Dr. Andrea Rejzek - Plastische Chirurgin Wien 1140

Dr. Andrea Rejzek

Cumberlandstraße 3/1, 1140 Wien

Haartransplantation

Haartransplantation - Dr. Andrea Rejzek - Plastische Chirurgin Wien 1140
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01. Allgemeines

In unserem Kulturkreis wird heute mit vollem Haar vor allem Jugendlichkeit, Erfolg, Vitalität und sogar sexuelle Kraft verbunden.

Das Gegenteil vermittelt uns Haarausfall – bei schütterem Haar denkt man zuerst an Alter, Krankheit und eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Bei Frauen unterstreicht volles Haar die natürliche Weiblichkeit. Gerade deshalb müssen besonders Frauen, die an Haarausfall leiden, oft sehr unangenehme Blicke ertragen.

Mit sehr modernen Techniken können jedoch heute bereits besonders natürliche Ergebnisse erzielt werden, die nicht vermuten lassen, dass ein plastischer Eingriff vorgenommen wurde.

Die Ursachen für Haarausfall sind unterschiedlich. Bei Männern ist er in den meisten Fällen erblich bedingt. Meist folgt der Ausfall einem gewissen Muster (Geheimratsecken, Stirnregion, Hinterkopf,...). Häufig bleibt an der Seite und am Hinterkopf ein mehr oder weniger breiter Streifen an Haaren, der vom Haarausfall verschont bleibt. Diese Haare bilden dann in weiterer Folge die Grundlage für eine erfolgreiche Haartransplantation oder Eigenhaarverpflanzung.

Auch bei Frauen kann Haarausfall genetisch bedingt sein. Dies ist jedoch deutlich seltener der Fall als bei Männern. Der Verlauf des Ausfalls ist bei Frauen in der Regel jedoch anders, als bei Männern. Im Bereich der Stirn bleibt sehr oft eine Zone mit dichtem Haar bestehen, während es dahinter zu einer massiven Ausdünnung der Haare kommt. Auch Veränderung der Lebenssituation, Schwangerschaft, Gewichtsabnahme oder Erkrankungen mit Vitaminmangel können diffusen Haarausfall verursachen.

02. Bin ich ein geeigneter Kandidat für eine Haartransplantation?

Patienten, die eine Eigenhaarverpflanzung in Erwägung ziehen, müssen sich in einem guten gesundheitlichen Allgemeinzustand befinden. Das heißt es dürfen keine schweren akuten oder chronischen Erkrankungen vorliegen. Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes müssen medikamentös gut eingestellt sein.

Das Alter (zumindest nach oben hin) ist ebenfalls kein Grund, auf eine Operation zu verzichten. Wenn die allgemeine gesundheitliche Verfassung gut ist, kann die Eigenhaarverpflanzung auch bei über 80jährigen durchgeführt werden. Allerdings sollte erst ab dem 30.Lebensjahr eine Transplantation durchgeführt werden. In manchen Fällen macht es aber auch Sinn, noch etwas zu warten.

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass genügend Spenderareal vorhanden ist. Das bedeutet, dass der Patient noch über ausreichend Eigenhaar am Hinterkopf verfügt. Ist dies der Fall, kann eine Haartransplantation im Grunde problemlos durchgeführt werden.

03. Wann kann eine Haartransplantation nicht durchgeführt werden?

Im Grunde kommt es bei einer Haartransplantation darauf an, wie gut die Ausgangssituation ist. Bei einem sehr schmalen Haarkranz am Hinterkopf mit sehr wenig Haaren wird eine Transplantation leider schwierig bis unmöglich.

Bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ist eine Abklärung zusammen mit dem Internisten oder dem Hausarzt nötig, ob dieses abgesetzt werden kann und ob ein Eingriff wie dieser überhaupt vertretbar ist.

Haartransplantationen können nicht durchgeführt werden, wenn beim Patienten oder der Patientin DUPA ( Diffuse-unpatterned alopecia) vorliegt. Meist ist dies eher bei Frauen als bei Männern der Fall. Der Haarausfall bei Männern folgt meist dem gleichen Muster.

