Dr. Günther Schönhuber

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Testung auf Nahrungsmittelunverträglichkeit

Atemtest bei Nahrungsmittelintoleranz

Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfälle sind Beschwerden, die relativ häufig vorkommen. Sollten diese Symptome länger anhalten, kann eine Nahrungsmittelintoleranz dahinter stecken. Im Gegensatz zur selteneren Nahrungsmittelallergie ist bei der Nahrungsmittelintoleranz das Immunsystem nicht beteiligt, sondern es geht die Eigenschaft bestimmte Bestandteile der Nahrung aufzuspalten verloren.

Wichtige Formen der Nahrungsmittelintoleranz
  • Laktoseintoleranz
  • Fruktoseintoleranz
  • Sorbitintoleranz

Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz ist mit ca. 15 % eine der häufigsten Nahrungsmittelintoleranzen. Die Laktose findet sich nicht nur in den klassischen Milchprodukten, sondern wird von der Nahrungsmittelindustrie auch für Fertigprodukte, Wurstwaren, Teige oder Schokolade usw. verwendet, um den Geschmack zu verbessern.

Grund für eine Laktoseintoleranz ist eine mangelnde Aktivität des Enzyms Laktase, so dass der Milchzucker unzureichend aufgespalten wird. Als weitere Folge gelangt dieser dann in den Dickdarm, wo er von Bakterien vergoren wird. Dadurch entstehen Milchsäure und Gase, die unter anderem zu folgenden Beschwerden führen:
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfälle
  • Verstopfung
Weiteres kann es zu Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Kopf- oder Gliederschmerzen, Schwindelgefühl, Nervosität, Schlafstörungen usw. kommen. Länger dauernde Beschwerden können durch eine Reizung der Darmschleimhaut zur gestörten Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen oder sogar zu vermehrten Infektionen führen.

Ursachen für die Entstehung einer Laktoseintoleranz können einerseits eine genetisch bedingte Abnahme der Laktase im Erwachsenenalter sein, aber auch verschiedene Erkrankungen des Verdauungstraktes kommen in Frage. Die Diagnose einer Laktoseintoleranz erfolgt mit Hilfe eines einfachen Atemtests. Eine ergänzende Ernährungsberatung ist ebenfalls sinnvoll.

Fruktoseintoleranz

Auch die Fruktoseintoleranz hat in den letzten Jahren zugenommen, da Fruktose immer mehr in der Nahrungsmittelindustrie verwendet wird. Typischerweise kommt die Fruktose in Früchten, aber auch im Haushaltszucker oder im Honig vor.

Anders als bei der Laktoseintoleranz ist nicht das Aufspalten ein Problem, vielmehr ist die Aufnahme der Fruktose im Darm gestört. In weiterer Folge wird die Fruktose durch Bakterien zersetzt, wodurch Gase und Fettsäuren entstehen, was zu folgenden Symptomen führt:
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Krämpfe
  • Blähungen
  • Durchfall
Auch Kopfschmerzen, Depression, Müdigkeit oder ein Reizdarm können als Folge einer Fruktoseintoleranz auftreten. Außerdem kann bei länger andauernde Beschwerden ein Mangel an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen auftreten.

Ursache für eine Fruktoseintoleranz sind entweder eine reduziert Aufnahme der Fruktose im Dünndarm, oder anderen Krankheiten, die zu einer ständigen Reizung der Darmwand führen. Auch hier schafft ein Atemtest Klarheit, der um eine Ernährungsberatung ergänzt werden sollte. Viele Patienten mit einer Laktoseintoleranz leiden gleichzeitig auch an einer Fruktoseintoleranz.

Es gibt auch eine angeborene Variante, wo der Abbau der Fruktose in der Leber gestört ist. Beschwerden können dabei schon im Kleinkindesalter auftreten. Hier wird die Diagnose mittels Gentest gestellt.

Sorbitintoleranz

Sorbit findet sich vor allem in äpfel, Birnen, Marillen, Pfirsichen und Pflaumen und wird viel in Light- bzw. Diabetikerlebensmittel eingesetzt. Da Sorbit nur wenig Karies auslöst, wird er auch viel in Kaugummis und Lutschpastillen verwendet. Industriell wird Sorbit in Nahrungsmittel, Zahnpaste und andere Kosmetika verwendet, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.

Bei der Sorbitintoleranz ist Verwertung von Sorbit im Dünndarm eingeschränkt, wodurch es zu folgenden Beschwerden kommen kann:
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Durchfall
Aber auch Müdigkeit, Migräne und Depressionen können im Rahmen einer Sorbitintoleranz entstehen. Patienten mit einer Fruktoseintoleranz dürfen ebenfalls kein Sorbit zu sich nehmen, da die Fruktose im Körper wiederum in Sorbit umgewandelt wird.

Wie eine Sorbitintoleranz genau entsteht, ist derzeit noch nicht bekannt. Wie bei den anderen Intoleranzen lässt sich die Sorbitintoleranz mittels eines Atemtest feststellen.

Der Atemtest

Beim H2-Atemtest wird der Wasserstoff, der durch das Vergären der Bakterien im Dickdarm entsteht und dann über die Blutbahn in die Lunge gelangt, in der Ausatemluft gemessen. Zunächst bekommt der Patient die Laktose, Fruktose oder den Sorbit in Wasser aufgelöst zu trinken. Anschließend wird in regelmäßigen Abständen für die Dauer von bis zu 3 Stunden der Wasserstoff mithilfe eines speziellen Atemtestgeräts gemessen. Dabei ist nicht nur die Erhöhung des Wasserstoffgehaltes in der Ausatemluft, sondern auch das auftretende von Beschwerden für die Diagnose wichtig.
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