Dr. Gunter Riedmüller - Internist Wien 1010

Dr. Gunter Riedmüller

Wollzeile 1-3, 1010 Wien

Diabetes

Diabetes - Dr. Gunter Riedmüller - Internist Wien 1010
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​Ich bin spezialisiert in der Behandlung und Diagnose von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.

Meine Leistungen:

  • Blutzuckereinstellung und Therapieoptimierung bei Diabetes mellitus
  • Gewichtsreduktion
  • Einschulung und Auffrischung bei funktioneller Insulintherapie (FIT)
  • Optimierung der Insulintherapie, Basis-Bolus-Therapie
  • Insulinpumpentherapie

Symptome des Diabetes:
  • starkes Durstgefühl
  • vermehrter Harndrang
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Sehverschlechterung
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme oder Heißhunger
  • Infektanfälligkeit, schlecht verheilende Wunden
  • abnehmende Libido

Sollten bei Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome vorliegen, so kann dies ein erstes Anzeichen für einen Diabetes sein. In diesem Fall können wir bei Ihnen durch einen Blutzuckertest die Diagnose stellen, sodass rechtzeitig mit der für Sie geeigneten Therapie begonnen werden kann.




Info Diabetes Typ 2:

Man schätzt, dass in Österreich rund 9% der Gesamtbevölkerung vom Diabetes Typ 2 betroffen sind, davon ist wiederum ein Drittel der Fälle noch nicht diagnostiziert (Quelle: österreichischer Diabetesbericht 2013).

Die Ursache ist eines unserer größten Zivilisationsprobleme, nämlich ein Überangebot an kohlenhydratreicher Ernährung und ein Mangel an täglicher Bewegung. Die Erkrankung beginnt mit der sogenannten Insulinresistenz. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse zwar noch genügend Insulin, dieses wird jedoch von den Zielzellen nicht ausreichend aufgenommen, weshalb der Blutzucker nicht verstoffwechselt werden kann. Das Ausmass der Insulinresistenz kann mittels bestimmter Blutuntersuchungen (C-Peptid, Insulin im Serum) festgestellt werden.

Mit zunehmender Krankheitsdauer erschöpft sich die Bauchspeicheldrüse immer mehr, bis es schließlich zum sogenannten absoluten Insulinmangel kommt, und Insulin von außen zugeführt werden muss.

Der Diabetes Typ 2 kann vor allem am Anfang noch gut mit Tabletten kontrolliert werden. In dieser Phase besteht auch eine reelle Chance auf ein Zurückdrängen der Erkrankung, hauptsächlich durch Umstellung der früheren Lebensgewohnheiten. Wir bieten hierzu ein spezielles Training und eine gezielte Ernährungsberatung an. Besteht die Erkrankung bereits seit längerem, ist eine Krankheitsprogression nur mehr schwer zu verhindern.

Auf Grund der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der modernen Therapeutika, sind mittlerweile die Komplikationen des Diabetes mellitus Typ 2 stark rückläufig, weshalb auch die Lebenserwartung von Jahr zu Jahr kontinuierlich ansteigt.

Info Diabetes Typ 1:

Der Diabetes Typ 1 tritt häufig bereits in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter auf, weshalb man auch vom sog. juvenilen Diabetes spricht.

Im Körper kommt es zur Bildung von sogenannten Autoantikörpern welche die körpereigenen, insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören. Als Ursache dafür werden genetische Faktoren aber auch Umweltfaktoren, wie zum Beispiel Viren, diskutiert. In Österreich sind etwa 5 bis 10% aller Diabetiker davon betroffen. Auf Grund des Fehlens von körpereigenen Insulin muss ein Diabetes Typ 1 meist sofort mit Insulin behandelt werden und diese Therapie ein Leben lang fortgesetzt werden. Häufig kommen zur Behandlung auch Insulinpumpen zum Einsatz, welche die fehlende Bauchspeicheldrüsenfunktion am Besten ersetzen. Das Erscheinungsbild des Typ 1 Diabetikers ist im Gegensatz zum Typ 2 Diabetiker meist schlank. Durch den Einsatz moderner und stabiler Insuline kann der Diabetes Typ 1 mittlerweile sehr gut behandelt werden, weshalb auch die Lebenserwartung kaum beeinträchtigt ist.

