Abklärung und Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule

Abklärung und Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule - OA Priv. Doz. Dr. Christoph Stihsen - Orthopäde Wien 1150
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Ich habe mich als Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie auf die Diagnose und Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. Notwendige Operationen werden von mir persönlich in einer Privatklinik oder im AKH, wo ich an der Universitätsklinik für Orthopädie als stellvertretender Leiter der Wirbelsäulenchirurgie tätig bin, durchgeführt.

 

  • Wirbelgleiten (Instabilität)

Eine Instabilität der Wirbelsäule wird in der medizinischen Fachsprache als Spondylolisthesis oder auch Wirbelgleiten bezeichnet. Das instabile Wirbelgelenk (Gleitwirbel) kann sich dabei im Vergleich zum darunterliegenden Wirbel sowohl nach vorne (ventral) als auch nach hinten (dorsal) verschieben. Der Grad der Abweichung wird anhand der Klassifikation nach Meyerding beurteilt.

In den meisten Fällen sind degenerative Verschleißprozesse der Wirbelsäule für das Wirbelgleiten verantwortlich. Zudem können auch Unfälle und Knochendefekte eine Spondylolisthesis auslösen. Gleitwirbel treten v.a. im Bereich der Lendenwirbelsäule auf.

Typische Symptome des Wirbelgleitens zeigen sich in Form von belastungs- bzw. bewegungsabhängigen Schmerzen im Rücken. Bei einem hochgradigen Wirbelgleiten kommt es auch zu neurologischen Beschwerden und einem Instabilitätsgefühl.

Die Behandlung erfolgt, je nach Art und Ausprägung der Spondylolisthesis sowie Alter und Aktivität des Patienten, entweder konservativ (u.a. Physiotherapie, medikamentöse Therapie, etc.) oder operativ (Versteifungsoperation).

 

  • Osteochondrose (Degeneration der Bandscheibe)

Als Osteochondrose wird eine degenerative (verschleißbedingte) Veränderung (Abnutzung) der Bandscheiben und angrenzenden Wirbeln bezeichnet. Die Ursachen einer Osteochondrose sind vielfältig. In der Regel liegt eine Überlastung der Bandscheiben vor.

Zu den Risikofaktoren, die eine Osteochondrose begünstigen, zählen u.a. schwere körperliche Arbeit, Übergewicht, Skoliosen und frühere Bandscheibenvorfälle bzw. Wirbelbrüche.

Die Diagnose wird in der Regel mithilfe bildgebender Verfahren, wie Röntgen oder MRT, gestellt. Die Behandlung erfolgt zunächst nicht-operativ durch Physiotherapie und gezielte Krankengymnastik. Führen konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg und ist die Lebensqualität aufgrund der Osteochondrose erheblich eingeschränkt, sollte operiert werden.

Ich bin gerne für Sie da!

 

  • Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) tritt der gallertartige Kern der Bandscheibe aufgrund eines Risses im umgebenden Faserknorpelring aus.

Von einem Bandscheibenvorfall ist in den meisten Fällen die Lendenwirbelsäule betroffen. Zu den Auslösern eines Bandscheibenvorfalls gehören v.a. dauerhafte Fehl- und Überbelastungen der Wirbelsäule, Übergewicht, ruckartige Bewegungen und schwere körperliche Arbeit.

Typische Symptome zeigen sich in Form von Rückenschmerzen, die in Arme und Beine ausstrahlen können. Sind durch den ausgetretenen Gallertkern auch Nervenwurzeln eingeklemmt, kann es zusätzlich zu Taubheitsgefühlen und Lähmungserscheinungen kommen. Treten zudem Darm- und Blasenentleerungsstörungen auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall.

Die Therapie eines Bandscheibenvorfalls richtet sich nach der Symptomatik und kann sowohl konservativ als auch operativ erfolgen.

 

  • Bandscheibenvorwölbung

Bei einer Bandscheibenprotrusion wölbt sich der Faserring der Bandscheibe in Richtung des Wirbelkanals vor, was zu lokalen Rückenschmerzen führen kann. Die Behandlung beschränkt sich auf eine gezielte Physiotherapie und Schmerzmittelgabe. Eine Operation ist nicht erforderlich.

 

  • Spinalkanalstenose (Wirbelkanalverengung)

Als Spinalkanalstenose wird eine Verengung des Wirbelkanals (Rückenmarkkanals) bezeichnet. Das typische Leitsymptom einer Wirbelkanalverengung sind Schmerzen in den Beinen, die bei längeren Gehstrecken zunehmen. Die Therapie erfolgt zunächst konservativ. Bei starker Beeinträchtigung kann auch eine Operation in Erwägung gezogen werden.

 

  • Facettensyndrom

Das Facettensyndrom (Wirbelgelenkarthrose) wird durch eine degenerative Veränderung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) ausgelöst und macht sich vor allem durch starke Rückenschmerzen bemerkbar. Die Therapie erfolgt zunächst konservativ (u.a. Medikamente, Infiltrationen, etc.). Eine langanhaltende Schmerzlinderung kann zudem durch einen operativen Eingriff erzielt werden.

 

  • Facettengelenkszysten

Facettengelenkszysten sind selten und häufig klinisch unauffällig. Sie werden oft erst als Zufallsbefund entdeckt. Die Behandlung richtet sich nach der Symptomatik.

 

  • Skoliose

Bei der Skoliose handelt es sich um eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Die Fehlstellung kann entweder angeboren sein oder sich aufgrund degenerativer Prozesse im fortgeschrittenen Lebensalter entwickeln. Die Therapie erfolgt in erster Linie konservativ (u.a. Physiotherapie, Korsett zur Stabilisierung der Wirbelsäule). Eine Operation erfolgt nur in sehr schweren Fällen von Skoliose.

 

  • Wirbelkörperfraktur (Wirbelkörpereinbruch)

Der Begriff Wirbelkörperfraktur bezeichnet einen Bruch eines Wirbelkörpers, der oftmals durch einen Unfall oder eine altersbedingte Osteoporose verursacht wird. Die Behandlung kann sowohl konservativ (bei stabilen Wirbelkörperfrakturen) als auch operativ (bei instabilen Wirbelbrüchen oder spontanen Frakturen) erfolgen.

 

  • Arthrose der Zwischenwirbelgelenke

Eine Arthrose der Zwischenwirbelgelenke kann in allen Segmenten der Wirbelsäule auftreten. Die Therapie erfolgt zunächst medikamentös. Auch Infiltrationen bringen bei starken Schmerzen eine vorübergehende Linderung. Reichen konservative Maßnahmen nicht aus, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden.

 

Bei Fragen bin ich gerne für Sie da!

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