{"id":12613,"date":"2023-09-14T10:01:55","date_gmt":"2023-09-14T08:01:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/?post_type=article&#038;p=12613"},"modified":"2026-02-09T14:01:12","modified_gmt":"2026-02-09T13:01:12","slug":"diabetes-typ-2","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-typ-2\/","title":{"rendered":"Typ-2-Diabetes"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-typ-2-diabetes\"><strong>Was ist Typ-2-Diabetes?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Typ-2-Diabetes ist eine Form der sogenannten Zuckerkrankheit, bei der der Zuckerstoffwechsel massiv gest\u00f6rt ist. Normalerweise \u00fcbernimmt das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldr\u00fcse produziert wird, die wichtige Aufgabe, den aus der Nahrung aufgenommenen Zucker in die Zellen zu transportieren, wo er als lebensnotwendige Energie gebraucht wird. Nach jeder Mahlzeit gibt die Bauchspeicheldr\u00fcse Insulin ins Blut ab. Bei Typ-2-Diabetes funktioniert dieser Prozess jedoch nicht wie er sollte. Der Zucker kann nicht in die Zellen aufgenommen werden und bleibt im Blutkreislauf. Man bezeichnet diesen Zustand als Insulinresistenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt, dass die Bauchspeicheldr\u00fcse in Folge immer mehr Insulin produziert, um den Zucker im Blut doch zu reduzieren, aber dabei ersch\u00f6pfen sich die sogenannten Betazellen der Bauchspeicheldr\u00fcse, die das bewerkstelligen sollen, und dann ist nicht mehr gen\u00fcgend Insulin im Blut, sodass die Zellen den Zucker wieder nicht aufnehmen k\u00f6nnen. Es ist also auch ein Insulinmangel entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Prozess verl\u00e4uft in der Regel schleichend und langsam, und Betroffene versp\u00fcren oft lange Zeit keine Symptome, obwohl sie bereits verschiedenen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Typ-2-Diabetes ist die am h\u00e4ufigsten auftretende Form von <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-mellitus\/\">Diabetes mellitus <\/a>und betrifft mehr als 90 Prozent aller Diabetiker. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ursachen und Risikofaktoren f\u00fcr Typ-2-Diabetes<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bei Typ-2-Diabetes spielen genetische Veranlagungen eine gro\u00dfe Rolle. Derzeit sind etwa hundert erbliche Faktoren bekannt, die das Risiko f\u00fcr diese Krankheit erh\u00f6hen. Bei Kindern, deren beide Eltern an Typ-2-Diabetes leiden, betr\u00e4gt das Risiko, selbst zu erkranken bei 60 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings ist allein die genetische Veranlagung in der Regel nicht ausreichend, um die Erkrankung zum Ausbruch zu bringen. \u00c4rzte gehen davon aus, dass Typ-2-Diabetes durch eine Kombination von mehreren Faktoren verursacht wird. Die Hauptursachen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00dcbergewicht: Insbesondere in der Bauchregion, ist \u00dcbergewicht ein Risikofaktor<\/li>\n\n\n\n<li>Mangelnde k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Rauchen<\/li>\n\n\n\n<li>Ern\u00e4hrungsgewohnheiten, die reich an Fett und Zucker sind und wenig Ballaststoffe enthalten<\/li>\n\n\n\n<li>erh\u00f6hte Blutfettwerte<\/li>\n\n\n\n<li>h\u00f6heres Lebensalter: Das Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes steigt mit dem Alter<\/li>\n\n\n\n<li>Die Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison, harntreibende Medikamente, Betablocker, die Pille und Antidepressiva<\/li>\n\n\n\n<li>Bestimmte Gesundheitsprobleme wie Lebererkrankungen und Hormonst\u00f6rungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Meistens sind es mehrere dieser Risikofaktoren, die zusammenwirken. Insbesondere \u00dcbergewicht scheint eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Insulinresistenz zu spielen. Diese kann oft bereits existieren, lange bevor die Diagnose Diabetes oder <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/gefaehrlicher-praediabetes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4diabetes<\/a> gestellt wird. Hier besteht bereits ein Risiko f\u00fcr Folgeerkrankungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Symptome k\u00f6nnen auftreten?