Dr. Andrea Rejzek - Plastische Chirurgin Wien 1140

Dr. Andrea Rejzek

Cumberlandstraße 3/1, 1140 Wien

Lipofilling

Lipofilling - Dr. Andrea Rejzek - Plastische Chirurgin Wien 1140
1/1
Quelle: Dr. Andrea Rejzek

01. Allgemeines

Bei der sogenannten “Eigenfetttransplantation”, oder Lipofilling, werden zuvor an anderer Stelle entnommene Fettzellen aufbereitet und dann an eine gewünschte Stelle (wie zum Beispiel die Brust) eingebracht.

Viele Patientinnen und Patienten sind von der Idee begeistert, ungeliebte Fettpölsterchen loszuwerden und gleichzeitig eine Vergrößerung der Brust zu erzielen, lästige Fältchen zu loszuwerden, oder unschöne Narben verschwinden zu lassen.

Zusätzlich dazu handelt es sich bei dem eingebrachten Fett um eine körpereigene Substanz, die gut verträglich ist und keine Abwehrreaktionen im Körper hervorruft.

02. Bin ich ein geeigneter Kandidat für ein Lipofilling - Eigenfetttransplantation?

Patienten, die gerne zwei Problemzonen auf einmal loswerden möchten, sind (in den meisten Fällen) mit einer Eigenfett-Transplantation gut beraten.

Patientinnen, die keine Brustoperation mit Implantat möchten, sondern eine schonendere Variante der Brustvergrößerung vorziehen, können mit einem Lipofilling gleichzeitig hartnäckige, lästige Fettdepots loswerden.

Der geeignete Patient verfügt über eine gute Hautelastizität. Ein im Allgemeinen als „gut“ zu bezeichnender Gesundheitszustand ist ebenso Voraussetzung für ein Lipofilling.

03. Wann kann ein Lipofilling – eine Eigenfetttransplantation nicht durchgeführt werden?

Sollten Sie Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen, ist je nach zu Grunde liegender Erkrankung eine Abklärung zusammen mit dem Hausarzt oder Internisten nötig, ob die Medikamente abgesetzt werden können und ein Eingriff vertretbar ist.

Ein Lipofilling eignet sich weiters nicht optimal für Raucher und Raucherinnen. Rauchen hat einen sehr negativen Einfluss auf die Wundheilung. Außerdem können die Durchblutungsstörungen, an denen Raucher meist leiden, dazu führen, dass die eingebrachten Fettzellen nicht optimal vom Körper angenommen werden.

Frauen, die eine ganz drastische Brustvergrößerung wünschen, sind nach wie vor mit Silikon-Implantaten besser beraten. Denn hier ist das Ergebnis leichter (mit Hilfe der Form und Größe der Implantate) planbar und vorhersehbar.

Nicht geeignet ist die Eigenfett-Transplantation für sehr schlanke Frauen, die eine deutliche Vergrößerung der Brust wünschen.

04. Regionen

Die Anwendungsbereiche für ein Lipofilling sind vielseitig. Eine sehr beliebte Variante ist natürlich die Vergrößerung der Brust durch die Eigenfett-Transplantation.

Wenn mit zunehmendem Alter das Gesicht seine ehemalige Jugendlichkeit verliert, kann ein Lipofilling im Gesicht ebenfalls helfen, die Falten zu mindern.

Auch unschöne, störende Narben können mit Eigenfett behandelt werden. Das aufbereitete Fett wird dabei direkt unter das Narbengewebe injiziert.

Die Nachfrage nach Intimchirurgie ist generell zur Zeit sehr groß. Mit zunehmendem Alter können die äußeren Schamlippen an Volumen verlieren, oder einen Überschuss aufweisen. Um diesem Volumensverlust entgegenzuwirken, können die äußeren Labien mit Eigenfett behandelt werden.

Der große Vorteil bei all diesen Anwendungen ist, dass das eingebrachte Fett eine körpereigene Substanz ist und am normalen Stoffwechsel teilnimmt. „Überleben“ also viele der Fettzellen, bleibt der Volumen-Effekt lebenslang erhalten.

05. Wie wird ein Lipofilling – Eigenfetttransplantation durchgeführt?

Beim Lipofilling wird Fettgewebe an einer zuvor gemeinsam festgelegten Körperstelle entnommen, das dann speziell aufbereitet wird, damit es für die Transplantation verwendet werden kann. Dafür werden die Fettgewebsproben in einer elektrischen Zentrifuge für wenige Minuten behandelt und zerstörte Zellen, oder Blutreste entfernt.

