{"id":1280,"date":"2022-08-23T10:30:00","date_gmt":"2022-08-23T08:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ratgeber\/article\/histaminintoleranz\/"},"modified":"2023-09-01T11:29:38","modified_gmt":"2023-09-01T09:29:38","slug":"histaminintoleranz","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/histaminintoleranz\/","title":{"rendered":"Histaminintoleranz &#8211; Definition, Symptome und Lebensmittel"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist Histamin?<\/h2>\n<p>Histamin ist ein nat\u00fcrlicher Botenstoff und geh\u00f6rt zu den biogenen Aminen, welche vom K\u00f6rper selbst gebildet werden und fast \u00fcberall auffindbar sind. Auch in tierischem und pflanzlichem Gewebe ist Histamin enthalten. Es kommt in vielen Lebensmitteln vor und wird regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Nahrung aufgenommen.<\/p>\n<h3>Welche Aufgaben erf\u00fcllt\u00a0es im K\u00f6rper?<\/h3>\n<ul>\n<li>Immunabwehr<\/li>\n<li>Entz\u00fcndungen<\/li>\n<li>Entstehung von <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/juckreiz-pruritus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juckreiz<\/a> und verschiedenen allergischen Reaktionen<\/li>\n<li>Neurotransmitter im zentrales Nervensystem<\/li>\n<li>Lernf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Appetitkontrolle<\/li>\n<li>Schlaf-Wach-Rhythmus<\/li>\n<li>Verdauung<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie entsteht eine Histaminintoleranz?<\/h2>\n<p>Bei einer Histaminintoleranz handelt es sich um die Unvertr\u00e4glichkeit von Histamin, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Zu einer Histaminintoleranz kommt es aufgrund einer Enzymmangelerscheinung. Der K\u00f6rper kann wegen eines Enzymmangels an (DAO, Diaminoxidase) das mit der Nahrung aufgenommene Histamin nicht mehr ausreichend abbauen.<\/p>\n<p>Die Intoleranz kann vor\u00fcbergehend oder dauerhaft auftreten. Es kann einerseits sein, dass im K\u00f6rper ein Histamin\u00fcberschuss entsteht, beispielsweise durch den Verzehr von histaminreicher Nahrung, Stress oder k\u00f6rperliche Belastung, DAO dabei jedoch nicht in ausreichender Menge vorhanden ist um das Histamin abzubauen &#8211; es besteht also ein Missverh\u00e4ltnis zwischen der Zufuhr und dem Abbau von Histamin. Andererseits kann die k\u00f6rpereigene Produktion von DAO beeintr\u00e4chtigt sein, m\u00f6gliche Ursachen hierf\u00fcr sind u.a. chronisch-entz\u00fcndliche Darmerkrankungen wie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/morbus-crohn\/\">Morbus Crohn<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/zoeliakie\/\">Z\u00f6liakie<\/a>. Bei einer Histaminintoleranz handelt es sich nicht um eine <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/pollenallergie-symptome-erkennen-und-beschwerden-vorbeugen-1817\">Allergie<\/a>, eine Histaminallergie gibt es nicht.<\/p>\n<p>Ein weiteres Histamin-abbauendes Enzym ist die Histamin-N-Methyltransferase (HNMT). Welchen Einfluss dieses auf den Krankheitsverlauf hat, ist noch nicht abschlie\u00dfend erforscht.<\/p>\n<p>Eine Histaminintoleranz ist demgem\u00e4\u00df individiuell sehr verschieden. W\u00e4hrend manche Betroffene bestimmte Histaminmengen noch gut tolerieren k\u00f6nnen, kann die gleiche Menge bei anderen bereits zu ausgepr\u00e4gten Unvertr\u00e4glichkeitssymptomen f\u00fchren.<\/p>\n<h2>Was ist der Unterschied zwischen einer Intoleranz und einer Allergie?