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Da Typ-2-Diabetes sich schleichend entwickelt, sind die anf\u00e4nglichen Symptome unspezifisch, insbesondere wenn zuerst nur eine Insulinresistenz vorliegt. Fr\u00fche Anzeichen einer Insulinresistenz, bei der der K\u00f6rper den Zucker aus der Nahrung nicht effizient in die Zellen aufnehmen kann, k\u00f6nnen sich durch M\u00fcdigkeit und allgemeines Unwohlsein \u00e4u\u00dfern. Weitere m\u00f6gliche Symptome, die auf das Fortschreiten der Erkrankung hinweisen k\u00f6nnen, sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>vermehrter Durst<\/li>\n\n\n\n<li>h\u00e4ufiges Wasserlassen<\/li>\n\n\n\n<li>M\u00fcdigkeit, Schwindel und Schw\u00e4che<\/li>\n\n\n\n<li>verschwommenes Sehen und Sehverschlechterung<\/li>\n\n\n\n<li>trockene Haut<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/juckreiz-pruritus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Juckreiz<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>langsame Wundheilung, insbesondere an den F\u00fc\u00dfen<\/li>\n\n\n\n<li>Muskelkr\u00e4mpfe<\/li>\n\n\n\n<li>h\u00e4ufige Infektionen, insbesondere <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/harnwegsinfektion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Harnwegsinfektionen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn Diabetes nicht behandelt wird und die Blutzuckerwerte \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum sehr hoch sind, kann dies zu einer schweren Stoffwechselentgleisung f\u00fchren, die sich durch Bewusstseinsst\u00f6rungen bis hin zum Koma bemerkbar machen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Folgeerkrankungen von Typ-2-Diabetes<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das T\u00fcckische an Diabetes ist, dass die Krankheit oft \u00fcber lange Zeit hinweg keine Beschwerden verursacht, obwohl hohe Blutzuckerwerte bereits die Blutgef\u00e4\u00dfe sch\u00e4digen k\u00f6nnen. Dies kann zur Bildung von Ablagerungen Gerinnseln f\u00fchren und dich die Blutgef\u00e4\u00dfe k\u00f6nnen sich verengen oder ganz verstopfen. Wenn gro\u00dfe Blutgef\u00e4\u00dfe betroffen sind, kann dies zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen f\u00fchren, w\u00e4hrend Sch\u00e4den an kleineren Gef\u00e4\u00dfen Augen-, Nieren- und Nervenerkrankungen verursachen k\u00f6nnen. Das diabetische Fu\u00dfsyndrom, das h\u00e4ufig zu notwendigen Amputationen von Zehen, Fu\u00df oder Bein f\u00fchrt, ist ebenfalls eine m\u00f6gliche Komplikation. Menschen mitTyp-2-Diabetes haben ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr folgende Erkrankungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/arteriosklerose-was-ist-das-eigentlich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arteriosklerose<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/koronare-herzkrankheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Koronare Herzkrankheit<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit)<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/herzinfarkt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Herzinfarkt<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/schlaganfall\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schlaganfall<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/diabetes-und-augen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diabetische Retinopathie <\/a>(Sch\u00e4digung der Augen)<\/li>\n\n\n\n<li>Diabetische Nephropathie (Sch\u00e4digung der Nieren)<\/li>\n\n\n\n<li>Diabetische Neuropathie (Nervensch\u00e4digungen)<\/li>\n\n\n\n<li>Herzrhythmusst\u00f6rungen<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/sexuelle-funktionsstoerungen-des-mannes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sexuelle Funktionsst\u00f6rungen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Diabetisches Fu\u00dfsyndrom<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie wird die Diagnose gestellt?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Diagnose von Diabetes erfordert verschiedene Blut- und Harnuntersuchungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>N\u00fcchternblutzucker:<\/strong> Dieser Wert wird nach mindestens acht Stunden Nahrungskarenz durch eine Blutprobe gemessen. Liegt der Wert unter 100 mg\/dl so liegt kein Diabetes vor. Zwischen 100 und 125 mg\/dl liegt Pr\u00e4diabetes vor, eine Vorstufe von Diabetes Typ 2, die ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr die Entwicklung der Erkrankung signalisiert. Liegt er bei 126 mg\/dl oder h\u00f6her besteht Diabetes. Wenn die Werte das anzeigen, wird die Untersuchung an einem anderen Tag nochmals wiederholt, um die Diagnose zu sichern.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gelegenheitsblutzucker:<\/strong> Dieser Wert kann zu jeder Tageszeit mittels einer Blutprobe ermittelt werden. Wenn der Wert mindestens zweimal \u00fcber 200 mg\/dl liegt und Symptome vorhanden sind, liegt Diabetes vor.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Oraler Glukosetoleranztest (oGTT):<\/strong> Dieser Test erfordert eine Nahrungskarenz von acht bis zw\u00f6lf Stunden. Zuerst wird eine Blutprobe aus der Vene entnommen. Anschlie\u00dfend muss eine Zuckerl\u00f6sung getrunken werden, und zwei Stunden sp\u00e4ter erfolgt eine zweite Blutprobe. Dabei werden der N\u00fcchternblutzuckerwert und der Blutzuckerwert nach der Einnahme der Zuckerl\u00f6sung gemessen (bei Diabetes bleibt dieser erh\u00f6ht, w\u00e4hrend er bei Gesunden bald wieder abf\u00e4llt). Liegen die Werte nach zwei Stunden zwischen 140 und 200 mg\/dl, deutet dies auf Pr\u00e4diabetes hin, bei Werten von 200 mg\/dl oder h\u00f6her liegt Diabetes vor.