Aortenaneurysma

Aortenaneurysma - Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Markus Klinger FEBVS - Gefäßchirurg Wien 1190
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Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine Erweiterung eines Blutgefäßes um mehr als fünfzig Prozent des normalen, altersentsprechenden Durchmessers. Obwohl Aneurysmen grundsätzlich jede Schlagader des Körpers betreffen können (u.a. Hauptschlagader unter dem Zwerchfell oder im Brustbereich, Beckenschlagader, Kniekehlenschlagader, Hirnschlagader), treten sie gehäuft an der Bauchschlagader auf (Bauchaortenaneurysma).

Zu den Risikofaktoren, welche die Entstehung eines Aneurysmas begünstigen, zählen u.a. ein erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie) und das Rauchen (Nikotinabusus). Zudem kann eine familiäre Veranlagung das Risiko, an einem Aortenaneurysma zu erkranken, erhöhen. Männer sind von Aortenaneurysmen öfter betroffen als Frauen.

Da ein Aortenaneurysma in der Regel keine Beschwerden verursacht, wird die Diagnose oftmals eher zufällig gestellt. Bei der Behandlung eines Aortenaneurysmas spielt der maximale Querdurchmesser der lokalen Ausbuchtung eine zentrale Rolle. Aneurysmen mit einer Größe von unter fünf Zentimetern können meist medikamentös behandelt werden. Ab einem Durchmesser von über 50-55 Millimeter ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um einer Ruptur des Aneurysmas zuvorzukommen.

Das Aortenaneurysma kann mittels offener Operation oder durch das Einbringen einer Gefäßprothese über die Leistenschlagadern (Aortenentgraft) behandelt werden.

In einem persönlichen Gespräch informiere ich Sie gerne über den genauen Behandlungsablauf!

Anmerkung: Informationen zum Aneurysma-Screening finden Sie in einem eigenen Leistungspunkt weiter unten.

Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten ohne Gewähr.