Mittels besonders dünner Spritzen, die im Durchmesser meist kleiner als 1 mm sind, werden dann die aufbereiteten Fettzellen in die gewünschten Regionen eingebracht. Diese Einbringung erfolgt sehr vorsichtig und schichtweise formend. Diese schichtweise Einbringung sorgt dafür, dass die transplantierten Fettzellen gut durchblutet werden und somit optimal einheilen können.

Leider kann pro Sitzung nur eine bestimmte Menge von Fett transferiert werden. Außerdem liegt die Einheilungsrate beim Eigenfett-Transfer, je nach Patient, bei 30-80%. Deshalb ist es manchmal notwendig, das Ergebnis in einer zweiten Sitzung zu optimieren.

Bei der Vergrößerung der Brust durch Eigenfett kommt noch eine Besonderheit hinzu. Damit das Brustgewebe optimal auf die Einbringung der Fettzellen vorbereitet wird, trägt die Patientin für 6 Wochen vor dem Lipofilling 10 Stunden täglich einen speziellen Vakuum-BH. Durch den Unterdruck, den die Pumpe erzeugt, wird die Blutzirkulation verstärkt und das Brustgewebe dehnt sich. Das System wirkt somit wie ein externer Expander.

Durch diese verstärkte Durchblutung können bei einem Lipofilling die eingebrachten Fettzellen besser vom Gewebe angenommen werden und die Wahrscheinlichkeit, dass sie einwachsen, ist größer.

Das aufbereitete Fett wird bei der Vergrößerung der Brust sowohl unter die Haut (subcutan), als auch unter die Brustdrüse (subglandulär) fächerförmig und schichtweise eingebracht.

06. Narkose

Grundsätzlich wird die Absaugung des Fetts für das Lipofilling meist in örtlicher Betäubung durchgeführt. Je nach Größe der Region und Menge des abgesaugten Fetts, kann der Eingriff aber auch in Vollnarkose erfolgen.

07. Ergebnisse

Das eingebrachte Fettgewebe muss in seiner neuen Position einwachsen und mit Blut und Nährstoffen versorgt werden.

Das Fett, das gut einwächst, bleibt jedoch dauerhaft an seiner Stelle und wird vom Körper nicht wieder abgebaut. Die Methode, kleinere Mengen an Fett in möglichst viele Gewebsschichten einzubringen, sorgt dafür, dass so viele Fettzellen wie möglich gut angenommen werden und ein dauerhafter und natürlicher Effekt entsteht.

08. Was muss ich vor der Operation beachten?

Neben Untersuchungen, die vor der Operation erledigt werden sollten (wird im Erstgespräch abgehandelt), gibt es mehrere Dinge zu beachten:

Zum Zeitpunkt der Operation müssen Sie gesund sein. Es dürfen KEINE akuten Infektionen (z.B. Grippe, Fieber, Angina, Fieberblasen etc.) oder akute Erkrankungen vorliegen.

Weiters sollten für 7-10 Tage vor und nach der Operation keine Medikamente eingenommen werden, die Aspirin enthalten (Aspirin, Aspirin+C, Thomapyrin, Influbene,...) da diese Mittel die Blutgerinnung negativ beinflussen. Das gleiche gilt für pflanzliche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, da auch diese die Blutgerinnung beeinträchtigen können.

Alkoholkonsum ist am Operationstag strikt verboten. Auch der Zigarettenkonsum sollte vermieden werden, da das Nikotin gefäßverengend wirkt und so die Wundheilung und das Einwachsen der Fettzellen stören kann. Aus diesem Grund empfehlen wir, dringend 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Operation nicht zu Rauchen.

09. Was muss ich nach der Operation beachten?

Unmittelbar nach dem Eingriff verspüren Sie in der abgesaugten Region vielleicht Schmerzen, Brennen, haben Schwellungen, leichte Blutungen und kurzzeitiges Taubheitsgefühl, dies ist bis zu einem gewissen Grad aber „normal“ und sollte Sie nicht beunruhigen.

Um den Heilungsprozess in den abgesaugten Regionen optimal unterstützen zu können, sollte hier (je nach Region) eine spezielle Kompressionswäsche getragen werden.

Strapaziöse Aktivitäten sollten Sie auf jeden Fall einen Monat lang vermeiden.

Nachkontrollen bei Ihrem plastischen Chirurgen sollten regelmäßig erfolgen, um den Heilungsprozess gut verfolgen zu können.

Beim Lipofilling zur Brustvergrößerung gibt es wiederum eine Besonderheit: Nach dem Lipofilling zur Brustvergrößerung muss nochmals für 4-6 Wochen nachts das BRAVA® System getragen werden, um ein optimales Ergebnis erreichen zu können.

Auch in der Zeit, in der das System nicht angelegt wird, sollte ein gut sitzender Sport-BH getragen werden, damit die Brust soweit entlastet wird, dass sie sich wieder völlig von der Unterspritzung erholen kann.

