Hygiene im Alltag

Hygiene im Alltag

Im Alltag sind einige Hygienemaßnahmen unbedingt zu beachten, um sich selbst und andere vor Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen zu schützen und Krankheiten gezielt vorzubeugen. Die alltägliche Hygiene reicht vom gründlichen Händewaschen bis hin zur regelmäßigen Reinigung von Oberflächen und Gegenständen. Lesen Sie hier mehr über Hygiene, Keime und wichtige Hygienemaßnahmen.

Was ist Hygiene?

Hygiene ist die Lehre von der Prävention von Krankheiten und von der Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit. Der Begriff “Hygiene” stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „der Gesundheit dienende Kunst“.

Ziel der Hygiene, besser gesagt der einzelnen Hygienemaßnahmen, ist es, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des einzelnen Menschen (Individualhygiene) und der Gesellschaft (Allgemeinhygiene) zu erhalten und zu verbessern. Hygiene ist die Gesamtheit aller Maßnahmen um Krankheiten und Beeinträchtigungen der Gesundheit vorzubeugen, ein Hauptaugenmerk ist die Prävention von Infektionskrankheiten.

 

Keime (Bakterien, Viren, Pilze)

Keime sind praktisch überall in der Umgebung anzutreffen. Unter dem Begriff “Keime” werden in der Medizin verschiedene Mikroorganismen zusammengefasst. Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine Organismen, die mit freiem Auge nicht erkennbar sind und aus einzelnen Zellen oder aus Zellaggregaten bestehen. Krankheitserregende Mikroorganismen werden auch als mikrobielle Erreger bezeichnet.

Zu Mikroorganismen zählen Bakterien, Archaebakterien, Viren, ein großer Teil der Pilze, viele Algen, Protozoen (Einzeller) und Viren. Zwar sind Viren keine Zellen, aufgrund ihrer Größe werden sie jedoch ebenfalls zu den Mikroorganismen gezählt.

Insbesondere Bakterien und Viren werden im täglichen Sprachgebrauch immer wieder verwechselt oder synonym verwendet. Zwischen Bakterien und Viren gibt es jedoch wesentliche Unterschiede:

 

Bakterien

Bakterien zählen zu den Prokaryoten. Prokaryoten sind Lebewesen, die über keinen Zellkern verfügen. Die Desoxyribonukleinsäure (DNA) liegt bei Bakterien frei in den Zellen vor, genauer gesagt im Zytoplasma. Außen sind Bakterien von einer Zytoplasmamembran umhüllt, viele Bakterien verfügen darüber hinaus noch über eine zusätzliche Zellwand. Bakterien haben einen eigenen Stoffwechsel und vermehren sich durch Zellteilung.

Es gibt viele verschiedene Gattungen und Spezies; unterteilt werden Bakterien prinzipiell nach ihrer Form (z.B. kugel- oder fadenförmige Bakterien), nach ihrem Färbeverhalten (gram-positiv und gram-negativ), nach ihrer Begeißelung (monotrich, lophotrich, peritrich) und nach ihrer Sauerstofftoleranz (aerob, anaerob, mikroaerophil, aerotolerant, mikroaerotolerant). Beispiele für Bakterien-Gattungen sind z.B. Bacillus, Borrelia, Chlamydia, Clostridium, Escherichia, Helicobacter, Legionella, Listeria, Salmonella, Shigella, Staphylococcus und Streptococcus.

Bakterien sind für den Menschen besonders wichtig und spielen im menschlichen Körper eine große Rolle. Ein erwachsener Mensch wird von mehreren Billionen Bakterien besiedelt, wobei sich ein Großteil dieser im Verdauungstrakt befindet (Darmflora). Auch auf der Haut und im Mundraum finden sich viele verschiedene Bakterien und andere Mikroorganismen (Hautflora, Mundflora).

Zahlreiche Bakterien können jedoch auch als Krankheitserreger wirken und teils lebensbedrohliche Erkrankungen verursachen. Einige Beispiele für durch Bakterien verursachte Erkrankungen sind Lungenentzündung (verursachende Bakterien-Spezies: u.a. Streptococcus pneumoniae), Blasenentzündung (verursachende Bakterien-Spezies: u.a. Escherichia coli), Borreliose (verursachende Bakterien-Spezies: Borrelia burgdorferi) und chronische Typ-B-Gastritis (verursachende Bakterien-Spezies: Helicobacter pylori). Haben Bakterien erstmals eine Infektion verursacht, werden sie häufig mit Antibiotika behandelt, weshalb die richtige Hygiene im Alltag hier auch vorbeugend sein kann.

