Knorpeltherapie

Arthrose tritt häufig bei älteren Menschen auf. Der Gelenkverschleiß kann aber durch berufliche oder sportliche Beanspruchung oder aufgrund erhöhten Körpergewichts beschleunigt werden. Auch angeborene oder verletzungsbedingte Knorpelschäden oder Stoffwechselstörungen können zu einer vorzeitigen Gelenksalterung führen.
Ziel der Knorpeltherapie ist eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und eine Schmerzlinderung. Dafür stehen die folgenden nicht operativen Therapien zur Verfügung:

  • Hyaluronsäure: Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der im Knorpel und der Gelenkflüssigkeit vorkommt. Durch die Injektion synthetisch hergestellter Hyaluronsäure direkt in das Gelenk wird die Gleitfähigkeit verbessert, was sowohl zu einer Verbesserung der Beweglichkeit als auch zu einer Schmerzlinderung führt.
  • Autologes konditioniertes Plasma: Das Plasma wird aus dem Blut des Patienten gewonnen und direkt in das Gelenk injiziert. Die darin enthaltenen Wachstumsfaktoren regen den Heilungsprozess an.
  • Glucosaminsulfat: Glucosamin ist ein wichtiger Bestandteil der Knorpel. Die Einnahme von Glucosaminsulfaten in Tablettenform unterstützt die Regeneration der Gelenkschmiere. So verbessert sich die Beweglichkeit und die Schmerzen gehen zurück.

Wenn konservative Therapien nicht mehr helfen, können im Rahmen der endoprothetischen Versorgung künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt werden. Eine arthroskopische Knorpelzellentransplantation wird vor allem bei jungen Patienten empfohlen, die unter Gelenkverschleiß leiden.

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