OA Dr. Wilhelm Bauer

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Urologie

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Blasenkrebs / Laparoskopische radikale Zystektomie

Für die Behandlung von Blasenkrebs stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden, darunter chirurgische Methoden, Chemo- und Immuntherapie, zur Verfügung. Die Therapie ist vor allem vom Krankheitsstadium abhängig bzw. davon ob und wie tief der Krebs bereits in die Blasenwand eingedrungen ist. Ein kleiner oberflächlicher Tumor lässt sich häufig endoskopisch entfernen.

Ist der Blasenkrebs bereits in die Muskelwand eingedrungen oder hat ein oberflächlich angesiedelter Tumor bereits einen größeren Teil der Harnblase befallen, wird häufig eine sogenannte Zystektomie durchgeführt.
 
Laparoskopisch radikale Zystektomie

Bei der Zystektomie handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei welchem die Harnblase entfernt wird. Ist der Krebs invasiv, so erfolgt eine radikale Zystektomie; das bedeutet, dass neben der gesamten Blase auch die benachbarten Lymphknoten sowie alle benachbarten Organe, die Krebszellen enthalten entfernt werden - bei Frauen sind dies die Gebärmutter und die Eierstöcke, bei Männern die Prostata und die Samenbläschen.
 
Bei Möglichkeit führe ich die radikale Zystektomie laparoskopisch (minimal-invasiv) durch. Im Vergleich zu einer offenen Operation gehen minimal-invasive Eingriffe für den Patienten mit zahlreichen Vorteilen einher: Da bei einer laparoskopisch durchgeführten Operation auf große Hautschnitte verzichtet wird, ist das allgemeine Operationsrisiko (Infektionen, Blutverlust etc.) reduziert, darüber hinaus fallen postoperative Schmerzen und die Narbenbildung geringer aus und Patienten erholen sich im Regelfall schneller als nach einem offenen chirurgischen Eingriff.
 
Neoblase
Wird die Blase entfernt, muss gleichzeitig eine neue Möglichkeit zur Speicherung und Ableitung von Urin geschaffen werden. Eine weit verbreitete Methode ist die Bildung einer sogenannten Neoblase. Dabei wird aus einem Stück des Dünndarms ein neuer Sammelbeutel geschaffen. In weiterer Folge kann der Urin auf natürlichem Weg oder mithilfe eines Katheters durch die Harnröhre entleert werden, sodass die kontinuierliche Harnableitung auch ohne Harnblase sichergestellt ist.
 
Der Operationserfolg wird laufend im Rahmen regelmäßiger Nachsorgeuntersuchungen kontrolliert. Der genaue Ablauf und die Notwendigkeit der Operation, mögliche Risiken und Nebenwirkungen sowie die Behandlung dieser, alternative Behandlungsmöglichkeiten und die operative Nachsorge werden vorab ausführlich und ganz in Ruhe besprochen. Bei Fragen zur Diagnose und Therapie von Blasenkrebs stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
 
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