 

Mikrobielle Verderbniserreger und pathogene Keime

Einige in Lebensmitteln vorkommende Bakterien sind in der Lage während ihrer Vermehrung Enzyme zu bilden, durch welche Zucker, Stärke, Fette und Eiweiße abgebaut werden (mikrobielle Verderbniserreger). Während dieser Vorgänge entstehen Stoffwechselprodukte, durch welche der Geruch, der Geschmack, die Konsistenz und das Aussehen von Lebensmitteln so verändert werden, dass diese für den Verzehr ungeeignet werden. Im Gegensatz dazu verändern pathogene Keime den Geruch, den Geschmack, die Konsistenz und das Aussehen von Lebensmitteln in vielen Fällen nicht; der Verzehr von Lebensmitteln, in welchen pathogene Keime vorkommen kann eine Reihe von Krankheiten hervorrufen (z.B. Lebensmittelinfektionen durch Bakterien der Gattung Salmonella oder Brucella).

 

Viren

Bei Viren handelt es sich um infektiöse Partikel. Sie bestehen aus DNA oder Ribonukleinsäure (RNA) und einer Proteinhülle. Im Gegensatz zu Bakterien sind Viren nicht in der Lage selbst Stoffwechselvorgänge durchzuführen und sich eigenständig zu vermehren. Zur Vermehrung benötigen Viren virusspezifische Zellen (Wirtszellen). Da sie keinen eigenen Stoffwechsel haben und zur Vermehrung auf andere zelluläre Lebewesen angewiesen sind, gelten Viren nur bedingt als Lebewesen. Bei einer Virusinfektion heftet sich ein Virus an eine Wirtszelle an und bringt sein Erbmaterial ins Zellinnere. Die vom Virus befallene Zelle produziert mit dem Erbmaterial des Virus neue Viren und setzt diese frei.

Häufige durch Viren verursachte Krankheiten sind z.B. Grippe (verursacht durch Influenzaviren), Schnupfen und Erkältungen (verursacht durch Rhino- und Adenoviren), Herpes labialis und Herpes genitalis (verursacht durch Herpesviren), Gürtelrose (verursacht durch Herpesviren), Warzen (verursacht durch Papillomaviren), Masern und Mumps (verursacht durch Paramyxoviren).

Viren können auf unterschiedliche Weise übertragen werden. So verteilen sich Influenzaviren beispielsweise per Tröpfcheninfektion (Einatmen von Atemluft, die kontaminierte Partikel enthält), per Schmierinfektion (Berühren von Flächen und Gegenständen mit kontaminierten Sekreten auf der Oberfläche) oder per Kontaktinfektion (direkter Körperkontakt mit einer anderen Person). Speziell bei der Schmier- und Kontaktinfektion, kann Hygiene Infektionen vorbeugen.

Pilze

Pilze zählen zu den Eukaryoten. Eukaryoten sind alle Lebewesen, die über einen Zellkern verfügen. Pilze leben auf organischem Material und “ernähren” sich, indem sie Enzyme in ihrer Umgebung sezernieren und anschließend die jeweiligen Zersetzungsprodukte aufnehmen. Hinsichtlich Form, Gestalt und Struktur (Morphologie) werden in der Medizin grob drei Pilzformen unterschieden, darunter Sproßpilze (Hefen), Fadenpilze und dimorphe Pilze.

Krankheitsverursachende Hefenspezies beim Menschen sind u.a. Candida albicans, Candida glabrata, Candida krusei und Candida parapsilosis. Zu den Fadenpilzen zählen u.a. Schimmelpilze und Dermatophyten (Hautpilze), Beispiele für Fadenpilzerkrankungen sind Lungenentzündung, Gehörgangentzündung und Fußpilz.

 

Hygienemaßnahmen

Zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen zur Beseitigung/Abtötung der oben angeführten Mikroorganismen zählen u.a. Reinigung, Desinfektion und Sterilisation.

