Prim. Dr. Viktor Grablowitz

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Chirurgie

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Magen- und Refluxchirurgie

Wie entsteht Sodbrennen?
Sodbrennen beschreibt ein schmerzhaftes Empfinden im Bereich der Speiseröhre und des Magens, welches durch den Reflux von Magensäure in die Speiseröhre ausgelöst wird. Die brennenden Schmerzen machen sich häufig nach Mahlzeiten und im Liegen bemerkbar.
Der Begriff Reflux beschreibt eine gegen die physiologische Strömungsrichtung gerichtete Bewegung von Körperflüssigkeiten - im Fall von Sodbrennen ist es die Magensäure, die entgegen der normalen Strömungsrichtung vom Magen in die Speiseröhre fließt, was die für Sodbrennen typischen Beschwerden verursacht.
 
Normalerweise wird ein Rückfluss vom Mageninhalt in die Speiseröhre durch einen Schließmuskel im Bereich des Mageneingangs verhindert; ist dies nicht der Fall, kommt es zu Sodbrennen. Geschieht das oft, kann die aggressive Säure des Magens das empfindlichere Gewebe der Speiseröhre verätzen. Ist das der Fall, droht eine schmerzhafte Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre. Besteht die Entzündung über einen längeren Zeitraum, können Komplikationen auftreten. Mögliche Vernarbungen verengen die Speiseröhre und verursachen Schluckbeschwerden - ein ernsthafter Zustand, der eine sofortige Untersuchung und Behandlung erfordert.
 
Sodbrennen zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden, etwa jeder zweite Erwachsene leidet regelmäßig unter saurem Aufstoßen. Tritt Sodbrennen regelmäßig auf und kommt es durch das saure Aufstoßen zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens, ist von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (Gastro Esophageal Reflux Disease, GERD) die Rede. Sodbrennen nach dem Essen bzw. eine Refluxkrankheit ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein durchaus ernst zunehmendes Alarmsignal. Obwohl es sich "nur" um Aufstoßen handelt, sollten die Beschwerden von Betroffenen nicht bagatellisiert werden, da es im Bereich der Speiseröhre durch den wiederholten Kontakt mit der Magensäure zu Veränderungen kommen kann, im schlimmsten Fall kann Speiseröhrenkrebs entstehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Betroffene wiederkehrende Beschwerden ärztlich abklären lassen.

Diagnostik (Gastroskopie)

Zu Beginn der Diagnostik steht das Anamnesegespräch, bei welchem die ersten wichtigen Anhaltspunkte für die Refluxkrankheit und die möglichen Ursachen der Beschwerden eruiert werden. Bei Patienten mit anhaltenden Beschwerden sind Untersuchungen wie z.B. eine Gastroskopie (Magenspiegelung) erforderlich, um die Beschwerden genau abzuklären und mögliche Veränderungen im Bereich des Magens und der Speiseröhre frühzeitig zu erkennen.

Eine Spiegelung der Speiseröhre gibt einen sicheren Überblick über deren Zustand. Für die sichere Diagnosestellung eignet sich die Gastroskopie am besten. In aller Regel lassen sich durch endoskopische Untersuchungen sowohl Schädigungen der Speiseröhrenschleimhaut durch eine Refluxkrankheit nachweisen als auch Erkrankungen ausschließen, in deren Folge diese erst auftritt. Der genaue Ablauf der Diagnostik orientiert sich an der jeweiligen Ausgangssituation des Patienten, nach Vorliegen aller Befunde werden die Untersuchungsergebnisse in Ruhe besprochen und alle Fragen ausführlich geklärt.

Therapie

Häufig müssen nur ein paar Ernährungs- und Verhaltensregeln beachtet werden, z.B. weniger fettige Speisen und weniger Alkohol - denn je voller der Magen und je schwerer die Mahlzeiten, desto höher das Risiko des Aufstoßens nach dem Essen. In manchen Fällen ist eine medikamentöse Therapie erforderlich, z.B. mit sogenannten Protonenhemmern, welche den Magensaft weniger aggressiv machen. Bei einigen Patienten ist eine Operation sinnvoll, beispielsweise dann, wenn die Beschwerden trotz medikamentöser Therapie anhalten und die Lebensqualität durch eine Operation deutlich verbessert werden kann.

Operation (Fundoplikatio nach Nissen und nach Toupet)

Vor dem Eingriff werden mehrere Untersuchungen durchgeführt (Gastroskopie mit Entnahmen von Proben aus der Schleimhaut, Druck- und 24-Stunden-Refluxmessung der Speiseröhre), welche Aufschluss über die Ursachen der Beschwerden geben (Rückfluss von Galle, Störungen der Speiseröhre, Störungen des Schließmuskels etc.). Aufgrund der Befunde kann individuell entschieden werden, ob die Operation eine sinnvolle Therapie darstellt.
 
Die klassische Operationstechnik ist die minimal-invasive Fundoplikatio, im Rahmen welcher die Einmündung der Speiseröhre mithilfe einer Manschette aus Magenanteilen verstärkt wird, wodurch die Funktion des Anti-Refluxventils wiederhergestellt wird. Dadurch wird der krankheitsauslösende Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert. Die Manschette ist vom ersten Tag an wirksam und bewirkt im Regelfall eine rasche Besserung der Beschwerden. Des Weiteren erfolgt eine Sanierung des Zwerchfellbruchs, welcher meistens mit dem Reflux einhergeht.

Beim Verfahren nach Nissen wird die Manschette vollständig um die Speiseröhre geschlossen; bei einer Fundoplikatio nach Toupet (270-Grad-Fundoplikatio) wird die Manschette nicht vollständig um den abdominellen Anteil der Speiseröhre gelegt - dieses Verfahren wird im Regelfall bei Patienten mit bestimmten Bewegungsstörungen im Bereich der Speiseröhre vorgezogen. Die Wahl des Operationsverfahrens wird stets individuell abgewogen.
 
Die Operation geht mit einem viertägigen stationären Aufenthalt einher. Am ersten Tag nach der Operation kann mit dem Kostaufbau begonnen werden. Nach zehn Tagen erfolgen eine umfassende Nachkontrolle und die Nahtentfernung. Ein Wiederauftreten der Beschwerden nach der Operation ist sehr selten.
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