Dr. Andrea Rejzek - Plastische Chirurgin Wien 1140

Dr. Andrea Rejzek

Cumberlandstraße 3/1, 1140 Wien

Bauchdeckenstraffung

Bauchdeckenstraffung - Dr. Andrea Rejzek - Plastische Chirurgin Wien 1140
1/1
Quelle: Dr. Andrea Rejzek

01. Allgemeines

Unter einer Bauchdeckenstraffung ist generell die Entfernung von Gewebeüberschuss in der Bauchregion zu verstehen.

Immer mehr Menschen unterziehen sich heute sogenannten „bariatrischen“ Eingriffen (z.B. Magen-Band, Magen-Bypass, etc.), die dazu führen, dass in relativ kurzer Zeit viel Gewicht abgenommen wird und oft wieder das Idealgewicht erreicht wird. In den meisten Fällen schrumpft der Hautmantel nach einem solchen „bariatrischen“ Eingriff nicht entsprechend mit und es resultiert ein schlaffer Hautüberschuss am Bauch oder anderen Körperstellen.

Auch Schwangerschaften hinterlassen manchmal erschlafftes Gewebe, vor allem am Bauch, das sich auch durch gesunde Lebensweise und Sport nicht mehr rückbildet. Oft ist dabei die Haut über ihre Elastizitätsgrenzen gedehnt und damit nicht mehr fähig, sich wieder zusammen zu ziehen.

02. Bin ich ein geeigneter Kandidat für eine Bauchdeckenstraffung?

Patienten, die für eine Bauchdeckenstraffung infrage kommen, sollten über einen längeren Zeitraum ein stabiles Körpergewicht haben. Menschen, die immer wieder erheblich Gewicht ab- und dann wieder zunehmen, sind keine guten Kandidaten für eine Bauchdeckenstraffung, da das Ergebnis immer stark unter den Schwankungen leidet.

Die Bauchdeckenstraffung ist NICHT dazu geeignet, Gewicht abzunehmen. Es handelt sich um eine körperformende Straffungsoperation, die nicht zur Gewichtsreduktion geeignet ist.

Ein im Allgemeinen als „gut“ zu bezeichnender Gesundheitszustand ist ebenso Voraussetzung für eine Bauchdeckenstraffung.

03. Wann kann eine Bauchdeckenstraffung nicht durchgeführt werden?

Vorangegangene offene Baucheingriffe, insbesondere wenn bestimmte oder verschiedene Schnittführungen verwendet wurden, können eine klassische Bauchdeckenstraffung unmöglich machen. Hier sind manchmal alternative Methoden nötig, in seltenen Fällen kann eine Straffung auch gar nicht durchgeführt werden. Liegen zusätzlich Narben, oder Nabelbrüche vor, kann eine Bauchdeckenstraffung technisch schwierig sein. Hier ist eine Abklärung und Besprechung von Fall zu Fall nötig.

Patienten mit chronischen Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes, müssen medikamentös gut und stabil eingestellt sein. So kann Bluthochdruck das Blutungsrisiko erhöhen, Diabetes erhöht das Infektionsrisiko. Es dürfen auch keine schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa eine koronare Herzkrankheit, oder schwere Leber- und Nierenerkrankungen vorliegen.

Sollten Sie Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen ist, je nach zu Grunde liegender Erkrankung, eine Abklärung zusammen mit dem Hausarzt oder Internisten nötig, ob die Medikamente abgesetzt werden können und ein Eingriff vertretbar ist.

Liegen akute entzündliche Erkrankungen der Haut im Operationsgebiet, oder bestimmte chronische Hauterkrankungen, vor, ist von einer Bauchdeckenstraffung abzuraten.

Auch Raucher eignen sich nicht optimal für eine Bauchdeckenstraffung. Rauchen verengt die Blutgefäße und führt so zu Durchblutungsstörungen. Dies kann in weiterer Folge zu ernsten Wundheilungsstörungen führen. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend, 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Operation nicht zu rauchen.

04. Wie wird eine Bauchdeckenstraffung durchgeführt?

Über einen Schnitt etwa auf Höhe der Schamhaargrenze, der seitlich bis an die Beckenknochen reicht, wird Haut und Unterhautfettgewebe von der Bauchdecke abgelöst. Meist ist dazu auch ein Versetzten des Bauchnabels notwendig.