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Langzeitzuckerwert HbA1c: <\/strong>Dieser Wert wird bestimmt, um einen \u00dcberblick \u00fcber den Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate zu gewinnen. HbA1c ist ein Anteil des roten Blutfarbstoffs H\u00e4moglobin, der entsteht, wenn sich Zuckerteilchen an H\u00e4moglobin binden. Diese Bindung bleibt bestehen, bis die roten Blutk\u00f6rperchen ganz abgebaut werden. Deshalb kann so der Langzeit-Blutzuckerwert bestimmt werden. Liegt das HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 Prozent, so liegt Pr\u00e4diabetes vor, bei einem HbA1c von 6,5 oder mehr liegt Diabetes vor.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Diabetes Harntest:<\/strong> Dieser Test mit Harnteststreifen wird fallweise durchgef\u00fchrt, erfasst jedoch Zucker erst bei relativ hohen Werten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden bei Verdacht auf Diabetes auch andere Untersuchungen durchgef\u00fchrt. Dazu geh\u00f6ren die Bestimmung der Blutfettwerte, die Messung des Insulinspiegels im Blut sowie eine umfassende Anamnese und k\u00f6rperliche Untersuchung, um Risikofaktoren zu identifizieren und vorhandene Symptome zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Blutzuckerwerte und ihre Bedeutung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th><\/th><th><br><strong>Kein Diabetes<\/strong><\/th><th><br><strong>Pr\u00e4diabetes<\/strong><\/th><th><br><strong>Diabetes<\/strong><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><br>N\u00fcchternblutzucker<\/td><td><br>unter 100 mg\/dl<\/td><td><br>100 bis 125 mg\/dl<\/td><td><br>126 mg\/dl oder mehr<\/td><\/tr><tr><td><br>OGTT nach 2 Stunden<\/td><td><br>Unter 140 mg\/dl<\/td><td><br>140 bis 199 mg\/dl<\/td><td><br>200 mg\/dl oder mehr<\/td><\/tr><tr><td><br>HbA1c<\/td><td><br>unter 5,7 %<\/td><td><br>5,7 bis 6,4 %<\/td><td><br>6,5% oder mehr<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie wird Diabetes behandelt?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Behandlung von Diabetes spielt die <strong>aktive Mitarbeit des Patienten eine zentrale Rolle<\/strong>. Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt werden individuelle und realistische Therapieziele festgelegt. Diese Ziele konzentrieren sich in erster Linie auf die <strong>Senkung der N\u00fcchternblutzuckerwerte und der Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten<\/strong>. Die Kontrolle der erstgenannten Werte kann der Patient mithilfe eines elektronischen Blutzuckermessger\u00e4ts selbst durchf\u00fchren, w\u00e4hrend der HbA1c-Wert durch regelm\u00e4\u00dfige Blutuntersuchungen \u00fcberwacht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Therapieziele k\u00f6nnen die <strong>Kontrolle bestimmter Blutdruckwert<\/strong>e, <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/rauchstopp\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nikotinverzicht<\/a> oder das <strong>Erreichen eines bestimmten K\u00f6rpergewichts sein<\/strong>. Um diese Ziele zu erreichen, sind in der Regel zun\u00e4chst Ver\u00e4nderungen im Lebensstil erforderlich. Dies bedeutet, dass die Ern\u00e4hrung angepasst werden muss. Eine angemessene Ern\u00e4hrung bei Diabetes basiert auf einer ausgewogenen Mischkost, die reich an Ballaststoffen ist und wenig tierische Fette enth\u00e4lt. Es gibt keine spezielle <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/richtig-essen-bei-diabetes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diabetes-Di\u00e4t<\/a>, und S\u00fc\u00dfes mit Ma\u00df ist erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Diabetes-Therapie ist k\u00f6rperliche Bewegung, da sie die Empfindlichkeit der Zellen f\u00fcr Insulin verbessert, was dazu f\u00fchrt, dass sie mehr Zucker aufnehmen k\u00f6nnen. Die aktuellen Empfehlungen legen nahe, mindestens 150 Minuten moderaten Bewegung oder 75 Minuten intensivere Bewegung pro Woche anzustreben, wie beispielsweise Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Wenn diese \u00c4nderungen im Lebensstil allein nicht die gew\u00fcnschten Ergebnisse bringen, kann eine medikament\u00f6se Therapie erforderlich sein. <strong>Folgende Wirkstoffe stehen zur Verf\u00fcgung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Biguanide (Metformin):<\/strong> Metformin ist das am h\u00e4ufigsten in der Diabetes-Therapie verwendete Medikament. Es hemmt die Glukoseproduktion in der Leber, verlangsamt die Aufnahme von Glukose im Darm und f\u00f6rdert den Transport von Zucker aus dem Blut in die Zellen. Zudem hat es eine s\u00e4ttigende Wirkung und wird daher haupts\u00e4chlich \u00fcbergewichtigen Diabetes-Patienten verschrieben. Metformin wird in Tablettenform eingenommen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Flozine (SGLT2-Inhibitoren):<\/strong> Diese Medikamente erh\u00f6hen die Ausscheidung von Zucker \u00fcber den Urin und senken die Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten. Sie werden als zus\u00e4tzliche Tablette zusammen mit Metformin verschrieben, wenn die Blutzuckerwerte weiterhin zu hoch sind.