04. Regionen

Ist genügend Spendeareal, kann grundsätzlich in alle Regionen verpflanzt werden, die vom Ausfall betroffen sind. Sogar Augenbrauen, Bärte und Schamhaare können mit Hilfe der F.U.T. Methode wieder verdichtet werden. In diesem üblichen Muster gibt es zwei Regionen des Haarverlustes, die im Laufe der Zeit immer größer werden und schlussendlich zu vollständigem Haarausfall führen. Solange es noch nicht so weit ist, kann für eine Haartransplantation am Hinterkopf ein Hautstreifen mit guter Haarsituation entnommen werden, der dann als Grundlage für die Transplantation dient und mit dem ein schönes Ergebnis erzielt werden kann.

05. Wie wird eine Haartransplantation durchgeführt?

Bei der F.U.T Methode, die ich meinen Patienten und Patientinnen anbieten, wird am Hinterkopf ein Hautstreifen mit guter Haarsituation entnommen. Diese Entnahmestelle wird mit einer kosmetischen Naht wieder verschlossen.

In einem nächsten Schritt werden die Haare einzeln aufbereitet und teilweise in mikroskopisch kleine Transplantate zerlegt. Gleichzeitig müssen an den Stellen, in die die kleinen Transplantate eingesetzt werden sollen, kleinste Einschnitte in die Kopfhaut gemacht. Wird dabei ein möglichst kleines Skalpell verwendet, dessen Klinge so schmal wie möglich ist, führt dies zu optimalen Ergebnissen, die minimalste, bis kaum vorhandene Narben hinterlassen. Diese Präzisionsarbeit dauert meist mehrere Stunden.

Nach der Operation wird meist ein Verband angelegt, was oft aber nicht notwendig ist; Dann reicht schon eine saubere Gaze, über die der Patient eine Kappe oder einen Hut tragen kann.

06. Narkose

Die Operation wird in der Regel in örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf durchgeführt.

07. Ergebnisse

Wenn die Operation von dem Chirurgen und seinem Team gut durchgeführt wurde und die Qualität der Haare gut ist, kann das Ergebnis einer Haartransplantation so natürlich wirken, dass selbst Ihr Friseur nicht bemerkt, dass ein Eingriff vorgenommen wurde. Besonders schöne Ergebnisse können erzielt werden, wenn die so genannte Follicular Unit Transplantation (F.U.T.) -Technik angewandt wird.

In der Regel beginnen die verpflanzten Haare relativ rasch zu wachsen. Jedoch fallen sie nach kurzer Zeit aus und die Haarfollikel bzw. Haarwurzeln gehen in eine Ruhephase über. Diese Ruhephase dauert unterschiedlich lange. Meist wachsen die Haare jedoch nach einigen Wochen bis wenigen Monaten wieder dauerhaft. Anfänglich zart und fein, werden sie später durchaus kräftiger und dicker. Dieses Wachstum hält dann schließlich ein Leben lang an. Ein Endergebnis nach einer Haartransplantation ist etwa 9-12 Monate nach der Operation sichtbar.

08. Was muss ich vor der Operation beachten?

Bereits 10 Tage vor Ihrem Termin sollten Sie darauf achten, keine blutverdünnenden Medikamente (z.B. Aspirin) einzunehmen. Auch aspirinhaltige Medikamente sollten vermieden werden. Auch von pflanzlichen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln sollte in dieser Zeit abgesehen werden, da auch diese die Blutgerinnung negativ beeinträchtigen können.

Direkt vor der Behandlung wird der Ablauf nochmals im Detail besprochen. Zum Zeitpunkt der Operation müssen Sie völlig gesund sein, akute Infektionen (wie Grippe, Fieber, Angina, Fieberblasen, etc.) dürfen NICHT vorliegen.

Sollte dies der Fall sein, MUSS die Operation verschoben werden und ein neuer Termin vereinbart werden.