Die Bauchdecke wird, wenn nötig, durch Nähte gerafft und überschüssige Haut und Fett werden entfernt. Anschließend werden die Wunden wieder vernäht.

In vielen Fällen wird zusätzlich auch noch eine Fettabsaugung im Operationsbereich durchgeführt, was den Straffungseffekt und das postoperative Ergebnis zusätzlich verbessert.

05. Narkose

Grundsätzlich sollte bei einem solchen Eingriff der Vollnarkose der Vorzug gegeben werden.

Handelt es sich lediglich um eine kleine Unterbauchstraffung, kann jedoch auch eine OP in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf erfolgen.

06. Ergebnisse

Das Ziel einer Bauchstraffung ist eine deutliche Verbesserung der Bauchkontur, der Bauch soll nach mehreren Schwangerschaften oder starker Gewichtsabnahme wieder straff erscheinen.

Ein erstes Ergebnis ist postoperativ sofort sichtbar, das endgültige Ergebnis kann jedoch erst nach ungefähr 3 Monaten beurteilt werden.

07. Was muss ich vor der Operation beachten?

Bitte beachten Sie, dass Sie zum Zeitpunkt der Operation gesund sein müssen. Es dürfen KEINE akuten Infektionen (z.B. Grippe, Fieber, Angina, Fieberblasen etc.) oder akute Erkrankungen vorliegen. Blutverdünnende Medikamente müssen mindestens 10 Tage vor der Operation abgesetzt werden. In dieser Zeit dürfen Sie auch kein Aspirin oder aspirinhaltige Medikamente einnehmen. Das gleiche gilt für Nahrungsergänzungsmittel, da auch diese die Blutgerinnung beeinträchtigen können. Sprechen Sie gegebenenfalls bereits bei der Terminvereinbarung mit uns darüber. Ansonsten MUSS die Operation abgesetzt und der Termin verschoben werden. Es geht um Ihre Sicherheit! Meiden Sie in dieser Zeit auch übermäßigen Alkoholkonsum.

Am Tag vor der Operation sollten keine schwer verdaulichen (fetthaltigen) Nahrungsmittel gegessen werden, wenn die diese in Allgemeinnarkose durchgeführt wird. Findet die Operation am Morgen oder vormittags statt, darf nach dem Aufwachen in der Früh weder getrunken noch gegessen werden. Wird die Operation am Nachmittag durchgeführt, ist ein leichtes Frühstück erlaubt und wird von uns sogar empfohlen, da es möglicher Nervosität vorbeugen kann. Mindestens 6 Stunden vor dem geplanten Operationstermin dürfen Sie jedoch weder trinken, noch essen.

08. Was muss ich nach der Operation beachten?

Üblicherweise dürfen Sie am ersten oder zweiten Tag nach der Operation (in der Klinik) nach Hause gehen. Für die ersten Tage nach der Operation empfehlen wir auf jeden Fall körperliche Schonung.

Schon im OP-Saal oder am ersten Tag nach der Operation bekommen Sie einen straffen Verband oder eine spezielle Kompressionshose angelegt. Belassen Sie die Verbände bis zur ersten Kontrolle und folgen Sie den Anweisungen Ihres Arztes. Um die Bauchdecke, Wunde und die Nähte möglichst zu entlasten, sollten Sie in der ersten Zeit leicht gebückt, quasi in demütiger Haltung, gehen und stehen.

Sie sollten, vor allem in den ersten 1-2 Wochen, auch in leicht gebückter Haltung schlafen.

Husten und Niesen kann gerade in der ersten Phase nach der Operation unangenehm und schmerzhaft sein. Drücken Sie dazu mit beiden Händen flach aber durchaus kräftig auf den Bauch, so geht es ein wenig besser.

Nachdem die Drainagen entfernt wurden und spezielle Duschpflaster angelegt wurden, können Sie wieder duschen, also in etwa 2-3 Tage nach der Operation. Geben Sie auf jeden Fall entsprechend Acht, um nicht in der Dusche oder Badewanne auszurutschen. Verwenden Sie gegebenenfalls rutschfeste Unterlagen. Tupfen Sie Verbände nach dem Duschen mit einem weichen Handtuch trocken.

Solarium und intensive Sonnenbestrahlung können in der ersten Phase nach der Operation zu bräunlichen Verfärbungen der Haut und Narben führen, die gelegentlich dauerhaft sein können.