Für die Bereiche Krankenhaushygiene, Lebensmittelhygiene, Trinkwasserhygiene, Wäschereihygiene, Arbeitshygiene (Prävention von Berufskrankheiten) und andere wirtschaftliche Bereiche liegen strenge gesetzlich geregelte Vorschriften hinsichtlich der Umsetzung dieser und anderer Hygienemaßnahmen vor (z.B. Infektionsschutzgesetz (IfSG) für Hygienemaßnahmen im Krankenhaus, Trinkwasserrichtlinie der Europäischen Union (EU) etc.).

Bei der individuellen Hygiene wird oftmals primär an das Händewaschen, Duschen, Zähneputzen und andere körperbezogene Hygienemaßnahmen gedacht. Tatsächlich umfasst “richtige” Hygiene im Alltag jedoch noch zahlreiche andere Aspekte wie etwa die regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Materialien, Oberflächen und Gebrauchsgegenständen.

 

Reinigung

Unter dem Begriff “Reinigung” werden allgemeine Maßnahmen zusammengefasst, mithilfe welcher Schmutzrückstände und unerwünschte Stoffe, darunter auch Keime, entfernt werden. Reinigung kann allgemein nach dem Objekt der Reinigung unterteilt werden in Körperreinigung, Textilreinigung, Geschirrreinigung, Lebensmittelreinigung, Oberflächenreinigung und andere Anwendungsbereiche.

Zur Reinigung von Oberflächen, Geräten und Textilien stehen verschiedene Reinigungsmittel zur Verfügung, welche unterschiedliche Komponenten enthalten, um den Reinigungsvorgang zu bewirken oder zu unterstützen (z.B. Waschmittel und Weichspüler, Scheuermittel, Fensterreinigungsmittel, Sanitärreinigungsmittel, Allzweckreinigungsmittel, Geschirrspülmittel).

Die Keimreduktion, die mithilfe einer Reinigung erreicht werden kann schwankt zwischen ca. zehn und 90 Prozent. Ausschlaggebend für das Ergebnis ist nicht nur die Qualität des verwendeten Reinigungsmittels, sondern auch die Art der Reinigung bzw. die Reinigungstechnik – wird eine Oberfläche zu schnell und unachtsam gereinigt, besteht die Möglichkeit, dass Mikroorganismen lediglich von einer Stelle auf eine andere “verschleppt”, jedoch nicht entfernt werden.

 

Desinfektion

Bei der Desinfektion handelt es sich um eine wichtige Hygienemaßnahme, deren Zweck es ist, potenzielle Krankheitserreger zu inaktivieren oder abzutöten, sodass eine Infektion nicht mehr möglich ist.

Je nach Desinfektionsobjekt wird unterschieden zwischen Hautdesinfektion (z.B. Desinfektion der Hände), Wäschedesinfektion, Flächendesinfektion, Raumdesinfektion und anderen Desinfektionsobjekten.

Im Gegensatz zu einer Sterilisation werden bei einer Desinfektion nicht alle Keime restlos abgetötet. Ein Desinfektionsmittel gilt dann als wirksam, wenn es in der Lage ist die Lebendkeimzahl um den Faktor 105 zu reduzieren. Das bedeutet, dass bei richtiger Anwendung des Desinfektionsmittels von ursprünglich einer Million Mikroorganismen nach der Desinfektion nicht mehr als zehn überleben dürfen (= Abtötung von 99,999 Prozent aller Mikroorganismen).

Die im Handel erhältlichen Desinfektionsmittel zur Desinfektion von Oberflächen, Gegenständen, Sanitäreinrichtungen und Händen enthalten je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Wirkstoffe (z.B. Oxidationsmittel, Alkohole) und sind bakterizid (bakterientötend) und/oder fungizid (abtötende Wirkung auf Pilze und ihre Sporen) und/oder viruzid (virustötend).

 

Hygiene im Alltag

Egal ob zu Hause oder in der Öffentlichkeit, Mikroorganismen sind überall. Insbesondere an Orten, an denen mehrere Menschen zusammenkommen steigt die Gefahr einer Ansteckung mit Krankheitserregern – und das nicht nur in der Grippezeit.

Um sich selbst und andere zu schützen, sollte jeder Einzelne auf eine bestimmte Hygiene achten. Zu diesen zählt jedoch nicht nur die körperliche Hygiene wie beispielsweise gründliches Händewaschen – auch bei der Reinigung von Textilien und Oberflächen gilt es einiges zu beachten.