<\/h2>\n<p>Bei einer Allergie handelt es sich um eine \u00fcberschie\u00dfende Reaktion des Immunsystems auf den wiederholten Kontakt mir normalerweise harmlosen Stoffen, die vom K\u00f6rper als fremd wahrgenommen werden (Allergene). Allergene veranlassen den K\u00f6rper zur Bildung von Antik\u00f6rpern (Abwehrstoffen). Hat der K\u00f6rper erneut Kontakt mit dem jeweiligen Stoff, reagieren die Antik\u00f6rper und es kommt zu einer allergischen Reaktion.<\/p>\n<p>Bei einer Intoleranz gibt es hingegen keine Abwehrreaktion des Immunsystems. Im Fall einer Histaminintoleranz bildet der K\u00f6rper also keine Antik\u00f6rper gegen Histamin. Es handelt sich um eine nicht immunologisch bedingte Unvertr\u00e4glichkeit, bei welcher das Enzym, welches zum Abbau der Nahrungsmittelkomponente ben\u00f6tigt wird fehlt bzw. nicht in ausreichender Menge verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Weitere Unterscheidungsmerkmale zwischen Allergien und Intoleranzen finden sich in Bezug auf die Symptome, den Zeitpunkt des Auftretens der Reaktion und die Diagnostik. Bei einer Allergie kommt es meistens unmittelbar nach Kontakt mit dem jeweiligen Allergen zu einer Reaktion, bei einer Intoleranz tritt die Reaktion h\u00e4ufig verz\u00f6gert auf, wobei die Reaktionszeiten sehr verschieden sein k\u00f6nnen. Und w\u00e4hrend bei Allergien bereits kleine Mengen ausreichend sind um eine allergische Reaktion auszul\u00f6sen, kann es bei einer Intoleranz auch erst bei gr\u00f6\u00dferen aufgenommenen Mengen zu einer k\u00f6rperlichen Reaktion kommen (Die Menge macht das Gift).<\/p>\n<h2>Symptome einer Histaminintoleranz<\/h2>\n<p>Eine Histaminintoleranz kann sich bei jedem Betroffenen anders \u00e4u\u00dfern und unterschiedliche Beschwerden verursachen. Prinzipiell ist bei einer Histaminintoleranz eine sehr gro\u00dfe Palette an \u00fcberwiegend unspezifischen Symptomen m\u00f6glich. H\u00e4ufig sind die Symptome einer Histaminintoleranz nur schwer von anderen Erkrankungen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Zu den h\u00e4ufigsten Beschwerden z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/kopfschmerzen\/\">Kopfschmerzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/migraene-haeufig-uebersehen\/\">Migr\u00e4ne<\/a><\/li>\n<li>Schwellungen zwischen den Fingern, Augenlidern etc.<\/li>\n<li>Magen-Darm-Beschwerden (Bauchschmerzen, \u00dcbelkeit, Erbrechen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/hilfe-bei-durchfall\/\">Durchfall<\/a>, Magenkr\u00e4mpfe, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/was-tun-bei-blaehungen\/\">Bl\u00e4hungen<\/a>)<\/li>\n<li>Hautreaktionen (R\u00f6tungen, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/juckreiz-pruritus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juckreiz<\/a>, Ausschlag, Flush).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch das Herz-Kreislaufsystem kann auf den gest\u00f6rten Histaminabbau im K\u00f6rper reagieren. M\u00f6gliche Symptome sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Niedriger Blutdruck<\/li>\n<li>Herzklopfen, Herzrasen<\/li>\n<li>Schwindel<\/li>\n<li>Schwei\u00dfausbr\u00fcche<\/li>\n<li>Starke M\u00fcdigkeit<\/li>\n<li>Schw\u00e4chegef\u00fchl<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sind die Atemwege beteiligt, dann kann es u.a. zu folgenden Symptomen kommen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hustenreiz<\/li>\n<li>Asthma\u00e4hnliche Anf\u00e4lle<\/li>\n<li>Atemnot<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere m\u00f6gliche Symptome sind u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Laufende oder verstopfte Nase<\/li>\n<li>Chronischer Schnupfen<\/li>\n<li>Tr\u00e4nende Augen<\/li>\n<li>Menstruationsbeschwerden<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Histaminintoleranz und andere Erkrankungen<\/h2>\n<p><strong>Allergien:<\/strong> Da bei einer Allergie Histamin in gr\u00f6\u00dferen Mengen ausgesch\u00fcttet wird, \u00e4hneln die Symptome einer Histaminintoleranz oft jenen einer Allergie.