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sulfonylharnstoffe:<\/strong> Diese Medikamente unterst\u00fctzen den K\u00f6rper dabei, mehr Insulin freizusetzen, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Sie werden verabreicht, wenn der Blutzucker trotz Metformin weiterhin zu hoch ist. Sulfonylharnstoffe werden als zus\u00e4tzliche Tabletten neben Metformin eingenommen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>DPP-4-Hemmer:<\/strong> Diese Medikamente beeinflussen den Abbau eines Hormons, das die Freisetzung von Insulin f\u00f6rdert. DPP-4-Hemmer werden als zus\u00e4tzliche Tablette zusammen mit Metformin verschrieben, wenn die Blutzuckerwerte immer noch zu hoch sind.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Glifozine:<\/strong> Diese Medikamente unterst\u00fctzen den K\u00f6rper dabei, mehr Zucker \u00fcber den Urin auszuscheiden und senken auf diese Weise den Blutzuckerspiegel. Auch sie k\u00f6nnen gegeben werden, wenn der Blutzucker trotz Metformin immer noch zu hoch ist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Glutide:<\/strong> Diese Medikamente senken den Blutzucker, indem sie die Freisetzung von Insulin f\u00f6rdern und die Wirkung eines Hormons hemmen, das den Blutzuckerspiegel erh\u00f6ht. Sie werden in der Regel zus\u00e4tzlich zu Metformin injiziert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Falls die genannten Therapiemethoden nicht wirksam sind, eignet sich eventuell eine<strong> Insulintherapie<\/strong> . Dies ist bei Typ-2-Diabetes eher selten oder tritt erst sp\u00e4t im Krankheitsverlauf auf. Mehr Informationen zu m\u00f6glichen Behandlungsoptionen lesen Sie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/therapien-bei-typ-2-diabetes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Diabetes vorbeugen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Vorbeugung von Typ-2-Diabetes ist durch verschiedene Ma\u00dfnahmen m\u00f6glich. Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Anpassung des Lebensstils das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um bis zu 58 Prozent senken kann. Zu den wichtigsten pr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine bewusste und gesunde Ern\u00e4hrung (Weitere Informationen zur richtigen Ern\u00e4hrung bei Diabetes finden Sie <a href=\"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/richtig-essen-bei-diabetes\/\">hier<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung, mindestens 30 Minuten pro Tag<\/li>\n\n\n\n<li>Gewichtsabnahme bei \u00dcbergewicht<\/li>\n\n\n\n<li>Verzicht auf Softdrinks<\/li>\n\n\n\n<li>Alkoholkonsum nur in Ma\u00dfen<\/li>\n\n\n\n<li>Nikotinkarenz<\/li>\n\n\n\n<li>Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks<\/li>\n\n\n\n<li>Ausreichender Schlaf<\/li>\n\n\n\n<li>Stressbew\u00e4ltigung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Diabetes Selbsthilfe<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Gerade bei einer Erkrankung wie Typ-2-Diabetes kann der Austausch mit anderen Gleichbetroffenen sehr wichtig und hilfreich sein. In \u00d6sterreich gibt es zahlreiche Selbsthilfegruppen, die auch Fachvortr\u00e4ge und Schulungen anbieten. Zwei, die \u00f6sterreichweit agieren, sind:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/diabetes.or.at\">https:\/\/diabetes.or.at<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.aktive-diabetiker.at\">https:\/\/www.aktive-diabetiker.at<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"author":17,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2953,2490,2457],"tags":[897,2932,2968,3233,1676,2748],"class_list":["post-12613","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-themenspecialdiabetes","category-endokrinologie-und-diabetologie","category-krankheit","tag-diabetes-mellitus","tag-diabetestherapie","tag-diabetischer-fuss","tag-innere-medizin-u-endokrinologie-u-diabetologie","tag-pradiabetes","tag-zuckerkrankheit"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/12613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/12613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15712,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/article\/12613\/revisions\/15712"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.docfinder.at\/wissensmagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}