Ellenbogen (Ellenbogenprothese)

Ellenbogen (Ellenbogenprothese) - Mag. Dr. Rainer Hochgatterer - Orthopäde Linz 4040
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Der Ellenbogen bzw. das Ellenbogengelenk ist ein Gelenk, das aus drei Teilgelenken besteht und den Oberarmknochen mit den beiden Knochen des Unterarms (Elle und Speiche) verbindet.

Die drei Teilgelenke des Ellenbogens bilden eine funktionelle Einheit und ermöglichen als solche, dass der Unterarm gegenüber dem Oberarm gebeugt und gestreckt sowie gedreht werden kann. Sie werden von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umschlossen und von drei kräftigen Bändern stabilisiert und geführt. Die Kontaktflächen der Knochen, die an den drei Teilen vom Ellenbogengelenk beteiligt sind, werden von Gelenkknorpel überzogen, der als Stoßdämpfer der einzelnen Knochen sowie als Schutz vor Abrieb und Verschleiß dient.


Konservative Behandlung und Ellenbogenchirurgie

Die konservative und operative Therapie von Erkrankungen und Verletzungen des Ellenbogens zählen zu einem wichtigen Schwerpunkt meiner Arbeit. In der Ordination biete ich meinen Patienten ein großes Angebot an unterschiedlichen konservativen Behandlungsmaßnahmen, um Schmerzen und Veränderungen im Bereich des Ellenbogens nach genauer Abklärung umfassend behandeln zu können.

Mein operatives Leistungsspektrum im Bereich des Ellenbogens umfasst:

  • Nervenkompressionssyndrom (N. ulnaris)
  • Tennis- und Golferellenbogen
  • Ellenbogenarthrose - Endoprothese des Ellenbogens


Arthrose des Ellenbogens

Bei einer Arthrose des Ellenbogens (Cubitalarthrose) handelt es sich um degenerativen oder unfallbedingten Verschleiß des Gelenkknorpels im Ellenbogen. Fortschreitender Gelenkverschleiß kann prinzipiell jedes Gelenk betreffen - da das Ellenbogengelenk im Gegensatz zu anderen Gelenken wie dem Knie- und Hüftgelenk kein gewichttragendes Gelenk ist, ist es prinzipiell seltener von Arthrose betroffen. Zu den häufigsten Gründen für eine Ellenbogenarthrose zählen vorangegangene Verletzungen, die mit einer Gelenkschädigung einhergehen (z.B. Knochenbrüche und Gelenkluxationen) sowie Entzündungen und rheumatische Erkrankungen des Ellenbogengelenks, weiters sind beispielsweise Menschen, deren Arme und Ellenbogengelenke in der Arbeit oder beim Sport größeren Belastungen ausgesetzt werden, darunter z.B. Bauarbeiter, Maler, Handballspieler und Kraftsportler, immer wieder von Ellenbogenarthrose betroffen.

Im Anfangsstadium äußert sich die Erkrankung zunächst durch sporadisch auftretende Schmerzen, die vor allem auch unter stärkeren Belastungen auftreten. Im weiteren Krankheitsverlauf nehmen die Schmerzen an Intensität und Häufigkeit zu und treten schließlich auch im Ruhezustand auf. Weitere mögliche Beschwerden sind u.a. Muskelverspannungen und eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zu einer Versteifung des Ellenbogengelenks.

Wird frühzeitig mit einer geeigneten Therapie begonnen, dann können ein Fortschreiten der Erkrankung und die Implantation eines künstlichen Ellenbogengelenks in vielen Fällen lange hinausgezögert werden.


Ellenbogenprothese

Ein künstliches Ellenbogengelenk sollte prinzipiell dann in Betracht gezogen werden, wenn konservative Therapiemaßnahmen nicht mehr zu einer wesentlichen Linderung der Beschwerden führen, die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt wird und der Leidensdruck steigt. Durch die Implantation einer Ellenbogenprothese lassen sich Schmerzen im Bereich des Ellenbogens dauerhaft beseitigen, wodurch auch die Freude an Bewegung wieder gegeben ist, was die Lebensqualität deutlich verbessert.

Aufgabe einer Ellenbogenprothese ist es, die Form und Funktion des Ellenbogens nachzuahmen. Es kann sich hierbei entweder um eine Totalendoprothese oder um eine Teilendoprothese handeln. Bei einer Totalendoprothese besteht das künstliche Ellenbogengelenk prinzipiell aus zwei Komponenten, einer Oberarmknochenkomponente und einer Ellenkomponente, die über ein Scharnier miteinander verbunden werden. Ellenbogenprothesen sind in verschiedenen Größen, Formen und Varianten verfügbar und lassen sich optimal an die individuelle Anatomie anpassen. Bei der Wahl der Prothese, des Koppelungsgrades und der Art der Verankerung sowie bei der Planung der Operation werden viele verschiedene Faktoren berücksichtigt, darunter das Alter, die Knochenbeschaffenheit, der Gesundheitszustand und viele mehr. Die Operation wird vorab im Detail besprochen, den am besten geeigneten Zeitpunkt für den Eingriff bestimmten wir gemeinsam in der Ordination.

Der Eingriff wird von mir am Kepler Universitätsklinikum durchgeführt, an welchem ich als Oberarzt an der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie tätig bin. Es ist mir ein besonderes Anliegen, meine Patienten stets persönlich und umfassend bis zum Abschluss des Genesungsprozesses zu betreuen. Der genaue Ablauf der postoperativen Betreuung, Kontrollintervalle und andere wichtige Aspekte werden ganz an die individuelle Bedürfnislage und Ausgangssituation angepasst (individuelles Operationspaket).

Im Anschluss an die Operation erfolgt eine Physiotherapie, welche besonders wichtig für den Genesungsprozess ist. In der Ordination arbeiten wir eng mit erfahrenen spezialisierten Physiotherapeuten zusammen. Postoperative Rehabilitationsmaßnahmen werden von mir noch vor der Operation für den Patienten organsiert, sodass ein optimaler Übergang zwischen allen Behandlungsphasen gegeben ist und Patienten schnellst möglich wieder ihren alltäglichen und sportlichen Aktivitäten nachgehen können. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

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