<\/p>\n<p><strong>Asthma bronchiale:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/asthma\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asthma bronchiale<\/a> kann durch Histamin ausgel\u00f6st werden, weswegen es f\u00fcr betroffene Patienten wichtig ist, auf eine m\u00f6glichst histaminfreie Ern\u00e4hrung zu achten.<\/p>\n<p><strong>Neurodermitis:<\/strong> Histamin wird vom K\u00f6rper bei Entz\u00fcndungsreaktionen gebildet und kann bei Neurodermitikern einen <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/neurodermitis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neurodermitis<\/a>-Schub ausl\u00f6sen, verl\u00e4ngern oder verst\u00e4rken. Eine histaminarme Ern\u00e4hrung kann in vielen F\u00e4llen helfen, die Symptome der Neurodermitis zu verringern.<\/p>\n<p><strong>Seekrankheit:<\/strong> Im Gehirn wird bei der Seekrankheit eine gro\u00dfe Menge an Histamin ausgesch\u00fcttet. Dies verbraucht viel Vitamin C, welches wiederum beim Abbau von Histamin wichtig ist, weswegen die Einnahme von Vitamin C (\u00fcber die Mundschleimhaut, z.B. Vitamin C-Lutschtabletten) bei Seekrankheit wirksam ist.<\/p>\n<p><strong>Parodontitis:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/parodontose\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Parodontitis<\/a> ist eine weit verbreitete Erkrankung des Zahnhalteapparats und der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr Zahnverlust im Erwachsenenalter. Die zum Entz\u00fcndungsprozess beitragenden Bakterien in den Zahnfleischtaschen (z.B. Tannerella forsythensis, Prevotella intermedia) produzieren Histamin, weswegen bei Vorliegen einer Parodontitis erh\u00f6hte Histamin-Werte im Blut nachgewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Histaminunvertr\u00e4glichkeit &#8211; wer ist besonders betroffen?<\/h2>\n<p>Frauen leiden wesentlich \u00f6fter unter der Unvertr\u00e4glichkeit als M\u00e4nner, mehr als drei Viertel aller Betroffenen sind weiblich. Die Beschwerden machen sich h\u00e4ufig in den Wechseljahren bemerkbar.<\/p>\n<h2>Histaminintoleranz in der Schwangerschaft<\/h2>\n<p>Die gute Nachricht: Bei Schwangeren mit einer Histaminintoleranz nehmen die Beschwerden in den meisten F\u00e4llen ab, was auf eine stark erh\u00f6hte Produktion von DAO w\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/ratgeber\/schwangerschaft-2602\">Schwangerschaft<\/a> zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Produktion von DAO dient vermutlich dem Schutz des Kindes, da schwangere Frauen besonders sensibel auf Histamin reagieren, was wiederum zum Komplikationen f\u00fchren k\u00f6nnte. Damit es nicht dazu kommt, produziert der weibliche K\u00f6rper w\u00e4hrend der Schwangerschaft mehr DAO.<\/p>\n<p>Die schlechte Nachricht: Nach der Schwangerschaft nimmt die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Produktion von DAO im Regelfall wieder ab, die Unvertr\u00e4glichkeit kann sich nach der Geburt also wieder einstellen.<\/p>\n<h2>Diagnose<\/h2>\n<p>Da die Symptome einer Histaminunvertr\u00e4glichkeit unspezifisch sind und unterschiedliche Ursachen haben k\u00f6nnen, ist die Diagnose nicht immer schnell gestellt. Au\u00dferdem gibt es kein Testverfahren, dass eine Histaminintoleranz eindeutig nachweist.