Info Insulinpumpe:

Für die Therapie mit einer Insulinpumpe entscheiden sich immer mehr Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1.

Einer dieser Gründe ist, dass es speziell in den letzten Jahren auf diesem Gebiet eine enorme technische Entwicklung gab. Der neueste Trend sind kleine, schlauchlose Systeme, sog. Patchpumpen, welche auf die Haut geklebt werden und alle drei Tage gewechselt werden. Die Steuerung erfolgt über Funk mit einem Smartphone-ähnlichem Gerät.

Aber auch andere Pumpenhersteller bieten innovative Produkte an. So gibt es bereits Pumpen mit einer automatischen Abschaltung, falls die Blutzuckerwert zu niedrig werden. Auch die Kombination einer Pumpe mit der Möglichkeit einer gleichzeitigen, kontinuierlichen Blutzuckermessung über einen Sensor ist möglich. Dadurch ist die Entwicklung schon sehr nahe der technischen Wunschvorstellung einer “künstlichen Bauchspeicheldrüse”, die autonom je nach aktuellem Blutzuckerwert eine bestimmte Insulinmenge abgibt.

Für erwachsene Typ 1 Diabetiker bieten wir die Neueinstellung und Einschulung auf alle gängigen Pumpenmodelle an. Dafür ist ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig. Falls sie in Österreich bei der KFA versichert sind kann dieser Krankenhausaufenthalt auch ohne Zusatzversicherung abgerechnet werden.


10 Fragen und Antworten zur Blutzuckermessung


  • Bei der Diagnose und Behandlung von Diabetes kommt dem HbA1c-Wert beziehungsweise „Langzeitblutzucker“ eine wichtige Bedeutung zu. Was genau sagt dieser Laborwert aus?

Der HbA1c Wert ist der sog. Langzeitblutzucker und repräsentiert das Blutzuckergedächtnis. Der Wert gibt dem Patienten und dem Arzt Informationen über die Blutzuckereinstellung der etwa letzten 8 Wochen.

Blutzucker wird an eine Form des roten Blutfarbstoffs gebunden und je höher der Blutzucker in diesem Zeitraum war, umso höher ist der gemessene HbA1c Wert. Auf Grund des Lebenszyklus der roten Blutkörperchen macht eine Bestimmung in einem Mindestintervall von 8 Wochen Sinn.

Angegeben wird der HbA1c Wert in Prozent oder nach neuer Nomenklatur in mmol/mol.

In der Regel wird bei Diabetikern einmal im Quartal oder bei guter stabiler Einstellung in einem noch größerem Intervall der HbA1c Wert gemessen.

Die HbA1c Ziele sind individuell. Sie richten sich in erster Linie nach der Dauer der Diabeteserkrankung und auch an das Vorhandensein möglicher kardiovaskulärer Vorerkrankungen.

So ist ein HbA1c Ziel bei einem frisch diagnostizierten Typ 2 Diabetiker mit 50 Jahren durchaus bei etwa 7% oder darunter sinnvoll.

Prinzipiell sollte der HbA1c Wert so niedrig wie möglich sein, ohne dass Unterzuckerungen vorhanden sind.

  • Auch zu niedrige HbA1c-Werte sind nicht optimal, was sagen diese aus?

Speziell bei Medikamenten, die Unterzuckerungen hervorrufen, insbesondere bei einer Insulintherapie, kann ein zu niedriger HbA1c Wert ein Hinweis auf immer wiederkehrende Unterzuckerungen sein.

  • Was sollte man beim Blutzucker messen beachten? Wie misst man richtig und wie häufig sollte man messen?

Zuerst sollte man sich gründlich die Hände mit Seife waschen. Danach steckt man den Blutzuckerteststreifen in das Blutzuckermessgerät. Anschließend nimmt man die Fingerkuppe eines Fingers und gewinnt durch Benutzung der Lanzette einen kleinen Blutstropfen und saugt diesen durch schräges Ansetzten des Teststreifens in die Kapillare des Streifens. Nach ein paar Sekunden wird der aktuelle Blutzuckerwert am Gerät angezeigt.

  • Was ist ein CGM-System “Continuous Glucose Monitoring“ und für wen ist es geeignet?

