{"id":12971,"date":"2023-10-31T09:52:55","date_gmt":"2023-10-31T08:52:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/?post_type=article&#038;p=12971"},"modified":"2026-02-09T11:10:41","modified_gmt":"2026-02-09T10:10:41","slug":"candida-infektionen","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/candida-infektionen\/","title":{"rendered":"Candida-Infektionen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist eine Candida-Infektion und wie entsteht sie?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Eine Candida-Infektion (auch Candidiasis, Candidose oder Soor) bezeichnet eine Infektion durch einen Pilz der Gattung Candida.<\/strong> Die Besiedelung des menschlichen K\u00f6rpers mit vielen verschiedenen Bakterien und Pilzen ist etwas Nat\u00fcrliches und sch\u00fctzt auch vor dem Befall mit krankmachenden Mikroorganismen.<\/p>\n\n\n\n<p>So finden sich auch Pilze der Gattung Candida bei gesunden Menschen in geringer Konzentration in Stuhl, Mund-Rachen-Bereich, Genitalbereich und auf der Haut. Es handelt sich dabei um Hefepilze, von denen es mehr als 150 Arten gibt, und von denen die am h\u00e4ufigsten nachgewiesene Art Candida albicans ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Candida-Infektion vermehren sich diese Pilze unkontrolliert und k\u00f6nnen verschiedene Beschwerden verursachen. Dies f\u00fchrt oft zu Hautentz\u00fcndungen, Juckreiz und Bl\u00e4schenbildung, insbesondere an Stellen, an denen das Milieu f\u00fcr den Pilz g\u00fcnstig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Candida-Infektionen k\u00f6nnen in verschiedenen Teilen des K\u00f6rpers auftreten, darunter der Genitalbereich, der Mund und der Darm. In schweren F\u00e4llen k\u00f6nnen die Pilze sogar innere Organe infizieren und lebensbedrohliche Zust\u00e4nde wie eine <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/blutvergiftung-sepsis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blutvergiftung (Sepsis) <\/a>ausl\u00f6sen. Candida-Infektionen k\u00f6nnen in verschiedenen Teilen des K\u00f6rpers auftreten, darunter der Genitalbereich, der Mund und der Darm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ursachen-einer-candida-infektion\"><strong>Ursachen einer Candida-Infektion<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft entstehen Candida-Infektionen, wenn das Immunsystem geschw\u00e4cht ist. Dies kann durch verschiedene Faktoren ausgel\u00f6st werden, darunter:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Antibiotika:<\/strong> Eine Antibiotika-Behandlung nimmt Einfluss auf die Haut- und Darmflora und beg\u00fcnstigt so das vermehrte Wachstum von Candida-Pilzen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Grunderkrankungen:<\/strong> Bestimmte Erkrankungen wie<a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-mellitus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Diabetes mellitus <\/a>oder eine <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hiv-aids\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HIV-Infektion<\/a> k\u00f6nnen das Risiko f\u00fcr Candida-Infektionen erh\u00f6hen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Medikamente:<\/strong> Die Verwendung von Medikamenten wie Zytostatika in der Krebstherapie, Kortison oder Hormonpr\u00e4paraten kann die Entstehung von Candida-Infektionen beg\u00fcnstigen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hormonelle Ver\u00e4nderungen:<\/strong> Hormonelle Ver\u00e4nderungen im K\u00f6rper, wie sie w\u00e4hrend einer <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/schwangerschaft\/\">Schwangerschaft<\/a> auftreten, k\u00f6nnen das Wachstum von Candida-Pilzen beg\u00fcnstigen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Symptome einer Candida-Infektion<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Mund-Rachen-Bereich: <\/strong>Es entsteht ein wei\u00dflicher, abwischbarer Belag, und die darunterliegende Schleimhaut ist ger\u00f6tet und kann bluten, wenn der Belag entfernt wird. Betroffene leiden unter Mundtrockenheit, Brennen und Geschmacksst\u00f6rungen. Man spricht hier auch von oraler Candidose, oraler Candidiasis oder Mundsoor.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Genitalbereich Frauen<\/strong>: Es entsteht ein wei\u00dflicher, geruchsarmer Ausfluss, der auch mit starkem Juckreiz und Brennen verbunden ist. Zudem k\u00f6nnen Schmerzen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr auftreten. (Mehr dazu im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/scheidenpilz\/\">Scheidenpilz<\/a>.)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Genitalbereich M\u00e4nner: <\/strong>Anfangs zeigt sich eine leichte R\u00f6tung der Eichel. Im weiteren Verlauf kann die R\u00f6tung st\u00e4rker werden und zu Schwellungen und Schmerzen f\u00fchren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hautinfektion:<\/strong> In den Hautfalten oder im Nabelbereich entsteht ein roter, fleckiger Ausschlag, wobei sich vor allem am Rand des Ausschlags kleine Bl\u00e4schen entwickeln k\u00f6nnen. Mitunter geht ein starker Juckreiz oder ein Brennen mit dem Ausschlag einher.