<\/p>\n<p>Das F\u00fchren eines Ern\u00e4hrungs-\/Symptomtagebuches ist eine gute M\u00f6glichkeit, um einer Histaminintoleranz auf die Spur zu kommen und kann beim Eingrenzen der Beschwerden und dem Stellen der Diagnose hilfreich sein. Im Tagebuch sollte genau erfasst werden was gegessen wurde und ob bzw. wann welche Beschwerden und Reaktionen aufgetreten sind. Auch die Einnahme von Medikamenten und der Menstruationszyklus sollten vermerkt werden.<\/p>\n<p>Nach der Anamnese wird der Arzt versuchen, andere Erkrankungen und Unvertr\u00e4glichkeiten, die \u00e4hnliche Beschwerden hervorrufen k\u00f6nnen (z.B. Allergien, chronisch entz\u00fcndliche Darmerkrankungen, Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption), auszuschlie\u00dfen (Differentialdiagnose). Besonders allergische Reaktionen sollten mittels Hauttest und Blutuntersuchung ausgeschlossen werden. Durch eine Blutuntersuchung wird versucht die Aktivit\u00e4t von DAO im Blut zu bestimmen. Zwar l\u00e4sst sich durch den Bluttest h\u00e4ufig relativ schnell bestimmen, ob eine Histaminintoleranz f\u00fcr die jeweiligen Beschwerden verantwortlich sein k\u00f6nnte, allerdings wird der DAO-Spiegel im Blut auch durch andere Faktoren wie etwa Stress beeinflusst, weswegen f\u00fcr eine sichere Diagnose auch eine Eliminationsdi\u00e4t durchgef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<p>Die Eliminationsdi\u00e4t dauert mehrere Wochen und basiert auf einer histaminarmen bzw. histaminfreien Ern\u00e4hrung, wodurch sich im Regelfall eine Aussage dar\u00fcber treffen l\u00e4sst, ob die jeweiligen Beschwerden tats\u00e4chlich auf eine Histaminunvertr\u00e4glichkeit zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Bessern sich die Symptome, ist eine Histaminintoleranz nach Ausschluss anderer m\u00f6glicher Erkrankungen sehr wahrscheinlich.<\/p>\n<h2>Behandlung<\/h2>\n<p>Sogenannte Antihistaminika blockieren Histamin-Rezeptoren und verhindern so, dass Histamin im K\u00f6rper seine volle Wirkung entfalten kann. Dadurch k\u00f6nnen die Symptome gemildert werden. Die Einnahme von Antihistaminika sollte nur nach \u00e4rztlicher R\u00fccksprache erfolgen.<\/p>\n<p>Weiters stehen DAO-haltige Pr\u00e4parate zur Verf\u00fcgung. Hierbei handelt es sich um Pr\u00e4parate, die das fehlende Enzym DAO beinhalten, welches dem k\u00f6rpereigenen Enzym entspricht, das f\u00fcr den Abbau von Histamin zust\u00e4ndig ist. Durch die Einnahme eines DAO-Pr\u00e4parats vor dem Essen wird die Menge an DAO im D\u00fcnndarm erh\u00f6ht, was sich positiv auf den Histaminabbau auswirkt. Die Einnahme solcher Enzympr\u00e4parate ist f\u00fcr den Verzehr histaminreicher Mahlzeiten vorgesehen und wird nicht zur Dauermedikation empfohlen. Vielen Betroffenen wird es durch DAO-haltige Pr\u00e4parate m\u00f6glich, bestimmte Gelegenheiten (z.B. Essenseinladung, Feierlichkeiten, Restaurantbesuche etc.) unbeschwert genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Eine Wirkung dieser Pr\u00e4parate ist wissenschaftlich aber noch nicht belegt.<br \/>\nEmpfohlen wird auch eine Vitamin-B6-Substitution um die k\u00f6rpereigene Enzymsynthese anzuregen.<\/p>\n<p>Eine Unvertr\u00e4glichkeit kann in manchen F\u00e4llen auch nur vor\u00fcbergehend auftreten.