Je nach Region, die mit Eigenfett behandelt wurde, kann am Tag danach, oder am 2. Tag bereits wieder geduscht werden.

Generell ist von zu intensiver Hitze nach einer Operation abzuraten. Die Wärme sorgt dafür, dass es eher zu einer Schwellungserhöhung im Operationsbereich kommen kann, was wiederum sehr unangenehm ist.

Solarium und intensive Sonnenbestrahlung können in der ersten Phase nach einer Operation generell zu bräunlichen Verfärbungen der Haut und Narben führen, die gelegentlich dauerhaft sein können. Aus diesem Grund empfehlen wir, in den ersten 3 Monaten nach der Operation auf Solarium und Sonnenbäder zu verzichten.

10. Gibt es Risiken und Komplikationen, die auftreten können?

Blutergüsse (Blaue Flecken) sind nach einer Absaugung relativ häufig, bilden sich aber innerhalb von drei bis vier Wochen zurück.

Auch wenn zur Fettabsaugung eine sehr schonende Methode angewandt wird, kann es natürlich im Operationsbereich zur Schädigung von Hautnerven kommen. Innerhalb weniger Wochen, manchmal Monaten, bilden sich diese Taubheitsgefühle aber zurück.

Im Bereich der Fettabsaugung können Unebenheiten in der Hautkontur (Dellenbildung) entstehen. Um diese Dellenbildung zu vermeiden, wird jedoch nach der Absaugung eine Kompressionswäsche getragen.

Auch die Fettabsaugung ist aufgrund der Verwendung von Fremdkörpern prädestiniert für eine bakterielle Infektion, deshalb ist bei dieser Operation ambulant auch Vorsicht geboten.

Äußere, aber auch innere Narben können bei entsprechender Veranlagung dick, wulstig und sogar schmerzhaft werden. Die äußeren Narben können meist gut durch Einspritzungen und Auflagen therapiert werden, wobei es bei den inneren Narben zu bleibenden Gewebsverhärtungen und dadurch zu Unregelemäßigkeiten an der Oberfläche kommen kann.

Bei Allergie oder Überempfindlichkeit (auf Medikamente zur örtlichen Betäubung, Desinfektionsmittel, Latex,...) können vorübergehend Schwellung, Juckreiz, Niesen, Hautausschlag, Schwindel oder Erbrechen und ähnliche leichtere Reaktionen auftreten.

Werden größere Mengen an Fett transplantiert, kann es mitunter auch dazu kommen, dass sich Zysten und Ölzysten bilden.

Wenn das transplantierte Fett nicht einheilt, dann gibt es zwei mögliche Folgen. Entweder wird es nicht vom Körper angenommen und abgebaut, oder es kann zu oben genannten Mikroverkalkungen, oder Zysten und Ölzysten kommen.

11. Kann der Eingriff mit anderen Operationen kombiniert werden?

In manchen Fällen ist es in der Tat sinnvoll, zwei Eingriffe miteinander zu kombinieren, um exzellente Ergebnisse zu erreichen. Zum Beispiel eine Behandlung mit Eigenfett im Gesicht, die größere Substanzdefekte in der Tiefe wieder auffüllen kann, kombiniert mit einer Unterspritzung mit Hyaluron, oder Botox zum „Feinschliff“.

Ein Lipofilling wird auch immer häufiger zur Brustrekonstruktion angewandt. Auch hier können tolle Ergebnisse erzielt werden.

12. Kosten eines Lipofillings - Eigenfetttransplantation

Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett inkl. BRAVA® beläuft sich auf € 4.990,-. Eine Folgebehandlung mit Eigenfett kommt auf € 2.700,-.


Im Gesamtpreis sind das Honorar für das Erstgespräch, für die Operationsassistenz, die Schmerzmittel nach der Operation, die Kompressionswäsche, Verbandwechsel, alle Kontrollen und Nahtentfernung inbegriffen.

Beim Brustaufbau nach einer Amputation beispielsweise werden die Kosten für eine Behandlung mit Eigenfett in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Alle anderen Behandlungen mit Eigenfett (Faltenunterspritzung, Brustvergrößerung,...) sind ästhetischer Natur und deren Kosten sind somit – wie die meisten plastisch-ästhetischen Eingriffe - privat zu tragen.

Erweitertes Profil (entgeltlich).
Letzte Aktualisierung: 06.07.2016

Filter

Zurücksetzen

Krankenkasse

Online-Termine

Sortierung

Gesamtbewertung

Merkmale

Wir setzen Cookies auf DocFinder.at ein, um Zugriffe zu analysieren, Ihre bevorzugten Einstellungen zu speichern und Ihr Nutzererlebnis zu verbessern.