Dr. Daniela Kasparek

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Kinder- und Jugendheilkunde

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Pädiatrische Pulmonologie

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1160 Wien

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Lungenerkrankungen

Erkrankungen der Lunge und der Atemwege treten besonders häufig im Kleinkindalter auf. Da sich junge Lungen meist erst entwickeln müssen, reagieren sie sehr empfindlich auf äußere Faktoren, v.a. Schadstoffe aus der Umwelt.
 
Tuberkulose

Bei der Tuberkulose, die früher als Schwindsucht bezeichnet wurde, handelt es sich um eine chronische Lungeninfektion, die durch Bakterien (das Mycobacterium tuberculosis) ausgelöst wird. In Europa sind Tuberkulose Fälle sehr selten. Durch die jetzige Völkerwanderung wird die Krankheit jedoch wieder zum Thema.
 
Ein lang anhaltender Husten, begleitet von Fieber, starker Müdigkeit, Nachtschweiß und einem blutigen Auswurf, kann auf TBC hinweisen. Ohne ärztliche Behandlung kann sich die Tuberkulose zu einer Hirnhautentzündung weiterentwickeln.
 
Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Bis die Erkrankung ausbricht können Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre vergehen.
 
Die Erkrankung erfordert eine sehr komplexe Therapie. Bei Verdacht auf Tuberkulose arbeite ich sehr eng mit der Lungenambulanz des Wilhelminenspitals zusammen, die sich auf die Behandlung der kindlichen Tuberkulose spezialisiert hat.
 

Zystische Fibrose

Die zystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine Erbkrankheit (somit nicht ansteckend). Bei der angeborenen Stoffwechselerkrankung wird der Transport von Natrium und Chlorid durch die Zellen gestört. Von dieser Störung sind v.a. jene Zellen betroffen, die Sekrete produzieren oder abgeben (exokrine Drüsen), wie z.B. die Sekrete der Bauchspeicheldrüse und der Leber sowie die schleimbildenden Drüsen in der Lunge.
Die Lunge verpickt regelrecht. Der Schleim in den Bronchien ist zähflüssig. Die Folge: Chronischer Husten, wiederkehrende Lungeninfekte und Lungenentzündungen, Bronchiektasien. Die häufigen Lungeninfekte können zu einer Lungeninsuffizienz führen, die sich durch Atemnot und chronischem Sauerstoffmangel bemerkbar macht.
 
Mukoviszidose kann bereits vorgeburtlich mittels Pränataldiagnostik nachgewiesen werden. In diesem Zusammenhang werden die Eltern auch über die Risiken und die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches aufgeklärt.
 
Die Krankheit kann nur symptomatisch, also nicht heilend, behandelt werden. So kommen neben schleimlösenden Medikamenten zur Inhalation auch Inhalationsmedikamente zum Einsatz, die die Bronchien erweitern. Bei einer zunehmenden Lungeninsuffizienz wird der Atemluft des Patienten dauerhaft Sauerstoff zugemischt (Sauerstoff-Langzeittherapie).
 
Die Lebenserwartung von Patienten mit Mukoviszidose ist in den letzten Jahren aufgrund der verbesserten Therapiemöglichkeiten gestiegen. Früher verstarben die Betroffenen bereits in jungen Jahren. Heute erreichen sie durchschnittlich das 40. Lebensjahr.
 
 
Lungenhypoplasie
 
Wenn die Lungenflügel der fetalen Lunge betreffend Größe oder Volumen vermindert entwickelt sind, spricht man von einer Lungenhypoplasie. Neugeborene müssen dadurch oft künstlich beatmet werden.
 
Eine sichere Diagnose kann erst nach der Geburt mittels Röntgen erfolgen. Pränatal lassen sich jedoch bereits im Ultraschall Fehlbildungen darstellen. Die Lungenhypoplasie wird vorwiegend symptomatisch behandelt.
                                             
 
Veränderungen in den oberen Atemwegen

Bei Verdacht auf Veränderungen in den oberen Atemwegen wird eine sogenannte Bronchoskopie (Lungenspiegelung) durchgeführt. Diese Untersuchungsmethode dient der Erkennung von Krankheiten der Atemwege, der Lunge und der Bronchien. Die Lungenspiegelung erfolgt unter örtlicher Betäubung.
 
Krankhafte Atemgeräusche, wie sie z.B. bei einem Stridor auftreten, können u.a mithilfe der Bronchoskopie gut abgeklärt werden.  
 
 
Bronchiektasie

Die Bronchiektasie stellt eine Erweiterung der Bronchien durch eine irreversible zylindrische oder zystenartige Veränderung des Gewebes dar. Bronchiektasien können entweder vererbt oder erworben werden.
 
Bronchiale Infekte, Lungenentzündungen, Keuchhusten sowie z.B. Masern im Kindesalter können das Entstehen einer Bronchiektasie begünstigen. Das Hauptsymptom bei Bronchiektasen zeigt sich in Form von starkem Husten mit großen Mengen an schleimigem Auswurf, der einen faulig-süßlichen Geruch hat und auch Blut und Eiter enthalten kann.
 
Fragen zu Behandlung und Therapie beantworte ich gerne in einem persönlichen Gespräch. 
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