<\/p>\n<h3>Histaminarme Ern\u00e4hrung<\/h3>\n<p>Therapeutisch ist vor allem eine histaminarme Ern\u00e4hrung wirksam. Eine vollst\u00e4ndig histaminfreie Ern\u00e4hrung &#8211; im Sinne einer ausgewogenen Ern\u00e4hrungsweise &#8211; ist praktisch nicht m\u00f6glich, da Histamin in fast allen Lebensmitteln vorkommt. Betroffene sollten jedoch vor allem \u00fcber Lebensmittel mit einer hohen Histaminkonzentration Bescheid wissen, um Beschwerden gezielt vorbeugen zu k\u00f6nnen. Nach der Eliminationsdi\u00e4t werden die jeweiligen Lebensmittel langsam und stufenweise wieder in den Ern\u00e4hrungsplan integriert. Bei der Erstellung eines individuellen Ern\u00e4hrungsplans ist die Beratung durch den behandelnden Arzt oder einen Di\u00e4tologen wichtig, um Mangelern\u00e4hrung zu vermeiden. Durch eine Anpassung der Ern\u00e4hrung lassen sich die Beschwerden im Regelfall gut reduzieren, sodass die Lebensqualit\u00e4t &#8211; auch bei lebenslanger Histaminunvertr\u00e4glichkeit &#8211; nicht sp\u00fcrbar beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.carboception.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CarboCeption-App<\/a>, die von ForscherInnen der Medizinischen Universit\u00e4ten Graz und Wien entwickelt wurde, soll Betroffenen dabei helfen, die Ursache von Intoleranzen zu erkennen, ausl\u00f6sende Lebensmittel zu identifizieren und die Mengen jener Lebensmittel, die vertragen werden, zu bestimmen.<\/p>\n<h2>Histaminreiche Lebensmittel &#8211; je frischer, desto histamin\u00e4rmer<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist zu beachten, dass frische und unverarbeitete Lebensmittel wenig Histamin enthalten, w\u00e4hrend die Histaminkonzentration in gelagerten und industriell verarbeiteten Lebensmitteln hoch ist. Je frischer die Lebensmittel sind, desto besser. Histamin ist relativ unzerst\u00f6rbar und l\u00e4sst sich weder durch Hitze noch durch K\u00e4lte aus Lebensmitteln eliminieren.<\/p>\n<p><strong>Folgende Lebensmittel gelten als potenziell unvertr\u00e4glich:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>K\u00e4se (v.a. gereifter harter K\u00e4se)<\/li>\n<li>Ger\u00e4ucherte Fleisch- und Wurstwaren<\/li>\n<li>Rohschinken<\/li>\n<li>Salami<\/li>\n<li>Faschiertes<\/li>\n<li>Leber und Leberwurst<\/li>\n<li>Aufgew\u00e4rmte Fleischgerichte<\/li>\n<li>Sojasaucen<\/li>\n<li>Balsamico<\/li>\n<li>Weinessig<\/li>\n<li>Eingemachte Essiggurken und Pilze<\/li>\n<li>Sauerkraut<\/li>\n<li>Fischkonserven (z.B. Thunfisch, Sardellen) und Meeresfr\u00fcchte<\/li>\n<li>Tomaten und daraus hergestellte Produkte (Tomatensaft, Ketchup, Tomatenmark)<\/li>\n<li>Ananas<\/li>\n<li>Spinat<\/li>\n<li>Kakao<\/li>\n<li>Schokolade<\/li>\n<li>Rotwein, Sekt, Schnaps<\/li>\n<li>u.a.m.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Allgemein g\u00fcltige Aussagen dar\u00fcber, was bei einer Histaminintoleranz strikt gemieden werden sollte sind kaum m\u00f6glich, da Betroffene sehr unterschiedlich auf einzelne Nahrungsmittel reagieren und deren Histamingehalt variieren kann. Betroffene sollten auf ihren K\u00f6rper h\u00f6ren und im Zweifelsfall immer einen Arzt zu Rate ziehen.<\/p>\n","protected":false},"author":41,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26,2831,2459,78,66,2405,2448,2409,2457,7,2463,3115],"tags":[107,108,254,182,71,2746,2747,324],"class_list":["post-1280","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeinmedizin","category-ernaehrung","category-frauenheilkunde","category-gastroenterologie","category-gesundheitsnews","category-haut-und-geschlechtskrankheiten","category-innere-medizin","category-kardiologie","category-krankheit","category-leben","category-pneumologie","category-reizdarmsyndrom","tag-allergie","tag-allgemeinmedizin","tag-dermatologie","tag-ernahrung","tag-gastroenterologie","tag-histamin","tag-histaminintoleranz","tag-lungenheilkunde"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12536,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/1280\/revisions\/12536"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}