Reinigung der Reinigungsutensilien: Schwämme, Spül- und Geschirrtücher gehören regelmäßig gereinigt und ausgetauscht und sollten nach dem Gebrauch getrocknet werden. Wird die Reinigung der Reinigungsutensilien vernachlässigt, sammelt sich in diesen eine Vielzahl an unterschiedlichen Keimen. Diese werden wiederum beim Reinigen und Trocknen auf Küchenutensilien und Oberflächen übertragen. Geschirrtücher und Bekleidung sollten getrennt voneinander gewaschen werden. Bei der Reinigung sollten immer Gummihandschuhe getragen werden.

Reinigung/Desinfektion von Oberflächen und Gegenständen: Oberflächen und Gegenstände sollten regelmäßig von Schmutzrückständen und Mikroorganismen befreit werden. Mit einem feuchten Reinigungstuch ist es meistens jedoch nicht getan – wichtig ist eine genaue Reinigung mit den richtigen Reinigungs-/Desinfektionsmitteln. Wer schnell und ungenau mit einem feuchten Tuch über die Oberflächen wischt, der riskiert, dass Keime lediglich von einer Stelle auf der Oberfläche auf eine andere verteilt, jedoch nicht beseitigt werden.

Mit geeigneten Desinfektionsmitteln regelmäßig bearbeitet werden sollten insbesondere Oberflächen mit regelmäßigem Hautkontakt, darunter z.B. Handläufe, Türgriffe, Spülvorrichtungen auf der Toilette, Lichtschalter, Fernbedienungen, Tastaturen und Touchscreens. Die Reinigung/Desinfektion sollte immer gemäß der Anweisungen auf den Reinigungs-/Desinfektionsmitteln erfolgen, zudem sollten immer Gummihandschuhe getragen werden.

Reinigung/Desinfektion von Sanitäreinrichtungen: In Sanitärräumen kommt es in besonderem Maße auf Sauberkeit und Hygiene an, denn gerade im Badezimmer und auf der Toilette besteht ein großes Risiko, dass Keime übertragen werden.

Für die Reinigung/Desinfektion von Sanitäreinrichtungen gibt es im Handel eine große Auswahl an Reinigungs-/Desinfektionsmitteln für die jeweiligen Anwendungsbereiche (z.B. WC-Reiniger, Bad-Reiniger, Schimmel-Entferner etc.). Sparen ist hier übrigens fehl am Platz – nur wer regelmäßig mit den richtigen Reinigungs-/Desinfektionsmitteln reinigt, schützt sich selbst und andere vor Infektionen und Krankheiten. Nicht zu vergessen sind die Türklinken, da diese nach Benutzen der Toilette mit ungewaschenen Händen angefasst werden. Um keine Keime vom WC ins Bad zu übertragen, sollten für die unterschiedlichen Bereiche immer unterschiedliche Reinigungsutensilien verwendet werden. Diese gehören nach einer Reinigung/Desinfektion gewaschen oder entsorgt. Die Reinigung/Desinfektion sollte immer gemäß der Anweisungen auf den Reinigungs-/Desinfektionsmitteln erfolgen, zudem sollten immer Gummihandschuhe getragen werden.

Reinigung der Bettwäsche: Bettwäsche sollte getrennt von anderen Textilien gewaschen werden. Wie oft die Bettwäsche gewechselt gehört, hängt von verschiedenen Faktoren ab, bei “normaler” Verschmutzung wird zu einem Wechsel alle zwei bis drei Wochen geraten.

Reinigung von Handtüchern: Die richtige Pflege von Handtüchern hängt u.a. vom Material der Handtücher ab (z.B. Baumwolle, Bio-Baumwolle, Mischtextilien etc.). Handtücher aus Baumwolle oder aus Mischtextilien werden im Regelfall bei 60 Grad hygienisch sauber. Ein Handtuch sollte immer nur von einer Person verwendet und nach dem Abtrocknen zum Trocknen aufgehängt werden.

Lüften: In geschlossenen Räumen kann sich die Anzahl an Keimen in der Luft stark vermehren. Lüften (ca. drei- bis viermal täglich für je zehn Minuten) reduziert das Ansteckungsrisiko und verbessert zudem das allgemeine Raumklima.