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nagelbereich: <\/strong>Betroffene N\u00e4gel k\u00f6nnen sich verf\u00e4rben, und der Nagelbereich kann sich eitrig entz\u00fcnden und anschwellen. Sp\u00e4ter k\u00f6nnen die N\u00e4gel uneben und br\u00fcchig werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Magen-Darm-Bereich:<\/strong> Candida-Infektionen in diesem Bereich verursachen oft unspezifische Symptome, die auch bei anderen Magen-Darm-Erkrankungen auftreten k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren Bl\u00e4hungen, ein aufgebl\u00e4hter Bauch, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/verstopfung-ursachen-erkennen-und-loswerden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verstopfung<\/a>, Schmerzen im Oberbauch, Bauchkr\u00e4mpfe, Blut im Stuhl, w\u00e4ssriger <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hilfe-bei-durchfall\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Durchfall<\/a>, anhaltende M\u00fcdigkeit und Stimmungsschwankungen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Windeldermatitis (Windelsoor): <\/strong>Ein Windelausschlag, der durch Candida verursacht wird, \u00e4u\u00dfert sich in Form von roter, gereizter Haut im Windelbereich des S\u00e4uglings. Es k\u00f6nnen auch Pusteln oder Bl\u00e4schen in der betroffenen Region auftreten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie wird eine Candida-Infektion diagnostiziert?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In den meisten F\u00e4llen, wenn Haut oder Schleimhaut befallen sind, ist das Erscheinungsbild einer Candida-Infektion typisch und relativ eindeutig. Die klinische Untersuchung des Patienten gibt dem Arzt bereits guten Aufschluss. In einigen F\u00e4llen wird zus\u00e4tzlich ein Abstrich gemacht und eine Pilzkultur im Labor angelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Komplizierter ist der Nachweis einer Candida-Infektion im Magen-Darm-Bereich. Hier ist oft das Anlegen einer Stuhlkultur notwendig. Es ist wichtig, Stuhlproben an mehreren Stellen zu entnehmen, um genaue Ergebnisse zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere diagnostische M\u00f6glichkeiten sind die Entnahme eines Abstrichs aus der Analschleimhaut sowie verschiedene Bluttests zur Untersuchung m\u00f6glicher Antik\u00f6rper gegen Candida-Pilze.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie wird eine Candida-Infektion behandelt?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Therapie von Candida-Infektionen h\u00e4ngt davon ab, wo sich die Infektion befindet. <strong>Bei oberfl\u00e4chlichen Infektionen der Haut oder Schleimhaut reicht oft die Anwendung von lokalen Antimykotika (Antipilzmittel) aus.<\/strong> Diese k\u00f6nnen in Form von Cremes, Salben, Puder oder L\u00f6sungen aufgetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei inneren Candida-Infektionen werden in der Regel Antimykotika wie Triazole oder Nystatin in Form von Medikamenten verabreicht. <\/strong>Wichtig ist, diese Medikamente \u00fcber einen ausreichend langen Zeitraum einzunehmen, mindestens bis zwei Tage nach dem Abklingen der Symptome.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt einige Hausmittel, die bei der Behandlung von Candida-Infektionen helfen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Natron<\/li>\n\n\n\n<li>Echinacea<\/li>\n\n\n\n<li>Granatapfel<\/li>\n\n\n\n<li>Grapefruitextrakt<\/li>\n\n\n\n<li>Knoblauch<\/li>\n\n\n\n<li>Kokos\u00f6l<\/li>\n\n\n\n<li>Oregano-\u00d6l<\/li>\n\n\n\n<li>Teebaum\u00f6l.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Bei einer Candida-Infektion im Magen-Darm-Bereich kann zus\u00e4tzlich eine Darmreinigung und  eine Ern\u00e4hrungsumstellung helfen. Eine Darmreinigung kann dazu beitragen, die Darmflora zu verbessern und die Darmbarriere zu st\u00e4rken. Experten raten vor allem Zucker und Produkte mit wei\u00dfem Mehl zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pr\u00e4vention von Candida-Infektionen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Sorgf\u00e4ltige Hygiene ist ein wichtiges Stichwort beim Thema Vorbeugung.<\/strong> Dies beginnt bereits bei Babys, bei denen es wichtig ist, saubere Fl\u00e4schchen, Sauger und Schnuller zu verwenden und sie h\u00e4ufig frisch zu wickeln. Eine gute Mundhygiene ist ebenfalls entscheidend, um Candida-Infektionen im Mund-Rachen-Bereich zu verhindern. In Bezug auf Candidosen im Genitalbereich von Frauen ist es ratsam, ausschlie\u00dflich kochfeste Baumwollunterw\u00e4sche zu tragen, diese bei mindestens 60 Grad zu waschen und \u00fcberm\u00e4\u00dfige Intimhygiene zu vermeiden. Dar\u00fcber hinaus ist es wichtig, Stress und Angst weitgehend zu vermeiden und sich um ein starkes Immunsystem zu k\u00fcmmern.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2459,2405],"tags":[2347,254,3224,2321,2729],"class_list":["post-12971","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-frauenheilkunde","category-haut-und-geschlechtskrankheiten","tag-darmflora","tag-dermatologie","tag-haut-u-geschlechtskrankheiten","tag-pilzinfektion","tag-scheideninfektion"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/12971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/12971\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12984,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/12971\/revisions\/12984"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}