OMR Dr. Erich Ropp - Frauenarzt Klagenfurt 9020

OMR Dr. Erich Ropp

Villacher Straße 1 A/6, 9020 Klagenfurt

HPV (Beratung, Abklärung)

HPV (Beratung, Abklärung) - OMR Dr. Erich Ropp - Frauenarzt Klagenfurt 9020
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Bei HPV handelt es sich um Humane Papillom Viren, eine Gruppe von DNA-Viren, die in viele verschiedene Typen unterteilt werden. Die Übertragung von HPV erfolgt am häufigsten über sexuelle Kontakte. Bei Frauen beträgt das Risiko für eine HPV-Infektion im Laufe des Lebens etwa 90 Prozent. Bei knapp 20 Prozent aller Frauen unter 25 kann eine HPV-Infektion nachgewiesen werden.

Niedrig-Risiko und Hoch-Risiko HPV-Typen

Bei HP-Viren wird zwischen Niedrig-Risiko Stämmen (z.B. HPV 6 und 11) und Hoch-Risiko Stämmen (z.B. HPV 16 und 18) unterschieden. Während eine Infektion mit einem Niedrig-Risiko HPV Stamm zur Entwicklung von Feigwarzen (Kondylomen) im Genitalbereich führen kann, sind persistierende Infektionen mit Hoch-Risiko HPV Typen für die Entstehung von Dysplasien und Zervixkarzinomen (Gebärmutterhalskrebs) verantwortlich. Darüber hinaus kann eine lokale HPV Infektion zur Entwicklung von weiteren Arten von Genitalkarzinomen (Vulva, Vagina, Anus, Penis) und extragenitalen Karzinomen (z.B. Mundhöhlenkrebs, Luftröhrenkrebs) führen.

HPV und Gebärmutterhalskrebs

Bei Frauen gilt die Infektion mit HP-Viren als primäre Ursache für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs, wobei es in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist zu erwähnen, dass eine HPV-Infektion auf keinen Fall zwangsläufig zu Gebärmutterhals führen muss. Üblicherweise wird das Virus vom Immunsystem erfolgreich bekämpft und in weiterer Folge vollständig aus dem Körper entfernt. Die Infektionen verlaufen im Regelfall asymptomatisch (unerkannt). Ist das Immunsystem allerdings nicht in der Lage das Virus vollständig aus dem Körper zu entfernen und verbleibt dieses über einen längeren Zeitraum im Körper (persistierende Infektion über mehrere Monate bis Jahre), dann können sich unterschiedliche Erkrankungen, darunter Gebärmutterhalskrebs, entwickeln.

 

Zervixabstrich

Dies ist auch einer der Gründe, weswegen die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung so wichtig ist - dank des während der Untersuchung durchgeführten Zervixabstrichs (Krebsabstrich) ist es möglich Krebsvorstufen sehr früh zu erkennen, sodass rechtzeitig entsprechende Therapiemaßnahmen in die Wege geleitet werden können.

Der Zervixabstrich ist eines der sichersten und erfolgreichsten diagnostischen Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Die Probe wird später von mir in der Ordination untersucht und gibt die Möglichkeit, etwaige Zellveränderungen rechtzeitig zu identifizieren und Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zu erfassen.

Bisher wurden in der Ordination über 142.000 Abstriche gemacht. Rund 98% der Befunde sind negativ, zwei Prozent aller Patientinnen (mit PAP III, PAP IIID oder PAP IV) werden nach der zytologischen Untersuchung zu einem Gespräch in die Ordination gebeten, um den Befund und das weitere Vorgehen (je nach Befund erweiterte Kolposkopie, Biopsie für die histologische Untersuchung, neuerlicher PAP-Abstrich, HPV-Test) in aller Ruhe zu besprechen.

Als einziger Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kärnten und einer von sehr wenigen in Österreich verfüge ich über einen Vertrag mit allen Kassen für die Befundung der gynäkologischen Zytodiagnostik.

HPV-Impfung

Einen sehr hohen Schutz vor einer Infektion mit HPV bietet die HPV-Impfung. Die Impfung hat prinzipiell den größten Nutzen, wenn sie zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu welchem es noch keinen Kontakt mit HPV gegeben hat, idealerweise also dann, wenn noch kein sexueller Kontakt stattgefunden hat. In Österreich wird empfohlen, Mädchen und Jungen mit vollendetem neunten Lebensjahr zu impfen. Seit 2014 gibt es in Österreich auch ein kostenloses Schulimpfprogramm für alle Mädchen und Jungen zwischen dem neunten und zwölften Geburtstag bzw. in der vierten Klasse Volksschule.

Es sind mehrere Impfstoffe zugelassen, darunter ein 9-fach-Impfstoff, der gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 (Verursacher von Genitalwarzen, Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen und anderen Genitalkarzinomen) wirksam ist.

Wichtigkeit der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung trotz HPV-Impfung

Die HPV-Impfung schützt zwar vor den häufigsten und gefährlichsten, jedoch nicht vor allen HPV-Typen. Weiters handelt es sich bei der HPV-Impfung um eine Schutzimpfung - eine bereits bestehende Infektion wird durch die Impfung nicht geheilt. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass auch geimpfte Mädchen und Frauen regelmäßig einen Zervixabstrich im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Bei Fragen zu HPV und zur HPV-Impfung bin ich in der Ordination gerne persönlich für Sie da.

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