Richtiges Händewaschen: Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern, deshalb sollte man bei diesen besonders auf Hygiene achten. Hände kommen beim Husten, auf der Toilette, beim morgendlichen Spaziergang mit dem Hund, beim Kochen, beim Festhalten in der Straßenbahn, beim Öffnen von Türen und Fenstern und bei vielen anderen Tätigkeiten mit Keimen in Kontakt. Beim gemeinsamen Benutzen von Gegenständen und beim Händeschütteln können Krankheitserreger leicht von einer Hand auf die andere übertragen werden. Wird dann mit den Händen das Gesicht berührt, können die Erreger über die Schleimhäute in den Körper eindringen.

Nur die gründliche Reinigung bzw. Desinfektion der Hände kann diesen Übertragungsweg unterbrechen. Gründliches Händewaschen unter fließendem Wasser dauert zwischen 20 und 30 Sekunden und beinhaltet das Einseifen, Spülen und sorgfältige Abtrocknen der Handinnenflächen, der Handrücken, der Daumen, der Fingerspitzen und Fingernägel sowie der Fingerzwischenräume. Für unterwegs sind spezielle Hygiene-Produkte erhältlich, mithilfe welcher die Hände ohne Wasser und ohne Seife jederzeit und überall desinfiziert werden können.

Neben diesen Maßnahmen gibt es noch viele andere Hygiene-Maßnahmen, die jeden Menschen in unterschiedlichsten Lebensbereichen betreffen, zum Erhalt der Gesundheit beitragen und das Risiko für Infektionskrankheiten reduzieren. Sie reichen vom Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten durch Kondome und wichtige Intimhygiene-Maßnahmen über das Vermeiden von Fuß- und Nagelpilzen durch regelmäßige Fußpflege bis hin zur richtigen Reinigung und Lagerung von Nahrungsmitteln.

Bei Fragen kann es sich lohnen bei Ärzten, Apothekern und anderen Experten weitere Informationen und Rat einzuholen.

 

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Fact-Box Hygiene

Hygiene ist die Summe aller Maßnahmen um Infektionen und Krankheiten vorzubeugen.

Wichtige Hygienemaßnahmen: Reinigung, Desinfektion und andere

Keime: Bezeichnung für verschiedene Mikroorgansimen

Mikroorganismen: Bakterien, Viren, Pilze, viele Algen, Protozoen, Viren

Bakterien: kein Zellkern, eigener Stoffwechsel, Vermehrung durch Zellteilung; häufige bakteriell verursachte Erkrankungen: Lungenentzündung, Blasenentzündung, Borreliose, Typ-B-Gastritis

Viren: kein eigener Stoffwechsel, für Vermehrung auf Wirtszellen angewiesen; häufige durch Viren verursachte Erkrankungen: Grippe, Schnupfen und Erkältung, Herpes, Gürtelrose, Warzen

Pilze: eigener Zellkern; häufige durch Pilze verursachte Erkrankungen: Fuß- und Nagelpilz

Reinigung: Maßnahmen, um Schmutzrückstände und unerwünschte Stoffe wie Keime zu entfernen; wird u.a. unterteilt nach dem Objekt der Reinigung (z.B. Körperreinigung, Textilreinigung, Geschirrreinigung, Lebensmittelreinigung, Oberflächenreinigung)

Desinfektion: Hygienemaßnahme, um Krankheiterreger zu inaktivieren bzw. zu töten, sodass eine Infektion nicht mehr möglich ist; wird u.a. unterteilt nach dem Objekt der Desinfektion (z.B. Hautdesinfektion, Wäschedesinfektion, Flächendesinfektion, Raumdesinfektion); im Handel erhältliche Desinfektionsmittel sind bakterizid und/oder fungizid und/oder viruzid

 

Quellen:
Düllingen M. et al. (2016): Hygiene und medizinische Mikrobiologie, 7. Aufl., Schattauer GmbH, Verlag für Medizin und Naturwissenschaften, Stuttgart

Jassoy C. et al. (2013): Hygiene, Infektiologie, Mikrobiologie, 2. Aufl., Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Pfeiffer A. , Lauterbach S.; Das A und O der Hygienemaßnahmen, Pharmazeutische Zeitung 15/2009, Avoxa - Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH

Widmer A.F.; Händehygiene: Vom Ritual zur evidenzbasierten Infektprävention, ARS Medici 01/2007, Rosenfluh Publikationen AG

Christiansen B. et al.; Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen - Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI), Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2004: 47:51–61, DOI 10.1007/s00103-003-0752-9

Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universität Wien, Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie, https://www.meduniwien.ac.at/hp/hai/

Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, http://www.wir-gegen-viren.de/index.html