\u00f6rung angesehen. M\u00e4dchen und Frauen zeigen oft andere Symptome. Sie sind weniger hyperaktiv\/impulsiv und tendieren dazu Symptome zu kompensieren, was zu Unterdiagnostizierung f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-medical-gaslighting\">Was ist Medical Gaslighting?<\/h2>\n\n\n\n<p>Von Medical Gaslighting spricht man, wenn \u00c4rzt:innen die gesundheitlichen Probleme einer Person nicht ernst nehmen und sie \u2013 h\u00e4ufig ohne vorhergehende Diagnostik \u2013 auf bestimmte Merkmale wie unter anderem das Geschlecht, ethische Herkunft oder Gewicht zur\u00fcckf\u00fchren. Die Konsequenzen von Medical Gaslighting sind zum Beispiel falsche oder fehlerhafte Diagnosen und infolgedessen unzureichende Therapien.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welche-herausforderungen-gibt-es-in-der-gendermedizin\"><strong>Welche Herausforderungen gibt es in der Gendermedizin?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die Gendermedizin steht vor mehreren Herausforderungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Mangel an geschlechtsspezifischen Daten<\/strong>: Es gibt immer noch zu wenige Studien, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern systematisch untersuchen. Dieser Datenmangel erschwert es, pr\u00e4zise und umfassende Erkenntnisse zu gewinnen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Komplexit\u00e4t der Forschung<\/strong>: Selbst wenn geschlechtsspezifische Daten vorliegen, ist die Ber\u00fccksichtigung des Geschlechts in der Forschung methodisch komplex. Es erfordert exakte Ans\u00e4tze, um Verzerrungen zu vermeiden und valide Ergebnisse zu erzielen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wissensmangel im Gesundheitswesen<\/strong>: Viele \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sowie das Gesundheitspersonal im Allgemeinen haben noch nicht ausreichend Wissen \u00fcber die Gendermedizin.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fehlende Leitlinien und Ausbildungsangebote<\/strong>: Es fehlen oft geschlechtsspezifische Leitlinien und umfassende Aus- und Weiterbildungsangebote f\u00fcr medizinisches Fachpersonal. Ohne diese Leitlinien ist es schwierig, eine standardisierte und geschlechtssensible medizinische Versorgung zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gesundheitssystem<\/strong>: Das Gesundheitssystem ist h\u00e4ufig nicht auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse von Menschen mit verschiedenen Geschlechtsidentit\u00e4ten ausgerichtet.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-buchempfehlungen\"><p class=\"western\" align=\"left\" style=\"line-height: 100%; margin-bottom: 0cm\"><br><font face=\"Garamond, serif\"><b>Buchempfehlungen<\/b><\/font><\/p><\/h2>\n\n\n\n<p>Regitz-Zagrosek V et al: Gendermedizin: <strong>Warum Frauen eine andere Medizin brauchen: Mit Praxistipps zu Vorsorge und Diagnostik<\/strong>. Scorpio Verlag M\u00fcnchen 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Hofmann A et al: <strong>Frauenmedizin \u2013 M\u00e4nnermedizin. Der kleine Unterschied ist gr\u00f6\u00dfer als gedacht: Revolution\u00e4res Wissen, warum Frauen und M\u00e4nner gesundheitlich unterschiedlich ticken.<\/strong> Goldegg Verlag Berlin 2021.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[947,2619,2245,876],"class_list":["post-15386","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenschaft","tag-frauen","tag-gendermedizin","tag-mannergesundheit","tag-wissenschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/15386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/15386\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16333,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/15386\/revisions\/16333"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}