Ein CGM System besteht aus einem Sensor und einem Empfänger. Der Sensor wird bei dem am häufigsten gebräuchlichen System 14 Tage lang auf der Haut getragen und misst kontinuierlich den Blutzucker, etwa alle 2 Minuten. Die Messwerte werden an den Empfänger übertragen, wo sie abgelesen werden können.

Besonders geeignet sind diese Systeme für Patienten mit hohem Unterzuckerungsrisiko, im Speziellen bei Insulintherapien. Sie geben fast in Echtzeit Informationen über den aktuellen Blutzuckerwert, ohne dass extra eine Fingerstichmessung durchgeführt werden muss.

Insbesondere sind CGM Systeme sehr sinnvoll bei wiederkehrenden Hypoglykämien oder bei schwierigen Insulineinstellungen zur Optimierung der Therapie.

  • Warum ist eine Blutzuckerselbstkontrolle sinnvoll?

Eine Blutzuckerselbstkontrolle erhöht die Patientensicherheit und die Lebensqualität.

Weiters verbessert sie die Blutzuckereinstellung.

  • Wie häufig sollte eine Blutzuckerselbstkontrolle durchgeführt werden?

Die Häufigkeit richtet sich nach der Art der Therapie. So kann eine 1 bis 3x wöchentliche Blutzuckerkontrolle bei ausschließlich diätisch kontollierten oder medikamentös eingestellten Patienten, die ein niedriges Unterzuckerungsrisiko aufweisen, durchaus sinnvoll sein.

Prinzipiell kann man sagen: Je komplexer die Therapie und je mehr Insulin im Spiel ist, desto höher das Risiko für Unterzuckerungen und desto häufiger sollten die Blutzuckermessungen durchgeführt werden.

Routinemäßig sinnvoll für die Therapiekontrolle ist eine Überprüfung des Morgenzuckers in der Früh, nüchtern nach dem Aufstehen. Weiters sollte in allen Ausnahmesituationen der Blutzucker überprüft werden. Das wäre zum Beispiel eine zwischenzeitlich aufgetretene Grippe mit hohem Fieber oder wenn der Verdacht auf eine Unterzuckerung besteht.

  • Welche Patienten profitieren besonders von einer häufigen Blutzuckermessung?

Besonders Patienten mit einem DM Typ 1 und einer sogenannten funktionellen Insulintherapie bzw. Basis-Bolus Therapie profitieren besonders von einer häufigen Blutzuckermessung.

  • Was ist ein strukturiertes Blutzuckertagesprofil?

Das sind über den gesamten Tag verteilte Blutzuckermessungen, wodurch man Informationen über den tageszeitabhängigen Verlauf des Blutzuckerspiegels erhält.

Ein strukturiertes Blutzuckertagesprofil soll sowohl Messungen unmittelbar vor, als auch etwa 2 Stunden nach den Hauptmahlzeiten enthalten.

Insbesondere bei Neueinstellung oder Therapieumstellung können Blutzuckertagesprofile sinnvoll sein.

  • Was sind die Blutzuckerzielwerte bei einer Insulintherapie?

Als Therapieziele bei Patienten mit Insulintherapie gelten Blutzuckerwerte zwischen 80 bis 110mg/dl nüchtern bzw. vor den Mahlzeiten.

Benötigt jemand zusätzlich ein kurzwirksames Insulin vor den Mahlzeiten, so sollen die Werte 2h nach dem Essen unter 140mg/dl liegen.

Prinzip: So niedrig wie möglich ohne Unterzuckerungen.

Auch bei oralen Therapieformen sollten die Nüchternwerte so niedrig wie möglich sein, idealerweise unter 120mg/dl.

  • Welche Möglichkeiten zur Blutzuckerdokumentation gibt es?

Es gibt die herkömmliche Möglichkeit der Eintragung der Blutzuckerwerte in ein Blutzuckertagebuch. Dieses ist erhältlich bei den Apotheken, dem betreuenden Diabetologen oder beziehbar über Firmen, die Blutzuckermessgeräte herstellen.

Als praktikable Alternative können Blutzuckerwerte auch elektronisch über Apps ins Handy eingetragen werden.


Erweitertes Profil (entgeltlich). Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten ohne Gewähr.