Dr. Robert Pavelka

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Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

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Grundauerweg 15,

2500 Baden bei Wien

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Schlafapnoe

Beim Schlafapnoe-Syndrom handelt es sich um eine schlafmedizinische Krankheit und ein Beschwerdebild, welches durch kurze Atemstillstände (Apnoen) während dem Schlaf charakterisiert ist und das mit zahlreichen weiteren Symptomen und Folgekrankheiten einhergehen kann.

Die Auswirkungen der Atmungsstörung während dem Schlaf reichen von gestörten und verminderten erholsamen Tiefschlafphasen und folglich Tagesmüdigkeit, erhöhter Einschlafneigung untertags und herabgesetzter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit über morgendliches Kopfweh bis hin zum Nachlassen der sexuellen Lust und der Zunahme von allgemeiner Antriebslosigkeit.Die Herz- und Kreislaufbelastung führt zu Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen. Patienten mit unbehandeltem Schlafapnoe-Syndrom haben u.a. ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt und damit eine verkürzte Lebenserwartung.und verschlechterte Lebensqualität. 

Direkte Ursache der obstruktiven Schlafapnoe ist ein Kollaps (Zusammenfallen) der Weichteile der oberen Atemwege während des Schlafs, wodurch  wiederholte Atmungsstörungen über mehr als 10 Sekunden, meist 20-30 sec, aber auch bis zu 1 min. und mehr entstehen. 
Beendet werden sie durch Weckreaktionen - Mikro-Arousals, die den Schlaf stören, den Patienten aber nicht bewußt werden. Eine vermehrte Atemarbeit ist nötig um gegen den Atemwegskollaps anzuatmen.
 

Videoendoskopie durch die Nase

Die Videoendoskopie zur genauen Untersuchung des Schnarchens wurde von mir vor über zehn Jahren in Österreich in meiner Zeit als Vorstand der HNO-Abteilung mit eigenem Schlaflabor im Krankenhaus in Wiener Neustadt eingeführt. 

Heutzutage biete ich sie ambulant in der HNO-Ordination im Medicent in Baden an nach vorheriger genauer HNO-Untersuchung und Schlaflabormessung.

Für die Untersuchung erhält der Patient einen venösen Zugang. Die Sauerstoffsättigung wird während der Untersuchung über ein Pulsoximeter am Finger überwacht. Der Schlaf wird durch die Injektion eines Schlafmittels hervorgerufen. Anschließend werden die oberen Atemwege und das Schnarchen oder die Obstruktionen (Kollapszonen) mithilfe eines flexiblen Videoendoskops, welches durch die Nase eingeführt wird, direkt beobachtet und dokumentiert, was wichtige Erkenntnisse über die Ursachen des Schnarchens oder einer obstruktiven Schlafapnoe liefern kann. 

Darüber hinaus können während der Untersuchung verschiedene Therapie-Simulationen durchgeführt werden (z.B. Test der Wirkung von Protrusionsschienen, Simulation der Wirkung einer UPPP-Gaumenoperation oder eines Alaxo-Stents durch das Einführen eines nasopharyngealen Wendeltubus.
 

Schnarch- und Schlafapnoe-Monitoring zu Hause


Für die Behandlung des Schnarchens ist es sehr wichtig, sowohl das Schnarchgeräusch nach Intensität und Klangcharakter zu analysieren als auch den Grad einer eventuell begleitenden Schlafatmungsstörung zu bestimmen. 
Da die Termine in stationären Schlaflabors sehr lange sind und gerade die Analyse des Schnarchgeräusches dort ein Stiefkind ist, habe ich derzeit 2 besondere Schnarch- und Schlafapnoe-Messgeräte im Einsatz, die ich routinemäßig für 2 Nächte nach Hause verleihe. Sie starten und beenden die Aufzeichnung vor und nach dem Schlafen manuell und lernen das richtige Anlegen der Sensoren für die Messung der Nasenatmung, der Brust- und Bauchatmung und der Sauerstoffsättigung über den Fingerklip, Eingebaut ist ein Lagesensor und ein Mikrophon. Weiter Sensoren sind erforderlichenfalls möglich für Beinbewegungen oder EKG. 
Außer dem Aufdecken einer eventuellen Schlafapnoe können aus der Frequenzanalyse des Schnarchgeräusches wertvolle Hinweise über den Ursprungsort des Schnarchens und der Schlafapnoen bekommen werden, besonders ob der Zungengrund mitbeteiligt ist oder nicht oder ob es sich um reines Gaumenschnarchen handelt, welche unterschiedliche Frequenzmuster haben. Auch die Lageabhängigkeit wird bestimmt. 