Bitte vermeiden Sie vor und nach der Operation übermäßiges Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum.

Waschen Sie am Morgen vor der OP die Haare mit einem milden Shampoo. Eine weitere spezielle Vorbereitung ist im Grunde nicht nötig. Es ist auch nicht erforderlich, die Haare zu rasieren.

09. Was muss ich nach der Operation beachten?

In der Regel dürfen Sie einige Stunden nach der Operation nach Hause gehen. Die ersten Tage nach der Operation sollten Sie sich auf jeden Fall körperlich schonen.

Aber auch später sollten Sie (in den Monaten danach) zu Ihrem eigenen Schutz noch eine leichte Kopfbedeckung tragen. Sportarten, bei denen Belastungen der Kopfhaut passieren können, so wie Kopfbälle beim Fußball, sollten auf jeden Fall für längere Zeit vermieden werden.

Narbenpflege ist erst nach ca. 2 Wochen, bzw. nach der Entfernung aller Nähte notwendig.

Am Abend der Operation, oder am nächsten Morgen dürfen Sie bereits vom Hals abwärts duschen. Beim Duschen 48 Stunden nach der Operation soll der Kopf mit einem antiseptischen Shampoo gewaschen werden. Vorhandene Krusten sollten Sie einfach so belassen; diese fallen in der Regel 8-15 Tage nach der Transplantation von selbst ab.

Sollten aus den Stellen, an denen Haare verpflanzt wurden, kleine Bluttropfen austreten (was äußerst selten passiert), können diese durch Drücken (3-5 Minuten) mit dem Zeigefinger gestillt werden.

In den ersten 3 Monaten nach der Operation sollte auf Sonnenbestrahlung und Solarium auf jeden Fall verzichtet werden. Diese kann zu bräunlichen Verfärbungen führen, die teilweise auch dauerhaft bleiben können.

Für ein Jahr sollte dann außerdem ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet werden. Ich empfehle, möglicherweise einen entsprechenden Hut, oder eine Kappe zu tragen.

10. Gibt es Risiken und Komplikationen, die auftreten können?

Trotz größter Präzision und Konzentration bei der Operation können gewisse Risiken leider nie ausgeschlossen werden.

Jedoch muss auch betont werden, dass bei einer Haartransplantation sehr selten Komplikationen auftreten.

Schwellungen an der Stirn und an den Augenlidern sind in der Regel normal. Selten finden sich auch Verfärbungen wie bei einem Bluterguss. Meist sind die vorhandenen Schwellungen jedoch nach 2-4 Tagen schon deutlich abgeklungen.

Patienten, die generell zu starker und übermäßiger Narbenbildung neigen, können auch nach einer Haartransplantation stärkere Narben ausbilden.

Selten kann es auch vorkommen, dass die Haare nach der Verpflanzung nicht ausreichend wachsen. Oft kann hier jedoch mit einem Medikament nachgeholfen werden.

Wenn die Entnahmestelle mit vermehrter Spannung verschlossen werden muss - etwa bei wiederholter Operation oder wenn sehr viele Haare verpflanzt werden sollen - kann es zu einem vorübergehenden Haarausfall im Bereich der Narbe kommen. Nach 3-4 Monaten beginnen die Haare aber in den meisten Fällen wieder völlig normal nachzuwachsen.

Oberflächliche Wundinfektionen sind selten und heilen meist nach kurzer Zeit wieder von selbst ab. Gelegentlich kann es dabei zu einer leichten Verbreiterung der Narbe kommen.

11. Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten einer Transplantation setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Ein verpflanztes Haar kostet zwischen €3-5, je nach Anzahl der verpflanzten Haare kommt somit ein Betrag von ungefähr € 4.000,- zustande. Das Team, das bei einer Haartransplantation tätig ist, hat eine spezielle Ausbildung und muss sehr viel Zeit aufwenden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen zu können. Da eine Haartransplantation nicht medizinisch notwendig ist, müssen die Kosten dafür auch vom Patienten oder der Patientin selbst getragen werden.

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