Aus diesem Grund empfehlen wir, in den ersten 6 Monaten nach der Operation auf Solarium und Sonnenbäder zu verzichten. Anschließend sollte für ein Jahr ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (sun blocker) verwendet werden.

09. Gibt es Risiken und Komplikationen, die auftreten können?

Trotz größtmöglicher Sorgfalt sind operative Eingriffe nie völlig ohne Risiko, wenngleich Komplikationen sehr selten sind. Dennoch sind sie nie völlig auszuschließen und sollten kurz erwähnt werden.

Nachblutungen sind selten. Geringgradige Nachblutungen werden durch die Drainagen abgeleitet oder können abpunktiert werden.

Oberflächliche Wundinfektionen sind selten und heilen meist von selbst aus. Gelegentlich kann es dabei zu einer leichten Verbreiterung der Narbe kommen.

Serome sind Ansammlungen von klarer Flüssigkeit in der Wundhöhle. Es handelt sich um Lymph- und Wundflüssigkeit. Ein Serom kann durch Punktieren abgezogen werden. Manchmal ist dieser Vorgang wiederholt nötig.

Durchblutungsstörungen der Haut sind selten, können aber vor allem im mittleren Unterbauch vorkommen. Raucher sind häufiger betroffen. Es kann zur Ablösung oder zum Absterben von Hautanteilen kommen. Kleine Areale heilen meist von selbst aus. Sind größere Areale betroffen, kann eine operative Sanierung notwendig sein.
Allergische Reaktionen auf verwendete Medikamente oder Pflaster sind im Allgemeinen selten. Wenn bei Ihnen eine Allergie bekannt ist, geben Sie uns bitte Bescheid, damit wir entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen können!

Allgemeine OP-Risiken sind beispielsweise Druckschäden an Weichteilen oder Nerven trotz korrekter Lagerung, die sich meist in kurzer Zeit wieder erholen und behandeln lassen. Ebenfalls sehr selten kann es zu Verbrennungen der Haut kommen durch Desinfektionsmittel oder Elektroden, die zur Stromableitung bei der in der Chirurgie verwendeten Spezialgeräte verwendet werden müssen.

10. Kann der Eingriff mit anderen Operationen kombiniert werden?

Bestehen bei einem Patienten zusätzlich zu schlaffem Gewebe auch hartnäckige Fettdepots, die auch durch gesunde Ernährung und gezieltes Training nicht bekämpft werden können, können diese in gleicher Sitzung durch eine zusätzliche Liposuktion (Fettabsaugung) entfernt werden. So wird nicht nur die Bauchdecke dauerhaft gestrafft, sondern eine deutliche Verbesserung der Körpersilhouette erreicht.

11. Kosten einer Bauchdeckenstraffung

Der Preis für eine Bauchdeckenstraffung beläuft sich insgesamt auf € 6.290,-. Der Preis von € 90 für das Beratungsgespräch wird Ihnen beim Gesamtpreis angerechnet! Außerdem im Gesamtpreis enthalten ist der stationäre Aufenthalt in einer Belegklinik, die Miete für den Operationssaal, Honorar für den Anästhesisten und die Operationsassistenz, Schmerzmittel nach der Operation, Verbandwechsel, alle Kontrollen (bei privater Kostenübernahme) und Nahtentfernung.

In seltenen Fällen werden die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung von der Krankenkasse übernommen. Medizinische Indikationen dafür sind das Vorliegen einer Rektusdiastase ab 5cm, oder ein sogenanntes Intertrigo. Bei diesem kommen aufgrund einer Fettschürze zwei Hautflächen aneinander zu liegen, an der Umschlagsfalte kommt es dabei häufig zu Ekzemen mit schmerzendem Wundsein der Haut.

In allen anderen Fällen wird eine Bauchdeckenstraffung von den Kassen wie eine Schönheitsoperation behandelt und muss deshalb finanziell vom Patienten selbst übernommen werden.

Erweitertes Profil (entgeltlich).
Letzte Aktualisierung: 06.07.2016

Filter

Zurücksetzen

Krankenkasse

Online-Termine

Sortierung

Gesamtbewertung

Merkmale

Wir setzen Cookies auf DocFinder.at ein, um Zugriffe zu analysieren, Ihre bevorzugten Einstellungen zu speichern und Ihr Nutzererlebnis zu verbessern.