Für entferntere PatientInnen wird bei der Anmeldung der Termin so gewählt, dass Sie nach Möglichkeit bei der Erstordination schon das Messgerät bekommen können und es bei der nächsten Ordination nach 2 Tagen oder mehr zurückbringen können, so dass es gleich analysiert wird und dann besprochen werden kann. ​

Therapie (konservativ und operativ)

Die Wahl der Therapie orientiert sich an den Informationen aus dem Anamnesegespräch und an den Untersuchungsergebnissen (körperliche Untersuchung, Videoendoskopie durch die Nase und/oder Schlafapnoe-Monitoring zu Hause und/oder im Schlaflabor).
  • Es stehen unterschiedliche konservative und operative Möglichkeiten zur Wahl. 
Konservative Maßnahmen sind vor allem die CPAP-Therapie, eine Überdruckbehandlung, die nur nachts über eine Beatmungsmaske angewendet wird (CPAP = Continuous Positive Airway Pressure). Sie gilt derzeit als Golden Standard. Allerdings wird sie gerade bei leichten Schlafapnoen nicht gerne genommen und manche Patienten können sie nicht lange genug vertragen.  
Bestimmte Lebensstilmodifikationen wie Gewichtsreduktion bei Übergewichtigen, der Verzicht auf Alkohol am Abend verbessern das Zustandsbild. 
Falls die Obstruktionen nur in Rückenlage auftreten hilft die Rückenlage Vermeidung. Dazu gibt es spezielle Westen mit Schaumstoffpolster am Rücken oder Vibrationsgeber, die bei Rückenlage vibrieren. 
 

Operationen:

Bei der operativen Behandlung können Eingriffe auf verschiedenen "Ebenen" notwendig sein, abhängig von dem Obstruktionsniveau und -muster (z.B. Nase, Rachen, Zungengrund, Zungenbein, Kehldeckel). 

 
  • Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP)
  • Neuere Pharyngoplastiken wie die Expansion Sphincter Pharyngoplastik (ESP) oder die Relocation Pharyngoplastik u.a.
  • Entfernung der Mandeln
  • Zungengrund-Radiofrequenztherapie
  • Faden-Suspension des Zungengrundes
  • Zungengrund Teilresektion​
  • Hyoidsuspension, Hyoidothyreopexie = HTP
  • Nervenstimulation des Zungennerven - "Zungengrund-Schrittmacher"
  • Bimaxilläres Advancement
Ziel der Operationen ist eine Verhinderung der nächtlichen Obstruktionen durch eine dauerhafte Erweiterung der Atemwege im Hals oder im Falle des Zungennervenstimulators eine Öffnung nur während der Einatmung.
Das bimaxilläre Advancement ist eine kieferchirurgische Operation, bei der Ober- und Unterkiefer operativ vorverlagert werden. Sie wird nicht von mir gemacht, sondern von Kollegen der Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie. 
 
Da keine Therapie für alle Fälle geeignet ist und jede ihre Vorteile und Begrenzungen sowie unterschiedliche Nebenwirkungen hat, ist eine genaue Kenntnis der Schlafapnoe und der auslösenden Kollapszonen und -muster  Voraussetzung für die gezielte Anwendung.

Behandlungsplan

Ich nehme mir ausreichend Zeit, um Sie verständlich über Ihre Untersuchungsergebnisse und Behandlungsoptionen zu informieren, sodass wir anschließend gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan entwerfen, der optimal auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt ist.​

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne persönlich in einer meiner Ordinationen in Wiener Neustadt oder Baden bei Wien zur Verfügung.
Modifizierte Expansion Pharyngoplastik verlagert den Gaumen
Zungengrund-Suspension zum Unterkiefer mit Repose /AIRvanceMögliche Kollapsorte bei Schnarchen und SchlafapnoeInspire® Nervus Hypoglossus Stimulator der OAW
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