Asthma – Definition, Symptome, Diagnose, Behandlung

Asthma – Definition, Symptome, Diagnose, Behandlung

    Stand: August 2018 Entgeltlicher Content

    Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation leiden insgesamt 235 Millionen Menschen an Asthma. Asthma gilt als die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern.

    Was ist Asthma?

    Asthma bronchiale ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems und wiederkehrende Episoden einer Atemwegsverengung gekennzeichnet ist. Für diese Verengung der Bronchien, die zu einem Asthmaanfall führt, sind verschiedene Faktoren, wie Schleimhautschwellung, vermehrte Schleimproduktion und Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, verantwortlich. [2]

    Ursachen und Formen

    Asthma ist eine nicht infektiöse (= nicht ansteckende), chronische Entzündung der kleineren Atemwege (Bronchien und Bronchiolen). Die auslösenden Reize kommen von außerhalb und können unterschiedlicher Natur sein.

    • Nicht-allergisches Asthma: Häufige Auslöser sind körperliche Anstrengung, Stress, kalte und trockene Atemluft, Zigarettenrauch, Luftverunreinigung wie Staub und Abgase sowie Parfüm. Auch viren- oder bakterienbedingte Atemwegsinfekte können einen Asthmaanfall hervorrufen.
    • Allergisches Asthma: Typische Auslösefaktoren sind unter anderem Haustiere, Nahrungsmittel, Medikamente, Pollen und Tierexkremente. [3]

    Symptome

    • Atemnot
    • Husten
    • Kurzatmigkeit
    • pfeifende Atmung
    • Engegefühl im Brustkorb und Brustschmerzen [4]

    Unkontrolliertes Asthma, Exazerbationen (= plötzliche Verschlechterung) und Langzeiteinnahme von inhalativen, oralen Kortison sollten bestmöglich vermieden werden. Sehen Sie dazu folgendes Video:

    Diagnose

    Nach einem ausführlichen Patientengespräch und einer allgemeinen körperlichen Untersuchung, wird ein Lungenfunktionstest durchgeführt. Dabei wird das Luftvolumen gemessen, das der Betroffene innerhalb von einer Sekunde ausatmen kann. Ein unspezifischer, inhalativer Provokationstest dient zur Einschätzung des Grads der Hyperreaktivität. Sobald die Diagnose „Asthma“ besteht, wird herausgefunden, ob es sich um ein allergisches Asthma handelt. Dazu werden Hauttests durchgeführt, bei denen verschiedene Allergene als mögliche Auslöser getestet werden. [5]

    Therapie

    Bei einer medikamentösen Behandlung kommen sowohl entzündungshemmende als auch bronchienerweiternde Substanzen zum Einsatz. Entzündungshemmende Medikamente bekämpfen die Entzündungsbereitschaft der Atemwege und beugen so Asthmaanfällen vor. Bronchienerweiternde Medikamente entspannen die Muskulatur der Atemwege. Bei Allergien besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung gegen das auslösende Allergen. Dabei wird über einen längeren Zeitraum der betreffende Reizstoff in langsam steigender Konzentration unter die Haut gespritzt. Im besten Fall gewöhnt sich der Körper an den Reizstoff, sodass dieser keine allergische Reaktion mehr hervorruft. In besonders schweren Fällen kann nach erweiternden Untersuchungen auch eine Therapie mit einem Antikörper zum Einsatz kommen. [6]

    [1] http://www.who.int/respiratory/asthma/en/
    [2] http://www.asthma.de/was-ist-asthma/einfuhrung/
    [3] https://www.onmeda.de/krankheiten/asthma.html
    [4] http://www.asthma.de/was-ist-asthma/symptome/
    [5] http://www.asthma.de/was-ist-asthma/diagnose/
    [6] https://www.onmeda.de/krankheiten/asthma.html