Nebenniere

Bei den Nebennieren handelt es sich um hormonproduzierende Drüsen, die am oberen Ende der Nieren liegen und viele lebenswichtige Körperfunktionen beeinflussen. Sie bestehen aus der außen liegenden Nebennierenrinde und dem inneren Nebennierenmark. Während die Nebennierenrinde vor allem die Hormone Aldosteron und Kortisol produziert, werden im Nebennierenmark die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet.

Cushing-Syndrom
Beim sogenannten Cushing-Syndrom ist die Produktion des Nebennierenrindenhormons Kortisol krankhaft gesteigert bzw. wird dem Körper durch z.B. eine Langzeittherapie mit bestimmten Medikamenten zu viel Kortison zugeführt. Das Überangebot an Kortisol bezeichnet man als Hyperkortisolismus.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen u.a. gravierende Veränderungen im Gesichts- und Halsbereich (Mondgesicht, Stiernacken) infolge von Fettablagerungen, eine übermäßige Körperbehaarung bei Frauen, Potenzprobleme beim Mann, Wachstumsstörungen bei Kindern, Hautveränderungen, Muskelschwäche, eine schlechte Wundheilung sowie Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen.

Bei Verdacht auf ein Cushing-Syndrom wird der Kortisolwert im Blut und Urin bestimmt. Kommt ein Tumor als mögliche Ursache für das Cushing-Syndrom infrage, bieten sich zur Diagnose bildgebende Verfahren wie CT, Röntgen oder eine Szintigrafie an.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache des erhöhten Kortisolspiegels. In einem persönlichen Gespräch informiere ich Sie gerne über mögliche Therapie- und Behandlungsmethoden!

Nebenniereninsuffizienz
Eine Unterfunktion der Nebennierenrinde wird als Nebenniereninsuffizienz bezeichnet. Der Hormonmangel zeigt sich unterschiedlich. Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindelgefühl, Beschwerden im Magen-Darm Bereich, Übelkeit, niedriger Blutdruck und Blutzuckerspiegel, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie eine höhere Infektanfälligkeit und schlechtere Wundheilung. Stress kann weniger schnell abgebaut werden.

Im Rahmen einer entsprechenden Hormonersatztherapie kann der Hormonmangel ausgeglichen werden. Ich berate Sie gerne!

Phäochromozytom
Beim Phäochromozytom handelt es sich um einen meist gutartigen Tumor des Nebennierenmarkes. Der Tumor tritt meist nur einseitig auf. In sehr seltenen Fällen können aber auch beide Nebennieren von einem Phäochromozytom betroffen sein.

Das typische Symptom bei einem Phäochromozytom ist ein plötzlich auftretender, anfallsartiger Anstieg des Blutdrucks. Das Phäochromozytom kann auch einen dauerhaft erhöhten Blutdruck verursachen. Zudem kommen Beschwerden wie Schweißausbrüche, Herzklopfen und Herzrasen, Kopfschmerzen und Beklemmungsgefühle.

Die Therapie der ersten Wahl stellt eine operative Entfernung dar.

Bei Fragen bin ich gerne für Sie da!

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